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Diskutiere im Thema Psychotherapie keinen Sinn? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Psychotherapie keinen Sinn?

    Guten Abend,

    ich halte generell den Psychotherapeuten nur sinnvoll wenn andere Begleitsymptome wie Depressionen etc. aufgetaucht sind, oder leute die es nicht schaffen eine Beziehung aufrecht zu erhalten(Mir geht es so, bin single).

    Trotz allerdessen, den ADHS wird eine Psychotherapeutin nicht heilen können, genauso wenig wie das Ritalin, aber wenn jemand einen anstrengenden Beruf hat, und mit starker Reizüberflutung zu kämpfen hat, wie es bei mir der Fall ist, denn macht
    Ritalin sinn (Muss aber auch zugeben das ADHS nicht bei mir diagnostiziert wurde). Aber all diese Probleme mit dem zu Hören und der Konzentration rückt die Wahrscheinlichkeit es zu haben näher.

    Wenn es hilft, macht es, es wird nicht falsch sein, aber es ist ebenso auch kein Muss!!!!!!!!!!

  2. #12
    Karisa

    Gast

    AW: Psychotherapie keinen Sinn?

    Ich schreibe mal Gedanken dazu, die absollut unzutreffend sein könnten, aber ich schreibe sie dennoch...

    Also, ich denke, es könnte sein, dass die Besuche bei diesem Arzt triggern, also dass der Arzt irgendetwas an sich hat oder auch unabsichtlich an seinem Verhalten, das Dich an Schweres erinnert und das Dich deshalb blockiert. sodass Du folglich mit Deinen ganzen Fragen weiterhin alleine bleiben musst und verzweifelst.

    Wenn mein Gedanke stimmt, dann wäre vielleicht erst mal ein Arztwechsel zu überlegen und dann könnte ein Therapieziel sein:

    So ein Dilemma (das vielleicht schon öfter passiert ist) verstehen zu lernen und einen Weg da raus zu finden, mithilfe eines Menschen (Therapeut/in)

    Therapeuten sind Menschen, also alle unterschiedlich und es ist erlaubt und wichtig, so lange zu suchen, bis es passt. Du musst nicht jeden Menschen an Dich heran lassen können.

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Psychotherapie keinen Sinn?

    Hey Karisa,

    meine Reden, beim Psychologen muss die Chemie einfach stimmen, ansonsten schadet es mehr, als es nützt.

    Ich hab zwar auch ab und zu meine Bedenken wenn ich an Psychologen denke, woraus sich vll. teilweise(dank solcher Filme wie "Einer flog über Kukuksnest") eine Phobie dagegen entwickelt.

    Aber mal ganz ehrlich, es gibt viele Psychologen die von ihrer Art her richtig cool sind und man merkt, hey der typ schockt und es wird ein vergnügen mit ihm zu Arbeiten, weil es einfach passt.

    Einfach abwarten... und nichts einfach im Raum stehen lassen

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.248

    AW: Psychotherapie keinen Sinn?

    Ein Arzt meinte mal zu mir: was Hänschen nicht lernt ....

  5. #15
    Karisa

    Gast

    AW: Psychotherapie keinen Sinn?

    http://www.focus.de/familie/lernen/macht-sport-schlau-20-irrtuemer-uebers-lernen_id_2716833.html

    "was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" ist ein Irrtum.
    Geändert von Karisa (18.01.2016 um 06:32 Uhr)

  6. #16
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 493

    AW: Psychotherapie keinen Sinn?

