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Diskutiere im Thema Depressionen wegen ADS - Vorschläge? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 7

    Depressionen wegen ADS - Vorschläge?

    Hallo zusammen,
    ich bin neu im Forum, lese aber schon einiger Zeit mit und mein Problem ist nun so groß geworden, dass ich einen Ratschlag von euch brauche:
    ADS wurde damals bei mir als Jugendlicher diagnostiziert (Arztbrief habe ich nicht mehr und Arztpraxis hat sich mittlerweile aufgelöst). Habe mir damals keine Tabletten geholt. Habe mich durchs Abi ohne gemogelt und auch irgendwie den Bachelor geschafft (zwar mit schlechten Noten). Jetzt bin ich Master und es läuft wieder darauf hinaus, dass ich alles auf den ersten Blick interessant finde, aber nach 10 Minuten lernen eine sehr lange Pause brauche. Es geht auch nichts um Verständnis, mir sind die schwersten Formeln klar, wo andere Kommilitonen Stunden dran sitzen, erkenne ich das in Minuten. Aber mich dauerhaft auf eine Sache zu fokussieren, geht gar nicht.

    Weil ich letztes Jahr Depressionen wegen privater Probleme hatte, war ich beim Arzt und habe ihm alles erzählt, er hat mir wegen den Depressionen was gegeben und auch angeraten einen Termin beim Neurologen/Psychiater zu machen. Die Depressionen gingen dank dem Medikament nach ein paar Monaten weg, aber einen Termin beim Psychiater/Neurologen habe ich nicht bekommen, sobald das Wort ADS gefallen ist, hatten die keinen Termin mehr frei. Naja, habe die Sache dann wieder für ein paar Monate schleifen lassen. Wegen einer anderen Sache bin ich dann zum Neurologen/Psychiater er hat mir bestätigt, dass es ADS ist (musste auch so zwei riesige Fragebögen ausfüllen) und hat mir auch was verschrieben (Atomoxetin), was nicht unter dem BTM fällt. Leider hat es nicht gewirkt bzw. eher zu starke Nebenwirkungen gehabt. Er hat mir noch die Adresse von einem Kollegen gegeben, der hat jedoch erst ab Mai 2016 Zeit für einen neuen Termin, der mir Medikamente, die unter dem BTM fallen, verschreiben kann.

    Aktuell ist es aber so, dass ich aufgrund meiner Unkonzentriertheit (obwohl der Druck enorm ist) wieder nicht lernen und eine Klausur nach der anderen schieben muss. Ich habe schon so viele geschoben, dass ich mein geplantes Praktikum im nächsten Semester absagen musste. Weil ich für 2 Stunden effektives Lernen insgesamt 8 Stunden zu Hause verbringe, habe ich auch keine Zeit für Freundin/Eltern. Fühle mich dadurch auch nicht besser und die Depressionen schleichen sich langsam wieder ein (Schlafstörungen usw..).

    Mein bester Freund (PKV) hat mir erzählt, dass ihm sein Hausarzt vor drei Jahren Ritalin verschrieben hätte, er habe das Rezept nicht eingelöst hat. Somit ist er der Meinung, dass es nur vom Willen/Begründung des Arztes abhängt.

    Meint ihr es reicht, wenn ich dem Neurologen/Psychiater meinen deutlich erhöhten Leidensdruck erläutere? Oder ist es einfach gesetzlich nicht möglich, dass er mir andere Medikamente unter BTM verschreibt, auch nicht mal Off-Label?

    FETT IST DAS WICHTIGSTE MARKIERT

    P.S.: Ja, ich weiß solche Pillen sind keine Smarties und ich war auch sehr glücklich und stolz, als ich keine Anti-Depressiva mehr nehmen musste. Aber ich möchte definitiv nicht nochmal Depressionen habe, das war eine schlimme Zeit, und wenn ich dafür kurzzeitig andere Pillen nehmen muss, dann bin ich das bereit. Kommt mir mehr vor, wie die Wahl zwischen Pest und Cholera.

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Depressionen wegen ADS - Vorschläge?

    Ja das klingt schon schlimm. Ich kenne mich nicht so sehr mit den ärztlichen Gepflogenheiten aus, aber möglicherweise wäre eine ADS-Ambulanz am schnellsten, wenn Du Deinem Hausarzt klar machst wie hoch Dein Leidensdruck ist?

