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Diskutiere im Thema Kein ADHS nur weil man Abitur hat? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #171
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 275

    AW: Kein ADHS nur weil man Abitur hat?

    klippklar schreibt:
    Wer, Luftkopf, bitte wer spricht oder sprach denn von absoluter Unauffälligkeit??!
    Noch ein ganz einfaches Gleichnis: Abitur haben ≠ keine schulischen Probleme. .................
    Da bin ich nun auch völlig überrascht. Das würde ja bedeuten vor dem 12 Lebensjahr ADHS und dann absolut unauffällig und dann irgendwann wieder. Eine solche Wahrnehmung hatte ich im Thread nicht und das kanns auch nicht geben.

    Ganz konkret geht es mir um genau diese Sichtweise, daß einem ADS/ADHS abgesprochen wird, weil man eben Abitur, Studium und Berufseinstieg irgendwie gemeistert hat und damit in unterschiedlicher Weise zu kämpfen hatte und einem trotz sonst völlig klassischer Verhaltensauffälligkeiten durch die ganze Lebensschiene die Diagnose verweigert wird, weil das nicht sein könne, daß man ADHS oder ADS habe und dennoch solche Hürden hinkriegt.

    Genau diese Auslegung geben eben meines Erachtens auch die Diagnosekriterien selbst nach ICD nicht her, aber genau das habe ich eben erleben dürfen und hab mich tagelang über den Prof. aufgeregt. Als Grund nannte er, die "objektive Leistung in komplexen Vorgängen", keine Drogenauffälligkeit und meine zu dem Zeitpunkt 75 jährige Mutter meinte ich habe keine Probleme in der Schulzeit gehabt. Bingo da hat man den Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben.

    objektive Kriterien:
    Zeugnis 1. Klasse ... hat noch Schwierigkeiten sich zu konzentrieren und in die Klassengemeinschaft einzufügen. Verhaltensnoten in Grundschule auch 4er nie besser als ne 3. / zwei Gipsbeine und Spielplatzunfall / 3. Klasse wiederholt damit die elterlich gewünschte Gymnasialversetzung möglich wird. Bei heutigem Grundschul - Klassentreffen erinneren sich die anderen an mich als sehr forsch und ich sei der Klassenclown gewesen. Hausaufgaben hatte ich nie. Gymansium dann dumerweise altsprachlich. Also zwei tote aus Büchern zu lernende Sprachen. Das ging gar nicht. Jedes zweite Schuljahr nur mit internen Notenausgleich und nach der Lehrerkonferenz versetzt worden (sieht natürlich keiner), der könnte wenn er wollte. Ja in der Tat guter Mathelehrer und ich hatte den 2er gepachtet. mit den Flüchtigkeitsfehler war besser nicht drin. Neue Katastrophenlehrerin bekommen und ich hatte 6 Monate später ne 4-5. Je nach Umfeld bin ich an oder abgeschaltet.
    Als das dort nicht mehr ging. In der 10 waren die Lücken in Latein und griechisch zu groß und ließen sich nicht kompensieren mit dem was eben im Unterricht aufgeschnappt wurde, wurde ich mit beiden Augen zugedrückt versetzt und wechselte auf's Wirtschaftsgymnasium. Das ging dann frisch los und mit Interesse klappte das Abi. Dann Berufsakademie Bank - da wäre büffeln gefragt gewesen. Das war ein Exit im ersten Semester. Studium klappte dann weil es im wesentlichen ein systematisches Denken erforderte, ok manche Scheine schrieb ich doppelt und mit Hausarbeiten fing ich erst knapp vor der Abgabe an, wenn andere sagten, das habe doch keinen Sinn mehr. Dann war ich 10 Tage aus der Welt und allen Vorlesungen weggebeamt und c.t. wurde das Ding noch warm aus dem Drucker abgegeben. aber ich habe es geschafft und eine Note an der Grenze der 20 % der Besten gehabt.

