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Diskutiere im Thema Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV) im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #51
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    DaveR schreibt:
    Fraglich ob der psych.Psychotherapeut diese Befunde auch kompetent bewerten kann.

    Aber sei es drum. Selbst wenn alles so funktioniert,was hat man davon?

    Einen Befundbericht den man sich zu Hause übers Bett hängt?

    Zur Weiterbehandlung wird man doch nen Arzt hinzuziehen müssen. (Aber so hat man wenigstens maximal Geld ausgegeben und Vewirrung gestiftet, dann wird bei der Behandlung sicher alles reibungslos klappen)
    Es ist richtig, dass man anschliessend einen Arzt hinzuziehen muss, der die Medikamente verschreibt und einen einstellt, aber das könnte ggf. auch ein Psychiater sein, ein Neurologe oder eben ein anderer kompetenter Facharzt, der sich mit AD(H)S auskennt. Es gibt weitaus mehr Ärzte die Medikamente verschreiben, aber eben NICHT diagnostizieren und die erkennen durchaus die Diagnostik in den meisten Fällen auch an - gerade wenn wie von Fachleuten gemacht werden, wie z. B. CN. Und oft arbeiten da auch inzwischen Praxen zusammen, denn das hat sich bewährt.

    Warum sollte man sich also den Befundbericht übers Bett nageln? Natürlich könnte man es immer noch tun, wenn man das möchte oder das braucht ... Theoretisch kann man sich den auch um den Hals hängen, wenn einem danach ist, aber letztlich ist es dann egal, woher der Bericht ist.

  2. #52
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    Ich werde mich mich nicht in eine dieser endlosen Wortklaubereien hineinziehen lassen, wie sie sich unter ADHS-Betroffenen so gern entwickeln, schon gar nicht, wenn sie OT sind.
    Zumal hier wirklich Wortklaubereien angefangen werden, nur um des Rechthabens willen und das ist weder im Sinne meiner Nerven, noch des Threads...

    Ich könnte Dein Posting jetzt Satz für Satz zerlegen und gegenargumentieren, werde mich aber, weil es ein wichtiger Punkt ist, auf einen beschränken (allein auch um zu zeigen, wie schön das unter besagte Wortklaubereien fällt, welche nur dem Zweck des Rechthabens dienen, sachlich aber hübsch aus dem Zusammenhang gebogen wurden):

    DaveR schreibt:
    Wenn schon Zitat,dann doch vollständig:

    (3) Ausübung von Psychotherapie im Sinne dieses Gesetzes ist jede mittels wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist. Im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung ist eine somatische Abklärung herbeizuführen. ( §1,Abs. 3, PsychThG )
    ......
    Also, wie man es dreht und wendet, ohne regieführenden Arzt kommt man nicht wirklich weiter. Schon gar nicht in dem Rahmen,den die gesetzlichen Krankenkassen vorgeben.
    Was Du versuchst hier anzudeuten, besonders unter der Hinzuziehung des Begriffs "regieführenden Arztes" ist, dass der Arzt die Diagnose des Psychologen validieren muss und die Fäden und die Verantwortung in der Hand hält und das ist falsch.

    Ich habe die Textstelle ganz bewusst nicht mitzitiert, da sie für die eigentliche Aussage, ob ein Psychologe eine Diagnose stellen darf, irrelevant ist.
    Der Satz besagt, dass somatische, also körperliche Erkrankungen auszuschließen sind.
    Damit handelt es sich um den Teil der Ausschlußdiagnostik.
    Der Arzt ist nicht dazu da, die eigentliche Diagnose einer psychischen Erkrankung zu bestätigen oder zu ihr zu widersprechen, sondern ist unterstützend/ ergänzend tätig.
    Er muss nicht mal wissen, um was für eine Diagnose es sich handelt und es muss sich auch nicht gezwungenermaßen um einen Facharzt für Psychiatrie oder einen im psychologischen/ psychiatrischen Bereich ausgebildeten Arzt handeln.
    Seine Aufgabe ist, körperliche Erkrankungen auszuschließen und das fällt in den Bereich der Differentialdignostik.
    Du wirst jetzt wieder wortklaubern wollen und sagen, dass er damit die eigentliche Diagnose kippen kann, aber auch das wäre nur zum Teil korrekt, denn der Psychologe kann dann immer noch entscheiden, ob der Symptomkomplex trotz einer somatischen Erkrankungen passt oder nicht, der Arzt jedoch nicht.
    Die Diagnose selbst stellt der Psychologe und der Arzt ist dabei nur unterstützend tätig, um den Bereich abzudecken, welchen der Psychologie ausbildungsseitig nicht abdecken kann.
    Regieführend ist der Arzt mitnichten, kein bisschen, nicht mal einen Funken.

