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Diskutiere im Thema ADHS-Diagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 1

    ADHS-Diagnose

    Hallo,

    Zu mir:

    Ich bin Schüler und mache zurzeit mein Abitur

    Zu meiner Vorgeschichte:

    Ich habe durch Zufall erfahren, dass ich ADHS habe, da ich aus Langeweile unseren Gesundheitsordner durchwühlt habe und gesehen habe, dass ich bereits mit 6/7 im Kinderpsychologischen Zentrum/Uniklink war bei Mainz und bei mir ADHS, leichte motorische Defizite evtl. Dyspraxie diagnostiziert wurde und das mein Wortschatz überdurchschnittlich sei, wahrscheinlich weil ich so meine motorischen Defizite verbergen wollen würde, deshalb wurde bei mir auch ein IQ-Test vorgenommen, war durchschnittlich,108, aber mit stark unterschiedlichem Profil z.B. besser Sprachlich als rechnerisch.

    Naja ich wusste auch nie, wieso ich bei der Ergotherapie war, war halt ein Kind und da das bei mir in der 3/4 Klasse aufgehört hat, (wieso weiß ich nicht) kann ich mich auch nicht gut an die Gesamtsituation erinnern.

    Als ich meine Mutter letztens drauf ansprach, bestritt Sie, dass ich ADHS hätte und am Ende sagte sie, sie würde es nicht wollen würden, dass ich es weiß, denn es könne mich bedrücken (was es nicht tut) und am Ende doch irgendwie zu gab, aber mit einer Note, dass sie sage, dass ADHS zu oft diagnostiziert werden würde, und es mich nicht befallen würde.

    Frage: Soll ich nochmals ein Gespräch mit einem Arzt aufnehmen mit evtl. Wunsch auf Medikation ?

    Ich lebe eigentlich recht gut, habe manchmal lange Prokrastinatios Phasen und bin z.B. leicht frustiert in Mathe, da war ich mal gut, seit der 11 eher nicht so, sonst finde ich läuft alles gut.

    Deshalb weiß ich nicht, ob ich ein Beratungsgespräch bräuchte oder allgemein Methylphenidat brauche, da die Nebenwirkungen arg sind. Ich weiß nur, dass ich es mal kurzzeitig auf Empfehlung bekam mit 7 1/2 und ich keine Nebenwirkungen hatte, wurde dann abgesetzt, wieso weiß ich nicht, schätze meine Mutter wollte es nicht.

    Finde es im Fazit nur Schade, dass meine Mutter das mir nie selbst gesagt hat. Einzig gute ist, dass ich mich jetzt bewusst entscheiden kann auf eine Therapie o. Medikation.

    Was würdet ihr mir raten zu tun ?
    Geändert von Chimd (10.04.2016 um 21:22 Uhr)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: ADHS-Diagnose

    Ich würde dir dazu raten, zu einem tatsächlich und nicht nur vermeintlich kompetenten Arzt mit Spezialisierung auf ADHS zu gehen, deine Beeinträchtigungen durch ADHS durch psychologische Testdiagnostik messen zu lassen und falls Beeinträchtigungen anhand dieser Diagnostik in relevantem Ausmaß vorhanden sind, würde ich dir insbesondere für's Studium nach dem Abi zu einer medikamentösen Therapie mit Stimulanzien raten.

    Schau dir mal die Threads bei Medikamente an. So "arg" sind die Nebenwirkungen durch Methylphenidat in gut eingestellter Dosierung übrigens nicht und durch Methylphenidat allein ist quasi noch keiner gestorben.
    Geändert von ChaotSchland (10.04.2016 um 21:50 Uhr)

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 198

    AW: ADHS-Diagnose

    Hmm faszinierend würde Spock vielleicht sagen ;-). Da du dich hier im Forum gemeldet hast scheinst Du ja ein Verlangen nach Informationen zu haben. Daher rate ich Dur zu Literatur. Es gibt eine Reihe Bücher zum Thema einfach mal die SuFu hier nutzen da ist bestimmt was interessantes für dich dabei. Gruss Rob

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADHS-Diagnose

    Ich finde die Frage eigentlich ganz einfach zu beantworten: Zu einem Arzt geht man, wenn man Probleme hat und diese nicht allein bewältigen kann.