    Sprich ruhig auch die Depressionen an aber so wie sich das liest und wie es wohl auch üblich ist sind die ja eher symptomatisch für das ADS.

  3. #3
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: Depressionen wegen ADS - Vorschläge?

    Schließe mit meinem Vorposter an.

    Evt. musst du eine Pause einschieben.

    Es geht nicht, dass du den Master hast und mit burn out
    in den Job startest.


    Alles Gute
    Gretchen

    (Mutter einer Master-Studentin.......)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Depressionen wegen ADS - Vorschläge?

    Danke für eure bisherigen Antworten.
    Eine Pause wegen Depressionen hatte ich schon, daher will ich ungern nochmal unterbrechen.
    Auch habe ich schon in der Uniklinik in der Nähe angerufen: dort hieß es, ich sei nicht in ihrem Einzugsgebiet: Pech gehabt.

    Leider ist mein Hausarzt im Urlaub und daher habe ich einen Termin beim Neurologen/Psychiater gemacht. Um nochmal zu meiner Ursprungsfrage zurückzukommen:
    "Meint ihr es reicht, wenn ich dem Neurologen/Psychiater meinen deutlich erhöhten Leidensdruck erläutere? Oder ist es einfach gesetzlich nicht möglich, dass er mir andere Medikamente unter BTM verschreibt, auch nicht mal Off-Label?"
    EDIT: Wie sind denn eure Erfahrungen damit? Gibt es Ärzte, die aus persönlicher Überzeugung ein Medikament nicht verschreiben, oder liegt es darin, dass er auf Nummer sicher gehen möchte und eine Diagnose abwartet, aber warum verschreibt er dann Atomoxetin? Bin gerade etwas überfragt und irgendwie nur noch genervt... -.-
    Geändert von StudentX ( 8.02.2016 um 15:20 Uhr)

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Depressionen wegen ADS - Vorschläge?

    Du kannst mit dem Neurologen darüber sprechen, natürlich darf er BTM verschreiben, wenn er eine Zulassung dafür hat. Das haben nicht alle, aber die meisten Psychiater/Neurologen.


    Allerdings finde ich es sehr optimistisch, das du denkst du nimmst mal BTM und dann sind auch deine Probleme und Depressionen weg. Das Depressionen die selben Symptome wie ADHS machen können und das MPH, das worauf du als Medikament hinaus willst, gerade bei Leuten die schonmal Depressionen hatten, auch Depressionen auslösen kann solltest du mit bedenken. Ganz so unabhängig von Antidepressiva wie du es dir denkst bist du vielleicht nicht.

    Es ist auch nicht so, das du MPH nimmst und dein Studium flutscht auf einmal. Es gibt bei vielen eine lange Eingewöhnungszeit, und viele Probleme bestehen auch weiterhin.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Depressionen wegen ADS - Vorschläge?

    Da stimme ich dir zu, dass aufgrund von Tabletten keine Probleme gelöst werden können.

    Ich habe es bei meinen Depressionen auch gemerkt, der Hauptpunkt war, dass ich mein Leben wieder im Griff bekommen habe und da waren die Tabletten in der Zeit eine gute Unterstützung. Man muss definitiv an sich selbst arbeiten. Und wenn aktuell MPH in meiner durchaus akuten Lage helfen kann, dann bin ich das bereit einzunehmen. Natürlich muss ich langfristig an mich selbst arbeiten und Strategien entwickeln, wie ich auch ohne Medikamente meine Konzentration hoch halten kann. Keine Frage.

    Aber gut zu wissen, dass der Neurologe/Psychiater das Medikament verschreiben kann. Aber vielleicht hat er auch eine andere Lösung/Medikament parat, bin mal gespannt.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Depressionen wegen ADS - Vorschläge?

    Amphetamin wäre möglicherweise eine Alternative, wenn das MPH die Depressionen zu sehr verstärkt, oder MPH in Kombination mit einem AD. Bei mir kommt das nicht in Frage weil ich dann nicht mehr malen kann und auch kein bock auf Sport mehr habe, der eine sehr günstige Wirkung auf mich hat. Würde ich Dir auch empfehlen, falls es zeitlich machbar ist, ausgiebiger Ausdauersport ab mindestens Stunden täglich bewirkt bei vielen wahre Wunder!