    Verhalten: Unterbreche ständig. Sprudele mit Antwort heraus bevor gefragt. Meine Texte werden als zu lang empfunden. Werde immer als auf dem Sprung empfunden und bleibe nicht sitzen wenn es erwartet wird. Konnte als Kind und kann seit ein paar Jahren wieder explodieren aus kleinen Situationen. Bin vergesslich, ach egal kann fast hinter alle Merkmale des DSM 5 einen dicken Haken machen und übersprang die Cut-Offs der Fragebögen jeweils deutlich.

    Also für mich geht es in diesem Thread in der Tat nicht um unauffällige, sondern um solche, die die klassischen Symptome aufweisen, selbst oder andere darunter zunehmend leiden, denen aber wegen dieser vermeintlichen objektiven Leistungserfüllung die Diagnose und damit teils wesentliche Elemente der Therapie verwehrt werden, sei es Medikation oder eben auch die Psychotherapie. Der damalige Professor empfahl mir eine Analyse wegen s.E. eines ungelösten Vaterkonfliktes. Abgesehen davon dass die zunächst Selbstwertauflösende Analyse bei ADS kontraindiziert ist, fand ich natürlich keinen Analysten, dessen Verhalten und Deutung ich akzeptieren konnte. Wenn wunderts? Und plötzlich wird Suchtexposition zum Diagnosekreiterium obwohl das nirgends steht und die Fragebogenerinnerung einer 75 jährigen selbst Betroffenen Mutter zählt mehr als meine Lebensschilderung.

    Ich bin froh, dass ich bei einem anderen Job in einer Klinik wieder an meine klassischen Grenzpunkte stieß und dort eine Ärztin, die ADS erfahren ist, mich länger wahrnahm als der Professor in seiner Schnellschußausschlussdiagnos e nach der Zusammenfassung der 90 min Anamnese durch den Oberarzt. So fand ich unötige 3 Jahre später eine anderen Therapeuten, der sich bei der Diagnose tatsächlich für meine Lebensgeschichte interessierte und noch so ein oder anderes entdeckte, was verständlich macht, dass ich die Schullaufbahn eben auch mit dem bisschen aufgeschnappten absolvieren konnte. Und therapeutisch kann ich nun dort ansetzen, wo mir Dinge durch die Störungsbildbetrachtung einfach viel klarer auffallen, als all das Wischiwaschigedöns der letzten Jahre.
    Geändert von Wapi ( 7.06.2016 um 13:43 Uhr)

  2. #172
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Kein ADHS nur weil man Abitur hat?

    klippklar schreibt:
    Wer, Luftkopf, bitte wer spricht oder sprach denn von absoluter Unauffälligkeit??!
    Noch ein ganz einfaches Gleichnis: Abitur haben ≠ keine schulischen Probleme. Wenn man den Glauben in eine intelligente Menschheit hat dann ist diese Meinung völlig zu recht unterrepräsentiert.
    Vielen Dank für die Beleidigung!
    Ich lese davon. Immer wieder. Es ist nie irgendjemandem aufgefallen. Auch man selbst merkte nicht wirklich,dass man Probleme hat,da so intelligent!
    Natürlich kann man mit Abitur auch schulische Probleme gehabt haben,darum geht es (mir) doch gar nicht.
    Du liebe Zeit...bitte mal meine Beiträge LESEN!

    Zum eigentlichen Threadthema habe ich übrigens auch schon mehrfach Stellung bezogen. Es ist nicht korrekt,aufgrund eines geschafften Abitur eine ADHS auszuschließen. Ist hier nachzulesen. Auch,dass ich durchaus die leichten Fälle als ADHS sehe,schrieb ich bereits.
    Geändert von luftkopf33 ( 7.06.2016 um 13:43 Uhr)

  3. #173
    *schnüff*

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 2.168

    AW: Kein ADHS nur weil man Abitur hat?

    Von welchen Fällen sprichst du da aber?
    - Von den hier Schreibenden habe ich nicht gelesen, dass sie völlig unauffällig waren und null Probleme hatten. Oder habe ich die überlesen?

  4. #174
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Kein ADHS nur weil man Abitur hat?

