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Diskutiere im Thema Diagnose - wie/wer/wo? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 10

    Frage Diagnose - wie/wer/wo?

    Hey, ich bin noch ganz neu, aber ich habe direkt schon ein paar Fragen.

    Ich habe zwar schon etwas recherchiert, aber für mich ist noch einiges Unklar nämlich:

    - was muss ich vor der Diagnose machen?

    Den Besuch beim Hausartzt hab ich schon eingeplant, am Freitag habe ich auch schon einen Termin. Das letzte mal hat er mich zu einem Neurologen überwiesen, und der mich dann an einen Therapeuten. Ist davon irgendwas unnötig, und kann ich davon vllt irgendwas überspringen?

    - kann man eine Diagnose nur in einen der spezialierten Kliniken kriegen oder auch woanders?

    Meine Schwester hatte letzes Jahr nochmal einen Test beim Jugendpsychologen aus unserer Kindheit gemacht (sie war aber noch 18 - ich bin nun schon 23), obwohl sie definitiv noch ADS hat (sehr viel offensichtlicher als ich) wurde sie negativ getestet o.O

    - muss man eine ADS Diagnose haben um einen Termin bei einem spezialisierten ADS Therapeuten zu bekommen oder kann man sich schon ohne diese auf die Warteliste setzen lassen?

    - kennt sich jmd aus mit dem Thema Auslands Aufenthalt?

    Denn ab diesem Sommer, werde ich mich höchstwahrscheinlich für ein Jahr in Irland/Dublin aufhalten und deshalb würde ich den ganzen Prozess gerne etwas beschleunigen. Ich denke das ich mit Diagnose die Therapie im Ausland vllt eher von der Krankenkasse erstattet bekomme. Höhstwahrscheinlich wohl eher nicht. Wenn sich da jmd genauer auskennt wäre super


    ADS ist bei mir momentan noch Eigenverdacht wegen einen Haufen von Gründen:
    - als Kind festgestellte 'isolierte' Rechtschreibschwäche
    - habe als Kind Entspannungstraining bekommen weil ich in Arbeiten & Tests viele Flüchtigskeitsfehler gemacht habe
    - meine kleine Schwester wurde in der Kindheit mit ADS diagnostiziert
    - Träumerin
    - Emotionalen oft nicht unter Kontrolle: Heulkrämpfe & Ausraster
    - das Gefühl nich mein volles Potenzial ausschöpfen zu können
    - Meisterin im prokastinieren
    - habe viele Ideen und Angefangene Projekte, aber beenden tue ich sie leider nie
    - mein Kopf fühlt sich wie ein Durcheinander an, ganz viele Gedanken, gar keine Ordnung
    - kann mich in lauter und geschäftiger Umgebung schlecht bis kaum auf Aufgaben konzentrieren
    - in Unterhaltungen fall ich Leuten oft ins Wort, wenn mir zu dem Thema etwas einfällt
    - spreche oft im Kauderwelsch, weil ich meine Gedanken nicht ordnen kann
    - einem größeren Tollpatsch als mir seit ihr nie begenet (ernsthaft ich kann euch Geschichten erzählen.. am besten sind die Trinkflaschen die ich andauernt vergesse zu zudrehen)
    - total verpeilt: verlege und verliere regelmäßig irgendwas
    - immer spät und unorganisiert
    - wenn ich kaum geschlafen habe bin ich immer total Hyper


    Schonmal im Vorraus danke für die Antworten

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.728

    AW: Diagnose - wie/wer/wo?

    Poppy schreibt:
    Den Besuch beim Hausartzt hab ich schon eingeplant, am Freitag habe ich auch schon einen Termin. Das letzte mal hat er mich zu einem Neurologen überwiesen, und der mich dann an einen Therapeuten. Ist davon irgendwas unnötig, und kann ich davon vllt irgendwas überspringen?
    Ja, den Besuch beim Hausarzt, würde ich mal sagen. Denn wenn ich dich richtig verstehe hast du noch gar keinen Termin zur ADHS-Diagnose?

    Du brauchst erst einmal einen ADHS-kundigen Psychiater oder eine Ambulanz, kriegst dort hoffentlich einen Termin, und dann gehst du zum Hausarzt wegen der Überweisung.

    Die Arztadressen kannst du am Besten bei einer Selbsthilfegruppe in deiner Gegend erfragen. Das kann auch eine Elterngruppe sein, denn wegen der Erblichkeit von ADHS ist jede ADHS-Elterngruppe wenigstens zu einem großen Teil auch eine ADHS-Betroffenengruppe.

    Wenn du eine Diagnose hast und auf Medikamente eingestellt bist, kannst du die medikamentöse Therapie vermutlich auch in Irland fortsetzen (Krankenkasse fragen). Wenn- denn es kann leider sein dass das wegen der Überlaufenheit der wenigen Spezialisten gar nicht bis zum Sommer klappt. Da wäre es eventuell eine Alternative, die Diagnostik dort zu machen?

    Frag doch mal bei About Us | HADD Ireland - ADHD - Attention Deficit Hyperactivity Disorder - Making life better for people affected by ADHD

  3. #3
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Diagnose - wie/wer/wo?

    Nee ich hab noch keinen Termin zur Diagnose. Vor ein paar Jahren mit den verdacht auf Depressionen bin ich auch zum Hausartzt gegangen, der hat mich dann zu einem Neurologen überwiesen, welcher mich dann zu an einen Therapeuten verwiesen hat. Weil ich jetzt nicht wieder diesen langen Weg gehen wollte, der im Endeffekt mich nicht viel weiter gebracht hat, wollteich mich ja vergewissern ob ichs dieses Mal anders machen kann.

