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Diskutiere im Thema Kann ein reizarmer Lebesstil die Medikamente ersetzen? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #31
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 301

    AW: Kann ein reizarmer Lebesstil di eMedikamente ersetzen?

    Ich bin vollkommen Deiner Meinung und will nicht den Eindruck erwecken dagegenzuhalten. Ich akzeptiere Schwächen anderer und habe selbst auch mit Schwächen wie auch jeder andere zu kämpfen. Das ist nichts ADHS-spezifisches. Ich versuche durch meinen mich prägenden Idealismus meine Leben lang anderen Menschen, besonders solche mit Schwächen eben wegen meiner eigenen Schwächen und weil ich genau diesen Stärke, Glück und ein besseres Leben gönne, schon immer andere zu motivieren mit Gewohnheiten zu brechen, Mut zu fassen und sich auf das einfache oft unbewusste und spontane einzulassen, was ihnen schwer fällt, worüber sie zu lange nachdenken, anstatt zu handeln.

    Ich wünsche mir mehr Fokus auf die Stärken als auf die Schwächen des ADHS auch in diesem Forum. Ohne eine rosa Brille aufzusetzen sehe ich in der gegenseitigen Motivation und Manifestation von Stärken mehr Vorteile als in dem gemeinsamen Teilen von Leid, auch wenn das ein Teil der Suche nach Anerkennung ist. Die Akzeptanz des "gar nicht anders Könnens" widerspricht für mich der Hoffnung, wodurch der Fokus nicht auf die Stärken gerichtet ist und man sich den Schwächen hingibt. Ich betrachte den Fokus auf die Stärken als eine Art Selbstmedikation und den Fokus auf die Schwächen als einen Irrweg. Ich schliesse dabei aber auch nicht aus mich selbst zu irren.

  2. #32
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Kann ein reizarmer Lebesstil di eMedikamente ersetzen?

    Damit schliesst du aber aus, das es Menschen gibt, die es versucht haben. So sehr, das sie genau daran gescheitert sind. Und durchaus auch auf richtigen Wegen. Natürlich sollte man sich ausprobieren, was geht, und das auch nicht nur einmal, und auch mit mehreren Hilfsmitteln, aber wenn es trotzdem nicht geht, dann ist Akzeptanz das, was einen die ganzen anderen Stärken nutzen lässt. Weil man so mehr Fokus darauf hat. Eben genau das ewige Ankämpfen ist ja manchmal ein Fokus auf die Schwächen.

    Für manche ist eben der Bruch mit der Gewohnheit, das sie akzeptieren, das sie den Mut aufbringen, sich selbst gegenüber eine unabänderbare Schwäche einzugestehen und das sie lernen müssen, damit zu leben.
    Das Teilen von Leid spendet Trost und zeigt manchmal Wege auf, wie man da raus kommt, oder wie andere mit dem selben Problem Dinge lösen, sich erleichtern. Damit akzeptiere ich eine Schwäche, gebe aber nicht auf.

    Du gehst die ganze Zeit von änderbaren Dingen aus, das mag bei dir so sein, es ist aber nicht bei jedem so. Und auch die Stärken von ADHS hat nicht jeder. Ich habe zum Beispiel nicht eine, die ich auf ADHS zurückführen würde. Bin ich deswegen auf dem Irrweg, weil ich mich über Schwächen austausche, die auch andere haben? Ich verleugne doch deswegen nicht Stärken von mir. Nur meine liegen halt nicht im ADHS.

  3. #33
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 301

    AW: Kann ein reizarmer Lebesstil di eMedikamente ersetzen?

    Ich schliesse nichts aus, aber Resignation und Aussitzen lösen keine Probleme. Schwächen lassen sich durch Stärken kompensieren. ADHS hat, vorrausgesetzt man betrachtete es positiv als Besonderheit und nicht negativ als Krankheit durchaus seine Stärken. ADHSpedia fasst die Stärken durch ADHS recht gut zusammen, weshalb ich durchaus der Meinung bin, dass man ohne ADHS einfach nur andere Stärken und Schwächen hätte. Der Fokus auf das Negative/Schwäche ist Depression und nicht ADHS. Der Fokus auf das Positive/Stärken lindert und heilt besser als Trost und Mitleid und Hoffnung spendet Kraft. Ich schliesse auch nicht aus, dass Komorbiditäten stärker als das ADHS sein können und dann sind die Ausprägungen und Symptome der Komorbiditäten das grössere "Krankheit" als die mögliche Ursache durch die "Besonderheit" ADHS, weshalb die Behandlung mit MPH im Vorfeld gerne mit Elontril unterstützt wird.
    Geändert von Brrrzz (27.01.2016 um 16:33 Uhr)

  4. #34
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Kann ein reizarmer Lebesstil di eMedikamente ersetzen?

