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Diskutiere im Thema Viele Fragen und kaum Antworten. im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Patrick Star

    Gast

    Viele Fragen und kaum Antworten.

    Guten Abend,
    nach langer Pause melde ich mich doch mal zu Wort, um die eine oder andere Frage loszuwerden. Verzeiht mir, wenn dies die falsche Kategorie ist, jedoch hab ich nicht genau gewusst in welchen Bereich ich einen Thread eröffnen soll, da meine Fragen von allen etwas beinhalten.

    Schon als kleines Kind bekam ich die Diagnose ADHS zugeschrieben bekommen. Es war Mitte der 90iger als ich nicht ganz nachvollziehen konnte, warum ich so viele verschiedene Test's über mich ergehen lassen musste, die mir letztenendlich die Diagnose ADHS brachten. Einzig und alleine erinnere ich mich daran, das ich schon immer ein Zappelphillip gewesen war und "anders". "Anders" als die "Anderen". (Mir fällt es nicht gerade leicht, passende Worte zu finden).

    Schon als Kind habe ich wohl die mir unbewusst die Aufmerksamkeit gesucht, um "glücklich" zu sein. An mehr Details kann ich mich nicht erinnern, da es über 20 Jahre her ist. Somit ist klar, ich stehe mit ADHS und einer Darmerkranung mit mitte 20 völlig im Leben und denke nach sehr langer Zeit mal wieder an mein ADHS, da ich einiges nicht so ganz auf die Reihe bekomme wie manche andere.

    Seit meinem 15 Lebensjahr nehm ich gegen das ADHS eigentlich gar keine Medikamente mehr. Für mich war klar, dass ich es irgendwie alleine hinbekommen möchte. Es klappte soweit auch ganz gut, bis auf hier und da mal die einen oder anderen Probleme gekommen sind.
    Der Grund lag mir mich klar auf der Hand. Die Medizin war noch in den Kinderschuhen was ADS/ADHS anbelangte und heute wird es, so scheint es mir, ADHS zur Modediagnose. Zappelt jemand, hat dieser AHDS.
    Jedoch hab ich bei meinem Psychaiter nochmal einen Test gemacht. Laut diesem Test liegt die Diagnose ganz klar auf der Hand. Sie hats also nur bestätigt was damals schon feststand.

    Z.B Freunschaften. Ich war nie ein Mensch der große Freundschaften hatte. Als Vergleich bring ich mal Facebook oder Twitter oder so ins Spiel. Ich hatte nie eine breite Masse gehabt. Es waren auch in der Schule alles nur Mitschüler oder Bekannte die mal geseen hat, weil man sie sehen musste.
    Ich war immer der, der nur wirklich ein guten Freund hatte auf den er sich dann verlassen konnte. Die ist zerbrochen. Es kam jedoch ein neue großartige dazu die bis heute immer noch hält. Wir sind wie Brüder.

    Mit den Bekannten aus meinem sozialen Umfeld bin ich eher nur "Larifari" umgegangen. Mal ein Kaffee oder mal ein Bier zusammengetrunken. Mal hat man sich beim ferien gesehen oder auf Konzerten, aber es war nie was inniges. Ich hab keine Probleme Menschen zu treffen, eher im Gegenteil. Bin total extrovertiert.
    Wie ist das bei euch? Habt ihr auch Probleme wirkliche Freunschaften zu finden und aufrecht zu halten?

    Das zweite und dritte "Problem" ich bin bei manchen Menschen zu impulsiv und zu direkt. Sage gern meine Meinung, wie ich dazu stehe. Öfters sogar obwohl man mich gar nicht fragt. Ich "presse" mich durch die Wand sozusagen. Hab mich schon selbst beobachtet und find mein Verhalten wirklich erschreckend.