    Ich hatte ein lausiges Selbstwertgefühl, bis ich mit der Therapie begann und Concerta nahm.
    wenn ich so recht überlege, hat er gar nicht so viel gemacht, aber es hat mir geholfen eine andere Sicht auf die Dinge zu bekommen.
    und ich merke deutlich das sich mein Selbstwertgefühl verbessert hat.
    Ich habe lange nach einem Therapeuten gesucht, waren alle nix, bis auf den jetzt der ist super.
    Probiers am Besten mal aus, es dauert ein Weilchen, bis Du Fortschritte bemerkst, aber mir hats geholfen.
    ich wünsch Dir alles Gute, das Du jemand geeignetes findest

  7. #17
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 241

    AW: Psychotherapie keinen Sinn?

    bei deinem beitrag wird mir klar, wie es bei mir bisher war..

    vor einigen jahren war ich in therapie und es hat mir rein gar nichts gebracht.. weder habe ich das gefühl gehabt dort richtig zu sein noch heute das gefühl, dass ich damals schon dazu bereit war. ich weiss nicht wieso, aber ich hab mich bei dieser therapeutin immer gefühlt wie das kleine kind früher, das sich an seine eltern gehängt hat und von ihnen abgewiesen wurde, ständig was falsch gemacht hat und nicht so wichtig war. ich weiss nicht, ob die therapeutin absichtlich diesen effekt herausgefordert hat, damit ich lernen kann, mich zu wehren, aber gut bekommen ist es mir nicht.ausserdem hatte ich bei ihr immer das gefühl, als ob meine gewichtsprobleme das waren, was im vordergrund stand. mich haben mehr die probleme dahinter interessiert.

    jetzt bin ich bereit, auch innerlich, endlich an den themen zu arbeiten, die ich bisher fleissig umgangen bin, habe einen therapeuten gefunden, bei dem ich das gefühl habe, dass er mit mir arbeitet und nicht gegen mich. er bringt selbst keine eigenen probleme ein, bei der früheren therapeutin hatte ich immer das gefühl, dass sie mit irgendwas oder auch mit mir probleme hatte und das hat mich massiv behindert.

    was ich damit sagen will? du musst innerlich dazu bereit sein, eine therapie zu machen. das ist ein superwichtiger punkt.. du magst oberflächlich denken, dass du ja was verändern willst und es sein muss, dass sich endlich was tut, aber aus eigener erfahrung kann ich dir sagen, dass die unbedingte absicht, dich dem, was in deinem inneren ist, zu stellen, das wichtigste überhaupt ist. wenn du widerstand fühlst, du dich dabei nicht wohl fühlst, wirst du therapeuten anziehen, die dir nicht gut tun. die absicht, was zu ändern, muss mit dem gefühl in deinem inneren, im tiefsten inneren überein stimmen. wenn das nicht passt, lass die therapie sein und warte so lange, bis du dazu bereit bist.

    bist du dazu bereit und du suchst einen therapeuten, dann schau dir mehrere an und suche den/die raus, die dir ein gutes gefühl mit dir selbst geben.. eine therapie geht an das eingemachte und du brauchst viel kraft und zuversicht dazu, da kannst du keinen therapeuten brauchen, mit dem es nciht passt und der dir noch zusätzlich zu schaffen macht.. du kannst bei verschiedenen therapeuten probatorische stunden nehmen, such dir den besten für dich raus. warte im zweifelsfall lieber etwas länger und arbeite mit jemandem, der passt.. uh und wenn möglich, versuche jemanden zu finden, der sich mit adhs/ads auskennt..

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Psychotherapie keinen Sinn?

    Was ich wichtig finde, ist auch die Art der Therapie.

    Ich selbst durfte ja eine Gesprächstherapie "kosten" und wusste damals gar nicht, was das ist. Hätte ich das und über die weiteren Möglichkeiten Bescheid gewusst, hätte ich das gar nicht erst gemacht.

    So ist es also m. E. auch ganz wichtig, dass man schaut, welche Art von Therapie man brauchen oder welche einen weiterhelfen könnte. Nach meiner persönlichen Erfahrung ist Gesprächstherapie bei AD(H)Slern eher nicht so hilfreich.

  9. #19
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Psychotherapie keinen Sinn?