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Depressionen wegen ADS - Vorschläge?

    Stimme dir zu, Sport tut unheimlich gut. Ich betreibe eher Krafttraining abends. Aber aktuell geht es auch nicht mehr, weil ich keinen klaren Kopf mehr habe. Irgendwie schwirren zu viele Gedanken herum und da bleibe dann lieber zu Hause.
    Danke für den Tipp mit den Amphetamin. Ich muss einfach schauen, was der Neurologe/Psychiater sagt. Aktuell scheitert es ja daran, dass er nicht bereit ist ein BTM auszustellen und einen schnelleren Termin zur Diagnose kann er mir auch nicht besorgen.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Depressionen wegen ADS - Vorschläge?

    So, ich habe mich wieder einigermaßen eingefangen nach dem vorherigen Termin. War heute morgen beim Neurologen/Psychiater: er hat mir am Anfang zugehört und dann auch gefragt von wann bis wann ich ein Attest bräuchte und dann ist er plötzlich aufgestanden, ich wollte noch Fragen stellen, nein das gibt es nicht mehr. Er hatte das Gefühl, ich bräuchte nur ein Attest, wobei ich doch an einer Lösung meiner akuten Probleme interessiert bin.

    Bin gerade echt überfragt und weiß nicht, was ich machen soll. Mein Hausarzt ist im Urlaub und einen neuen Termin beim anderen Arzt bekomme ich nicht so schnell.
    Merke, dass dir Ängste/schlechte Stimmung überwiegt (schlecht geschlafen/seit mehr als 24h nichts mehr gegessen,...).

    Hattet ihr schon mal so eine Situation, was kann dagegen machen?


    P.S.: Kann ich den Arzt wegen mangelnder Qualität irgendwo melden? Bei jameda hat er auch nur schlechte Bewertungen.

  10. #10
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 106

    AW: Depressionen wegen ADS - Vorschläge?

    StudentX schreibt:
    Stimme dir zu, Sport tut unheimlich gut. Ich betreibe eher Krafttraining abends. Aber aktuell geht es auch nicht mehr, weil ich keinen klaren Kopf mehr habe. Irgendwie schwirren zu viele Gedanken herum und da bleibe dann lieber zu Hause.
    Gerade dann solltest du eben nicht daheim bleiben, sondern dich beschäftigen. Also trotz vollem Kopf die körperliche Betätigung nicht zurückstellen. Nicht daheim verkriechen, sondern unter Leute. Deine Depression wird sonst noch stärker.

    Ausdauertraining wäre übrigens besser.

    StudentX schreibt:
    War heute morgen beim Neurologen/Psychiater: er hat mir am Anfang zugehört und dann auch gefragt von wann bis wann ich ein Attest bräuchte und dann ist er plötzlich aufgestanden, ich wollte noch Fragen stellen, nein das gibt es nicht mehr. Er hatte das Gefühl, ich bräuchte nur ein Attest, wobei ich doch an einer Lösung meiner akuten Probleme interessiert bin.
    Ich muss sagen, dass ich nach dem Lesen deiner Beiträge den gleichen Eindruck wie der Arzt habe. Du suchst scheinbar eine von dir vorgegebenen Lösung für ein akutes Problem. Du willst auf Biegen und Brechen zu mehr Konzentration kommen und die von dir kontaktierten Ärzte scheinen es zu erkennen, denn sie wissen, dass das so nicht geht.

    Wissen solltest du noch, dass man erst eine Depression beheben muss (Licht ins Dunkel bringen), bevor man mit Konzentrationsmittelchen (einen scharfen Blick erlangen) arbeitet, denn eine Brille (Schärfe) funktioniert nicht im Dunkeln (in der Depression)!

    Ich bin wie du auch (wieder) Student und kann dir im Moment nur zwei konkrete Tipps mitgeben:

    Reduziere irgendwie deine Arbeitsbelastung im Studium. Plane gar nicht erst ein so viele Prüfungen anzugehen, wie deine Kommilitonen!

    Depressionen und Konzentration muss man langfristig angehen, das dauert allein um Termine zu bekommen schon Monate und eine Therapie noch länger. Da kannst du nichts anderes tun als abwarten oder versuchen einen Arzt (für einen Test) via Privatpatient (also selber zahlen) schneller zu bekommen.

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