    Manchmal drifte ich gern in meine eigene Welt. Denke viel nach. Hab viele Tagträume. Direkt vor Augen sehe ich mich dann. Auch das ist ein Problem was ich nicht ganz einschätzen kann. War in der Schule auch ein Problem. Habs doch noch gut geschafft ohne Medikamete mein Abitur zu machen. Nächstes Ziel ist Studium. Da möchte ich gern medizinische Hilfe.

    Kann man dagegen etwas tun? Hab ich noch chancen auf eine Behandlung?

    Früher wurde ich mit Concerta behandelt, jedoch kann ich das mit meiner Darmerkranung (CED) nicht mehr nehmen. Bin auf der Suche nach einem neuen Medikament, welches auch gut hilft.

    Wie ihr seht ist es hier und da auch nicht ganz gradliniig. Auch so eine Macke von mir.

    Es ist schon Spät. Morgen Abend schaue ich vorbei und werde, falls antworten gekommen sind, darauf eingehen.


    PS: Entschuldigt mir bitte, wenn ich auf Details nicht Antworte. Das Internet vergißt nichts und ich möchte ungern das jemand aus meinem sozialen Umfeld etwas hiervon liest.

    Gruß
    Patrick.

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Viele Fragen und kaum Antworten.

    Klar kann man da was machen! Ich wurde erst vor knapp einem Jahr diagnostiziert und seitdem ist schon Vieles besser geworden. Es gibt keine Altersgrenze, bis zu der sich ADHS behandeln lässt und danach nicht mehr. Die von dir beschriebenen Probleme kann ich gut nachvollziehen. Die sind natürlich nicht weg, aber es ist besser.

  3. #3
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Viele Fragen und kaum Antworten.

    Hallo Patrick Star,

    danke für deinen Beitrag.

    Ich bin selbst Mutter eines Sohnes, der als Kind diagnostiziert wurde und dann eine Zeitlang mit Methylphenidat behandelt wurde und der
    sich nach etlichen Jahren wieder behandeln lässt, was ihm sehr gut bekommt.

    Die ADHS-Behandlung ruht auf mehreren Säulen wie du sicher weißt, - dass man ADHS für sich akzeptiert, ist schon ein guter Anfang.

    Vielleicht magst du mal den Link in meiner Signatur lesen, mir sind diese Punkte sehr wichtig.

    Wegen deiner Darmerkrankung wird dir deine Ärztin Aufklärung geben können, es gibt ja andere Zubereitungen von Methylphenidat,als Concerta.

    Zugelassen für Erwachsene sind Medikinet adult und Ritalin adult, aber wenn du z. B. nur unretardiertes Methylphenidat vertragen würdest,
    könnte ich mir vorstellen, dass du das off-Label bekommst, allerdings bin ich da kein Experte. (Ich bekomme es als Ergänzung zu Ritalin adult
    auf Privatrezept.)

    Und ich war kürzlich erst bei einem ADHS-Symposium, ADHS wird seit vielen Jahren sehr stark beforscht, die Zahlen der Betroffenen (Kinder und Jugendliche)
    sind nahezu unverändert, und es gibt noch immer eine Unterversorgung in Deutschland (Prof. Dr. Marcel Romano, Uniklinik Würzburg).

    Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern im Forum, die Zahl der Beiträge ist enorm. Wenn du magst, guck auch mal in den Bücher-Thread.

    LG Gretchen

  4. #4
    Patrick Star

    Gast

    AW: Viele Fragen und kaum Antworten.

    eigenartig schreibt:
    Klar kann man da was machen! Ich wurde erst vor knapp einem Jahr diagnostiziert und seitdem ist schon Vieles besser geworden. Es gibt keine Altersgrenze, bis zu der sich ADHS behandeln lässt und danach nicht mehr. Die von dir beschriebenen Probleme kann ich gut nachvollziehen. Die sind natürlich nicht weg, aber es ist besser.
    Ah, alles klar! Ich hoffe mir insbesondere für meine Weiterbildung, sei es Studium oder Fortbildungen, deutliche Besserungen. Ohne Medikamente war ich immer ein guter 3er Schüler gewesen, doch es gab eben einige Fächer, wo wir Autodidaktisch Dinge erarbeiten mussten. Bei solchen Aufgaben habe ich schon gemerkt, dass meine Geduld nicht gerade sehr weit in den Himmel reicht.
    Könnte im Studium problematisch werden.