    Wowwwww! ........................und danke für die ganzen tollen Reaktionen, wo ich in jedes Posthing etwas erkenne und etwas anfangen kann.
    es hat mir Mut gemacht, aber auch Fragen eröffnet (die sich aber teilweise erledigt haben):


    Mistwalker schreibt:
    Also ich für meinen Teil war noch nie in Therapie oder hatte jemals mal intensive Gespräche mit einer Bezugs-Person.
    Ich bin zur Zeit auf einer Wartelist bei einer Therapeutin, vor dem Termin selber hab ich aber jetzt schon einen riesen bammel.
    Hab mich dort selber auf die Warteliste gesetzt, mir geht es vor allem darum dort mehr über mich zu erfahren und "Hilfe"
    für meine Probleme zu bekommen
    . Den Mund auf zu machen und über dinge zu reden die noch nie jemanden interessiert haben
    wird wohl extreme viel Überwindung kosten, also ich hab davor mehr Angst als sonst was.
    Ich werde mich aber erst verrückt machen wenn ich auf der Couch sitze.
    Wäre auch mein Ziel

    Karisa schreibt:
    Was würdest Du mit Therapie konkret erreichen wollen? (vielleicht fehlt die Antwort darauf)

    Was findest Du gut an diesem Arzt?
    1. Siehe oben. Ansonsten: Wissen warum ich 52 Jahre so "verschlossen" gelebt habe und mein Leben so verlaufen ist wie es ist (ich selbst kann es mir nicht beantworten). Sicherlich würde ich es mir auch wünschen, dass mir durch die Therapie das Leben leichter fällt und meine Umgebung besser wahrnehme. Sie war für mich bisher nur eine "Schattenwelt", in der ich das Gefühl habe nie wirklich "angekommen" zu sein.

    Ich muss allerdings auch immer wieder sagen, dass ich eigentlich mit meinen Leben relativ gut zurecht kommen würde, wenn die Zwänge dieser Gesellschaft nicht wären. Im privaten Leben kann ich zeitweise Kontakte gut aufbauen (wenn auch nicht lange - muss ich auch nicht). Wenn es mir zuviel wird dann kann ich jederzeit gehen. Die Möglichkeit habe ich in der Arbeitswelt leider nicht, dass ich jederzeit "abhauen! kann. Eine Situation mit der ich niemals zurecht kam (Gespräche, Pausen usw. auf der Arbeit waren für mich ein einziger Horror, wo ich total depressiv wurde.

    2. Dass er nach cä 20 Minuten erkannte, dass ich ADHS habe (Depression und andere Begleiterkrankungen). Seine Diagnose halte ich für richtig. Andere Ärzte, die mich wochenlang kannten oder länger (ein Jahr Gesprächstherapie) haben es nie erkannt oder machten sich auch gar nicht die Mühe (Tagesklinik). Auch merkt man, dass er ein Fachwissen hat, wo ich bei einigen anderen öfter daran gezweifelt habe.

    Bisher macht er auch ein eher sympatischen Eindruck und lächelt auch mal freundlich, während die anderen oft ein genervten Eindruck gemacht haben (nich nur bei mir).

    Bisher ist das Problem "nur" die kurzen Zeiten (werde ihn wohl mal darauf ansprechen. Würde ich schon gerne als Arzt behalten, wenn er von der Art so verbleibt.


