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Diskutiere im Thema Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV) im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    Hallo liebe Forennutzer_Innen,


    nach einem bewegenden Tag und einer nun über ein Jahr andauernden Odyssee bin ich, Sally – Partnerin einer AD(H)S-Verdachts-Patientin (nennen wir sie hier Anna*) – nun an einem Punkt angelangt, an dem ich mit meinem Latein am Ende bin
    Eines vorweg: Nach einigem Stöbern hier habe ich jedoch die Vorahnung, dass das längst nicht alles an Komplikationen gewesen war.


    So, und nun zur (viel zu kurzen) Beschreibung. Telefonischer Erstkontakt im NOVEMBER 2014 mit ADHS-Sprechstunde einer bekannten Uniklinik zur Anforderung von Fragebögen; unorganisierter, mehrstündiger Ersttermin im MÄRZ 2015 bei ADHS-Ärtztin1, Fortsetzung der Gespräche mit ADHS-Ärztin1 im MAI 2015, Diagnose: ADHS, müsse angeblich nur noch vom Direktor unterzeichnet werden (Anm.: wir waren überrascht, dass keine der üblichen Tests durchgeführt wurden).


    Bis Juli 2015 nichts mehr von der Klinik gehört, auf Nachfrage und langem hin- und her über die Zuständigkeit (Psychiatrische Ambulanz? ADHS-Sprechstunde? Direktor selbst?) weiterer Termin im OKTOBER 2015, welcher vergessen wurde, vor Ort dann spontaner, unorganisierter Termin bei einer Assistenzärztin, welche Anna* den gleichen Fragebogen vom Nov. 2014 erneut ausfüllen ließ und besprach. Diagnose käme dann angeblich per Post. NOVEMBER 2015 Anruf, dass ein weiterer Termin notwendig sei (der Grund war der Schwester am Telefon unbekannt). Vor Ort dann ein 10-minütiges Gespräch mit der Assistenzärztin: Diagnose auf dem Papier Persönlichkeitsstörung (Borderline), mündliche Anmerkung: unklar, ob hier ADHS vorliegt, "das würde die /der Therapeut_In dann ja wohl sowieso merken".


    Um es sachlich zu halten: Ich kenne Anna* seit 5 Jahren, wir wohnen seit 3 Jahren zusammen, ich selbst bin kein unbeschriebenes Blatt in diesem Bereich (naturwissenschaftliches Studium und ausführliches Einlesen), war bei jedem Termin dabei – und ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass bei Anna* Borderline vorliegt. Zu keinem Zeitpunkt fiel der Aspekt einer möglichen Komorbidität – und sollte das bei einer ADHS-Spezialklinik nicht bekannt sein? Ich möchte mich nicht über die Diagnose hinwegsetzen, aber es gibt zu viele objektive Kritikpunkte, als dass ich diese Diagnose ruhigen Gewissens hinnehmen könnte. Auch Anna* selbst ist im Übrigen nicht von der Diagnose überzeugt. Doch die Zeit drängt – Anna* steht kurz vorm Sprung ins Berufsleben, und ich vermute, dass sie auch ihr (mittlerweile viertes) Studium abgebrochen hätte, wenn sie ganz auf sich alleine gestellt gewesen wäre und ich ihr nicht bei vielen Angelegenheiten (v.a. Organisatorisches) kräftig unter die Arme gegriffen hätte.


    Nun zu meinen Fragen:

    Hat jemand Erfahrungen mit dem Thema „Zweitmeinung“? Übernehmen das gesetzliche Krankenkassen? An wen müssten wir uns hierzu wenden, an den Hausarzt, oder an die Krankenkasse direkt?

    Und noch viel wichtiger: Welche Ärztin / welchen Arzt gibt es im Südwesten Deutschlands, die / der wirkliche Kompetenzen im Bereich ADHS bei Erwachsenen vorweisen kann (z.B. mit Ahnung über Komorbiditäten und über „richtige“ Testung (IQ Test, Konzentrationstest))?

    Oder hat jemand einen anderen ganz Vorschlag, wie es weiter gehen soll?

    Vielen Dank fürs Lesen, und ich freue mich über jeden Hinweis.
    Sally

    P.S.: Wen es interessiert, welche Klinik gemeint ist, oder sonstige Fragen hat, der / dem antworte ich gerne in einer Privatnachricht.

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.731

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    Sally24 schreibt:
    Vor Ort dann ein 10-minütiges Gespräch mit der Assistenzärztin: Diagnose auf dem Papier Persönlichkeitsstörung (Borderline), mündliche Anmerkung: unklar, ob hier ADHS vorliegt, "das würde die /der Therapeut_In dann ja wohl sowieso merken".
    Wenn ich es richtig sehe braucht deine Anna keine Zweit-, sondern eine ordentliche Erstmeinung. Die beschriebene Klinik scheint keine ernstzunehmende Adresse zu sein, die haben wohl damit zu tun sich selbst zu organisieren.

    Die Diagnose Borderline haben sie offenbar ebenso wenig begründen können wie die Nicht-Diagnose ADHS. Die Ergebnisse von November 2014 bis Mai 2015 hatten sie offenbar gar nicht mehr vorliegen, und wenn doch gibt es wohl einen Kampf zwischen verschiedenen Psychiatrie-Schulen dort, in dem "Ärztin 1" den Kürzeren zog.

