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Diskutiere im Thema Therapie- und Ärztefrust im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Karisa

    Gast

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    Es gibt noch andere Kliniken, mit anderen Angeboten.

    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...e-deutschland/

  2. #12
    Huiuiui

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 1.761

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    Willkommen beim Thema Rationalisierung im Gesundheitswesen.

    In letzter Zeit wird es auch bei uns in Westeuropa langsam üblich, dass nicht nur Ärzte sondern auch anderes medizinisches Fachpersonal gewisse Medikamente verschreiben dürfen. Dies machen sie in Vertretung oder nach Absprache mit dem Arzt, oder nachdem sie eine entsprechende Weiterbildung absolviert haben. Welche Medikamente das sind und in welchen Situationen sie von wem verschrieben werden dürfen, wird auch in Absprache mit dem Arzt genau definiert.
    Ich persönlich bin auch der Meinung, dass man als Patient sowohl Rechte, als auch Pflichten hat. Zu den Rechten gehört es, dass man bei einem Arzt, der einem behandelt einen persönlichen Termin verlangen darf.
    Zu den Pflichten gehört es für mich, dass man den Arzt informiert, wenn etwas nicht gut läuft, man Probleme hat, man das Gefühl hat, dass die Medikamente nicht richtig wirken oder eine Therapie nicht den erhofften Effekt bringt.
    Ich würde dir vorschlagen -falls du das nicht schon gemacht hast und es nichts gebracht hat- zuerst einen Termin beim Arzt zu verlangen und deine Probleme mit ihm zu besprechen.
    Falls das nichts bringt, kannst du dich immer noch mit deinem Hausarzt besprechen und oder dich nach einem anderen Psychiater umschauen.

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    Was hast du denn in den Therapien bisher ausprobiert in Bezug auf deine genauen Probleme? Was hat man dir dahingehend angeboten?

    Wie waren für dich die Achtsamkeitsübungen in der DBT? die helfen ja langfristig eigentlich sehr gut gerade in Sachen Flüchtigkeitsfehler oder auch Impulsivität. Das Hirn lernt sozusagen erst auf Kleinigkeiten bewusst zu achten und mit Übung erweitert es sich automatisch auch auf die Achtsamkeit in Bezug auf den Alltag und sein eigenes Verhalten.

    In Bezug auf Ordnung kannst du auch Tips bei der Therapie einfordern, diese ausprobieren und dran feilen bis es besser klappt.


    Ärzte und Therapeuten können nur Angebote machen, die Entscheidung diese auszuprobieren, oder andere oder gar keine liegt bei dir. DIe ANgebote machen sie individuell, wenn man individuell seine Probleme beschreibt. Nicht jedem liegt das gleiche, nicht jeder ist zu gleichem fähig, deswegen ist es für Therapeuten schwer den richtigen "Nerv" zu treffen, wenn man als Patient nicht aktiv mitarbeitet. Dann spulen sie halt nur das ab, was sie meinen was helfen könnte, oder was im Lehrbuch grob steht.

    Am Besten bin ich bisher gefahren, wenn ich Dinge ausprobiert habe und wenn sie nicht klappten sagte was genau daran nicht klappt, was für mich nicht umsetzbar ist, oder ich nicht möchte etc.

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 116

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    na denn hab ich jetzt schon mal den ersten gefunden, der sagt dass die Achtsamkeitsübungen Übungen von DBT helfen würden. Ich hatte damals keine ADHS sondern dachte, dass ich vielleicht traumatisiert wäre und nichts davon wüsste. Habe ich monatelang in einer angeleiteten Gruppe gemacht aber dass da auch nur ein rudimentärer Effekt auf den Bereich Konzentration gewesen wäre, ist mir nicht aufgefallen. Gibt es da spezielle Übungen für ADHS oder ist das der selbe wie bei Reddemann?
    Ich seh in der Klinikliste leider immer noch nichts, was auf mich passen würde. Das geht soweit ich das sehe alles in den Bereich REHA mit Inhalten wie "Strukturierung des Tagesablaufs" das erfasst aber nicht meine Probleme abgesehen davon dass das wie gesagt alles erstmal nach "überhaupt irgendwie klar kommen" ausschaut und auf dem Level bin ich eigentlich auch nie gewesen.

