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Diskutiere im Thema Therapie- und Ärztefrust im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 116

    Therapie- und Ärztefrust

    ...muss mich mal ein wenig hier beschweren

    vor über einem Jahr habe ich zuletzt meine Psychiater gesehen. Seitdem stellt die Sprechstundenhilfe die Medis mit mir ein- Strattera- ist sowas noch normal? Mir ist ja bewusst, dass es in München kaum mehr als einen Psychiater mit ADHS-Erfahrung gibt und nein, im Gegensatz zu vielen anderen Patienten dort nehme ich keine illegalen Drogen, habe (noch) einen Job und eine sehr gute Ausbildung aber deswegen gibt man doch nicht die Verantwortung für die Dosierung in die Hände der (sehr netten) Sprechstundenhilfe??? Das mein Chef sich über schlampige Arbeit beklagt, brauche ich wohl kaum zu sagen, dass die Verhaltenstherapie auch nach 14 Monaten wenig Ergebnisse zeigt vermutlich auch nicht. Das es ein Problem ist, wenn mein Vermieter den Zustand meiner Wohnung mitbekommt sowieso, dass meine Freunde sich über zu spät kommen beklagen auch und viele meiner Kollegen ein Problem mit mir haben..........sieht das üblicherweise so nach einem Jahr Therapie und Medikamente aus????? Denn könnte ich das ja eigentlich auch bleiben lassen mit der Therapie und den Medikamenten, so groß ist der Unterschied nicht. Hat jemand einen Tip für mich? An die Krankenhäuser in München habe ich mich schon gewandt, mit der Psychologin werde ich kommende Woche über Therapeuten-Wechsel sprechen. Sie meinte, ich sei an der Grenze zu einer Persönlichkeitsstörung aber das werte ich nach den letzten 3 Fehldiagnosen eigentlich nur als Hinweis darauf, dass sie überfordert ist. Mein Gefühl ist, das die Therapie nicht systematisch genug für mich ist. Ich habe letztendlich in der Vergangenheit nur Therapien gehabt, die die Situation verschlimmert haben da kein ADHS diagnostiziert war (DBVT, Tiefenpsycholigisch fundiert, eine Ergotherapeutin deren Sohn mit einem IQ von 140 auf die Hauptschule ging) z.B. wurde mir geraten nicht so viel Sport zu machen oder meine Kolegen auch mal ordentlich an zu maulen-sehr effektiv

    bin frustriert. Kann mir jemand was nettes sagen oder einen Tip geben?

  2. #2
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    So viele "Danke" kann ich hier gar nicht anklicken wie ich Dir Recht geben möchte.
    Allerdings muss ich zugeben, dass sich mein Psychater noch selbst "erniedrigt" und mir meine Pillen, die eh nichts helfen, noch selbst ausstellt

    Meine Termine (cä alle 2 Monate) dauern sagenhafte 5-10 Minuten, wo gar nichts bei rauskommt

    Dabei hat er wirklich ahnung von sein Fach und hat ein großen Teil meiner Problematik in der ersten Sitzung (cä 20-30 Minuten) wirklich gut erkannt

    Zu den Rest kann ich nur sagen, dass es nicht anders ist als in den Rest dieser XXXX- Gesellschaft
    Geändert von spacetime (27.02.2016 um 17:23 Uhr)

  3. #3
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    kaori32 schreibt:
    ..........bin frustriert. Kann mir jemand was nettes sagen oder einen Tip geben?
    Jo! Es werden Raumfahrer ohne wiederkehr gesucht, die zum Mars fliegen sollen. Eine gute Alternative zu unseren "Irrenhaus"

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    Ich würde der Sprechstundenhilfe mitteilen das ich einen Termin beim Arzt haben möchte, ich würde nebenher sämtliche andere Praxen um Termine bitten, hier fragen ob wer erfahrene Ärzte kennt.

    Eventuell eine Reha mit Spezialisierung auf ADHS in Erwägung ziehen, der Therapeutin sagen was genau nicht hilft/klappt und warum, damit sie andere Wege suchen kann.

    Wenn du dir wortlos auch bei deinen Kollegen alles gefallen lässt wie bei deinem Arzt oder vielleicht auch deiner Thera, dann hilft wirklich das direkte Ansprechen (nicht maulen, aber Hinweisen auf Fehler/Missstände/Unzufriedenheit).

    Es ist eine Sache was mit einem gemacht wird, die andere ist aber was man mit sich machen, oder auch nicht machen lässt.

    Mein Tip? Eigenverantwortung und Eigeninitiative auch in diesen Dingen. Es kommt keine gute Fee die aus den Gedanken liest und alles auf wundersame Weise den Mitmenschen mitteilt.

    Ärzte haben immer viel zu tun, wenn es bei jemandem nicht so dringend scheint, weil er mit der Mediausgabe zufrieden scheint, dann werden die auch nicht extra bei jedem Patienten was dranhängen. Wenn ich keine Fragen stelle, bekomme ich keine Antworten. Wenn ich kein Feedback gebe, ist auch ein Therapeut nur auf sein Lehrbuch angewisen, individuell kann er ja nichts machen, wenn nichts individuelles vom Patienten kommt.

