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Diskutiere im Thema ADHS-Diagnose: Will es nicht wissen im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.968

    AW: Will es nicht wissen

    Danke für deine Worte! Und das meine ich total ernst.

    Interessant finde ich, dass du alles gleich in die Tonne treten willst wegen einer möglichen Diagnose ... Weder ist dein Leben vorbei noch ändert sich sofort etwas, denn das, was du bisher erlernt hast, das bleibt dir und wird dir auch in Zukunft hoffentlich eine grosse Hilfe sein! Es ist ja nicht so, dass sich deine Probleme ändern - es ändert sich und das ja auch nur unter Umständen nur die Definition, wo die mögliche Ursache für zumindest ein Teil deiner Probleme liegen. Also kannst du alles, was du dir bisher erkämpft hast behalten und bitte auch stolz darauf sein und das völlig unabhängig davon, ob es nun Borderline oder oder gar und AD(H)S heisst. - Das ist dafür nämlich völlig egal!

    Was sich aber ändert sind die Möglichkeiten, die dir zur Hilfe offen stehen ... Und je näher deine Diagnose an der Wahrheit ist (wie immer sie auch heissen mag), desto besser und desto eher kann dir auch Hilfe zukomme, die dir hoffentlich auch wirklich hilft. Bekanntlich führen aber auch immer mehrere Wege nach Rom und das trifft auch auf die Hilfe zu - nicht allen betroffenen Menschen hilft jede angebotene Hilfe, da muss man leider ausprobieren und aussortieren und leider macht oft auch nur der Versuch klug. Wer da aber nicht aufgibt und es schafft trotzdem offen zu bleiben und vielleicht auch über Grenzen zu gucken, der hat in jedem Fall schon etwas gewonnen!

    Dein Leben setzt sich also aus wertvollen Erfahrungen zusammen - manche sind davon gut und manche sind davon weniger gut, aber jede Erfahrung ist wertvoll für dich und bringt dich ein Stück weiter - auch wenn es nicht immer gleich so aussieht. Damit ist dein Leben keinesfalls umsonst!


    Und zu deinen Befürchtungen in der Apo ... wenn dir so etwas mit MPH passiert, dann solltest du schleunigst die Apo wechseln! In unserer Familie nimmt einer MPH und einer Strattera und unsere Apo freut sich immer (!), wenn wir kommen, wir werden dort ausgesprochen freundlich und nett behandelt und sogar mit Namen begrüsst und selbst bei Fragen versucht man uns immer weiter zu helfen. - Da ist nichts mit Kontrolle, schiefen Blicken, Behandlung als Junkie oder gar "seltsamen Kommentaren" - aber auch gar nichts!


    MPH macht dich nicht zu Jekyll und Hyde. Es hilft dir allenfalls für die Wirkzeit dein Potential besser zu nutzen. Es ist eine Chance ... Nicht mehr und nicht weniger. Eine Hilfe, wenn auch keine Wunderpille, die das AD(H)S in der Wirkzeit völlig auslöscht, sondern die es dir erleichtet mit den AD(H)S-bedingten Problemen besser umzugehen - weil es z. B. die Konzentration erleichtern, die Reizüberflutung oder auch das Gedankenkarussel eindämmen und auch die Unruhe verringern kann.

    Und es kann dir auch helfen, in der MPH-losen Zeit besser damit umzugehen, denn du kannst durch die Wirkzeit ... Wie soll ich das beschreiben? ... eine bessere Einsicht gewinnen und die Möglichkeit, noch mehr auf dein Verhalten usw. selbst einzuwirken. Das kann dich auch durch die wirklose Zeit noch tragen. Dazu gehört aber weiterhin auch der Wille an sich selbst zu arbeiten - aber das wäre bei Borderline ja auch so (ggf. halt auch mit einer Therapie). Abgesehen davon kann man sich seine Arbeit auch ein bisschen nach Wirkzeit einteilen ...


    Zu deinen Sehnsüchten nach alten Zeiten sag ich mal nichts. Ich kann mir vielleicht vorstellen, wie das ist, aber ich glaube, da halte ich besser meine Klappe.


    Wie auch immer, eine kompetente Diagnose bekommt man nicht zwischen Tür und Angel, dazu gehören einige Tests und Untersuchungen. AD(H)S ist ja eine Ausschlussdiagnostik und erst, wenn alle anderen Sachen ausgeschlossen wurden und die Indizien sich im AD(H)S-Spektrum verhärten, dann ist es auch AD(H)S. Aber natürlich kann man neben AD(H)S auch noch andere Sachen haben. Bei Borderline sollte das wirklich eine sehr kompetente Fachperson machen, da sich die beiden Sachen auch überschneiden können und eine Abgrenzung manchmal schwierig ist. Man kann nämlich m. E. auch beide Sachen haben ...