  5. #15
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 493

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    Ist das bei euch üblich, dass eure Therapeuten so wenig Zeit haben?
    Wenn ich hier lese alle 2 Monate 10 min. Gespräch und Medis von der Sprechstundenhilfe
    Das kann ja nix bringen.
    Was Du beachreibst kommt mir bekannt vor, jedoch ists schon besser geworden, seit ich jede Woche einmal um die gleiche Zeit zum Psychiater geh für mindestens 50 min.
    Aber wir überziehen eigentlich immer bis zu einer Stunde.
    Gib nicht auf, schau das die Therapie regelmässig ist, dann wirds Dir besser gehen

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    Hallo kaori32,

    ich hab mir Deinen Beitrag mal durchgelesen und neben einer gewissen Empörung habe ich auch ein kleines Schmunzeln in der Mimik, weil ich mich in Deinen Beiträgen sehr gut wiedererkannt habe.

    kaori32 schreibt:
    .

    vor über einem Jahr habe ich zuletzt meine Psychiater gesehen. Seitdem stellt die Sprechstundenhilfe die Medis mit mir ein- Strattera- ist sowas noch normal?
    Nein, das ist nicht normal und geht eigentlich auch nicht! Bestehe auf einem Termin beim Arzt und suche derweil nach einem anderen.

    kaori32 schreibt:
    .Das mein Chef sich über schlampige Arbeit beklagt, brauche ich wohl kaum zu sagen, dass die Verhaltenstherapie auch nach 14 Monaten wenig Ergebnisse zeigt vermutlich auch nicht. Das es ein Problem ist, wenn mein Vermieter den Zustand meiner Wohnung mitbekommt sowieso, dass meine Freunde sich über zu spät kommen beklagen auch und viele meiner Kollegen ein Problem mit mir haben..........sieht das üblicherweise so nach einem Jahr Therapie und Medikamente aus????? ?
    Ziemlich gut, knapp und klar beschrieben! Nach einem Jahr Therapie und Medikamenten sollte es schon ein paar Erfolge geben! Da läuft was grundsätzlich nicht wirklich gut!

    kaori32 schreibt:
    .Denn könnte ich das ja eigentlich auch bleiben lassen mit der Therapie und den Medikamenten, so groß ist der Unterschied nicht. Hat jemand einen Tip für mich? An die Krankenhäuser in München habe ich mich schon gewandt, mit der Psychologin werde ich kommende Woche über Therapeuten-Wechsel sprechen. ?
    Das ist sicher ziemlich klug und weise mit der Therapeutin zu sprechen!

    kaori32 schreibt:
    .Sie meinte, ich sei an der Grenze zu einer Persönlichkeitsstörung aber das werte ich nach den letzten 3 Fehldiagnosen eigentlich nur als Hinweis darauf, dass sie überfordert ist. ?
    Leider ist es bei den Psychotherapeuten so, dass diese meist aus der Psychologie kommen und deshalb gehen alle Interpretationen auch von dieser Sichtweise aus! Das ist immer ein bisschen schwierig in den Gesprächen und hat sehr viel mit einem schlecht behandelten ADHS zu tun!

    Meine Haltung auf dem Gebiet ist ziemlich eindeutig: Erst muss die biologische Stabilisierung her, dann kann die psychotherapeutische beginnen!

    Zu dem Thema "Persönlichkeitsstörunge n" möchte ich mal Krause und Krause sehr frei zitieren: In einem ihrer neueren Bücher schreiben sie .....nahezu alle Betroffenen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Persönlichkeitsstörung....! Wobei das Ausmaß derselben natürlich unterschiedlich ist, ich verstehe es eher so, dass bei Erwachsenen reichlich Symptome aus den Symptomkomplexen der Persönlichkeitsstörungen vorliegen.

    Diese Symptome müssten sich allerdings im Verlauf einer Therapie deutlich verbessern, schließlich verschwinden mit den ADHS-Symptomen ja auch einige der damit verbundenen Probleme, die als Ursache der Persönlichkeitsstörungen angesehen werden können.

    kaori32 schreibt:
    .Mein Gefühl ist, das die Therapie nicht systematisch genug für mich ist. Ich habe letztendlich in der Vergangenheit nur Therapien gehabt, die die Situation verschlimmert haben da kein ADHS diagnostiziert war (DBVT, Tiefenpsycholigisch fundiert, eine Ergotherapeutin deren Sohn mit einem IQ von 140 auf die Hauptschule ging) z.B. wurde mir geraten nicht so viel Sport zu machen oder meine Kolegen auch mal ordentlich an zu maulen-sehr effektiv [IMG]file:///C:\Users\JUTTAI~1\AppData\Loca l\Temp\msohtmlclip1\01\clip_im age001.gif[/IMG]?
    Puuuhhhh - solche Ratschläge gehören für mich auch ganz einfach in die Kategorie "überforderte Therapeuten". Für mich sieht ein Therapieziel eher so aus, dass ich versuche, rechtzeitig die Grenzen zu ziehen, bevor ich jemanden anmaulen muss! Das heißt leider aber nicht, dass mein Gegenüber die leise Grenzziehung auch wahrnimmt, dann ist auch mal ein Brüller angesagt - was aber eher selten ist.

