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Diskutiere im Thema "Offizielle" Diagnose - Was ist das und wozu? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 100

    "Offizielle" Diagnose - Was ist das und wozu?

    Huhu,


    ich habe jetzt schon mehrfach gelesen, dass es wohl eine fixe Definition gibt, über die man mit ADS diagnostiziert werden kann, diese aber wohl nicht ganz zeitgemäß ist..?

    Bei mir ist es so, dass ich nach Jahrelanger Suche und Rumanalysiererei wo am ehesten noch bipolare Tendenz gepasst hätte aber auch nicht richtig, vor zwei Wochen meine Mutter (Psychoanalytikerin) auf ADS gekommen ist. Mein Vater (Kinder- und Jugendpsychiater) hatte anscheinend schon während meiner Kindheit mal den Verdacht auf AD(H)S geäußert aber aus einem mir bislang noch nicht klaren Grund wurde das nicht weiter verfolgt.

    Seitdem habe ich irrsinnig viel darüber gelesen und finde mich komplett in den Symptomen wieder. Bei den inoffiziellen Prüffragen, die man so im Netz findet lande ich jedes Mal im Bereich "Es besteht Grund zum Verdacht auf ADS, suchen Sie einen Fachmann auf".

    Nachdem ich seit vier Tagen Ritalin bekomme und sehr positiv darauf reagiere, frage ich mich, ab wann ich meine Diagnose als "offiziell" bezeichnen kann. Meine Mutter tut das schon, sie sagt, das ist völlig eindeutig und ich soll mir das Geld für eine Diagnose sparen und lieber in Behandlung stecken, die KraKa zahlt mir ja eh nix, mit oder ohne Diagnose vom ADS-Spezialisten.

    Was gewinne ich denn durch eine "offizielle" Diagnose?
    Fakt ist, dass ich mich auf ein Mal viel besser verstehe und akzeptiere, seit ich auf ADS gekommen bin und seit ich das Ritalin nehme, mache ich bemerkenswerte Fortschritte. Auf ein Mal gehen Dinge, die ich seit Jahren versuche, zu ändern, unter extremem Energieaufwand aber ohne Erfolg. Andere Veränderungen kommen völlig unerwartet, mein Körpergefühl hat sich z.B. entschieden verbessert, ich wusste gar nicht, dass es möglich ist, daheim am Computer zu sitzen und sich fit und aktiv zu fühlen, anstatt wie vorher regelmäßig (mehrmals an jedem Tag) sich komplett müde und schwach zu fühlen und teilweise im sitzen einzuschlafen.

    Also nun, ich sehe das mittlerweile eigentlich wie meine Mutter, eindeutiger gehts doch kaum oder?
    Ich würde so oder so gern ne offizielle Diagnose machen aber wenn ich da richtig viel Geld für hinlegen muss (das ich nicht hab), dann frag ich mich doch nach den Vorteilen, die das eigentlich bringen würde.

    Grüße,


    V

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 232

    AW: "Offizielle" Diagnose - Was ist das und wozu?

    Hier in Deutschland ist das offenbar ein bissl anders, aber mit 'ner fixen Definition laeuft das nicht. Zum einen kostet eine Diagnostik hier nichts. Das bezahlt nach entsprechender Indikation die Krankenkasse. In der Regel wird man vom Haus- oder Facharzt an einen Spezialisten, oder auch oft an eine entsprechende Ambulanz / Sprechstunde einer Uni-Klinik ueberwiesen, wo die Diagnostik ueber einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten sehr ausfuehrlich gemacht wird. Dazu findet sich einiges im Forum.

    Zum anderen bekommst Du ohne eine "offizielle" Diagnose nach entsprechender Diagnostik nicht ohne weiteres Ritalin, da es in Deutschland unter das BTM (Betaeubungsmittelgesetz) faellt und zudem fuer die Behandlung von ADS bei Erwachsenen nicht zugelassen ist. Verschreibungen erfolgen daher nach entsprechender Diagnose als Off-Label, heisst: auf Privatrezept. Die Kasse zahlt nichts, der Patient alles, und der Arzt schont sein Budget.