    Aber dennoch würde dir doch der Frieden erhalten bleiben - es käme nur dazu, dass du manche Sachen eben nicht so gut wie ein Nichtbetroffener kannst, was nach dem ersten Schock eigentlich zu einer Erleichterung führen sollte, denn das heisst ja auch, dass du nicht Schuld wärst. Du hast sicherlich auch eine Menge Stärken, denn bis hierher hast du immerhin durchgehalten und offenbar auch immer wieder den Kampf aufgenommen (wenn das mal nicht auch eine Stärke ist!), aber nun würdest du wissen, woher ein Teil deiner Schwächen kämen ... Wäre das so schlimm? Es nicht zu wollen oder es nicht (so) zu können - das ist immerhin ein himmelweiter Unterschied und ich würde das als unheimlich erleichternd finden, auch wenn es bedeutet, dass ich meinen eigenen Weg finden muss, aber auf dem bist du doch eh schon und das offenbar mit einigen Erfolgen!


    Türen sind manchmal so, dass man nicht weiss, was dahinter steckt ... Aber nicht Alles ist immer schlecht, auch wenn es im ersten Moment vielleicht so ausschaut. Manchmal ist es auch nur der erste Schock, der ist aber vergänglich und danach erfolgt tatsächlich auch Erleichterung und "Heilung".

    Und nein, AD(H)S führt nicht zwangsläufig zum Tod. Ich lebe jetzt über 40 Jahre damit und viele Jahre davon waren auch gut! Aber unbehandeltes AD(H)S kann auch noch weiter krank machen, denn wenn man darüber nicht Bescheid weiss, dann kann es zu weiteren Begleiterkrankungen kommen. Wie bei jeder "Erkrankung" ist Wissen auch Macht und es macht durchaus Sinn zu verstehen, wie und warum man anders funktioniert und welcher Weg für einen vielleicht besser wäre. - Dennoch darfst du das Forum nur bedingt als Massstab nehmen, denn draussen leben auch eine Menge AD(H)Sler, die damit (sehr) gut klar kommen, denn hier hat man sich ja angemeldet, weil man Probleme hat.

  2. #12
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Will es nicht wissen

    Danke für die liebe Antworten,
    morgen habe ich einen Vorgespräch in Tagesklinik, Grund ist depressive Krise aufgrund von Jobverlust. Dort werde ich nicht offen mit ADHS sein (noch nicht).

    Ich schaue noch, was mir zu Zukunft bringt, kurz und knapp: wenn ich den Gefühl habe, ein Neuanfang lohnt sich, dann versuche ich mir die Sache mit ADHS anzuqucken. Wenn nicht - dann nicht, wozu auch dann?
    Ich muss ja meinem inneren Kind keine Pillen geben, wenn es nicht nötig ist.

    Ich sehe sowieso meine unkontrollierte und impulsive Fasetten als Teile der Persönlichkeit an:
    - da ist Lilly, verwöhnt 5-jährige, die alles sofort will
    - Ina, eine schüchterne 11-jährige, die sich für sehr viele Sachen interessiert, aber ständig in die Schule gemobbt wird und deswegen lieber alleine ist und Bücher liest
    - Krissy, ein unerzögenes 15-jähriges Punkgör, die Bock auf jedes Mist hat und gerne Substanzen ausprobiert
    - Iris, die Junkie-Braut
    - Hannah, die nach Bildung strebt und gerne Abendorlesungen zu Medizin, Kriminologie und Politik besucht, aber auch Gothik-Musik, Rotwein und Kerzenlicht mag;
    - Ronny, der Wüterich, der sofort pöbelt und agressiv wird
    - Mamuschka Olga, eine alte russische Frau, die sich um alles Sorgen macht, sehr abergläubig übrigens
    tja, und meine Wenigkeit, eine fast 40-jährige Frau mit Migrationshintergrund.

    Bin nicht multipel, hilft mir aber, mit meinen Macken umzugehen - ich lasse jeder von denen zu Wort kommen, wenn sie es wollen

    So ist mein Art, mit mir umzugehen
    Und natürlich habe ich Angst, was neues anzufangen
    Der Angst kann mit dem von Junkie oder Alki zu vergleichen, der nach 30-jahren Sucht ohne Druck von Außen (also ohne Gericht und ohne Obdachlösigkeit) sich entscheidet, zum Entzug zu gehen.

    So sieht es aus

  3. #13
    DaveR

    Gast

    AW: Will es nicht wissen

    Es wird Dich übrigens keiner zwingen MPH zu nehmen - auch nicht mit ADHS-Diagnose.

    Und bei -wie Du es beschreibst - gelegentlichen "Ausrutschern" wird auch die Ärzteschaft mutmaßlich davon absehen wollen

    Eigentlich wird wahrscheinlich gar nichts besonderes passieren.

    Du machst Dir da irgendwie falsche Vorstellungen glaub ich....


    das ist v.a.deshalb ungünstig, weil Deine Angst -vor was auch immer -in keinem Verhältnis zu dem steht was Dich hinsichtlich der Diagnose erwarten könnte.
    Das bindet sinnlos Kraft.


    Also mach den Test oder lass es, aber mach Dich deswegen nich fertig sondern besprich es vernünftig mit Deiner Therapeutin.