    kaori32 schreibt:
    .bin frustriert. Kann mir jemand was nettes sagen oder einen Tip geben?
    Einen echten Tipp kann ich Dir nicht geben, weil: auch ich habe alle erdenklichen Therapien hinter mir, die einfach gar nichts gebracht haben. Logisch, keines meiner Probleme wurde wirklich erkannt und ich konnte den Therapeuten auch noch so oft sagen, was ich schon alles erprobt habe - sie blieben immer dabei, dass sie mir was über Tagespläne usw. erzählen mussten. Ich habe manchmal schon ein schmerzverzerrtes Gesicht aufgesetzt - es nützte nie was!

    Bezüglich der Frage nach den Traumatisierungen - das ist alles nicht so falsch! Bei unerkanntem ADHS kommt es im Verlauf des Lebens zu einigen Traumatisierungen, was nicht unbedingt heißen muss, dass jedes Aussteigen aus einer Situation immer eine Dissoziation darstellt. Das ist definitiv falsch! Es kommt stark auf die Unterscheidung an.

    Ein Teil der Aussetzer muss in das weite Feld der Absencen eingeordnet werden (Achtung: Ich habe nicht geschrieben, dass ADHS eine Form der Epilepsie darstellt). Witzig, bei mir habe ich jetzt ermittelt, dass ich Aussetzer im Bereich "Sehen" habe. Das liegt daran, dass ich meine Augen oft nicht lange genug auf dem "gesuchten" Objekt halten kann. Dann kommt es vor, dass ich zwar eine bestimmte Taste suche und meine, ich hätte sie auch angeschlagen, auf dem Bildschirm erscheint aber was ganz anderes. Nachdem ich das mal analysiert habe, ist es deutlich besser geworden - allerdings bedarf es eben einer gewissen Anstrengung, mir diesen Vorgang immer wieder ins Bewusstsein zu rufen und mein Handeln entsprechend darauf einzustellen!

    Das geht nur, wenn ich insgesamt so ruhig bin, dass ich mich auch immer wieder zurücknehmen und reflektieren kann!

    Damit sind wir dann auch schon bei diesen sogenannten Achtsamkeitsübungen, die helfen insgesamt vor allem dabei, sich zurückzunehmen! Das ist die erste Stufe, in einer zweiten Stufe folgt dann das Reflektieren. Das geht alles blitzschnell und ist eine Trainingsfrage! Allerdings bedarf es auch da einer gewissen Grundstabilisierung, erst dann kann mit den eigentlichen Übungen auch ein Effekt erzielt werden!

    Bei mir persönlich war es so, dass ich beim zuständigen Shrink aufgeschlagen bin und ihm auch erzählte, dass alle meine Strategien nichts genutzt haben und erst recht nicht die Psychotherapien - die hält er bei mir auch nicht mehr für notwendig. Das war auch das erste Mal, dass mir ein Shrink auf diesem Gebiet zugehört hat und nicht wie ein Roboter die üblichen Ratschläge runtergeleiert hat.

    Vielleicht ist es für Dich jetzt ein Lacher, aber längerfristig haben mir jetzt Meditation und Yoga wirklich geholfen. Das liegt vor allem daran, dass all diese Methoden an unseren größten Defiziten ansetzen und vor allem dabei helfen, den Geist zu beruhigen! Funktioniert nicht immer, aber langfristig sind die Auswirkungen nicht zu unterschätzen!
    Trotzdem gehört auch alles aus dem Bereich sportliche Betätigung zu meinem Alltag, ich habe die Bewegung draußen einfach in meinen Alltag integriert, das mache ich schon immer so! Der Unterschied zwischen den meditativen Methoden und Sport liegt hauptsächlich im Bereich der "Bewusstmachung" was letztendlich nichts anderes wie ein Achtsamkeitstraining darstellt.

    Bleiben wir beim Kernproblem der Aufmerksamkeit - da liegt unser Defizit, egal von welchen Ursachen wir ausgehen! Die Störung der Aufmerksamkeit kann auf physiologischen Problemen beruhen oder auch am "Gewitter" im Kopf.

    Da liegt der eigentliche Ansatzpunkt. Wesentlich ist auch, dieses Gewitter zu erkennen und hier einen Stopp einzulegen! Das Gewitter erschöpft natürlich langfristig und eigentlich sollten die Medikamente Dir dabei helfen, dieses Gewitter ein wenig abzudämpfen. Mindestens soviel, dass Du in der Lage bist, die Mitte zu halten und ein bisschen besser bei Dir und Deinen Zielen zu bleiben!