    Bekommst Du das MPH (Ritalin) durch Deine Eltern? Oder bekommt man das in der *huestel* Oesterreich in der Drogerie?
    Geändert von pumpkin (20.02.2010 um 13:28 Uhr) Grund: Kleine geografische Korrektur

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 46

    AW: "Offizielle" Diagnose - Was ist das und wozu?

    Hallo Chubchub,

    eine ADHS Diagnostik ist immer eine Ausschlussdiagnostik- dazu werden diverse andere Ursachen ausgeschlossen, die aber einer gezielten Untersuchung bedürfen. Dazu gehört beispielsweise ein Blutbild, Schilddrüsenwerte, ein EEG, evtl. ein IQ- Test, Aufmerksamkeitstests, die unter Medikation wiederholt werden können, um Vergleichsdaten zu haben, etc.

    Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

    Desweiteren muss vor und während einer Stimulanzienbehandlung, dein Blutbild, sowie dein Herz und dein Blutdruck untersucht werden.

    aerzteblatt studieren.de – Ritalin-Risiken: Kardiologen fordern EKG-Screening


    Ich befürchte, die eigenen Eltern sind zwar- wie bei jedem von uns- ein guter Anhaltspunkt, aber leider nicht objektiv genug um eine professionelle Distanz aufzubauen, aus der man fachlich korrekt agieren kann. Ganz allgemein gesprochen, ohne die genauen Hintergründe zu kennen.

    Ich vermute zwar stark, dass eine offizielle Diagnostik in deinem Fall das selbe Ergebnis bringen wird, aber auslassen würde ich trotzdem nichts. Schließlich geht es nicht um eine Bachblütentherapie...

    LG Alice

  4. #4
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 99

    AW: "Offizielle" Diagnose - Was ist das und wozu?

    @Pumpkin das ist nicht Schweiz sondern Österreich.das mit dem weißen Kreuz ist die Schweizer Fahne!
    Sonst wohne ich ohne es zu wissen schon seit 20 jahren in der Schweiz

    @Chubchub (cooler Name übrigens)
    Ich habe mein Ritalin und meine Diagnose bei einem Neurologen bekommen, der sich mit ADHS bei Erwachsenen auskennt.. Gibts bei uns leider kaum.. also eigentlich hat mich bisher fast jeder Arzt blöd angeschaut wenn ich mit meinem verdacht kam.
    Ich habs eigentlich so gesehen: Ich bekomme keine Medikamente ohne Diagnose, daher frag ich mich auch, wie du zu deinem Ritalin kommst?
    Bei uns fällt es natürlich auch unter das BTMG, also kann das nur ein Arzt verschreiben der eine entsprechende Lizenz besitzt.
    Und ein entsprechender Arzt macht auch die diagnostik bei uns..

    Für das Medi zahlt man nur 5 euro pro rezept bei uns.. die diagnose ist also anerkannt bei den Krankenkassen.

    Hoffentlich beziehst du es nicht vom Schwarzmarkt! Das wär glaub ich auch unnötig teuer, wenn man es bei uns eh so billig kriegt!!


    lg
    Noreia

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 100

    AW: "Offizielle" Diagnose - Was ist das und wozu?

    pumpkin schreibt:
    Zum anderen bekommst Du ohne eine "offizielle" Diagnose nach entsprechender Diagnostik nicht ohne weiteres Ritalin, da es in Deutschland unter das BTM (Betaeubungsmittelgesetz) faellt und zudem fuer die Behandlung von ADS bei Erwachsenen nicht zugelassen ist. Verschreibungen erfolgen daher nach entsprechender Diagnose als Off-Label, heisst: auf Privatrezept. Die Kasse zahlt nichts, der Patient alles, und der Arzt schont sein Budget.
    Ja, zahlen muss ich es auch und unters BTMG fällt es in Österreich auch afaik.


