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Diskutiere im Thema Angst, die Medikamente nicht mehr zu bekommen im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    Unglücklich Angst, die Medikamente nicht mehr zu bekommen

    Hallo,

    bei mir ist es so, dass mein Psychiater (am ZI in Mannheim, die sind da auf AD(H)S spezialisiert), immer extrem vorsichtig ist und mir ständig das Gefühl gibt, dass er mir beim nächsten Mal das Medikament (Medikinet adult) nicht mehr verschreiben könnte. Seine Gründe waren u.a. dass ich zu wenig wiege (ich war schon IMMER dünn, das liegt auch in meiner Familie, und ich nehm sowieso nur 2 x täglich 5 mg), dass ich ab und zu Herzrasen habe, und jetzt dass er meinen Puls zu ungleichmäßig findet (beim letzten EKG war alles ok, ich hab zwar ne leichte Sinusarythmie, aber - so wurde mir damals zumindest gesagt - nichts was die Medikamentengabe kontraindizieren würde). Ich muss alle 6 Monate zu einem Gespräch mit ihm, und einmal im Jahr Blutwerte und EKG-Ergebnisse abgeben - ist das eigentlich normal? Und sowieso wirkt er immer so, als hätte er wahnsinnige Bedenken, das Medikament zu verschreiben, will ständig, dass ich andere Präparate ausprobier oder gar nichts mehr nehm - wobei letzteres für mich einfach das berufliche Aus bedeuten würde (ich studiere auf Lehramt und hab starke Konzentrationsprobleme usw).

    Ich wollte einfach mal fragen, ob eure Ärzte da auch so übervorsichtig sind, oder ob ich mich vielleicht mal nach jemand anderem umsehen sollte? Mich nervt das und macht mir vor allem Angst, weil ich ohne die Medikamente einfach kaum leistungsfähig bin und dann höchstens noch irgendwo an der Kasse arbeiten könnte oder so, und wohl nichtmal das für lange Zeit. Ich hab jetzt richtig Angst davor, zum Kardiologen zu gehen...

    Danke schonmal und viele Grüße!

    P.S.: Die Stichworte passen irgendwie nicht so richtig zu meinem Beitrag, aber "es ist [mir] nicht erlaubt, neue Stichwörter zu erstellen"... *roll eyes*

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Angst, die Medikamente nicht mehr zu bekommen

    Ja, bei mir ist das auch so, ich muss sogar je nach Werten alle 3-6 Monate zum EKG und Blutabnehmen. Allerdings kann ich auch ein Liedchen, naja mehr eine Arie davon singen, wie es ist, wenn die Medis dann doch mal wirklich aufs Herz gehen. Und ich kann dir sagen auf Dauer ist das schlimmer als ohne Medis. Ohnmachtsanfälle, Schwindel, Schnappatmung selbst beim Gang von der Couch zum Klo etc sind auch nicht unbedingt berufsfördernd.

    Wenn da wirklich was mit dem Herzen nicht passt, dann ist es langfristig wirklich besser auf ein anderes Medikament oder gar keins umzuschwenken.


    Ich weiss selbst, das die Medikamente unglaublich viel bewirken, aber mal ganz ehrlich, wer es mit Medikamenten bis zum Studium auf Lehramt schafft, der ist nicht völlig hilflos ohne Medikamente. Es wird dann vielleicht schwerer, vielleicht wird es auch kein Studium mehr sein, aber davon ist das Leben auch nicht vorbei und zwischen "nicht mal Kasse" und Studium ist doch eine sehr sehr grosse Spannweite. Von einem Problem mit dem Herzen kann es das aber unter Umständen. Sollte es zu Herzkreislaufproblemen kommen, ist die Konzentration übrigens auch hinüber. Dann aber so richtig.

    Mit Strategien und Therapie und Coaching kann man ja auch so einiges erleichtern.

    Also ums kurz zu sagen, aus eigener Erfahrung kann ich dir voller Inbrunst sagen, das es mir mit nicht ganz so optimaler Medikation wesentlich besser geht, als mit optimaler psychischer Medikation und Herzproblemen.