    So wie Pilzi das auch schon bereits erläutert hat ...

    Das könnte ich jetzt munter so weiter machen, aber wie gesagt: Zeit- und Energieverschwendung, weil Wortklauberei um Nichts mit dem Ende, dass in diesem Thread nur noch zwei Teilnehmer diskutieren und der Rest schon längst gelangweilt den Thread verlassen hat und das sollten wir bitte vermeiden!!

    Der einzige Punkt, an dem ich tatsächlich nicht richtig lag, war der mit der Verschreibung durch den Hausarzt.
    Das wurde in der Tat geändert und das hatte ich vergessen.
    Wobei auch hier gilt:
    Das hat nichts mit der Diagnose zu tun und nach einer Erstverschreibung eines Facharztes kann und darf dann auch der Hausarzt die Verschreibung fortführen.

    Und jetzt bitte wieder zurück zum eigentlichen Thema.
    Ich habe mich hier eingeklinkt, um fachlich falsche Informationen zu korrigieren und nicht, um daraus eine eigene Endlosdiskussion entstehen zu lassen, welche den Thread zerrüttet.
    Sowas können wir in einem eigenen Thread oder über PN erledigen, was aber nicht passieren wird, denn wie gesagt, ich habe das schon zu oft miterlebt und es endet immer gleich und geht letztlich nur noch ums Rechthaben, nicht aber um Inhalte und dafür ist mir meine Zeit entschieden zu schade; da mag dann der Andere das letzte Wort haben und die Leser mögen aus den Informationen ihre eigenen Schlüsse ziehen.

    NACHTRAG (weil vergessen):
    DaveR schreibt:
    Mir fällt auf,dass ich es seltsam finde, dass in einem ADHS-Forum so heftig dagegen argumentiert wird, die Diagnose unter Einbeziehung eines Facharztes erstellen zu lassen.....https://adhs-chaoten.net/images/smilies/006.gif
    Ich argumentiere nicht dagegen, einen Facharzt hinzu zu ziehen, im Gegenteil, schon gar nicht in diesem Fall der Threaderstellerin.
    Mir ging es ausschließlich darum, fachliche Falschinformationen in bezug auf die Diagnosekompetenz von psychologischen Psychotherapeuten und Unsicherheiten in bezug auf die Begriffsbestimmungen zu korrigieren.
    Das stand nicht in Zusammenhang mit dem eigentlichen Thema, weshalb ich auch ausdrücklich geschrieben habe, dass mein Posting OT, also Off Topic ist und ausschließlich fachliche Korrekturen beinhaltet .
    Da sind wir wieder bei den Wortklaubereien....
    Niemand hat gesagt, dass man das nicht tun sollte.
    Mir ging es darum, Aussagen richtig zu stellen, die so nicht korrekt waren.



    Somit bin ich mit der aktiven Teilnahme aus diesem Thread dann auch erstmal wieder raus.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein
    Geändert von Fliegerlein ( 9.12.2015 um 14:34 Uhr) Grund: Nachtrag zugefügt / Fehlerkorrektur

  3. #53
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    DaveR schreibt:
    Fraglich ob der psych.Psychotherapeut diese Befunde auch kompetent bewerten kann.

    Aber sei es drum. Selbst wenn alles so funktioniert,was hat man davon?

    Einen Befundbericht den man sich zu Hause übers Bett hängt?