    Wenn man seine Schwächen akzeptiert und nicht sinnlos (wenn es nicht geht) bekämpft heisst das weder Resignation, noch den dauerhaften Fokus drauf haben oder Aussitzen der Probleme. Und erst recht nicht Depression. Das wäre ja als wenn ich sagen würde, jeder der an ADHS positive Seiten sieht hat eine Manie.

    Sitzt Hawking seine Probleme aus, weil er nicht läuft? Er akzeptiert das, was er nicht kann und sucht andere Möglichkeiten glücklich zu werden. Nichts anderes macht jemand, der sich das Leben reizarmer gestaltet.

    Mir geht es gut, wenn ich mich nach meinen Schwächen richte, sie akzeptiere und andere Wege suche. Genauso nutze ich aber auch meine Stärken (die ich nicht wegen, sondern trotz ADHS habe). Aber das ist ja Ansichtssache.

    Ich finde meine positiven Aspekte im Leben halt ausserhalb von ADHS. Mitleid bringt mir auch nichts, Trost aber manchmal schon. Wenn ich gerade nicht mehr kann, wenn ich mich hoffnungslos fühle, dann bringt mir Trost manchmal mehr als das Appellieren an meine Stärken, weil ich die in dem Moment eben nicht nutzen kann. Es geht nur um den Moment. Nicht um eine dauerhafte Lösung.

  5. #35
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 301

    AW: Kann ein reizarmer Lebesstil di eMedikamente ersetzen?

    Wir drehen uns im Kreis und meinen teilweise das gleiche. ADHS hat Stärken, Depressionen haben keinerlei Stärken. Depressionen können manisch sein. Man kann zwanghaft versuchen positiv zu denken, jedoch sind positives Denken und Hoffnung keine Manie, sondern gesund! Es geht mir beim besten Willen nicht um Meinungen und Ansichten. Ich will nur, genauso wie die Therapeutin, davor warnen vor der Medikation zu kapitulieren und in die Selbstisolation durch Resignation zu verfallen. Du kannst mir aber auch gerne schreiben, dass Dich meine Art zu denken persönlich stört und ich ziehe mich zurück und überlasse Dir das Wort, denn die vermehrte Aktivität in diesem Forum ist auch eine Form der Isolation, wenn sich alles nur um Negatives und Schwächen anstatt um Positives und Stärken dreht.

  6. #36
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Kann ein reizarmer Lebesstil di eMedikamente ersetzen?

    Weisst du das ist wirklich unfair, jetzt schon wieder die selben Unterstellungen zu machen. Mich stört deine Meinung nicht, mich stört aber, das unter anderem mir etwas unterstellt wird.
    Für mich ist die vermehrte Aktivität im Forum keine Isolation. Und wenn das so ist, dann bleibe ich auch dabei, das hat überhaupt nichts damit zu tun, das mich deine Art zu denken stört. Ich habe mit nicht einem Wort erwähnt was an deiner Art Probleme anzugehen falsch ist, ich habe lediglich geschrieben, das es nicht für alle richtig ist. Du aber unterstellst die ganze Zeit den falschen Weg, nur weil es für dich nicht der Richtige ist. Du unterstellst depressives handeln, Resignation usw, und das immer und immer wieder, obwohl man dir sagt, das es nicht so ist. Das kann bei einigen so sein, aber nicht bei allen.
    Und ich finde es auch schade, das du nicht mal wahrnimmst, das ich z.B. geschrieben habe, das ich mich auch mit meinen Stärken und auch mit positiven Dingen beschäftige, nur halt hauptsächlich nicht in diesem Forum. Bei mir dreht sich nicht alles um Negatives, aber ich habe nun mal einen anderen Grund hier zu sein als du. Deswegen ist keiner von uns "richtiger" oder geht gesünder mit sich um.

    Im Übrigen ist das Beschäftigen mit Problemen auch nicht Depression, solange es produktiv ist, nicht zwanghaft und einen selbst weder behindert noch die Stimmung runter zieht.


    Warnen ist übrigens etwas anderes als das was du machst. "das ist so" ist etwas anderes wie "das kann so sein".

  7. #37
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Kann ein reizarmer Lebesstil di eMedikamente ersetzen?