    Wintertag schreibt:
    Ich glaube da erwartest du zu viel. Wie soll ein Arzt dir de sagen können, warum du so lebst wie du lebst. Er kann dich doch nur auf deinem Weg begleiten, dass du das selbst erkennst. Einfache Lösungen gibt es eben nicht, sondern es ist ein langer Weg des Verstehens, Sehens, Erkennen.
    Nach eineinhalb Jahren Gesprächstherapie kam nicht einmal ein "wegchen" zustande. es passierte überhaupt nichts, so dass die Therapie für mich zur Qual wurde.
    Sicherlich ist mir bekannt, dass es kein "Zaubermittel" gibt, das habe ich nicht nur bei mir erlebt, was diese Form der Behandlungen angeht. Mag sein, dass ich "früher" hätte mehr tun sollen.......aber wie soll ich "früher" gewusst haben was ich hätte tun sollen, wenn ich mein Leben selbst bis dato nicht verstanden habe. Ich wusste ja nie wirklich was mit mir los war. Ich habe immer versucht ein Lösung zu finden und war auch immer bereit etwas zu ändern. Ich gabe ja zu, dass ich vielleicht viel zu sensibel für diese "Welt" bin, vielleicht auch zu ängslich...........dennoch lebe ich darin und muss gewisse "Verpflichtungen" erfüllen, die mir oft sehr schwer fallen. Meine bisherige und beste Lösung war "leider" eine Vermeidungshaltung (hat nichts mit Stursinn zu tun) und nichts tun zu tun.

    Anders kann ich es leider nicht erklären - wie auch?

    creatrice schreibt:
    Manche von den Stärkeren haben aber auch mal so angefangen wie du. Nur man muss halt einen Anfang machen. Irgendwo.


    Für die ganzen Fragen wäre eine Therapie genau das Richtige. Da ist auch genug Zeit für sowas.

    Ein Arzt kann leider auch nicht Gedanken lesen oder Wünsche erkennen. Wenn du ihn fragst, dann wirst du wissen ob er es dir schuldig bleibt, oder ob er dir deine Fragen beantwortet. Aber eine Antwort ohne Frage ist schon ganz schön viel verlangt.

    Und selbst wenn der Arzt dir alle Antworten schuldig bleibt, dann weisst du, das er vielleicht nicht der richtige ist, um dir zu helfen und kannst dir überlegen, wie du die Situation optimierst.


    Ich war mal genauso wie du, und ich bin heute nur so geworden, weil ich mein Leben in die Hand genommen habe, Stück für Stück, ganz langsam, aber ich selbst musste den Anfang und auch das Weiterkommen machen. Sensibilität und Schüchternheit entbinden einen trotzdem nicht von der eigenen Verantwortung für sich selbst. Und um so verantwortungsvoller du mit dir selbst umgehst, um so mehr wirst du von profitieren. STückchenweise geht man allein, stückchenweise mit Hilfe, aber man muss eben gehen, es kommt niemand und wird einem den Rollstuhl unter den Hintern schieben und Richtung Heilungshorizont mit einem rollern. Ist schwer, manchmal auch sehr schwer........ aber der einzige Weg aus dem innerlichen Gefängnis raus zu kommen.
    Es sind viele Weißheiten in Dein Posthing drin. auf einen Rollstuhl untern Hintern habe ich nie gewartet. Ich gebe aber zu, dass ich eine reichende Hand gebraucht hätte. Ich denke, dass das auch nicht unbedingt zu viel verlangt ist, wenn man Startschwierigkeiten im Leben hatte. Es kann ka auch nicht angehen, dass diese Art von Ärzten nur "kassieren" und es selten richtige Antworten gibt.

    Ich muss dazu sagen, dass ich mein lebenlang auch eher nagative Erfahrungen gemacht habe, wenn ich Hilfe gesucht habe.

    Dennoch finde ich in Dein Posthing einige Dinge wieder, die ich gerne mal versuchen würde und es anpacken möchte. Was daraus wird? im schlimmsten Fall eine weitere Enttäuschung.