    Gretchen schreibt:
    Hallo Patrick Star,

    danke für deinen Beitrag.

    Ich bin selbst Mutter eines Sohnes, der als Kind diagnostiziert wurde und dann eine Zeitlang mit Methylphenidat behandelt wurde und der
    sich nach etlichen Jahren wieder behandeln lässt, was ihm sehr gut bekommt.

    Die ADHS-Behandlung ruht auf mehreren Säulen wie du sicher weißt, - dass man ADHS für sich akzeptiert, ist schon ein guter Anfang.

    Vielleicht magst du mal den Link in meiner Signatur lesen, mir sind diese Punkte sehr wichtig.

    Wegen deiner Darmerkrankung wird dir deine Ärztin Aufklärung geben können, es gibt ja andere Zubereitungen von Methylphenidat,als Concerta.

    Zugelassen für Erwachsene sind Medikinet adult und Ritalin adult, aber wenn du z. B. nur unretardiertes Methylphenidat vertragen würdest,
    könnte ich mir vorstellen, dass du das off-Label bekommst, allerdings bin ich da kein Experte. (Ich bekomme es als Ergänzung zu Ritalin adult
    auf Privatrezept.)

    Und ich war kürzlich erst bei einem ADHS-Symposium, ADHS wird seit vielen Jahren sehr stark beforscht, die Zahlen der Betroffenen (Kinder und Jugendliche)
    sind nahezu unverändert, und es gibt noch immer eine Unterversorgung in Deutschland (Prof. Dr. Marcel Romano, Uniklinik Würzburg).

    Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern im Forum, die Zahl der Beiträge ist enorm. Wenn du magst, guck auch mal in den Bücher-Thread.

    LG Gretchen
    Hallo,
    Ritalin hab ich als Kind bekommen. Wurde bei mir nach mehren Jahren abgesetzt, da man meine Leber schonen wollte. Daran erinner ich mich noch. Deshalb der Umstieg auf Concerta.
    Welche Medikamente ich in Zukunft bekommen werde, weiß ich nicht. Muss ich mit meiner Ärtzin besprechen. Nächstes Jahr muss ich mich nämlich Selbstversichern. Ich werde in eine gesetzliche Krankenkasse wechseln und mal schauen, ob ich den Zusatzbeitrag selbst aufbringen kann. Gerade in dieser Behandlung ist mir eine private Versicherung enorm wichtig.


    Mal schauen ob ich hier noch den einen oder anderen hilfreichen Beitrag finde. Hab schon den einen oder anderen gefunden. Schön, wenn man nicht alleine im Wald steht.

    Gruß
    Patrick

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Viele Fragen und kaum Antworten.

    Hallo Patrick,

    als erstes finde ich es super, daß Du die Möglichkeit des Forums wahrnimmst, Dir Hilfe zu suchen. Ich war in Deinem Alter nicht nur eingeschränkter mit dem Internet, ich hätte mir auch keine Hilfe geholt.

    Mir wurde als Kind klar gemacht, daß ich für mein Schicksal selbst verantwortlich bin. Damals wurden noch nicht die Lehrer oder das Bildungssystem angeklagt, wenn man schlechte Leitungen erbrachte.

    Ich habe mich durchgeboxt und gelernt wie hart das Leben ist. Ich habe mit allen Tricks gelernt mich durch zu schummeln. Es war nicht immer erfolgreich und ich hätte mir einiges ersparen können. Aber es hat mich sehr taff werden lassen.
    Was meine "Freundschaften" angeht, zu taff. Da ging es mir so wie Dir. Ich bin die Königin der Fettnäpfchen.