    Es ist keine dramatische Situation......

  4. #14
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Will es nicht wissen

    @DaveR

    das Problem ist:
    wenn ich weiss, dass es ADHS ist, dann gibt es keine andere Möglichkeit, mit Pfroblemen klar zu kommen als MPH
    Falls ich es nicht nehmen darf, weil ich ab und zu extrem selten Substanzen nehme (machen sie eigentlich einen Urintest?), wozu dann die Diagnose?
    Um zu sagen: "Sie sind unheilbar krank"
    Nein, Danke

    Dann kann ich auch mit Diagnose Borderline alt werden.

  5. #15
    DaveR

    Gast

    AW: Will es nicht wissen

    Felis schreibt:
    @DaveR

    das Problem ist:
    wenn ich weiss, dass es ADHS ist, dann gibt es keine andere Möglichkeit, mit Pfroblemen klar zu kommen als MPH
    Das ist wohl ein unheilsamer Trugschluß.

    Also ich selbst bin über das MPH wirklich froh. Aber es gibt auch ausreichend viele ADHS-ler die kein MPH nehmen können (oder wollen?)
    unnd auch da gibt es wohl Optionen.

    (Ich hätte-übrigen- auch nicht erlebt,oder rückgemeldet bekommen, dass es die Persönlichkeit verändert. Ich glaub das gehört eher in den Bereich Mythologie zu den Einhörnern und so....)

    Felis schreibt:
    machen sie eigentlich einen Urintest?
    wäre mir neu.aber eigentlich solltest Du darüber mit Arzt/Therapeutin selber sprechen.
    Es is einigermaßen SEHR wichtig das die Leute zum MPH nichts dazu nehmen.und nichts nicht im Sinne von selten,sondern von gar nicht.
    Die Wechselwirkungen sind u.U.so übel,dass es wichtig ist sicherzustellen,dass der Patient/diePatientin sich diesbezüglich unter Kontrolle hat.

    Die Diagnose macht insofern Sinn,als dass man danach genauer weiß,was los is. das gehört zum verantwortungsvollen Vorgehen und sollte auch den Therapienutzen steigern.

    Auch wenn Du ne ADHS-Diagnose gestellt bekommst wird das eher nicht alles über den Haufen schmeißen.


    Ich finde Du solltest weniger taktisch mit Deiner Therapeutin umgehen. Sag was Du willst, sag was Dir Sorgen macht, frag warum dieser Vorschlag etc.

  6. #16
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 423

    AW: Will es nicht wissen

    Kann es sein das deine Therapeutin aufgrund deiner Drogen Vergangenheit zu der
    Annahme gekommen ist das du AD(H)S haben könntest? AD(H)S und Borderline sind
    sich, was die Symptome und Verhaltensweisen angeht, recht ähnlich und vor allem
    gibt es das "Vorurteil" das AD(H)S betroffene schnell zu Drogen greifen.

    Ich würde mich erstmal um deine Borderline Störung kümmern, AD(H)S sollte für's erste
    bei dir nebensächlich sein und lass "Krissy" nicht die Oberhand gewinnen.

  7. #17
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Will es nicht wissen

    DaveR schreibt:

    .
    Es is einigermaßen SEHR wichtig das die Leute zum MPH nichts dazu nehmen.und nichts nicht im Sinne von selten,sondern von gar nicht.
    Die Wechselwirkungen sind u.U.so übel,dass es wichtig ist sicherzustellen,dass der Patient/diePatientin sich diesbezüglich unter Kontrolle hat.
    Dann hat es kein Sinn: ich kann unter so strenge Regel nicht leben, ich brauche Freiheit, mich zu entscheiden.
    Gar nix - da kann ich bei Zeugen Jehovas mitmachen, nicht mal Substiärzte sind so streng.

    Ich kann einigermassen funktionieren, wenn ich weiss, dass ich die Freiheit habe, ab und zu mir ein Gläschen Wein, einen Jolly oder am Sylvester ein Näschen zu genehmigen.
    Sonst sammelt sich so ein Druck in mir, dass es in einem Exzess ausartet.

    Strattera und Elontril haben mir nicht gebracht, MPH kommt nicht in Frage.
    Das wars mit Testung

  8. #18
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Will es nicht wissen

    Mistwalker schreibt:
    bei dir nebensächlich sein und lass "Krissy" nicht die Oberhand gewinnen.
    Ist nicht so schlimm, die hats im Griff und lässt die Pfoten von harten Sachen (man kann tatsächlich es im Griff haben)
    Hauptsache Iris meldet sich nicht

    Und ja, Borderline ist bei mir wichtiger als (vermeintliche) ADHS, mal schauen, was Tagesklinik-Gespräch morgen bringt

  9. #19
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 423

    AW: Will es nicht wissen

    Felis schreibt:
    Hauptsache Iris meldet sich nicht
    Sorry , die war gemeint...

  10. #20
    DaveR

    Gast

    AW: Will es nicht wissen

    soviel Drama....so anstrengend

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