    Shativa schreibt:
    Ich hatte ein lausiges Selbstwertgefühl, bis ich mit der Therapie begann und Concerta nahm.
    wenn ich so recht überlege, hat er gar nicht so viel gemacht, aber es hat mir geholfen eine andere Sicht auf die Dinge zu bekommen.
    und ich merke deutlich das sich mein Selbstwertgefühl verbessert hat.
    Ich habe lange nach einem Therapeuten gesucht, waren alle nix, bis auf den jetzt der ist super.
    Probiers am Besten mal aus, es dauert ein Weilchen, bis Du Fortschritte bemerkst, aber mir hats geholfen.
    ich wünsch Dir alles Gute, das Du jemand geeignetes findest
    Vielen Dank! Ich werde es versuchen und werde meinen Arzt danach fragen ob er eine mit mir macht. Ansonsten versuche ich erneut ein anderen Arzt, da ich mittlerweile schon den Mut durch die Posthings hier bekommen habe

    chrissiKA schreibt:
    bei deinem beitrag wird mir klar, wie es bei mir bisher war..

    vor einigen jahren war ich in therapie und es hat mir rein gar nichts gebracht.. weder habe ich das gefühl gehabt dort richtig zu sein noch heute das gefühl, dass ich damals schon dazu bereit war. ich weiss nicht wieso, aber ich hab mich bei dieser therapeutin immer gefühlt wie das kleine kind früher, das sich an seine eltern gehängt hat und von ihnen abgewiesen wurde, ständig was falsch gemacht hat und nicht so wichtig war. ich weiss nicht, ob die therapeutin absichtlich diesen effekt herausgefordert hat, damit ich lernen kann, mich zu wehren, aber gut bekommen ist es mir nicht.ausserdem hatte ich bei ihr immer das gefühl, als ob meine gewichtsprobleme das waren, was im vordergrund stand. mich haben mehr die probleme dahinter interessiert.

    jetzt bin ich bereit, auch innerlich, endlich an den themen zu arbeiten, die ich bisher fleissig umgangen bin, habe einen therapeuten gefunden, bei dem ich das gefühl habe, dass er mit mir arbeitet und nicht gegen mich. er bringt selbst keine eigenen probleme ein, bei der früheren therapeutin hatte ich immer das gefühl, dass sie mit irgendwas oder auch mit mir probleme hatte und das hat mich massiv behindert.

    was ich damit sagen will? du musst innerlich dazu bereit sein, eine therapie zu machen. das ist ein superwichtiger punkt.. du magst oberflächlich denken, dass du ja was verändern willst und es sein muss, dass sich endlich was tut, aber aus eigener erfahrung kann ich dir sagen, dass die unbedingte absicht, dich dem, was in deinem inneren ist, zu stellen, das wichtigste überhaupt ist. wenn du widerstand fühlst, du dich dabei nicht wohl fühlst, wirst du therapeuten anziehen, die dir nicht gut tun. die absicht, was zu ändern, muss mit dem gefühl in deinem inneren, im tiefsten inneren überein stimmen. wenn das nicht passt, lass die therapie sein und warte so lange, bis du dazu bereit bist.

    bist du dazu bereit und du suchst einen therapeuten, dann schau dir mehrere an und suche den/die raus, die dir ein gutes gefühl mit dir selbst geben.. eine therapie geht an das eingemachte und du brauchst viel kraft und zuversicht dazu, da kannst du keinen therapeuten brauchen, mit dem es nciht passt und der dir noch zusätzlich zu schaffen macht.. du kannst bei verschiedenen therapeuten probatorische stunden nehmen, such dir den besten für dich raus. warte im zweifelsfall lieber etwas länger und arbeite mit jemandem, der passt.. uh und wenn möglich, versuche jemanden zu finden, der sich mit adhs/ads auskennt..
    Danke für Deine offenen Worte, die mir gefallen. Ich war immer der überzeugung, dass da nichts in mein inneres ist, das ich verarbeiten müsste (es war sicherlich nicht alles so toll in der Familie und es gab viele Defizite, dennoch fühlte ich mich "scheinbar" sehr wohl, da meine Mutter sich so gut wie möglich um mich gekümmert hat ((ich war einfach ein totales Muttersöhnchen)) und hatte das Gefühl geborgen zu sein (((wobei ich sagen muss, dass wir eine großfamilie waren und Mutter kaum zeit für einen hatte, da sie auch noch schwer arbeiten musste))). In der Restlichen Zeit kümmerte sie sich viel um mich, während die anderen leider etwas viel auf sich gestellt waren (ohhhh, es wird alles kompliziert). Dennoch hatte ich nie das Gefühl, dass in mir etwas ist, das aufgearbeitet werden müsste (es gab keine Schläge und auch keinen Missbrauch und trotz bescheidenen Mitteln musste keiner hungern. Dennoch kann es sein, dass da einiges in mir ist, das verarbeitet werden müsste (auch wenn ich nicht das Gefühl habe, dass da etwas "weg" müsste). Merkwürdigerweise habe ich eine totale "Sperre", was die Vergangenheit angeht. Ich "weigere" mich gradezu an die Vergangenheit zu denken.......alles sehr kompliziert