    Also sagst du das ich auch ohne all das mich bei einem Psychater/Ambulanz vorstellen kann? Das wäre nämlich super. Ich werde mal versuchen mit Hilfe deiner Vorschläge jmd ausfindig zumachen.

    Ja ich hatte mir das auch schon überlegt. Nur haben die in Irland leider kein Versicherungs System wie wir, und da müsste ich alles höchstwahrscheinlich selber tragen. Deshalb hätte ich mir gewünscht das vorher alles klären zu können. - Aber ich beführchte mal, dass das nichts wird. Ich werde es trotzdem einmal versuchen. Danke

  4. #4
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Diagnose - wie/wer/wo?

    Sicherlich kann man sich auch ohne Hausarzt bei einen Psychater anmelden. Die Wartezeiten sind aber im Allgemeinen relativ lang.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.728

    AW: Diagnose - wie/wer/wo?

    Poppy schreibt:
    Also sagst du das ich auch ohne all das mich bei einem Psychater/Ambulanz vorstellen kann? Das wäre nämlich super. Ich werde mal versuchen mit Hilfe deiner Vorschläge jmd ausfindig zumachen.
    Die Überweisung vom Hausarzt brauchst du vermutlich schon, aber die lohnt es sich ja nicht zu holen bevor du den Termin hast. Denn du weißt ja nicht mal ob der in diesem Quartal liegen wird. Außerdem muss man zu (manchen) Ambulanzen einen anderen Überweisungsschein bringen als zu niedergelassenen Psychiatern.

  6. #6
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Diagnose - wie/wer/wo?

    Okay danke für eure Infos

    Dann werde ich wohl erstmal alles durch telefonieren was ich bei mir in der Nähe finde ^^

  7. #7
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Diagnose - wie/wer/wo?

    4.Kl.konzert schreibt:
    Die Überweisung vom Hausarzt brauchst du vermutlich schon,.....................
    braucht man nicht - siehe link:

    http://www.neurologen-und-psychiater...-wahrzunehmen/

  8. #8
    *schnüff*

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 2.168

    AW: Diagnose - wie/wer/wo?

    spacetime schreibt:
    Das stimmt so nicht. Ohne Überweisung kann man nur niedergelassene Fachärzte aufsuchen.
    Für die Behandlung an einer Hochschulambulanz benötigt man nicht nur eine Überweisung, sie muss sogar vom Facharzt sein. siehe hier: § 117 SGB V


    (1) Ambulanzen, Institute und Abteilungen der Hochschulkliniken (Hochschulambulanzen) sind zur ambulanten ärztlichen Behandlung der Versicherten und der in § 75 Absatz 3 genannten Personen

    1. in dem für Forschung und Lehre erforderlichen Umfang sowie
    2. für solche Personen, die wegen Art, Schwere oder Komplexität ihrer Erkrankung einer Untersuchung oder Behandlung durch die Hochschulambulanz bedürfen,


    ermächtigt.

    In den Fällen von Satz 1 Nummer 2 kann die ambulante ärztliche Behandlung nur auf Überweisung eines Facharztes in Anspruch genommen werden.


    Ausnahmen gibt es nur, wenn Kassen mit bestimmten Kliniken Verträge hierzu haben, z.B. die Charité in Berlin hat solch einen Vertrag. siehe hier: Vertrag Charité
    Geändert von Schnarchnase (24.04.2016 um 16:35 Uhr)

  9. #9
    *schnüff*

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 2.168

    AW: Diagnose - wie/wer/wo?

    Das Verlinken von .pdf-Dateien funktioniert scheinbar nicht. Oder mache ich was falsch?

    Dann eben anders - auf dieser Seite der KV Berlin ist der Vertrag downloadbar.

  10. #10
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Diagnose - wie/wer/wo?

    Es gibt unterschiedliche Wege, diagnostiziert zu werden.

    Bei mir persönlich war es so, dass ich mit einem leichten Eigenverdacht einen Neurologen aufgesucht habe. Dieser hat mich dann in seiner Praxis neurologisch untersucht (EEG, Reflexe, kurze Anamnese usw.) und mich dann an eine neurologische Kollegin verwiesen, welche u. a. spezialisiert auf erwachsene ADHS-ler ist.

    Bei dieser neurologin habe ich dann weitere Tests gemacht und die Diagnose wurde klinisch bestätigt. Sie hat mich mit den entsrprechenden Medikamenten versorgt - alles Weitere habe ich mir dann selbst erarbeitet.

    Es gibt auch die Möglichkeit (kenne ich aus meiner eigenen Arbeit), dass man eineN PsychologIn aufsucht, dort die ersten Tests macht und dann von dort an eineN NeurologIn weiter verwiesen wird, welcheR dann die medikamentöse Betreuung übernimmt (falls erforderlich).

    Psychologen arbeiten manchmal in Kooperation mit Neurologen, was ich ziemlich sinnvoll finde.

    Dann kann auf psychologischer Seite die Betreuung in enger Kooperation mit einem Neurologen erfolgen,. Davon profitieren Patienten recht gut, weil sich die Behandlungen gegenseitig ergänzen und die Helfer voneinander wissen und so die Hilfe gemeinsam mit dem Betroffenen gut abgestimmt werden kann.

    Liebe Grüße

    Luzie

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