    Bei meiner Tochter mache ich alles anders. Sie bekommt Medikinet und kommt besser klar. Sie ist so schlau und kann das ohne das Medikament gar nicht zeigen.

    Natürlich ist ADHS zur Modediagnose geworden. Das ist auch der Grund warum es auch so negativ verschrien ist. Jedes 2. Kind aus sozialem Brennpunkt bekommt die Diagnose, weil es psychisch auffällig ist. Das spricht aber nur gegen die behandelnden Ärzte!

    Du musst für Dich Deinen richtigen Weg finden. Ich empfehle jedem eine Psychotherapie. Denn viele Angewohnheiten und Verhaltensweisen kann man in den Griff bekommen, wenn man mit einer neutralen Person seine Probleme bespricht. Die Gespräche sind sehr intensiv. Es kam bei mir oft auch zu Tränen.
    Aber hey! Er hat Schweigepflicht! *lol*

    In dem Sinne wünsche ich Dir alles erdenklich Gute für die Zukunft! Wenn Du Fragen hast, dann schreib mir über PN. Ich wünsche Dir eine schöne Weihnachtszeit!

  6. #6
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Viele Fragen und kaum Antworten.

    Hallo Patrick,

    falls du noch mal in deinen Thread schaust -
    Ritalin hab ich als Kind bekommen. Wurde bei mir nach mehren Jahren abgesetzt, da man meine Leber schonen wollte. Daran erinner ich mich noch. Deshalb der Umstieg auf Concerta.
    Ist mir nur aufgefallen .- kann es sein, dass du statt "Ritalin" "Strattera" schreiben wolltest. Letzterem sagt man nach,
    dass es in seltenen Fällen Leberschäden verursachen kann. Ritalin hat dagegen den gleichen Wirkstoff wie Concerta. Nur dass bei Concerta der Wirkstoff Methyphenidat
    über einen längeren Zeitraum konstant abgegeben wird.

    Alles Gute für deine weitere Behandlung!

    @bloodyangel

    Natürlich ist ADHS zur Modediagnose geworden. Das ist auch der Grund warum es auch so negativ verschrien ist. Jedes 2. Kind aus sozialem Brennpunkt bekommt die Diagnose, weil es psychisch auffällig ist. Das spricht aber nur gegen die behandelnden Ärzte!
    Hast du dafür eine Quelle?


    LG Gretchen

  7. #7
    Patrick Star

    Gast

    AW: Viele Fragen und kaum Antworten.

    Gretchen schreibt:
    Hallo Patrick,

    falls du noch mal in deinen Thread schaust -


    Ist mir nur aufgefallen .- kann es sein, dass du statt "Ritalin" "Strattera" schreiben wolltest. Letzterem sagt man nach,
    dass es in seltenen Fällen Leberschäden verursachen kann. Ritalin hat dagegen den gleichen Wirkstoff wie Concerta. Nur dass bei Concerta der Wirkstoff Methyphenidat
    über einen längeren Zeitraum konstant abgegeben wird.

    Alles Gute für deine weitere Behandlung!
    Guten Abend Gretchen,
    wenn ich ehrlich bin weiß ich es gar nicht mehr so richtig. Warum, Weshalb, wieso, kann ich dir nicht beantworten. Leider liegt das ganze schon über 20 Jahre zurück. Bin vom Kinderarzt zu Professoren gegangen. Die haben im alten Krankenhaus gearbeitet, welches es heute nicht mehr gibt. Namen und Adressen habe ich auch nicht mehr.
    Ich erinnere mich wage daran, auch bei einem Homöopathen gewesen zu sein.
    Es tut mir leid, leider kann ich dir keine genauen Angaben machen.
    Mein alter Kinderarzt praktiziert auch nicht mehr.

    Wenn ich die Zeit habe schaue ich mal meine ganzen alten Unterlagen durch. Eventuell bekomme ich dort mehr Informationen.

    Schönen Gruß von
    Patrick

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