    Zur Weiterbehandlung wird man doch nen Arzt hinzuziehen müssen. (Aber so hat man wenigstens maximal Geld ausgegeben und Vewirrung gestiftet, dann wird bei der Behandlung sicher alles reibungslos klappen)


    Mir fällt auf,dass ich es seltsam finde, dass in einem ADHS-Forum so heftig dagegen argumentiert wird, die Diagnose unter Einbeziehung eines Facharztes erstellen zu lassen.....


    Ganz zum Schluss, um wieder zum eigentlichen Thema zu kommen:
    Die Themenstarterin beklagt, dass sie mit einer bereits bestehenden ärztlichen Diagnose unzufrieden ist.
    Wäre es da nicht sinnvoll, wenn eine Zweitdiagnose auch vom Facharzt käme?
    Wegen des zukünftigen Verlaufs und hinsichtlich der Gewichtung beider Diagnosen durch Ärzte auf die sie später im Leben noch treffen wird?
    Also meinen Befundbericht von einer der bekanntesten Unikliniken in D, von einem Facharzt der im Bereich ADHS in Bundesausschuss sitzt und mehrere international in anderen Studien zitierte Publikationen veröffentlicht hat (die Diagnose übrigens auch nur privat bezahlt/zahlt nämlich in dem Umfang gar nicht die Kasse), konnte ich mir streng genommen sogar in der gleichen Klinik in einer anderen Fachabteilung übers Bett hängen und verbrennen.
    Ob die schriftliche und noch so gut dokumentierte Diagnose anerkannt wird, hängt vom Betrachter und dessen Meinung zum Thema ADHS (und manchmal auch zum Arzt) ab. Es gab die Ärzte die mich verzückt ausfragten zu dem Arzt und nichts in Frage stellten, und die, die mir sagten das in der Klinik alles getan wird unter dem Deckmantel der Forschung, die stecken einem auch Elektroden ins Hirn, denen könne man sowieso nichts glauben....
    Da kann ich mich aufregen wie Rumpelstilzchen, eine Behandlung mit MPH gibt es von solchen Fachärzten dann nicht, betreffender hätte mir gern weiter ein Antidemetivum verschrieben, was er ja Jahrelang tat.

    Soviel zur tatsächlichen Qualifikation von Fachärzten in Bezug auf ADHS.

    Der Facharzt für Psychiatrie kann auch nicht alle somatischen Dinge deuten, deswegen musste meiner bei Unstimmigkeiten im EKG auch die Kardiologen konsultieren, das macht sogar mein HA, der FA für Innere Medizin ist. Wenn im Bericht zum EKG oder im Blutbild alles o.B. ist, dann kann/muss dem der psycholog. Psychotherapeut genauso trauen, wie der Facharzt für Psychiatrie.

    Ich argumentiere auch nicht GEGEN die Einbeziehung eines Facharztes, bin ja auch genau aus diesem Grund zu einem gegangen, ehrlich gesagt finde ich CN sogar ziemlich blöd, aber deswegen darf und kann sie trotzdem Diagnosen stellen, die rechtlich/ärztlich anerkannt werden können und sind.

  4. #54
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    Hallo zusammen!

    Vielen Dank für Eure ganzen Ausführungen.
    Mein Plan ist nun der folgenden:
    Zunächst lege ich einen Ordner für Anna an, dort werde ich alle bisherigen Untersuchungsergebnisse sammeln (dazu erstmal alle Befunde, u.a. die des Gehirn-CTs). Im Zuge der Erstdiagnose waren wir nämlich auch bei einem Facharzt für Radiologie, die Ergebnisse wurden dann Annas Hausarzt zugesandt (er hat die Überweisung zum Radiologen ausgestellt). Außerdem wurde bei Annas erstem Termin auch Blut entnommen (in der ADHS-Sprechstunde in der Uniklinik), wovon ich gerne die Ergebnisse hätte.

    Hat man darauf eigentlich einen Anspruch, also auf die Aushändigung von Befunden?
    Per Mail habe ich jetzt schon 2x nach der Aushändigung der Blutuntersuchungsergebnisse gefragt, jedoch nie eine Antwort bekommen (also schon eine Antwort auf die Mail, aber nicht auf die darin vorkommende Frage zum Bluttest - es wurde nämlich nie gesagt, wozu der eigentlich da war).

