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Diskutiere im Thema Mit oder ohne Medikamente im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    Mit oder ohne Medikamente

    Hi,

    Ich (33)war anfangs (vor ca 5 Jahren)bei einem Spezialisten, welcher mich getestet hatte und mich auf Medininet eingestellt hatte, naja dann wurde ich von meiner Frau und meiner Mutter ( welche schon bei mir als Kind das leugnete und 100 anderes Ausreden fand)belatschert, dass ich noch einen zweiten Test machen sollte(vor 4 Jahren).

    Dieser bestätigte zwar die Diagnose, aber er meinte ich bräuchte kein Medikament, da ich es auch ohne bis zum Diplom geschaft hätte und lediglich eine Therapie in Anspruch nehmen sollte um mich besser zu organisieren.

    Naja was mich ein wenig ärgerte war, dass es ihm egal war, was für ein Kraftakt das war und klar ich hab es auch ohne geschaft und bin selbst unsicher wegen der Medikamente.

    Im mom leide ich aber immer noch unter einer starken geistigen Unruhe mit starken dissoziativen Aspekten bzw in allen Bereichen, starke motorischen Unruhe meiner Hände und gelegentlich wie soll man es beschreiben inneren Krämpfen in den Beinen wenn ich im Bett liege. Hinzu kommt das mein Kopf mit seinen Gedanken einem Bienennest gleicht.

    Weis jetzt nicht ob ich es nochmal versuchen soll oder dabei belassen, bzw bin ich mittlerweile umgezogen und müsste dann ja wieder einen Test machen...
    Außerdem habe ich das Gefühl das ich durch Medikinet enorm geschwitzt habe:/

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.731

    AW: Mit oder ohne Medikamente

    Uschumbel schreibt:
    Hi,

    Ich (33)war anfangs (vor ca 5 Jahren)bei einem Spezialisten, welcher mich getestet hatte und mich auf Medininet eingestellt hatte, naja dann wurde ich von meiner Frau und meiner Mutter ( welche schon bei mir als Kind das leugnete und 100 anderes Ausreden fand)belatschert, dass ich noch einen zweiten Test machen sollte(vor 4 Jahren).

    Dieser bestätigte zwar die Diagnose, aber er meinte ich bräuchte kein Medikament, da ich es auch ohne bis zum Diplom geschaft hätte und lediglich eine Therapie in Anspruch nehmen sollte um mich besser zu organisieren.

    (...)

    Weis jetzt nicht ob ich es nochmal versuchen soll oder dabei belassen, bzw bin ich mittlerweile umgezogen und müsste dann ja wieder einen Test machen...
    Außerdem habe ich das Gefühl das ich durch Medikinet enorm geschwitzt habe:/
    Solche Nebenwirkungen treten oft nur am Anfang auf. Ich würde dir einen neuen Versuch empfehlen, zu verlieren gibt es nichts und du kannst auch jederzeit wieder aufhören.

    Nein, wieso wieder einen Test? Der muss doch nicht wiederholt werden, schau einfach dass du einen aussagekräftigen Bericht von einem der beiden Ärzte bekommst. Vernichtet werden die Akten nach 10 Jahren, aber nicht nach vier oder fünf.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Mit oder ohne Medikamente

    Die medikamentöse Therapie mit Methylphenidat in gut eingestellter Dosierung (zu hohe Dosierung is nix und zu niedrige auch nicht) hat auf Menschen mit ADHS eine zumindest indirekte emotional stabilisierende Wirkung.
    Wenn du selbst das Gefühl hast, dass du mit dem Status quo nicht zufrieden bist, dann würde ich die Sache angehen.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Mit oder ohne Medikamente

    Naja am meisten belastet mich die dissoziativen Elemente, die Unkonzentriertheit und das verschwimmen der Sicht vor allem beim lesen... Das war mit dem Medikament besser, bzw ich nannte es mit dem zurück in die Realität finden, aber es könnte auch umkippen und ich bin wenn ich nicht aufgepasst habe noch viel tiefer in einen Gedanken hineingerutscht anstatt vorher in viele:/

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 198

    AW: Mit oder ohne Medikamente

    Ich bin knapp 50 wurde vor 2 Jahren diagnostiziert. ADHS hat mich so viel Kraft gekostet :-\. Zum Schluss war ich "alle" und habe dann mit den Medis einen Weg gefunden der mich wesentlich entspannter durchs Leben gehen lässt.
    Also: wieso nicht probieren es steht Dir jederzeit frei eine meikamentösr Behandlung wieder abzubrechen. Nebenwirkungen gehen vermutlich vorbei es gibt auch andere Medikamente die bei Dir vielleicht keine NW hervorrufen.
    Gruss Rob

  6. #6
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: Mit oder ohne Medikamente

    Hallo Uschumbel,

    ehrlich gesagt, mir geht es mit der Medikation so ein bisschen wie bei einer Brillenwerbung .....
    könnte ich die Zeit zurückdrehen, dann würde ich eher mit der Medikation anfangen.

    Warum erst warten, bis man auf dem Zahnfleisch daher kommt.

    Ich führe keine Statistik, aber hier im Forum gibt es eine Menge User, die erst um die
    50 herum diagnostiziert wurden, ... nach einem "Burn out".