    Wenn Du die Suchfunktionen nutzt, wirst Du einige gute Hinweise auf mögliche Strategien finden.

    By the way: Auch ich gehöre zu den Menschen, denen sich schon die Nackenhaare sträuben, wenn sie die Programme der verschiedenen Reha-Kliniken sehen. Bei mir hat ein Klinikaufenthalt nichts gebracht. Keines meiner eigentlichen Probleme ist dadurch verschwunden und der Frust wuchs ins Unendliche! Du bist nicht allein mit diesen Fragen

  7. #17
    Karisa

    Gast

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    kaori32 schreibt:
    ist ein guter Tip aber deswegen bin ich ja hier-weil ich eben leider nicht genau weiss was hilft und es offensichtlich auch nicht im ausreichenden Maße Bestandteil der Ausbildung eines Arztes oder Therapeuten ist, dass heraus zu finden bzw. um zu setzten. Das Problem ist, das meine Wohnung nicht aufgeräumt ist, ich bei der Arbeit vorschnell Entscheidungen treffe und Flüchtigkeitsfehler mache, schnell gereizt bin, nicht wahrnehme wenn ich jemanden störe und insbesondere die Probleme bei der Arbeit mich depressiv machen. Was dagegen hilft, weiss ich nicht. Und wenn das schon während der Therapie nicht klappt, wie soll das denn erst danach aussehen?
    Wenn man etwas sucht, das helfen könnte, muss man ausprobieren um es zu finden. Da Du schon einiges probiert hast, das nicht geholfen hat, kann ich Deinen Frust schon verstehen. Ich habe ja auch vieles probiert...

    Wenn Strattera also nicht hilft, könntest Du in Absprache mit Deinem Arzt da etwas verändern. Falls Du weiterhin Medikamente probieren wolltest, könntest Du mithilfe der Informationen hier im Forum herausfinden, welches Du als nächstes probieren wolltest und das Deinen Arzt direkt sagen.

    Ich halte es schon für wichtig, dass die Therapeutin sich mit ADHS auskennt.

    Aber, bevor Du die Therapie abbrichst, sprich darüber, dass Du bei den Medis etwas verändern möchtest (was auch immer). Immerhin bist Du da schon eine Weile... Abgebrochen ist schnell, aber dann wieder etwas neues zu finden ist leider nicht so einfach.
    Ich denke, wenn Du den Wunsch äußerst, die Therapie für einige Zeit zu unterbrechen, sollte das schon möglich sein. Dann könntest Du noch mal probieren und dann schlimmstenfalls immer noch abbrechen.

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 116

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    ich bin leider das ganze letzte Jahr regelmäßig bei der Therapie gewesen. Wenn es anders wäre, würde ich ja noch denken o.k., das kann noch werden. Ich bekomme ja auch durch die Bank von Psychiatern gesagt, dass ich eben nicht zu den schweren Fällen gehöre. Wie gesagt, ich finde dass es in München gar nicht funktioniert mit den Ärzten aber das ist alles eine Sache der Sichtweise; vielleicht ist es einfach schon ein Segen für jemanden mit einem Drogenproblem, Ritalin statt illegale Drogen zu bekommen.
    Vielleicht muss ich ja einfach auch damit leben, dass meine Wohnung nicht ordentlich ist, ich keinen Job behalten kann und was weis ich noch alles aber wie gesagt brauche ich denn auch nicht 2 Stunden pro Woche in der Bahn zu sitzen um zur Therapie zu kommen und es wäre denn wohl an der Zeit sich an zu gewöhnen, gar nicht erst damit auf zu hören sich zu bewerben. Da ich gerade Ausbildung Nummer 3 abgeschlossen habe, war das auch nie so ein Problem einen Job zu finden. Ich finde es einfach tierisch frustrierend, das meine Kollegen die objektiv weniger mit der Materie vertraut sind meist die besseren Aufgaben bekommen und ich als "neu" oder "noch nicht eingearbeitet" dargestellt werde, da ich mit meinem Verhalten anecke. Woraufhin die Therapeutin meint, es sei ja auch nicht das Ziel "nicht an zu ecken" Aber genau das ist mein Ziel weil ich nach 4 Jahren und permanenten Job-wechselns eigentlich gerne Mal einen Job behalten würde.