    pumpkin schreibt:
    Bekommst Du das MPH (Ritalin) durch Deine Eltern? Oder bekommt man das in der Schweiz in der Drogerie?
    Ich hab ein Rezept, das von meinem Vater ausgestellt wurde. Er ist allerdings nicht der Typ, der mich bei irgendwelchen Selbstexperimenten mit Stoffen unterstützen würde, also er hat sich sicher gut überlegt, was er da macht. Er verschreibt das sonst halt Kindern und Jugendlichen (bei entsprechender Indikation) und hat keine erwachsenen Patienten also ist er für mich nicht der ideale Behandler aber besser als nichts ;-)


    Alice schreibt:
    eine ADHS Diagnostik ist immer eine Ausschlussdiagnostik- dazu werden diverse andere Ursachen ausgeschlossen, die aber einer gezielten Untersuchung bedürfen. Dazu gehört beispielsweise ein Blutbild, Schilddrüsenwerte, ein EEG, evtl. ein IQ- Test, Aufmerksamkeitstests, die unter Medikation wiederholt werden können, um Vergleichsdaten zu haben, etc.
    Für vieles davon sind Daten vorhanden, allerdings teilweise nicht mehr ganz aktuell. Die körperlichen Untersuchungen sind geplant. Von IQ- und Aufmerksamkeitstest während der Medikation hat er jetzt nichts erwähnt.


    Danke für den Link. Ist interessant. Da steht aber auch, dass der wichtigste Teil der Diagnose Gespräch, Beurteilung der Auswirkung der Symptome auf die Lebensfähigkeit bzw erzeugten Leistungsdruck und Beginn der Symptome ist.


    Alice schreibt:
    Ich befürchte, die eigenen Eltern sind zwar- wie bei jedem von uns- ein guter Anhaltspunkt, aber leider nicht objektiv genug um eine professionelle Distanz aufzubauen, aus der man fachlich korrekt agieren kann. Ganz allgemein gesprochen, ohne die genauen Hintergründe zu kennen.
    Ich bin da grundsätzlich Deiner Meinung, ich halte generell ärztliche Betreuung durch enge Familienmitglieder für sehr unangemessen.
    Ich hab jetzt im aktuellen Fall aber da weniger Bedenken. Mein Vater macht das bei mir sehr nach Buch.
    Aber Du hast schon recht, schon allein daher möchte ich wenigstens mittelfristig eine "unabhängige" Diagnose machen lassen. Habe ich meinen ELtern auch von Anfang an so gesagt.
    Nur kann ich nicht einfach eine längerdauernde Untersuchung in Deutschland machen und in Graz ists wohl recht schwierig:-(


    Alice schreibt:
    Ich vermute zwar stark, dass eine offizielle Diagnostik in deinem Fall das selbe Ergebnis bringen wird, aber auslassen würde ich trotzdem nichts. Schließlich geht es nicht um eine Bachblütentherapie...
    Klar, dass das Zeug nicht ganz ohne ist weiß ich schon und spüre ich auch.

    Die Frage bleibt trotzdem: Was könnte denn bei der offiziellen Diagnose heraus kommen, das dann etwas ändern würde für mich?

    Grüße,


    V

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 100

    AW: "Offizielle" Diagnose - Was ist das und wozu?