    Die Diagnose steht bei dir, und wenn du es noch einmal mit Medikation versuchen möchtest,
    dann rate ich dir, was ich als Laie z. B. von Dr. Johanna Krause (Buch ADHS bei Erwachsenen)
    weiß - langsam mit unretardiertem Methylphenidat anfangen.

    Ich kombiniere z. B. Ritalin adult mit unretardiertem Methylphenidat, wenn eine Dosis pro Tag
    zu wenig und zwei zuviel wären.

    inneren Krämpfen in den Beinen
    Ich hatte auch so ein Problem, weiß natürlich nicht, ob sich deines genauso anfühlt,
    aber mit VitaminD3 (nach Blutuntersuchung) hat sich dies und auch meine Stimmung sehr zum
    Positiven verändert.

    Alles Gute
    Gretchen

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Mit oder ohne Medikamente

    Hallo Uschumbel.

    Werde auch noch nicht lange behandelt,meine ganze Familie dagegen, mir währe auch lieber man könnte mit Ihnen reden,

    brauche aber mit 44 Jahren auch keine Erlaubnis mehr, habe die gleiche Symptome wie du, mit Medis halt nicht.

    Wenn ich ins Bett gehe kann ich schlafen wie nie zu vor und du Kopf und Beine ? Entscheide selber , bist alt genug.

    Ich möcht auf die gewonnene Lebensqualität nicht mehr verzichten.

    Ach der Tip von Gretchen mit Vitamin D3 super , nochmals Danke dafür

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Mit oder ohne Medikamente

    Natürlich können Medis helfen.

    Aber ich vermute, dass solche sachen wie Dissoziationen müssen auch therapeutisch aufgearbeitet sein, ist eigentlich ein Zeichen dass in die Vergangenheit was passieren könnte.

  9. #9
    WeisseLilie

    Gast

    AW: Mit oder ohne Medikamente

    Es geht nur um Dich. Ritalin muss man nicht jeden Tag nehmen und man kann es absetzen, wenn und wann man will. Es soll Leute geben, die Ritalin ausschliesslich abends nehmen, um besser schlafen zu können.

  10. #10
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 226

    AW: Mit oder ohne Medikamente

    Es geht nur um Dich.
    Sehe ich auch so.
    Lass dich nicht von Laien in der Gegend rumschicken.
    Mein Mann hat in einer Phase einmal versucht, sich in meine Medikamenten-Einnahme einzumischen - und er ist nachhaltig abgeblitzt.
    Die geht ihn nämlich nichts an, da er keine Ahnung hat, wie sich ADHS innerlich auswirkt und was ein Medikament bei mir wie verbessert.
    Mittlerweile hat er das verstanden

    Ich wurde erst mit 45 diagnostiziert - und bin sehr froh, dass der Arzt mich ernst genommen hat, obwohl ich (lt. Ärzten und Therapeuten) so gute Strategien entwickelt hatte, dass die erste Therapeutin sogar an der Diagnose zweifelte.
    Ihr erklärtes Ziel war es, so schnell wie möglich die Medikamente abzusetzen (und das ausgerechnet ganz am Anfang der Medikation, wo ich meine ganzen Aha-Erlebnisse hatte und zum ersten Mal in meinem Leben die echte Perspektive, vielleicht stressfreier - und erfolgreicher - leben zu können).

    Inzwischen habe ich viele dieser Strategien über den Haufen geworfen, da sie zu anstrengend oder nur pseudo-hilfreich waren.
    Sehr viele dieser meiner anfangs nach der Diagnose (von Fachleuten!) hochgelobten Strategien waren nämlich Täuschungsmanöver, die hauptsächlich bewirkten, dass meine Umgebung mich möglichst in Ruhe lässt (gerade die ganzen Vertuschungs- und Vermeidungsstrategien).
    Ich habe also nach und nach die Kosmetik rausgeschmissen und versucht, statt dessen wirklich hilfreiche Strategien zu erlernen.
    Ohne Medikamente wäre mir das in dem Umfang und der Zeit nicht möglich gewesen.
    --> will sagen: auch bei Fachleuten gibt es den Einen oder Anderen, der sich berufen fühlt, ohne viel Einsicht in die Materie auf Betroffene einzureden und seine persönlichen Glaubensartikel durchzudrücken, statt ihm wirklich zuzuhören.

    Das finde ich immer wieder sehr, sehr schade.
    Und leider bewirkt es immer wieder und immer noch, dass die echte und fruchtbare Auseinandersetzung mit Sinn und Unsinn der medikamentösen Therapie (bzw. ihrer Dauer und ihrem Umfang) behindert wird, da man auf Schwarz-Weiß-Ablehnung als Betroffener fast automatisch mit Schwarz-Weiß-Befürwortung reagiert --> Ende der Diskussion auf beiden Seiten.

    Ich wünsche dir, dass du Wege findest, wie du für dich selber das Beste rausholen kannst und dabei die passende Unterstützung findest.

    Nachtrag:
    Ritalin adult verstärkt bei mir die Neigung zum Restless-Leg-Syndrome, wenn ich abends im Bett liege.
    Seit ich PMR (Progressive Muskelentspannung nach Jacobson) wiederentdeckt habe, ist diese Nebenwirkung komplett verschwunden und auch das "normal" häufige Auftreten dieses lästigen Phänomens gibt es nicht mehr.
    Geändert von Miss Taik (11.04.2016 um 09:39 Uhr)

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