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  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 106

    Warum keine klinischen Diagnosen für ADHS?

    Ich bin gerade über eine Pressemitteilung der Charité Berlin aus dem Jahr 2007 gestolpert:

    http://www.charite.de/service/presse...egt_im_gehirn/

    Da steht: "Dort weisen die Patienten nämlich in dem Gebiet, das für die Steuerung von Aufmerksamkeit zuständig ist, eine erhöhte Konzentration des Markerstoffes Cholin auf."

    Wie haben die das gemessen? Warum wird das nicht bei allen ADHS-Verdachtspatienten so gemessen? Warum wird mit einem Stapel Fragebögen diagnostiziert, wenn man es anhand eines einzelnen Stoffes festmachen kann?

    Ich frage, weil ich langsam an meiner ADHS-Diagnose zweifle und ein Psychotherapeut diese Zweifel verstärkt hat.

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Warum keine klinischen Diagnosen für ADHS?

    DIe Charite hat so einige Publikationen zum Thema ADHS, genauso wie sämtliche andere Unikliniken und Forschungsbereiche auf der ganzen Welt. Und jeder findet was neues, kann das aber an einer grossen Zahl der Patienten nicht reproduzieren, bzw können das andere Institutionen nicht reproduzieren.
    Deswegen kann es gar nicht als DIagnosekriterium herhalten.

    Zusätzlich ist das eine schweineteure Untersuchung, die nur mit einer Anzahl an Kontrollpersonen funktioniert. Dafür braucht es ein MRT-Gerät mit dem man eine Wasserstoff-Magnetresonanzspetroskopie macht (physikalisches Prinzip, auf jeden Fall werden cholinenthaltene Moleküle sichtbar gemacht).

    Es gibt derzeit keinen verlässlichen Nachweis, der 100% auf eine ADHS hinweist.

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.731

    AW: Warum keine klinischen Diagnosen für ADHS?

    Wenn in einer Untersuchung mit einer ADHS-Gruppe und einer Kontrollgruppe festgestellt wird, dass die ADHS-ler einen bestimmten Stoff mehr oder weniger haben, ist das für die Forscher sehr interessant, führt aber nicht unbedingt zu einer neuen Diagnosemöglichkeit.

    Denn: Meist sieht man, die ADHS-ler haben im Durchschnitt (!) viel mehr oder weniger von diesem Stoff. Aber dennoch wird es Einzelne geben, die bezüglich dieses Stoffes ganz unauffällig sind, oder einzelne Nichtbetroffene, die laut Messwert starke ADHS-ler sein müssten, aber eindeutig Normalos sind.

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