    Schnarchnase schreibt:
    Wieso haben leichte was anderes als schwere? Wieso nicht leichte oder schwere Ausprägung der selben Krankheit?


    Und warum kann man als Schwerbetroffener nicht den anderen als Leichtbetroffenen anerkennen?
    Ich denke doch umgekehrt auch: "Gottseidank bin ich leichter betroffen, habe nicht so schlimme Schwierigkeiten wie andere."

    Das hat für mich was von einem Wettbewerb, wer denn nun kränker ist. Ist es wichtig, schlimmer dran zu sein? So wichtig, dass die nicht so schlimm Betroffenen deshalb keinen Anspruch darauf haben, subjektiv Leidensdruck zu verspüren?
    Sagst du zu einem mit leichten Depressionen auch, es seien aber nicht wirklich Depressionen, weil die Ausprägung um einiges leichter sind, es viele viel schlimmer Betroffene gibt?
    Eben genau das habe ich nicht gesagt. Ich habe weder gesagt, das ich den subjektiven Leidensdruck nicht anerkenne (deswegen sprach ich auch bei dem Beinbruchbeispiel von einem Tumor), noch das es absolut ausgeschlossen ist, das alle das selbe haben, und schon gar nicht von einem Wettbewerb.

    Leicht und schwer schreibe ich extra in Anführungsstrichelchen, weil ich es eben nicht zu einem Wettkampf mache, sondern für mich ist es einfach gefühlt etwas anderes. Wieso? das habe ich zwar schon geschrieben, ich wiederhole es aber auch gern, weil ich nicht die gleichen Probleme sehe, sondern nur teils die gleichen Auswirkungen, und weil die Auswirkungen dann auch noch sehr verschieden in Zeit und Intensität sind.

    Ich sage einem leicht Depressiven sicherlich nicht, das er keine Depressionen hat, aber ein Arzt würde einen leicht Depressiven weder akut stationär unterbringen, egal was der Job macht, noch würde man ihm starke oder gar mehrere Antidepressiva geben. Ein stark Depressiver wäre aber absolut unterversorgt, wenn man ihn mit einer Kurzzeittherapie oder abwartendem Verhalten "abspeisen" würde. Diese Unterschiede sind also sehr sehr wichtig für die Behandlung und somit für den Patienten. Und wenn jemand mit einer Anpassungsstörung wieder rund läuft, wenn er sein Leben etwas umgestaltet und eine Therapie macht, dann will der bestimmt auch nicht unbedingt lebenslang Medis nehmen weil er ähnliche Symptome wie eine Depression hat, genauso wird ein Depressiver aber keine Erleichterung spüren, wenn man meint er hat eine Anpassungsstörung. Mir geht es bei dem Thema ganz und gar um mich und meine Chancen auf eine entsprechende Behandlung. Ob XY ADHS hat ist mir dabei schnuppe, und auch wie stark oder schwach. Mir ist es sogar schnuppe, ob ich ADHS habe, mir ist aber nicht schnuppe, ob ich richtig behandelt werde. Und wenn ich mich mit einem immer grösser werdenden Teil der Mutpatienten nicht identifizieren kann, dann darf ich mir doch wohl meine Gedanken machen, ohne das man mir Wettbewerb oder Ungerechtigkeit oder das Leiden nicht anerkennen vorwirft.

  5. #175
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Kein ADHS nur weil man Abitur hat?

    @Schnarchnase:Nee,hast Du nicht überlesen. Ich meine das,was ich im Forum insgesamt immer öfter lese-besonders im Zusammenhang mit dem vorwiegend unaufmerksamen Typ. Da heißt es eben oft,man sei halt problemlos "zu halten" und unauffällig gewesen und die schulischen Leistungen stimmten dann eben aufgrund überragender Intelligenz.