    Ich würde also an deiner STelle überlegen ob du Probleme hast, die über ein Maß von gleichaltrig Gesunden hinausgehen, und wie schwer sie dich beeinträchtigen.

    Man nimmt ja keine Tabletten, nur weil man etwas hat, wo manche Tabletten brauchen. So ein bisschen wie bei einer Entzündung, es gibt Entzündungen da heilt alles von allein ab, z.B. ein Pickel, es gibt aber auch Entzündungen, da braucht man Antibiotika und/oder eine Therapie (z.B. chirurg. Eingriff), z.B. bei einem Abzess.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.731

    AW: ADHS-Diagnose

    Hallo Chimd,

    was du tust musst du selbst entscheiden. (Logisch)

    Du musst schauen wie hoch dein Leidensdruck ist. Leichte Prokrastinationsphasen und leichte Frustration in Mathe, das hört sich jetzt nicht nach einem versauten Leben (salopp gesagt) an.

    Aber guck dir AD(H)S als Gesamtpaket an! Also auch das was auf den ersten Blick nichts damit zu tun hätte. Ich bekam meine Diagnose mit 37 und hatte Schule und Studium trotzdem geschafft. Aber glücklich war meine Kindheit nicht wirklich, ich fühlte mich oft von allen unverstanden, hatte wenig Freunde, wurde oft geärgert oder gehauen. Kontakte zu Mädchen habe ich nie hinbekommen, bis ich 24 war und gleich die richtige, mit der ich schon lange und glücklich verheiratet bin, traf.

    Von daher kann ich sagen, meine ADHS äußerte sich mehr im sozialen Bereich, durch Impulsivität und verzerrte Wahrnehmung, als im kognitiven. Und auch die Behandlung, ich nehme seit 12 Jahren Methylphenidat, wirkt sich sehr beeindruckend genau dort aus, ich bin ausgeglichener, habe weniger Streit mit Frau und Kindern, ich habe mehr Übersicht im Leben.

    Wenn das alles nicht auf dich zutrifft und es nur beherrschbare Probleme beim Lernen gibt, ist die Frage ob sich der Aufwand mit Medikamenten lohnt. Vor Nebenwirkungen musst du keine Angst haben, du weißt ja nicht ob du welche hättest, damals jedenfalls nicht wie du schreibst.

    Und noch etwas Wichtiges: Wenn du jetzt eine Berufsunfähigkeitsversicherun g abschließen willst oder Beamter oder Feuerwehrmann oder Pilot werden willst, würde dir eine erneute Diagnose oder gar medikamentöse Behandlung das erschweren oder verunmöglichen. Ist der Abschluss beispielsweise der Berufsunfähigkeitsversicherun g dann schon ein paar Jahre her und du gehst dann zum Facharzt, nimmt sie dir keiner weg.

    Die Schachtelsätze sind ein Hinweis darauf, dass meine Medikamentenwirkung nachlässt.

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.731

    AW: ADHS-Diagnose

    Ach so: Es gibt natürlich eine Menge Dinge, die man abseits von Behandlung noch machen kann. Sich selbst besser kennen lernen, ehrlich zu sich sein und Hilfen zur Zeiteinteilung und Orientierung in Anspruch nehmen usw.

  7. #7
    WeisseLilie

    Gast

    AW: ADHS-Diagnose

    Zuallererst würde ich Dir raten, die Unterlagen Deiner Erstdiagnose zu sichern, nicht dass Deine Mutter auf die Idee kommt sie wegzuwerfen. Dann machst Du mal einen Termin bei einem ADHS-Spezialisten aus, worauf Du wahrscheinlich eine Zeitlang warten musst.

    Aber halt, Du machst gerade Abitur. Das heisst Du solltest gerade noch in einem Alter sein, in dem Du einen schnellen Termin bei einem ADHS-Kinderarzt bekommen kannst, um die Wartezeit zum Termin beim ADHS-Spezialisten zu überbrücken.

    Viel Erfolg beim Abi!

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