    Noreia schreibt:
    @Chubchub (cooler Name übrigens)
    :-)
    YouTube - The Chub Chubs


    Noreia schreibt:
    Ich habe mein Ritalin und meine Diagnose bei einem Neurologen bekommen, der sich mit ADHS bei Erwachsenen auskennt.. Gibts bei uns leider kaum.. also eigentlich hat mich bisher fast jeder Arzt blöd angeschaut wenn ich mit meinem verdacht kam.
    Ich habs eigentlich so gesehen: Ich bekomme keine Medikamente ohne Diagnose, daher frag ich mich auch, wie du zu deinem Ritalin kommst?
    Bei uns fällt es natürlich auch unter das BTMG, also kann das nur ein Arzt verschreiben der eine entsprechende Lizenz besitzt.
    Und ein entsprechender Arzt macht auch die diagnostik bei uns..
    Wie gesagt, ich hab ja eine Diagnose nur halt von nem Kinder- und Jugendpsychiater nicht vom ADS für Erwachsene Spezialisten. Der besutzt auch die entsprechende Lizenz aber verschreibt das normal eben nur an Minderjährige.
    Hat auch die Tendenz, mich in der Betreuung ein bisschen wie ein Kind zu behandeln aber gut, ist halt mein Papa ;-9


    Noreia schreibt:
    Für das Medi zahlt man nur 5 euro pro rezept bei uns.. die diagnose ist also anerkannt bei den Krankenkassen.
    Woo-Hoo, DAS ist nun mal ein klares Argument, warum eine offizielle Diagnose nen Unterschied machen würde.
    Wäre es möglich, dass Du mir Kontakt vermittelst bzw mir erzählst, wie Du da vorgegangen bist, bei welchen Ärzten Du warst, etc? vielleicht per PM?
    Das wär sehr lieb:-)


    Noreia schreibt:
    Hoffentlich beziehst du es nicht vom Schwarzmarkt! Das wär glaub ich auch unnötig teuer, wenn man es bei uns eh so billig kriegt!!
    Klar. Außerdem hätte ich dann keine Betreuung, eventuell keine sicheren Mengenangaben, etc. Mir ist schon bewusst, dass das kein Aspirin ist also ich würd das jetzt nicht einfach so völlig ohne medizinische Verwaltung machen wollen.
    Ich bin eigentlich jemand, der überhaupt nicht gern Medikamente nimmt und bin immer gut ohne ausgekommen. Selbst Kopfwehtabletten hab ich erst vor wenigen Jahren angefangen überhaupt zu nehmen und nur selten (nämlich wenn ich nach ner Feier nen Mords-Kater hab ;-) )

    Aber das hier ist jetzt was anderes, ich hab mit meinen Symptomen in letzter Zeit so zu kämpfen gehabt, dass ich wirklich das Gefühl hatte, dass so langsam alles in meinem Leben (Studium, Finanzen, Lebensfreude, ...) den Bach runter geht und ich bin jetzt an nem Punkt, wo ich gern bereit bin auch etwas schwerere Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen und viel Zeit und Energie reinzuhängen weil das ist sozusagen meine letzte Chance noch Mal hoch zu kommen.

    Ich glaub auch nicht daran, dass ich jetzt blind Medikamente nehme und dann wird alles gut, bin schon dabei zu versuchen, ein Coaching zu organisieren, hab in den nächsten Wochen zwei Termine bei Therapeuten zwecks Verhaltens- oder Hypnosetherapie, hab einen Termin für ganzheitliche Massage beim Heilpraktiker ausgemacht und versuche, sportliche Betätigung einzuplanen. Da geht jetzt auch wirklich was voran in den letzten Tagen, seit ich das Medikament nehme, vorher hätt ich alles mögliche geplant und es wär doch nix passiert.
    Meine Ernährung heit sich seit dem ersten Tag mit Ritalin ganz von selbst um 180° umgestellt, und das nachdem ich ein Leben lang ein ganz klares bestimmtes Essverhalten hatte. Ist eine unglaubliche Erfahrung, zum ersten Mal zu spüren, wann ich satt bin, nicht diesen Drang zu haben, bis zum völligen aufgebläht sein weiter zu essen und nach zwei Tellern Suppe zum Teil schon ein Völlegefühl zu haben :-)

    Grüßchen,


    V

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 99

    AW: "Offizielle" Diagnose - Was ist das und wozu?