    ChaosQueeny schreibt:
    Was ich wichtig finde, ist auch die Art der Therapie.

    Ich selbst durfte ja eine Gesprächstherapie "kosten" und wusste damals gar nicht, was das ist. Hätte ich das und über die weiteren Möglichkeiten Bescheid gewusst, hätte ich das gar nicht erst gemacht.

    So ist es also m. E. auch ganz wichtig, dass man schaut, welche Art von Therapie man brauchen oder welche einen weiterhelfen könnte. Nach meiner persönlichen Erfahrung ist Gesprächstherapie bei AD(H)Slern eher nicht so hilfreich.
    Gesprächstherapie (1 1/2 Jahre) waren schrecklich für mich, da da überhaupt nichts bei raus kam. Da erging es mir wie bei Dir.

    Würde gerne die richtige Therapie finden. Durch die ganzen Posthing habe ich jedenfalls Mut dazu bekommen


    PS.:
    Eins "muss" ich allerdings noch einmal sagen, auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole:
    Für viele außenstehende mache ich einen ziemlich "normalen" Eindruck (Lasse sie allerdings auch nicht zu "nah" an mir ran) und wirke für sie eher sympatisch wie einer der sein Leben scheinbar im Griff hat. Meine arbeitlosigkeit usw. merkt man mir überhaupt nicht an (laufe ordenlich rum und habe eine saubere und ordenliche Wohnung. Auch kann ich sehr gut mit Geld umgehen - selbst mit wenig. Selbst meine Familie spiele ich seit vielen Jahren ein anderes Leben vor, die ich zwar vor kurzen meine Deprssionen und ADHS "gebeichtet" habe, aber ansonsten nichts von mir wissen. Schwer zu erklären, da ich es alles selbst nicht so richtig verstehe und versuche einfach nur "abzuschalten" und mein Leben so gut es geht zu führen, ohne das ich "abstürze". Ich denke, dass ich mein lebenlang immer "abgeschaltet" habe, so dass es bei mir nie wirklich zu eine extreme Krise gekommen ist und scheinbar alles im Griff habe......

    ........................aber mal ehrlich, so richtig erklären kann ich es selbst nicht. Eigentlich war ich immer ein Träumer, der nie erwachsen werden wollte in dieser realen Welt, die mir immer zu hart war (so ähnlich sagte es schon meine Mutter den Kinderarzt als ich cä 7 Jahre war). Auch heute bin ich noch ein Träumer. Wobei ich feststellen muss, dass die Realität einen immer wieder einholt.

    Ich weiß, dass es sich alles sehr kompliziert anhört. Damit "muss" ich aber schon seit ich denken kann leben


    Ich hoffe, dass ich nicht zuviel erwarte, wenn ich mal nach all den Jahren wenigstens einige Fragen beantwortet bekomme. Auch wann es keine Antworten gibt (Gesprächstherapeut meinte, dass er überhaupt nicht an mir ran kommt ((hmmm! hat auch selten etwas gefragt)), dann ist es auch vollkommen ok. Dann erwarte ich aber, dass auch das Arbeitsamt und deren Ärzte es verstehen (auch Rentenversicherung) und mich endlich in Frieden lassen und nicht Dinge von mir erwarten, die ich niemals erfüllen kann. OK......sie lassen mich im Moment relativ in Frieden (außer den Maßnahmen), aber verstehen tuen sie einen auch nicht.