    Und danach geht's wohl zu C.N., ich kann auch gerne berichten, wie es dann rein organisatorisch weitergehen wird.
    Bin ja mal echt gespannt.

    Wie soll das ganze jemand, der ADHS hat, alleine hinbekommen?!

  5. #55
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    Sally24 schreibt:
    Wie soll das ganze jemand, der ADHS hat, alleine hinbekommen?!
    Ja, die Frage hätte ich (und vermutlich nicht nur ich) gerne auch beantwortet. Du magst nicht zufälligerweise vorbei kommen und mir bei der Anlage eines medizinischen Ordners helfen?
    Ich habe echt keinen Plan, nach was ich das wie ordnen soll und einfach nach dem Datum? Da finde ich ja auch nichts wieder ... *stöhn*


    Du hast als Patient das Recht, dir die Befunde zumindest in Kopie aushändigen zu lassen, musst aber ggf. für die Kosten aufkommen, die dabei entstehen. Vielleicht hatten sie nicht geantwortet darauf, weil du nicht der Patient bist und entsprechend keine Vollmacht vorliegt? - Das wäre zumindest eine Möglichkeit. Ist die Stelle sehr weit? Vielleicht kann da Anna mal anrufen und fragen, wann der Befund durch dich abgeholt werden kann, was du ggf. dafür brauchst und was für Kosten dabei entstehen. (Oder ihr lasst den letzten Teil unter den Tisch fallen und hofft das Beste. )

  6. #56
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    @ Sally 24: Eigentlich ist es hier im Forum so, dass Angehörige nur in den beiden speziellen Angehörigen Bereichen schreiben sollten. Das wusstest du sicher nicht als du deinen Thread hier eröffnet hast. Und für mich persönlich war das auch OK solange es sich dabei nur um die Diagnostik drehte.
    Jetzt sprichst du hier aber auch andere Dinge an insbesondere deine weitere Vorgehensweise, die mich als selber Betroffene triggert. Daher fände ich es gut, wenn du das in einem der beiden Angehörigen-Bereiche hier im Forum schreiben könntest.

    Per Mail habe ich jetzt schon 2x nach der Aushändigung der Blutuntersuchungsergebnisse gefragt, jedoch nie eine Antwort bekommen (also schon eine Antwort auf die Mail, aber nicht auf die darin vorkommende Frage zum Bluttest - es wurde nämlich nie gesagt, wozu der eigentlich da war).
    Da gilt die ärztliche Schweigepflicht. Dir darf der Arzt dazu gar keine Auskunft geben. Und eine Auskunft per Mail ist sowieso rechtlich ziemlich bedenklich auch wenn man selber der Patient ist, denn der Arzt kann nicht sicher gehen, wer die Mail tatsächlich geschrieben hat.

    Außerdem wurde bei Annas erstem Termin auch Blut entnommen (in der ADHS-Sprechstunde in der Uniklinik), wovon ich gerne die Ergebnisse hätte.

    Hat man darauf eigentlich einen Anspruch, also auf die Aushändigung von Befunden?
    Anna hat den Anspruch, du aber nicht. Das muss daher Anna klären.
    Ich weiß, dass das mit ADHS nicht so einfach ist, aber man kann das schaffen. Und ich finde es auch unglaublich wichtig für den eigenen Umgang mit der Erkrankung, dass man sich darum selber kümmert und sich auch selber damit beschäftigt.
    Aber genau das ist das Problem, das ich persönlich mit deinem Beitrag habe. Für mich liest sich das so als ob es dabei eher um dich und weniger um Anna geht und daher wäre dieser Beitrag im Angehörigen-Forum meiner Meinung nach besser aufgehoben.
    Nix für ungut.

  7. #57
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    Ich verstehe deine Bedenken sehr gut, aber manchmal wünschte ich mir schon jemanden, der mir dieses rein ausführende Organisatorische abnimmt und vielleicht ist es bei Anna ebenso. Das heisst ja nicht, dass man sich nicht mit der Krankheit beschäftigt, nur das ganze Drumherum überfordert einen unter Umständen masslos.