    Manchmal ändert sich alles, wenn man die Taktik ändert. Deine scheint ja seit Jahren nicht effektiv zu sein. Ein Weg wäre sie zu ändern, ein anderer weiter in der Endlosschleife zu verharren, im Stehenbleiben weiter warten um dann aufgebend den Blick Richtung Mars zu wenden....... Je nachdem was du für dein Leben willst kannst du dich ja entscheiden

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 116

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    ja, da hast du wohl recht. Den Weg habe ich auch zu mindestens begonnen. Nachdem ich bei der Aspie Diagnostik war habe ich das Feedback gegeben, dass mir das so nicht geholfen hätte und ich um eine genauere Diagnostik aufgrund von Tests und nicht einer Einschätzung der Ärztin die dort saß oder die Rückgabe meiner Überweisung bitten würde. Die Überweisung habe ich nun wieder. Der nächsten Klinik habe ich die Situation geschildert und eine Seit E-Mail geschrieben und erfragt, ob sie das passende Angebot haben-haben sie nicht. Links und rechts der Isar-also die ambulanten Anlaufstellen- fallen also flach. Meine Psychiater werde ich um einen Termin bitten denn der Rest in München ist genau so schlecht wie er oder hat Aufnahmestop, habe schon 2 weitere ausprobiert-der eine hatte noch nie eine ADHS-Patienten und wollte mich zum Kinderpsychologen schicken (ich bin über 30), die andere sagte mir nach 30 Minuten dass meine Eltern beruflich klar kommen würden weil sie intelligenter seien als ich- also meine Probleme im Job daher rühren würden dass ich nicht intelligent genug sei-in einen Job für den eine Ausbildung reichen würde und ich habe 2 abgeschlossene Studiengänge. Sicherlich sehe ich nur noch die negativen Seiten. Aber eigentlich ist es auch nicht meine Aufgabe meinem Arzt bei zu bringen, wie man ADHS behandelt. Und dass es nicht die Aufgabe der Sprechstundenhilfe ist hat er wohl im Studium gelernt, sollte man meinen.

    Meinen Chef werde ich im kommenden Gespräch um weniger Arbeit bitten, schließlich betreue ich weit mehr Fälle als meine alteingesessenen Kollegen.

    Und der Therapeutin werde ich wohl sagen, dass es so nicht weitergehen kann und wir entweder eine Richtungsänderung brauchen oder ich eine andere Therapie.

    ADHS Kliniken habe ich mir im Internet angeschaut aber das ist wohl mehr was für Leute, die wirklich gar nicht mehr klar kommen mal abgesehen das mich persönlich Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung und Achtsamkeits-Übungen nervös machen, habe ich lange genug ausprobiert. Und ich werde auch ganz sicher keinen Trampelpfad 5 Mal im Kreis laufen oder in einer Gruppentherapie für Borderliner darüber diskutieren wie man sich nicht selber verletzt da ich das ohnehin nie getan habe. Falls jemand eine gute Klinik kennt die nicht auf "Härtefälle" spezialisiert sind, wäre ich aber schon interessiert.

  6. #6
    Karisa

    Gast

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    Hallo kaori32,
    beim Lesen Deiner Beiträge fällt mir auf, dass Du ganz viel schreibst, was Du nicht (mehr) willst, aber kaum etwas darüber, was konkret Du willst.

    Dass Du einen Termin willst, ist schon mal gut.
    Was genau soll denn der Arzt verändern bspw. bei den Medikamenten? Was denkst Du, könnte besser helfen? Wenn Du darüber Klarheit hast, dann sag das - offen und direkt.

    Menschen, auch Ärzte, brauchen Information darüber, was Du denkst und brauchst und willst, weil sie Deine Bedürfnisse und Wünsche nicht "sehen" können.

    Das gilt auch für Klinik. Du hast einiges aufgezählt, was Du auf keinen Fall möchtest... Das ist absolut in Ordnung - aber - welche Behandlungen könnten hilfreich sein?
    Wenn Du Klarheit über Deine Wünsche hast, kannst Du gezielt nach Klinken suchen, die das anbieten.
    LG Karisa

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 116

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    ist ein guter Tip aber deswegen bin ich ja hier-weil ich eben leider nicht genau weiss was hilft und es offensichtlich auch nicht im ausreichenden Maße Bestandteil der Ausbildung eines Arztes oder Therapeuten ist, dass heraus zu finden bzw. um zu setzten. Das Problem ist, das meine Wohnung nicht aufgeräumt ist, ich bei der Arbeit vorschnell Entscheidungen treffe und Flüchtigkeitsfehler mache, schnell gereizt bin, nicht wahrnehme wenn ich jemanden störe und insbesondere die Probleme bei der Arbeit mich depressiv machen. Was dagegen hilft, weiss ich nicht. Und wenn das schon während der Therapie nicht klappt, wie soll das denn erst danach aussehen?

  8. #8
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    Was letztendlich hilft musst Du ja gar nicht wissen. Das wäre wohl eine gewaltige Überforderung.

    Es ist doch aber schonmal gut,dass Du die Schwierigkeiten (jetzt) so konkret benennen kannst. Ich denke auch es würde helfen,diese Punkte genau so Ärzten und anderen Professionellen gegenüber zu kommunizieren,bzw.bei der Klinikwahl darauf zu achten,das diese Punkte auch "bedient" werden können.

    Versteht man was ich meine? Ich habe das Gefühl,ich bin gerade etwas unklar.Falls ja,bitte nachfragen,ist nicht bös' gemeint.

  9. #9
    Karisa

    Gast

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    Du schreibst, Du hast Strattera bekommen, so gehe ich mal davon aus, dass die Angabe "Verdachtsdiagnose" in Deinem Profil veraltet ist. Stimmt das so?

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 116

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    Diagnose steht fest und Straterra 40 mg nehme ich seit einem Jahr-seit 4 Wochen 60 Mg. Das Thema Klinik sehe ich halt nicht kommen-ich arbeite selber in einer Behörde und habe kaum Fälle, die in die Klinik gehen weil sie wie ich leichte bis mittelschwere Depressionen haben. Und wenn ich sehe, dass in Haar ADHSlern die Borderliner Gruppen angeboten werden denke ich, dass einfach passende Angebote fehlen.

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