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Diskutiere im Thema Hilfsgesuch zwecks Behandlungsausrichtung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    Hilfsgesuch zwecks Behandlungsausrichtung

    Hallo Leute
    Nach einer enormen Achterbahnfahrt (Trennung von meiner Frau, hat unsere Tochter mitgenommen) in meinem Leben bin ich wieder im Sattel. Eine reflektierte Sicht auf die vergangenen Jahre hat so manche Verhaltensmuster in der Ehe erkennbar gemacht, die immer wieder dazu geführt haben, dass ich mich nicht durchsetzen konnte. Emotionale Erpressung, aktives zerstören meiner Konzentration und Aufmerksamkeit durch massivste Aufgabenstellung und dem damit immer verbundenen Erklären von :"Das hast Du mal wieder nicht geschafft". Kälte allerorten und ständiges Kleintrampeln und Nichtanerkennung der tatsächlichen Leistungen.
    Wer einmal einen solchen "Partner" hatte, weiß wovon ich rede.
    Nun bin ich aus meiner alltäglichen emotionalen Überbelastung herausgekommen, meine Firma beginnt bessere Ergebnisse zu erzielen, ich bin in einer neuen von echter Liebe erfüllten Partnerschaft eingebettet und kann nun Liebe ganz neu zulassen und lernen.
    Nur gibt es ja nicht nur mich. Meine Tochter, 12 Jahre und ADHS-diagnostiziert, wird mir offensichtlich entfremdet. So langsam erkenne ich die tatsächliche Tiefe der Boshaftigkeit meiner Ex, ob bewusst oder durch unverarbeitete Erfahrungen aus älteren Tagen mit dem dadurch einhergehenden Rollenverständnis, dass sie scheinbar in meine Seele implantieren wollte, soll für mich keine Rolle mehr spielen.
    Das jüngste Ereigniss hat mich nun bewogen, mich wieder zu melden. Die Situation sieht wie folgt aus:

    Ich habe meine Tochter alle 2 Wochen an den Wochenenden. In der Woche bekam sie bislang hohe Dosen an Ritalin. Über die aktuelle Menge bekomme ich keine Auskunft. An den Wochenenden bekommt sie nichts. Nun erlebe ich sie an den Freitag Abenden oder auch an den Samstagen emotional sowie aktivisch in einem völlig unkontrollierten Zustand. Maßloser ungesteuerter Aktioninsmus, emotionale Ups and Downs.
    Im Sommer bat sie mich, mit ihrer Mutter zu sprechen, sie wolle die Medikamente nicht mehr nehmen. Sodann habe ich versucht, mit meiner Ex in den diesbezüglichen Dialog zu treten. Ohne Erfolg, ich wurde 3Tage später von meiner Tochter in Begleitung meiner Ex für meine Versuche, ihr zur Seite zu stehen (Neurofeedback mit Therapie als Medikamentenersatz), beschimpft.
    Nachdem ich dennoch nicht locker gelassen habe, mich um Dialog zu bemühen, wurde ich stumpf von meiner Ex UND meiner Tochter belogen, sie nähme kein Ritalin mehr.
    Die Rebounds waren aber unverändert vorhanden.
    Erst die Nachfrage bei der verschreibenden Kinderärztin ergab, dass jüngst wieder ein neues Rezept ausgestellt worden war, alle anderen Fragestellungen an die Ärztin ergab nur Vernebelungsantworten!
    Jeder weitere Versuch, aktiv im Entscheidungsprozess mitwirken zu können, ergab nicht nur nichts verwertbares, sondern führte nur dazu, dass ich aus allen Belangen meiner Tochter durch Nichtinformationen herausgedrängt wurde.
    So entschied ich mich aktiv in den Prozess einzugreifen und habe ein weiteres Verschreiben von Ritalin ohne meine Zustimmung untersagt. Meine Zustimmung an sich, oder ein endlich zu erwartender konstruktiver Versuch, sich mit mir über das Thema auszutauschen, blieb natürlich aus.
    Stattdessen flatterte mir Post vom Amtsgericht ins Haus, in dem stand, dass meine Ex versuchte, ohne mich hören zu lassen, mir ad hoc das diesbezügliche Sorgerecht zu entziehen. Zum Glück wird es nun einen Gerichtstermin geben, um die Sachlage zu erörtern.
    Licht persönlich hätte den Weg zu Gericht zunächst nicht gewählt, meine Tochter ist bereits jetzt so deutlich belastet, dass ich ihr ersparen wollte, vor Gericht ihren Loyalitätskonflikt noch tiefer erleben zu müssen.
    Mein Wunschziel in der Verhandlung wäre eine ordentliche Diagnose durch einen Kinderpsychiater zu erreichen, der dann auch eine sinnvolle Medikamentengabe festlegt, eine begleitende Therapie dazu und wenn dann möglich und erkennbar sinnvoll auch ein Umschwenken auf Neurofeedback. Erstaunlicherweise hat ein 2wöchiges Aussetzen der Medikamente in der Schule ergeben, dass meine Tochter ohne Medikamente unkonzentrierter, aber sozial fähiger ist!
    Um nun mein Vorhaben untermauern zu können, brauche ich verwertbares Material, um aufzeigen zu können, dass ein Rebound nicht gut ist, dass die Medikation, wenn gegeben, dann sinnvollerweise durchgegeben wird und dass eine begleitende Therapie nachhaltig helfen kann und somit notwendig ist. Vielleicht hat ja der eine oder die andere von Euch dazu Unterlagen oder Quellen inclusive. Quellenangaben, die da verwertbar sind. Oder ihr habt jemanden im Sinn, der dazu etwas handfestes beitragen kann.
    Ich möchte nicht tatenlos zusehen müssen, wie meine Tochter einfach nur konzentriert aber stillgelegt wird und das ganze von einer ordinären Kinderärztin mit veralteten Behandlungsansätzen unterstützt wird.
    Sorry, wenn es etwas länger geworden ist.

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Hilfsgesuch zwecks Behandlungsausrichtung

    Also ich kann dir nur sagen, das mir Neurofeedback in bestimmten Bereichen hilft, aber die Medikation nicht nur auch dafür nötig ist, sie greift auch in Bereichen, die Neurofeedback (bei mir) nicht verändern/verbessern kann.
    Ein völliges Umschwenken wäre wirklich schön, ist aber nur in sehr leichten Fällen wirklich möglich.
    Genauso die Therapie, auch die greift in Dingen, in denen Medikation oder Neurofeedback nicht greifen.

    Ob eine Medikation nötig ist oder nicht, sollte offen bleiben und weder in die eine, noch in die andere Richtung festgelegt sein. Zum Wohl deiner Tochter. Ich glaube das würde auch vor Gericht besser gewertet, als die komplette Verweigerung der Medikation.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Hilfsgesuch zwecks Behandlungsausrichtung

    Hallo Creatice,

    Die Verweigerung war nötig, um wahrgenommen zu werden und ferner nicht absolutativ formuliert. Nur mit meiner Zustimmung erfordert einen Dialog! Ich möchte eine zweite Meinung eines Facharztes mit aktuellem Kenntnisstand über die neuesten Erkenntnisse, der dann einen besseren Weg finden möge. Ich spiele mich nicht zum Wissenden auf, der meiner Tochter die Behandlung nehmen möchte, ich fordere eine bessere Behandlung. Überspitzt ironisch: Weg vom Pferdevorortviehdoktor

  4. #4
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: Hilfsgesuch zwecks Behandlungsausrichtung

    Guten Morgen, amrand.
    Ich habe dein Posting aufmerksam gelesen.
    Da wir hier nicht über Kinder schreiben - Forumsregel - rate ich dir, dich an eine Selbsthilfe-Gruppe für Eltern zu wenden. Du findest welche beim ADHS Deutschland. Die haben auch eine Telefon-Beratung.
    Alles Gute!
    Gretchen