    Da du bisher die Medis bekommst würde ich jetzt auch nicht sofort davon ausgehen, das es vorbei ist. Ich denke mal das würden sie wirklich nur machen, wenn es nicht mehr vertretbar ist, und dann ist das auch gut so.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Angst, die Medikamente nicht mehr zu bekommen

    Naja klar, wenn ich solche Probleme hätte, wie du sie nennst, würde ich ja selber damit aufhören wollen. Hab ich aber nicht! Mir geht's bestens mit dem Medikament, zumindest in geringer Dosis. Ich nehm es jetzt seit knapp vier Jahren.
    Ich hab davor ein Medizinstudium abgebrochen im 3. Semester, weil ich total am Ende war, und am Anfang von Lehramt war ich dann auch wieder davor, abzubrechen, bis ich eben die Diagnose und die Medikamente bekommen hab. Also ich bin wirklich nicht fähig, nen Beruf normal auszuüben ohne, das kann ich mit großer Sicherheit sagen.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Angst, die Medikamente nicht mehr zu bekommen

    Ich muss mind.1x im Quartal zu meinem,das schreibt er vor,und der Turnus EKG u.Blutentnahme,Puls u.Blutdruck ist wie bei dir.
    Ich finde das umsichtig und bin froh,ich will mir nicht durch das Medikament andere vllt.noch grössere Probleme einhandeln,hab genug mit Herz- u.Krebserkrankungen in der Familie zu tun.

    Sehe das genauso wie Creatrice.
    Ich kann eigentlich auch nicht auf MPH verzichten,ausser mal am Wochenende,aber es kann passieren dass es mal so kommt und das hab ich im Hinterkopf und hab Strategien wie ich klarkomme auch wenn das alles dann viel anstrengender ist.

    Machst du Therapie oder Coaching nebenher?

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Angst, die Medikamente nicht mehr zu bekommen

    Nee, momentan nich. Ich hab einfach keine Lust auf dieses unendlich anstrengende, permanent frustrierende und zum scheitern verurteilte Leben, was mich wieder erwartet, wenn ich die Medikamente nich mehr kriegen würde. Lieber würd ich an Nebenwirkungen sterben als so zu leben, ernsthaft. Selbst wenn ich Stragtegien entwickelt könnte, wäre es einfach immer noch höllisch verglichen zum Zustand mit Medikamenten. Ich würde es auch einfach wahnsinnig unfair finden, weil ich finde, dass ich über mein Leben bestimmen können sollte...

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Angst, die Medikamente nicht mehr zu bekommen

    Ich verstehe dich schon, das es dir mit Medikament besser geht, weiss ich ja selbst auch. Aber mal ganz realistisch nimmst du 5mg pro Dosis, das sind 2,5 mg unretardiert. Das kann gar nicht den riesen Wawawawoo-Effekt machen, der dich vom erfolgreichen Studenten zum Erwerbsunfähigen macht. Da steckt schon auch viel rein psychologisches Angstgefühl hinter oder eine weitere Erkrankung, die aber nichts mit dieser Medikation zu tun hat.
    Irgendwie musst du es ja auch vorher durch die Schule etc geschafft haben, und das so, das der NC für Medizin reichte.


    Mit Strategien etc kann man auch sehr viel erreichen, auch das kann ich dir aus Erfahrung sagen.

    Und solange du die Medis bekommst, scheint ja auch mit dem Herzen alles ok zu sein. Nur wenn das mal nicht mehr so ist, nützt dir weder ein anderer Arzt, noch Katastrophendenken das dann gar nichts mehr geht.

    Wichtiger finde ich, das du, wie es auch dein Arzt macht, darauf vorbereitet bist, das es so kommen kann, und da hilft auch ein Gespräch mit dem Arzt über deine Ängste. Ich finde die sind wirklich nicht realistisch. Leute die ohne Medikament wirklich erwerbsunfähig sind, sind es auch mit MPH. So viel kann MPH allein gar nicht leisten. Vielleicht ist es auch mal gut mit dem Arzt realistisch zu klären ob der Erfolg wirklich nur am MPH hängt.