    Hat jemand noch einen Tip wegen den Achtsamkeitsübungen? Falls du noch mal hier bist Creatrice, könntest du mir schreiben welche das waren? Schaden kann es nicht, ich würde es einfach probieren, glaube ich. Und mit dem Sport hast du sicherlich Recht Waldsteinie. Gerade war ich erkältet aber durch das Strattera bin ich derartig antriebs-gemindert, dass ich auch keinen Sport mehr machen kann. Ich muss mich mittlerweile dafür belohnen, um überhaupt was zu unternehmen, sonst sitze ich am Wochenende nur zu hause rum. Sowas wäre mir ohne Medikamente nie passiert

  9. #19
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    Bei mir war das so, das ich wirklich wochenlang täglich immer mal 2-3 Übungen gemacht habe, einfach mal genau auf Geschmack achten, was schmecke ich genau raus beim Essen, oder wenn ich in der Bahn oder woanders sass, mal für mich genau beschreiben was sehe ich, welche Haarfarbe überwiegt bei den Leuten in dem Abteil, sind schon Knospen an den Bäumen etc.... was höre ich genau, nach was riecht das Essen usw usf. Das kann mal 10 Minuten dauern, mal auch nur 1-2 Minuten, Ziel ist, den Geist etwas auf die Achtsamkeit zu trainieren.

    Wichtig war aber nichts zu bewerten. Also nicht es riecht eklig, oder der sieht doof aus, sondern nur nicht wertende Dinge wie sauer, rot, klein etc.

    Das selbe dann auch auf Alltag irgendwann übertragen, was tue ich gerade, was denke ich gerade. So lernte ich auch, mich ab und zu mal selbst zu korrigieren, weil ich erstmal mitbekommen habe, wo ich mich ablenken lasse, wo ich abschweife etc.

    Das kann man dann ausbauen auch auf zwischenmenschliche Situationen, was nehme ich wahr, was meint der andere, stimmt das überein, könnte es Interpretation sein, ist es Interpretation. Das wiederum bewirkte, das ich manche Dinge automatisch erstmal ruhiger anging, weil ich überlegt habe oder nachgefragt, wie etwas gemeint war, ich habe mehr die Chance impulsivem Verhalten entgegen zu wirken. Sicherlich nicht immer, aber in vielen Situationen, die vorher anders waren.

    Es wird mit sehr viel Übung und WIederholung (über Monate) zu einem Selbstläufer. Es wird weniger aktiv und nervig und anstrengend, weil man irgendwann einen gewissen Automatismus drin hat. Und wenn der nicht sofort in der Situation ist, dann ist er meist aber später, ich kann selbst den Teufelskreislauf von Fehlverhalten und verhärtungen durchbrechen, weil ich vielleicht nicht immer rechtzeitig, aber zumindest wesentlich früher als vorher eingreifen kann.

    Auch die Achtsamkeit auf mich selbst wurde dadurch besser, ich frage mich ab und zu mal ob ich Hunger habe, ob ich eine Pause brauche etc. Das bewirkt das die Überforderung und Überanstrengungen nicht so hoch und oft sind, und das ich auch allgemein ausgeglichener werde. Meine Bedürfnisse besser und schneller wahrnehmen, heisst mich länger und öfter wohler fühlen, heisst für alle Beteiligten besser.


    Wichtig ist, nicht 3x machen und doof finden, ja es ist doof, es geht dabei nicht um verstehen, sondern Training. Das man weiss, das sich Muskeln aufbauen oder wie sich Chinesisch anhört, heisst nicht, das man es kann/es passiert. Man muss es eben dem Geist oder Körper mühsam beibringen.

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 179

    AW: Therapie- und Ärztefrust

    Vergiss Psychotherapie bei ADHS-Symtomen und die Empfehlungen von solchen Therapeuten kannst du in die Tonne werfen.

    Ich gehe mal davon aus, dass du wirklich ADHS hast.
    Das es in München kaum einen Psychiater geben soll, der als Schwerpunkt ua ADHS behandelt ist nicht abwägig.
    Kaum ein niedergelassener Psychiater behandelt ADHS, zumindest nicht derartig, dass der diagnostiziert und Stimulanzien verordnet. Solche Ärzte würden nur weiterverordnen bei einem Arztwechsel oder Strattera anbieten.
    Du musst Dir den nächstgelegenen Psychiater suchen, am besten ein Facharzt für Psychiatie und Neurologie in einem, nicht Psychiater & Psychotherapeut, die haben wenig Ahnung von ADHS, der viele mit ADHS behandelt.
    Eine normale Psychiatrie müsste auch grundlegenste ADHS Behandlung anbieten und gewillt sein Stimulanzien zu verordnen, selbst wenn sie nicht gerade die Experten sind.

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