    Ich denke, auch das ist eine Überlegung wert und ich hoffe, das triggert dich jetzt nicht zu sehr. Das liegt nämlich nicht in meiner Absicht.

  8. #58
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    ChaosQueeny schreibt:
    Ich verstehe deine Bedenken sehr gut, aber manchmal wünschte ich mir schon jemanden, der mir dieses rein ausführende Organisatorische abnimmt und vielleicht ist es bei Anna ebenso. Das heisst ja nicht, dass man sich nicht mit der Krankheit beschäftigt, nur das ganze Drumherum überfordert einen unter Umständen masslos.
    Mich hat das ganze Drumherum damals bei der Diagnostik auch überfordert und ich hatte daher auch Unterstützung. Aber es war eine Unterstützung und meine Bekannte hat mir das nicht abgenommen, sondern sie hat mir geholfen, das vermeintliche Chaos zu ordnen. Geordnet habe ich es selber, sie stand mir helfend zur Seite.
    Auch als ADHSler kann man lernen mit solchen Dingen umzugehen. Und dazu gehört es eben auch, dass man sich diesem Gefühl der Überforderung stellt und schrittweise das Chaos angeht.
    Ich habe meine medizinischen Unterlagen selber geordnet, meine Bekannte hat mit mir zusammen eine Liste gemacht mit den Dingen, die ich dafür brauche. Die Termine für die Diagnostik habe ich selber vereinbart, meine Bekannte stand aber am Telefon neben mir und hat dafür gesorgt, dass ich das tatsächlich durchziehe. Sie hat mich auch nochmal an die Überweisung erinnert, die ich brauchte. Aber die Überweisung habe ich dann selber besorgt. Ebenso habe ich mich um alte Untersuchungsergebnisse und Arztbriefe selber gekümmert. Meine Bekannte hat das mit mir nur durchgesprochen, was ich noch alles brauche und wann und wie ich das am Besten erledige. Und sie hat dann nachgefragt, ob ich es tatsächlich erledigt habe.

    Wenn man als ADHSler solche Dinge bei Überforderung abgenommen bekommt, dann lernt man nicht damit umzugehen. Und die Überforderung wird nicht weniger. Im Gegenteil, ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die Überforderung immer größer werden kann und dass man sich dann immer weniger zutraut.
    Mir persönlich hilft wohldosierte Unterstützung mehr als wenn ich Dinge abgenommen bekomme.

  9. #59
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    Ich denke, da hast du durchaus recht, dass man durch manche Dinge vermutlich auch selbst durch muss, damit man sich verändern kann.


    Ich weiss nur, dass ich bei einer Sache zusammengebrochen bin, die auch aus Papierkram usw. bestand, auch wenn es auch jetzt nicht die Diagnostikvorbereitung usw. war. Ohne Hilfe wäre ich da zu gar nichts mehr fähig gewesen ... Gut, ich war es teilweise auch nicht mit Hilfe. Und daran musste ich eben denken ...

  10. #60
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Zweitmeinung nach fragwürdiger Erstdiagnose? (gesetzl. KV)

    ChaosQueeny schreibt:
    Vielleicht hatten sie nicht geantwortet darauf, weil du nicht der Patient bist und entsprechend keine Vollmacht vorliegt? - Das wäre zumindest eine Möglichkeit. Ist die Stelle sehr weit? Vielleicht kann da Anna mal anrufen und fragen, wann der Befund durch dich abgeholt werden kann, was du ggf. dafür brauchst und was für Kosten dabei entstehen. (Oder ihr lasst den letzten Teil unter den Tisch fallen und hofft das Beste. )
    Hallo ChaosQueeny!
    Da hilft wohl nur Hartnäckigkeit - die Mails kamen immer von Anna (weil es ihr schwer fällt, sowas anzupacken und zu formulieren, habe ich mitformuliert), tut mir leid, wenn ich hier so wirr schreibe, aber dadurch, dass ich viel bei der Orga helfe, kommt's mir manchmal so vor, als würde ich selbst nach den Ergebnissen verlangen.
    Vielleicht ist der Anruf aber die bessere Option als die Mail

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