    Positives denken an ungeeigneter Stelle,das oft auch durch den Vergleich mit anderen getriggert wird und zuviel Kampf ist definitiv ungesund.Da ist man mit Akzeptanz dessen was geht besser dran.Das merkt man oft erst im nachhinein wenn man das zurueckfaehrt.
    Es geht hier ja wohl auch nicht um alles oder nichts.

    Lernen wieviel Reize man vertraegt und Medikament gezielt nutzen um sich das Leben lebenswert zu machen,darum gehts für ADHS Betroffene.
    Dann hat eine Depression zumindest weniger Chance das Ruder zu übernehmen - meine Erfahrung...
    Geändert von hypie1 (27.01.2016 um 17:47 Uhr) Grund: Smartphone nervt

  8. #38
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Kann ein reizarmer Lebesstil di eMedikamente ersetzen?

    Nochmal OT,sorry...

    Dankeschön hypie.

    Und zumindest für mich gilt: Es war keine Komorbidität,die mir von Kindesbeinen an enorme Schwierigkeiten bereitet hat-die kam erst vor erstaunlich kurzer Zeit hinzu.

    Eventuell geht es hier am Ende auch um völlig verschiedene Ausprägungen oder Störungen,im Einzelfall meinetwegen auch Besonderheiten. Darüber ist sich ja selbst die Fachwelt nicht ganz einig.

    OT aus

  9. #39
    Lou


    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 254

    AW: Kann ein reizarmer Lebesstil di eMedikamente ersetzen?

    Hallo,

    meine Meinung ist, dass Medikamente und Anpassung der Lebensumstände zusammen eine große Hilfe sein können.

    Vollkommen ohne Medikation....hm, das geht mMn durchaus, aber ganz leicht schleicht sich eine unbewusste Selbstmedikation ein oder die größten Vorteile fliegen Dir irgendwann um die Ohren.

    Reizarm....in der heutigen Zeit müsstest Du dann wohl schon einen extremen Weg gehen...doch gibt es Menschen, die eine solche Lösung noch nach Jahren als ihren persönlichen "Start ins Leben" bezeichnen und eine kreative wie simple Lösung finden, diesen Lebensstil ohne "extreme Maßnahmen" erschaffen und halten zu können.

  10. #40
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Kann ein reizarmer Lebesstil di eMedikamente ersetzen?

    Brrrzz schreibt:
    I Versteht mich nicht falsch, aber der Mensch als Rudeltier ist ständig auf der Suche nach Anerkennung.
    Und gerade das sehe ich als Wurzel aller Übels: Suche nach Anerkennung wird schnell zu Sucht nach Anerkennung, man geht faule Kompromisse ein, begeht Selbstverrrat.
    Ich betreibe oftmal Rückzug als Schutz für den eigenen Rückgrat, da ich weiss, dass ich extrem abhängig von Fremdmeinung bin.
    Allein fühle ich mich frei.

    Jetziger Rückzug hat auch was sehr posotives: ich schütze mich davon, sofort panisch loszurennen und ersten x-beliebigen Job anzunehmen, der mir über den Weg läuft. Ich habe mich zu abhängig von Arbeit gemacht und all meine Selbstwertgefühl nur dadurch definiert. Ich muss lernen, mich ohne Leistung zu lieben. Nur wenn ich das Gefühl habe, eigentlich komme ich ohne Arbeit gut klar, dann kann ich selbstsicher eine neue Stelle suchen. Oder ich lasse das.

    Das ist wie früher mit Beziehung: ich fühlte mich alleine sofort minderwertig und wenn ich frisch getrennt war, liess ich mich auf irgendwelche faule Kompromisse ein, auch wenn es mir nicht gut tat (faule Kompromisse tun selten gut).
    Mein damaliger sozialer Rückzug hat mich davon geheilt, seitdem ist die Rollenverhältnis in meinen Beziehungen ganz anders geworden.

    Ich weiss nicht, ob ich es wirklich packe, mein Leben reizarm zu leben oder ob ich mich entscheide, es mit Strattera zu versuchen.
    Gute Erfahrung ist es auf jeden Fall, heute merkte ich erste mal, wie zuckersüss eine Tomate schmeckt. Früher aß ich was zwischen Tür und Angel.

    Und ja, ich mache regelmäßig einen Online-Depression-Test, eine Depression habe ich nicht.

    Und @brrrzz
    Depressionen haben auch ihre Stärke, ohne Depressive wäre unsere Kunst und unsere Literatur viel viel ärmer.
    Geändert von Felis (27.01.2016 um 21:37 Uhr)

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