  6. #176
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Kein ADHS nur weil man Abitur hat?

    ellipirelli schreibt:
    vielleicht OT---------- viielleicht auch nicht:

    und nicht jeder, der ADHS "haben möchte", hat es..
    Mir fallen in den letzten Wochen etliche Beiträge auf, wo ich nicht antworte, aber denke: Und?? Warum willst du - bei den geschilderten Problemen und Diagnosen- jetzt "unbedingt" hören, das das ADHS ist??
    (wirklich und ernst gemeint generell gefragt: WAS ist so "erstrebenswert", so viel "besser" an einer ADHS Diagnose???!!!)


    Und: jeder nur ein Stein!!
    Ich werf' das hier-ganz politically incorrect-nochmal rein. Nicht,dass die Frage in der allgemeinen Aufregung untergeht.

  7. #177
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 567

    AW: Kein ADHS nur weil man Abitur hat?

    luftkopf33 schreibt:
    Ich zog die Möglichkeit von absoluter Unauffälligkeit bei vorliegender ADHS in Zweifel und dabei bleibe ich. Es gibt eben auch diese Sicht auf ADHS und auch sie ist fachlich korrekt,wenn auch-in diesem Forum-unterrepräsentiert und emotional unbeliebt.
    DAS allerdings würde ich auch so sehen. Wenn es von außen so aussieht, auch die Fremdanamnese nichts anderes hergibt, und der Betroffene selbst nicht erklären kann, wo es für ihn seit Kindheit / Jugend in verschiedenen Bereichen und über die Zeit hinweg aus höchst eigener Sicht / den anderen verborgen schwierig war.

    Aber absolute Unauffälligkeit von außen festzustellen anhand eines einzelnen Kriteriums wie Bildungsweg und dadurch das Vorliegen von ADHS auszuschließen, halte ich (im übrigen auch nach den diagnostischen Kriterien) für nicht zulässig.

    Hatte im Übrigen nicht vor, jemandem zu nahe zu treten und finde eine kontroverse Diskussion durchaus fruchtbar

  8. #178
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Kein ADHS nur weil man Abitur hat?

    Mir bist Du nicht zu Nahe getreten und ich schrieb zuvor bereits,dass ich mich lediglich auf im Forum oft gelesenes bezog und dass ein höherer Bildungsabschluss kein absolutes Ausschlusskriterium sein kann. Man muss halt genau hinschauen.

  9. #179
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 567

    AW: Kein ADHS nur weil man Abitur hat?

    Wapi schreibt:
    objektive Kriterien:
    Zeugnis 1. Klasse ... hat noch Schwierigkeiten sich zu konzentrieren und in die Klassengemeinschaft einzufügen. Verhaltensnoten in Grundschule auch 4er nie besser als ne 3. / zwei Gipsbeine und Spielplatzunfall / 3. Klasse wiederholt damit die elterlich gewünschte Gymnasialversetzung möglich wird. Bei heutigem Grundschul - Klassentreffen erinneren sich die anderen an mich als sehr forsch und ich sei der Klassenclown gewesen. Hausaufgaben hatte ich nie. Gymansium dann dumerweise altsprachlich. Also zwei tote aus Büchern zu lernende Sprachen. Das ging gar nicht. Jedes zweite Schuljahr nur mit internen Notenausgleich und nach der Lehrerkonferenz versetzt worden (sieht natürlich keiner), der könnte wenn er wollte. Ja in der Tat guter Mathelehrer und ich hatte den 2er gepachtet. mit den Flüchtigkeitsfehler war besser nicht drin. Neue Katastrophenlehrerin bekommen und ich hatte 6 Monate später ne 4-5. Je nach Umfeld bin ich an oder abgeschaltet.
    Als das dort nicht mehr ging. In der 10 waren die Lücken in Latein und griechisch zu groß und ließen sich nicht kompensieren mit dem was eben im Unterricht aufgeschnappt wurde, wurde ich mit beiden Augen zugedrückt versetzt und wechselte auf's Wirtschaftsgymnasium. Das ging dann frisch los und mit Interesse klappte das Abi. Dann Berufsakademie Bank - da wäre büffeln gefragt gewesen. Das war ein Exit im ersten Semester. Studium klappte dann weil es im wesentlichen ein systematisches Denken erforderte, ok manche Scheine schrieb ich doppelt und mit Hausarbeiten fing ich erst knapp vor der Abgabe an, wenn andere sagten, das habe doch keinen Sinn mehr. Dann war ich 10 Tage aus der Welt und allen Vorlesungen weggebeamt und c.t. wurde das Ding noch warm aus dem Drucker abgegeben. aber ich habe es geschafft und eine Note an der Grenze der 20 % der Besten gehabt.