    Edit: Wenn dir dein Leben ohne Medikamente wirklich so unlebenswert erscheint, würde ich aber den Anker Therapie schon mal in Betracht ziehen. Das ist eine erprobte und erfolgreiche andere Art auch Linderung und sogar Abhilfe zu schaffen.
    Geändert von creatrice (22.03.2016 um 14:07 Uhr)

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Angst, die Medikamente nicht mehr zu bekommen

    Ich hatte Therapie ja schonmal gemacht, hat mir aber finde ich im Endeffekt gar nichts gebraucht außer nerven- und zeitaufreibender Suche nach nem Therapeuten, haufenweise verschwendeter Zeit und Stress, das auch noch in meinen Alltag einzubauen. Deswegen bin ich da mittlerweile etwas skeptisch.
    Und naja, ich sehe doch, dass der Unterschied vom MPH kommt; wenn ich es nicht nehm, fühl ich mich so wie jetzt, und wenn ich es nehm, ist alles gut. Also selbst wenn meine Unkonzentriertheit und negative Stimmung usw. von ner anderen Erkrankungen mitbedingt wäre, würde das MPH es ja trotzdem lindern! Bei mir macht es also tatsächlich diese Riesenunterschied.
    NC hab ich geschafft, weil Schule einfach nichts von mir gefordert hat. Ich hab ein ziemlich gutes Gedächtnis und musste daher praktisch nie lernen oder irgendwas machen; sogar Bücher haben wir über so viele Wochen verteilt gelesen, dass ich auch mit 20 mal pro Minute abschweifen noch das Pensum geschafft hab. Das ist jetzt aber leider alles nicht mehr so, und da kann ich nicht mithalten.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Angst, die Medikamente nicht mehr zu bekommen

    Hab grade nur mal aus Interesse bei der Therapieeinrichtung hier in der Nähe angefragt, und da hieß es gleich wieder, allein um auf die Warteliste zu kommen, muss ich zwischen 11 und 12:30 Uhr ne gesonderte Nummer anrufen... wenn ich sowas schon wieder hör vergeht mir einfach alles. Ich hab absolut keine Lust auf diese dämlichen Umstände, die mein Leben dann weiter verkomplizieren (also Therapie meine ich damit) -.-

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Angst, die Medikamente nicht mehr zu bekommen

    Wäre es von einer anderen Erkrankung mitbringt, dann würden aber evt andere Medikamente die nicht aufs Herz gehen auch helfen.

    Naja..... ganz so, das die Schule gar nichts abfordert und man einen guten NC schafft ist es ja nun auch nicht. Um zu einem guten NC zu kommen musst du dich ja irgendwie konzentrieren können, denn allein Klausuren erfordern ja Konzentration. Lernfächer bleiben auch Lernfächer, zumindest ein bisschen muss man schon lernen, und alles andere muss man auch zumindest irgendwann mal mit Konzentration mitbekommen, denn Mathe, Physik, Chemie, Sprachen etc kann man ja nicht von Geburt an.

    Selbst wenn das MPH nun auf wundersame Weise bei dir alle Beschwerden lindert, dann willst du also lieber sterben, als anderweitig probieren klar zu kommen? Findest du das das allein ein realistischer Gedankengang ist?

    Vielleicht kannst du ja auch an deinem persönlichen Empfinden für höllisch und zum scheitern verurteilt etwas arbeiten und ändern, dein bisheriger Lebensweg ohne Medikation klingt ganz objektiv jetzt nicht danach, das man lieber sterben sollte, bevor man ihn wieder einschlägt, zumal alle Möglichkeiten der Hilfe noch gar nicht ausgeschöpft sind. Weder medikamentös noch mit Psychotherapie oder Coaching.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Angst, die Medikamente nicht mehr zu bekommen

    Wo studierst du denn? Vielleicht kann man dir ne bessere Adresse für die Medikation nennen. Ich hab übrigens auch Medizin studiert. 80% der Fachrichtungen fallen wegen meiner ADHS-assoziierten Defizite weg. Aber das geile ist: ich kann mir MPH , sofern indiziert, wann immer ich will, selbst verschreiben. Muss nicht Bittsteller machen, bei irgendwelchen Docs, die man persönlich nicht leiden kann bzw. umgekehrt. Allein schon deswegen hat sich's gelohnt.

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