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Diskutiere im Thema Angst vor negativer Diagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 3

    Angst vor negativer Diagnose

    Hallo zusammen

    Ich werde in den kommenden Wochen/Tagen (hoffentlich) einen Diagnosetermin erhalten. Nachdem ich so ziemlich jeden Podcast mir zum Thema ADHS angehört habe (lesen fällt mir schwer), gehe ich davon aus, dass meine Symptome auf ADHS fallen.

    Folgende Selbsterfahrungen habe ich gemacht:
    • Ich würde mich als intelligent bezeichnen. Ich kann ziemlich schnell die Situation fassen, analysieren und deuten. Das ist in meinem Beruf sehr zentral.
    • Ich bin sehr kreativ und mache mir viele Gedanken zu Abläufen, Prozessen und Strukturen.


    Diese beiden Punkte wären in meinem Job super, wären folgende Punkte nicht:
    • Ich kann mich ziemlich schlecht konzentrieren. Ich lasse mich sehr, sehr schnell ablenken. In den Umgebungen, wo ich meinen Job ausübe, ist das fatal.
    • Das macht mich häufig sehr gereizt und impulsiv.
    • Ich prokrastiniere sehr stark. Das führte mich schon häufig in unangenehme berufliche Situationen: Zwei Stellen habe ich deswegen verloren
    • Allgemein habe ich das Gefühl, dass bei mir irgendein "Wahrnehmungsfilter" gestört ist: Von daher kommt die Konzentrationsproblematik, es fällt mir aber auch ab und zu sehr schwer, mit Menschen zu interagieren. Ich fühle mich ausgelaugt und mache mir stattdessen viele Gedanken.
    • Es gab mehrere Tage, an denen ich 8 Stunden lang bei der Arbeit nichts gemacht habe – und dann zuhause spät in der Nacht die Arbeit nachgeholt habe. Ich konnte mich im Büro nicht konzentrieren.
    • Ich habe häufig das Gefühl, dass mein Leben rauf und runter geht.


    Ich war nun drei Mal beim selben Psychiater. Meine Krankenkasse wollte mich zunächst nicht zu einem Psychologen schicken.
    Der vermutet bei mir eine Borderline-Störung bzw. eine Depression. Er gab mir zunächst das Antidepressivum Mirtazapin, auf das ich sehr schlecht reagierte (entpersonalisiert, "Zombie", müde). Nun möchte er weiter in diese Richtung diagnostizieren.

    Aufgrund eines Stellenwechsels bat ich ihn, mich an einen Psychologen an meinem neuen Arbeitsort zu überweisen. Dies wird er auch tun.

    Momentan bereiten mir aber folgende Dinge Sorgen:
    • Die neue Stelle fange ich am 1. Mai an.
    • Ich habe Angst, dass man im April keine Diagnose oder eine negative Diagnose trifft.
    • Aus meinem Studium (welches ich nach zwei Jahren abgebrochen habe) kenne ich die Wirkung von Ritalin (der böse Schwarzmarkt). Ich weiss, dass mir das hilft.


    Weil Listen so toll sind, hier eine Liste von Fragen an euch:
    • Was meint ihr aus der Ferne: Ist das ADHS? Ich hatte in meiner Jugend nie Probleme. Die oben genannten Probleme kamen erst ca. ab dem 20. Lebensalter.
    • Wie läuft so ein Test ab? Kann man sich dort "falsch" verhalten und Fehler machen? Meine grösste Sorge ist wirklich die negative Diagnose.


    lg.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Angst vor negativer Diagnose

    Im Zweifel ne Zweitmeinung oder besser Drittmeinung einholen. Gute ADHS-Diagnostiker und -Therapeuten gibt's nur wenige, ignorante ADHS-Gegner v.a. auch unter vermeintlichen Fachleuten dafür umso mehr. Hier im Forum bist du auf jeden Fall schon mal richtig. Lies dich hier um und bleib dran. Über 600.000 Beiträge hier im Forum bieten theoretisch Info-Material und Adressen und Connections theoretisch bis zum Lebensende. Willkommen im Club

    Dass ADHS erst im Erwachsenenalter zum Tragen kommt, ist nichts Seltenes, möglicherweise eher die Regel. Bei dir spricht so ziemlich alles für ADHS und nichts dagegen
    Geändert von ChaotSchland (21.03.2016 um 21:53 Uhr)

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Angst vor negativer Diagnose

    Also, dran bleiben und mach dir keinen Kopf wegen der Diagnostik. Go, Go, Go !!!!!

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Angst vor negativer Diagnose

    peter92 schreibt:
    Was meint ihr aus der Ferne: Ist das ADHS? Ich hatte in meiner Jugend nie Probleme. Die oben genannten Probleme kamen erst ca. ab dem 20. Lebensalter.
    Ferndiagnosen können wir hier nicht machen. Das musst du von einem Experten abklären lassen. Allerdings ist es eher untypisch, dass du erst ab dem 20. Lebensalter Probleme bekommen hast, da ADHS von Geburt an besteht und sich die Probleme daher auch schon früher zeigen. Für mich spricht das ziemlich eindeutig gegen das Vorliegen von ADHS, aber das muss nichts heißen.


  5. #5
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.982

    AW: Angst vor negativer Diagnose

    Alles,was Du an Symptomen beschreibst passt,meiner laienhaften Meinung nach, grundsätzlich zu ADHS. Wenn diese seit der Kindheit bestehen. Das heißt nicht,dass automatisch auch die Auswirkungen "schon immer" verheerend gewesen sein müssen,aber dennoch ist ADHS angeboren,nicht erworben.-wie z.B.einige PS mit ganz ähnlichen Symptomen-und tritt entsprechend früh mehr oder weniger disruptiv in Erscheinung.

    Ich würde Dir eine ordentliche Differentialdiagnostik ans Herz legen. Da kannst Du nichts falsch machen.Wichtig wäre,einen für die Diagnostik einer ADHS im Erwachsenenalter kompetenten Arzt/Therapeuten aufzusuchen.
    Geändert von luftkopf33 (22.03.2016 um 00:56 Uhr)

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Angst vor negativer Diagnose

    peter92 schreibt:
    Meine grösste Sorge ist wirklich die negative Diagnose.
    Meine größte Sorge wäre eine falsche Diagnose ...

    Ich kann verstehen, dass Du Dir eine ADHS herbeisehnst, weil sie vielleicht zunächst mal die Antwort auf Deine Fragen wäre und der Diagnosemarathon dann zu Ende ist.

    Aber was, wenn es doch etwas anderes ist?

    Wie Pilzi schreibt, ist ADHS eine angeborene Störung und daher sollte man auch den typischen "roten Faden" über den gesamten Lebenslauf sehen können.

    Aber wie sie ebenfalls schreibt, kann Dir aus der Ferne aufgrund eines Textes niemand eine Bestätigung oder das Gegenteil geben.

    Genauso ist es.

    Und wie Lufti schreibt, ist eine vernünftige Diffentialdiagnose sehr sehr wichtig.
    Es muss sichergestellt sein, dass es keine andere Erkrankungen sein können.
    Zur Diagnostik gehört auch eine gute Anamnese.

    Deine Schilderung lässt vieles möglich erscheinen, ADHS, Asperger, die bereits erwähnten Diagnosen .... das muss sauber überprüft werden und dafür sind wir hier wohl leider nicht die richtigen.

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