    Verhalten: Unterbreche ständig. Sprudele mit Antwort heraus bevor gefragt. Meine Texte werden als zu lang empfunden. Werde immer als auf dem Sprung empfunden und bleibe nicht sitzen wenn es erwartet wird. Konnte als Kind und kann seit ein paar Jahren wieder explodieren aus kleinen Situationen. Bin vergesslich, ach egal kann fast hinter alle Merkmale des DSM 5 einen dicken Haken machen und übersprang die Cut-Offs der Fragebögen jeweils deutlich.

    Also für mich geht es in diesem Thread in der Tat nicht um unauffällige, sondern um solche, die die klassischen Symptome aufweisen, selbst oder andere darunter zunehmend leiden, denen aber wegen dieser vermeintlichen objektiven Leistungserfüllung die Diagnose und damit teils wesentliche Elemente der Therapie verwehrt werden, sei es Medikation oder eben auch die Psychotherapie. Der damalige Professor empfahl mir eine Analyse wegen s.E. eines ungelösten Vaterkonfliktes. Abgesehen davon dass die zunächst Selbstwertauflösende Analyse bei ADS kontraindiziert ist, fand ich natürlich keinen Analysten, dessen Verhalten und Deutung ich akzeptieren konnte. Wenn wunderts? Und plötzlich wird Suchtexposition zum Diagnosekreiterium obwohl das nirgends steht und die Fragebogenerinnerung einer 75 jährigen selbst Betroffenen Mutter zählt mehr als meine Lebensschilderung.

    Ich bin froh, dass ich bei einem anderen Job in einer Klinik wieder an meine klassischen Grenzpunkte stieß und dort eine Ärztin, die ADS erfahren ist, mich länger wahrnahm als der Professor in seiner Schnellschußausschlussdiagnos e nach der Zusammenfassung der 90 min Anamnese durch den Oberarzt. So fand ich unötige 3 Jahre später eine anderen Therapeuten, der sich bei der Diagnose tatsächlich für meine Lebensgeschichte interessierte und noch so ein oder anderes entdeckte, was verständlich macht, dass ich die Schullaufbahn eben auch mit dem bisschen aufgeschnappten absolvieren konnte. Und therapeutisch kann ich nun dort ansetzen, wo mir Dinge durch die Störungsbildbetrachtung einfach viel klarer auffallen, als all das Wischiwaschigedöns der letzten Jahre.
    Wow! Ob dieser Schilderung würde ich schon glatt so die "Schnellschußkurzschlussdiagn ose" stellen!

    Scherz! Aber ich glaub's dir. Wahrscheinlich bist du an den meisten Stellen als etwas speziell, nicht ganz einfach aber intelligent rübergekommen... Alles dann in letzter Sekunde noch irgendwie gebogen, das macht ja auch Eindruck.

    Ich kenn ein paar Leute, bei denen ist es so ähnlich. Und lange Zeit geht es irgendwie mit Ach und Krach gut und irgendwann kannste nicht mehr und merkst, dass du dich nichts als durchs Leben improvisierst.

  10. #180
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 567

    AW: Kein ADHS nur weil man Abitur hat?

    luftkopf33 schreibt:
    Mir bist Du nicht zu Nahe getreten und ich schrieb zuvor bereits,dass ich mich lediglich auf im Forum oft gelesenes bezog und dass ein höherer Bildungsabschluss kein absolutes Ausschlusskriterium sein kann. Man muss halt genau hinschauen.
    Meinst du mich??? Sorry, das mit dem genau hinschauen fällt mir immer wieder schwer...

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