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.731

    AW: Hilfsgesuch zwecks Behandlungsausrichtung

    amrand schreibt:
    An den Wochenenden bekommt sie nichts. Nun erlebe ich sie an den Freitag Abenden oder auch an den Samstagen emotional sowie aktivisch in einem völlig unkontrollierten Zustand. Maßloser ungesteuerter Aktioninsmus, emotionale Ups and Downs.
    Das spricht offensichtlich gegen ein Absetzen. "Sozial fähig ohne Medikamente"?? "Neurofeedback mit Therapie als Medikamentenersatz"? Wovon träumst du? Warum wunderst du dich, dass du mit diesen Auffassungen als Elefant im Porzellanladen wahrgenommen wirst?

    Du hättest gern vermieden, dass das Familiengericht über die gemeinsame Gesundheitssorge entscheidet, aber hat deine Frau eine andere Wahl?

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Hilfsgesuch zwecks Behandlungsausrichtung

    Sozial fähiger ohne Medikamente? JA, das ist das Ergebnis der Beobachtung ihrer Lehrer in den 2 Wochen OHNE Medikamente!
    Neurofeedback in Kombination mit Therapie, ja, das wäre nicht das erste Kind, bei dem das fruchtet.....
    Ferner bestrebe ich kein direktes Absetzen, sondern ein entsprechend kompetentes Arbeiten eines Spezialisten, den ich schon vor mehr als 8 Monaten gefunden und erwähnt habe. Ich kann für mich meinen eigenen Weg finden und gehen, für meine Tochter Wünsche ich den derzeit bestmöglichen Weg. Und ich gebe Dir insoweit recht, dass, wenn Medikamente gegeben werden sollten, ich beuge mich da gerne einer kompetenten Diagnose, dann bitte auch so, dass ihr Rebound möglichst gering ausfällt.
    Alle meine Initiativen sind darauf ausgerichtet Gehör bei der anderen Seite zu finden und in einen Bereich der gemeinsamen Entscheidung zu kommen.
    Und JA! Sie hatte Tausende Möglichkeiten! Ich werde hier sicher nicht noch den ganzen Whattsapp Schriftverkehr niederschreiben, aber seit Monaten flehe ich sie an, bitte kniehend, dass sie mich anhört, um meiner Tochter eine kompetente Behandlung zu ermöglichen.
    Falls Du meinem Hilfegesuch nun noch unterstützend dienlich sein möchtest, wäre das toll. Zb.: in Buch .... Steht auf Seite .... Zum Thema Rebound bei Kindern folgende Information......
    Das würde meiner Tochter helfen. Einen Glaubenskrieg über die zu wählende Behandlung sollte hier von mir nicht ins Leben gerufen werden. Und wer sein Kind über 2 Stunden völlig ohne Kontrolle in absolutem Aktionismus, und dann später in Heulattacken erlebt hat, kann nachfühlen, dass man da als Vater nicht zulassen kann, dass das ohne Suchen nach Alternativen billigend in Kauf genommen wird.

  7. #7
    DaveR

    Gast

    AW: Hilfsgesuch zwecks Behandlungsausrichtung

    Also -ohne gefragt worden zu sein- glaube ich, dass die Kommunikation über die Behandlung Euer Tochter immer noch v.a. durch mindestens latent schwellende Paarkonflikte überschattet ist.

    Sieht man daran wie ihr miteinander umgeht - Du verweigerst Medikation,sie geht zu Gericht,sehr konflikthaft....

    Solange das nicht besser wird,wird alles schwierig bleiben. Das ist wohl zentral.