    XXXXX:Ich erwarte darauf jetzt keine Antworten oder Fragen dazu. Ich wollte es mir einfach mal von der Seele reden und bedanke mich
    Geändert von spacetime (18.01.2016 um 21:17 Uhr)

  10. #20
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 241

    AW: Psychotherapie keinen Sinn?

    okay, dann geb ich mal ein kurzes beispiel, was wir in uns tragen, ohne es zu wissen.. ich hab da mal eine geschichte gelesen, ich so ungefähr wiedergebe:

    es war einmal ;D .. es gab da ein kleines mädchen.. sie spielte im hof in der sonne.. in der zwischenzeit wischte ihre mutter den hausflur.
    die kleine woltle ins haus, weil sie auf die toilette wollte.. die mutter sagte ihr, sie müsse warten, weil sie nicht noch mal wischen wolle.. also wartete sie.. in der zwischenzeit
    kamen ihre geschwister nach hause.. der hausflur war getrocknet, aber das wusste sie nicht.. sie sah nur, wie die geschwister hineingingen, ohne ärger zu kriegen.
    da kinder aber oft alles auf sich beziehen, sagte sich die kleine, dass nur sie nihct hinein durfte und die mutter ihre geschwister mehr liebte als sie.. natürlich war das
    blödsinn, aber in diesem mädchen blieb für die nächsten jahrzehnte die meinung, dass sie weniger geliebt wurde.. erst als sie es mit einer therapeutin aufarbeitete, stellte
    sie fest, dass sie die ganzen jahre diese meinung hatte und die ursache einfach nur ein inzwischen getrockneter hausflur war, aber sie lange dazu verleitete, etwas anderes
    zu denken und von dem sie im grunde nichts wusste, weil sie sich an die sache mit dem hausflur nicht mehr erinnerte..

    vieles geschieht, wenn wir ganz klein sind und oft empfinden wir dinge anders, als sie passiert sind.. ich denke, das gilt auch für dich.. wer weiss, was in dir drin steckt, von
    dem du keine ahnung hast.. es geht mir nicht darum, dir deine kindheit mies zu machen, verstehe mich nicht falsch, aber genauso wie beim kleinen mädchen können tief in dir
    dinge verborgen sein,a n die du dich nicht erinnerst, die aber durchaus ein muster gebildet haben, das dich heute beeinflusst.. ein "verschwinde mal, ich hab grad keine zeit
    für dich" mehrmals passiert kann in einem empfindsamen kind schon sehr viel auslösen.. wenn du dich kaum an deine vergangenheit erinnern kannst, ist meiner erfahrung nach
    ein zeichen dafür, dass du dich nicht erinnern willst, weil die kindheit lange nciht so schön war, wie man sie sich vorstellt.. oftmals ereignen sich dinge anders als kinder denken..
    die meisten eltern lieben ihre kinder und wollen nur das beste für sie, aber das ist nicht immer zu machen aus verschiedenen gründen.. eltern sind keine supermenschen, sie
    machen fehler und kriegen nicht immer alles gebacken und das hinterlässt spuren in kinderseelen.. ich spreche da aus erfahrung, weil ich sowohl tochter als auch mutter bin..
    ich wollte für meinen sohn immer das beste, aber ich vermute, dass ich ihm unbeabsichtigt viele schmerzen verpasst habe, einfach weil ich nie genug für ihn da war und genug
    mit mir selbst zu tun hatte.. man kann glaub ich viele wunden heilen, wenn man sich dem ganzen stellt und die gefühle endlich fühlt, die man lange von sich weg geschoben hat..

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