    Hey chubchub!
    PN ist schon abgeschickt

    Bin erst nach dem abschicken drauf gekommen dass du schlemmergeier bist

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 232

    AW: "Offizielle" Diagnose - Was ist das und wozu?

    chubchub schreibt:
    Ist eine unglaubliche Erfahrung, zum ersten Mal zu spüren, wann ich satt bin, nicht diesen Drang zu haben, bis zum völligen aufgebläht sein weiter zu essen und nach zwei Tellern Suppe zum Teil schon ein Völlegefühl zu haben :-)
    Jo, das ist toll, gell? Allerdings laesst die appetithemmende Wirkung nach einigen Wochen nach. Aber die Wirkung des MPH auf die Unkontrolliertheit bzw. Impulsivitaet in vielen Bereichen wird bleiben. Ich staun auch nach sechs Monaten regelmaessiger Einnahme immer wieder, wie sehr sich das aendert, wenn ich MPH mal fuer ein paar Tage weglasse.

    Noreia schreibt:
    @Pumpkin das ist nicht Schweiz sondern Österreich.das mit dem weißen Kreuz ist die Schweizer Fahne!
    Stimmt. War *glaub* einfach zu spaet fuer mich.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 100

    AW: "Offizielle" Diagnose - Was ist das und wozu?

    pumpkin schreibt:
    Jo, das ist toll, gell? Allerdings laesst die appetithemmende Wirkung nach einigen Wochen nach.
    Denk ich mir. Wobei ich im Moment trotzdem gut essen kann und es mir auch schmeckt.
    Dass es sich anpasst ist klar. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass es bleibt, dass ich einschätzen kann, wann ich genug gegessen hab.


    pumpkin schreibt:
    Aber die Wirkung des MPH auf die Unkontrolliertheit bzw. Impulsivitaet in vielen Bereichen wird bleiben. Ich staun auch nach sechs Monaten regelmaessiger Einnahme immer wieder, wie sehr sich das aendert, wenn ich MPH mal fuer ein paar Tage weglasse.
    Vor allem funktioniert jetzt mein Fokus besser. Ich kann auf ein Mal bei Tätigkeiten etwas länger bleiben und fange zumindest mit was an anstatt schon zur nächsten Aktion zu springen, bevor ich überhaupt den ersten Schritt getan habe.

    Da gibts noch viel zu verbessern, mir werden bestimmt passende Therapieformen helfen, ich bin aber zumindest zuversichtlich, dass ich mit der Medikation zumindest die Chance hab überhaupt mal so was mit Resultaten zu machen.

    Wie war das denn bei Dir in den sechs Monaten? Hast Du die Dosis steigern müssen oder konntest Du sie verringern? Wie viel nimmst Du denn jetzt?
    Natürlich nur, falls Dir die Frage nicht unangenehm ist.

    Grü,


    V

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 232

    AW: "Offizielle" Diagnose - Was ist das und wozu?

    Ich kann nach Absprache mit dem behandelnden Arzt von der hiesigen Uniklinik meine Einzeldosis (nehme unretardiert) auf 15mg erhoehen. Ich merke bei 15mg, dass ich nochmal ruhiger bin als bei 10mg. Nutze das aber meist nur, wenn ich z.B. Teambesprechungen oder sonstige berufliche Termine habe, oder als "Startdosis" in den Tag.

    Sonst komme ich mit je 10mg als Einzeldosis gut aus. Davon je eine alle 3 1/2 Stunden, und ich komme gut zurecht, ohne zwischendurch den Rebound mitzunehmen. Am Wochenende lasse ich es oft mal weg, sollte mich aber zwingen es auch dann zu nehmen, schon alleine wegen der Wirkung auf meine Impulssteuerung (Geld ausgeben, Essen, Stimmung etc.).

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