    (Und zumindest aus meiner Sicht verschlechterst Du Deine Position mit solchen Hau-Drauf-Aktionen. Wieso,weshalb,warum is ja egal,wenn im Endeffekt das Ergebnis für Dich blöd is)


    Vielleicht ist jetzt auch einfach nicht die Zeit, Dein Engagement auf die Behandlungsoptimierung zu richten, solange dafür die Kommunikationsebene fehlt?
    Auch wenn das Ansinnen sinnvoll und ehrenwert istmusst Du Dich halt fragen, wie Du unter den Umständen am wenigsten Konflikte anheizt.

    Deine Tochter hätte wohl am meisten davon,wenn erst mal das Elternverhältnis besser wäre.Oder?
    Geändert von DaveR (25.02.2016 um 11:18 Uhr)

  8. #8
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: Hilfsgesuch zwecks Behandlungsausrichtung

    Hallo amrand,

    es tut mir leid, was in der Familie los ist.

    Aber noch einmal, ich glaube wir können dir hier nicht helfen.
    Wir sollen hier nicht über Kinder schreiben und wie es um deine
    Tochter wirklich steht, wie entwickelt sie für ihr Alter ist, was sie für ein Lerntyp
    ist, wie gut sie in der Klasse eingebunden ist und wie sehr sie unter der Trennung
    wirklich leidet, das kann man schlecht an Hand einiger Postings beurteilen.

    Als Mutter einer Tochter weiß ich, wie schwierig die Behandlung von ADHS bei Mädchen sein kann.

    Mit dem Beginn der hormonellen Umstellung kann sich eine Menge ändern.
    Meine Tochter hat da z. B. ein eine schwere Thyreoiditis (Hashimoto) bekommen,
    danach hat sie Mehtylphenidat nicht mehr gut vertragen.

    Das Positive für mich, meine Familie ist durch diese Belastung (es kam noch mehr dazu)
    nicht auseinander gebrochen.

    Es wäre für dich wünschenwert, wenn es wenigstens zu einem Waffenstillstand
    zwischen dir und deiner Ex-Frau kommen würde.

    Also, noch einmal mein Rat - suche dir Menschen, die du ans Telefon kriegst,
    auch was das Rechtliche betrifft, kannst du dich an den ADHS Deutschland wenden,
    vielleicht musst du ja ein bisschen auf die Antwort warten.

    Alles Gute
    Gretchen

  9. #9
    DaveR

    Gast

    AW: Hilfsgesuch zwecks Behandlungsausrichtung

    Oder moderierte Elterngespräche? Sowas gefällt auch dem Familiengericht.....

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Hilfsgesuch zwecks Behandlungsausrichtung

    Ich danke euch für alle komplett richtigen Hinweise. Gretchen, ich habe auch da schon lange den Kontakt aufgenommen. Und ja, auch moderierte Gespräche habe ich versucht zu initiieren. Und ebenfalls ja, es ist definitiv extrem kontraproduktiv und konfliktreich, was es ganz klar zu verändern gilt, ganz im Sinne von DaveR. Die Medikamente habe ich nicht verweigert! Ich habe nur das Verschreiben ohne meine Zustimmung untersagt!!!! Das ist auch gleichbedeutend mit: Sprecht mit mir! Liebe Frau Ärztin, behandeln sie mich wie einen wertigen mitentscheidenden Verantwortlichen, und sagen sie nicht: "Sie sind medizinischer Laie, ich muss das mit Ihnen nicht diskutieren!" Sie sollte und ja, sie muss es auch, sie hatr mich zu informieren und mit mir ihre Diagnose und ihre fachliche Meinung zu teilen, anstelle mir die Tür vor der Nase zuzuschlagen. Oder lasst ihr den Ärzten im Bezug auf euere Kinder völlig freie Hand und lasst alles unreflektiert zu, was passiert? Und nochmal möchte ich darauf hinweisen, dass ich nach verwertbaren Quellen fahnde, um vor Gericht mit möglichst handfesten Unterlagen aufzeigen zu können, dass eine Zweitmeinung und oder ein Kinderpsychiater ins Spiel zu bringen ist. Das ist mein absolutes Ansinnen, um meiner Tochter eine gute Behandlung bieten zu können.

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