    Na gut, ist Spekulation. Klar ist aber dass "Anna" (wenn sie noch Lust hat) woanders hingehen sollte. Selbst wenn sie Borderline haben sollte, nur mal angenommen, hat sie eine zuverlässigere Diagnose und Behandlung verdient. Dass die Krankenkasse sich deswegen beschwert, habe ich noch nicht gehört.

    Und ich würde dann auch eher zu einer/m niedergelassenen Psychiater/in (die/der sich mit ADHS auskennt selbstverständlich) gehen. Die Diagnose dort kostet manchmal etwas, aber die bisher verlorene Zeit ist schlimmer.

  3. #3
    DaveR

    Gast

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    Hi!
    Seid Ihr in Freiburg gewesen?

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    DaveR schreibt:
    Freiburg
    Hallo DaveR!

    Nein, Freiburg war es nicht. Ich bin neu hier und weiß noch nicht so recht, wie man jemandem eine persönliche Nachricht sendet, aber wenn du mich anschreibst, sage ich gerne, wo die Klinik tatsächlich ist. Ich habe mich dagegen entschieden, den Namen öffentlich zu nennen, da ich keine Rufschädigung der Klinik riskieren möchte, es sind und bleiben ja persönliche Erfahrungen.

    Viele Grüße
    Sally

  5. #5
    DaveR

    Gast

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    Wir können keine PNs schreiben, solange wir uns nicht vorgestellt haben.
    Mein Tipp wäre Singen (der Ort) Ne Praxis, keine Klinik.
    Hab dort sehr gute Erfahrungen mit dem Teytverfahren gemacht.
    Viele Grüße

  6. #6
    DaveR

    Gast

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    Stell gerade fest: eigentlich gibt es viele Singen-Adressen,die man googeln kann.
    Ich empfehle :Ärztehaus Singen (Hohentwiel)

    Das wäre,um es mit Goethe zu sagen, des Pudels KERN
    VG

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    Hallo

    Ich weiss leider nur wie es in der Schweiz ist, ich habe die Diagnose schlussendlich von drei verschiedenen Fachärztinnen stellen lassen, Uniklinik Zürich, Chefärztin für ADHS und Sucht in einer psychiatrischen Klinik und bei meiner Fachärztin in der Region (bei welcher ich auch in Therapie bin). Es wurde alles abgeklärt, Asperger, Borderline und jegliche sonstige Persönlichkeitsstörungen.

    Wurde bei mir alles übernommen, da die KK um eine wirklich eindeutige Diagnose auch froh ist.


    Da ich mich noch bei der invaliden Versicherung anmelden musste gibt es sowieso nicht genug Meinungen / Diagnosen in diesem Bereich.


    Hoffe du findest was geeignetes bei euch in DE, alles erdenklich Gute euch beiden.

    Beste Grüsse
    Geändert von santiagonio (26.11.2015 um 12:17 Uhr)

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    Vielen Dank nochmal für Eure ganzen Antworten!

    Die beste Option ist wohl, die ganze Diagnostik nochmal von vorne anzugehen..

    Hierzu eine Frage:
    Auch über Bücher bin ich / sind wir schon des öfteren über C. N. gestolpert.
    In diesem Zusammenhang existiert ja auch "Die Praxis mit Schwerpunkt ADHS".

    Hat hier jemand Erfahrungen gemacht?

    Viele Grüße
    Sally
    Geändert von Sally24 ( 3.12.2015 um 20:45 Uhr)

  9. #9
    DaveR

    Gast

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    Is keine Ärztin, oder?

  10. #10
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    ich war bei 2 Ärzten, wurde aber beim ersten nicht wirklich getestet, sondern er schaute nur über meinen Bogen, den ich vorher ausfüllen sollte und da ich einen eher gradlinigen Lebenslauf habe und er , vermute ich nachträglich, wohl von der Psyhiatrie kam und sich vermutlich besser mit Adhs mit starker Komorbidität "auskannte", kamen wir beide nicht klar, er vermutete "allenfalls ein leichtes Adhs", das passte aber nicht zu mir

    2.Arzt aufgrund Empfehlung, Neurologe, ganz normal Termin ausgemacht, Testung: Ergebnis : die volle Bandbreite Adhs

    keinerlei Probleme mit Krankenkasse, warum auch ?

    zu Cordula Neuhaus

    genießt wohl einen guten Ruf, wird gerne von Fachleuten empfohlen und ich hab glaube ich hier auch schon positives von ihr gelesen. ich selbst hab 1,2 BÜcher von ihr gelesen und fand sie auch recht gut.
    ich hab hier schon von Leuten gelesen, die mit ihr zu tun haben (also in ihre Praxis waren), klang auch positiv, glaub ich

    wenn du mehr wissen willst, mach doch vielleicht einen Neuhaus_thread mit eindeutigem Titel auf. Du wirst bestimmt auf welche stoßen, die schon mit ihr zu tun hatten

    laut ihrer Internetseite :Cordula Neuhaus ist
    Dipl. Psych, Dipl. Heilpäd.
    Geändert von Moselpirat ( 3.12.2015 um 00:19 Uhr)

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