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Diskutiere im Thema Was spricht für oder gegen Diagnose mit 55? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 101

    Was spricht für oder gegen Diagnose mit 55?

    Ich befasse mich zur Zeit mit Notwendigkeit Ja oder Nein im Hinblick auf Diagnose,

    Wenn ich nu fast 55 bin, und nicht mehr im allgemeinen Arbeitsprozess (wg. Selbständigkeit) und auch so - den Umständen entsprechend einigermassen zurecht komme - mit grosser Hilfe von meiner Frau!.

    Klar, auf alle Fälle ein sog. Leidensdruck ist da. Aber man lernt ja auch irgendwie mit jedem "Mist" zu leben. Eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, dass meine Probleme durch eine form ADS verursacht werden.

    Austausch und Erkenntnis tun da schon gut.

    Zu lesen, was andere z.B. sich als Erinnerungs- und Konzentrationshilfen nehmen, die Tatsache, dass man liest, dass man im Prinzip nicht allein ist. . . .

    Klar, die "Säule 'meine Frau'" ist nicht mehr so stabil.
    - bedingt durch ihre noch gravierende Krankheit, die sie innerhalb von 2 Jahren in den Rollstuhl gebracht hat, - steht diese "Säule" sozusagen auf wackeligen Beinen. Ich merke das auch, dass dies bei mir die ganze Problematik wieder mehr hochkommen lässt, . . . Ich will für meine Frau in ihrer Krankheit dasein (Das ganze Versorgungsprogramm) Unser Kleinbetrieb wird durch sie adminstrativ gemacht, etwas reduzierter als vorher und die Kundenbetreuung vor Ort durch sie beschränkt sich nur noch aufs Telefon. Das heisst, ich werde öfters von meiner Arbeit gestört (Entwurf und Handwerkliches), muss mich auf die Kundengespräche einlassen und krieg dann hinterher nicht mehr die Kurve zu der ARbeit, aus der ich unterbrochen worden bin. Meine Frau braucht mich dann auch nochmal hin und wieder für den ein oder anderen Handgriff. Da wir an einer Stelle wohnen und arbeiten, geht das.

    Mit dieser Aufmerksamkeitsstörung, die ich seit Kindheit mit mir rumschleppe, ist das natúrlich eine Megaaufgabe aber auch ein Megaverlust an Zeit. (Vielleicht wüirde manch ein Liebhaber von Herausforderungen seinen Spass dran haben . . . ich nicht wirklich . . .

    Das so zu der Situation, weshalb ich mich überhaupt mit einer Diagnose befasse, von der ich hoffe, dass sie mir in der Situation HELFEN könnte. Auf lange Zeit gesehen frage ich mich, ob ich es machen soll . . .

    Auf Medikamente bin ich nicht allzu sehr aus, das einzige, was ich in Erwagung zöge, wäre, ob mir Medis gelegentlich helfen kónnten, wenn ich sehr oft ausraste, eben weil ich unkonzentriert bin.

    Die Dauer der Wartezeiten sind ja nicht gerade für sich sprechend, und die Tatsache, dass ich immer wieder höre, dass ein Bestandteil von Diagnosen die familiäre "Anamnese" und die familiären Statements gefragt werden. Da, allerdings kann ich nicht allzuviel dazu beitragen. Hat jemand Erfahrung, wie das dann geht?

    Danke schon mal im voraus . . .

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.207

    AW: Was spricht für oder gegen Diagnose mit 55?

    Also ich habe gerade nicht viel Zeit, deshalb kann ich nicht ausführlich schreiben,
    aber ich finde es nicht verkehrt, eine Diagnose machen zu lassen, du hast ja keinen Zeitdruck, wenn
    du dich jetzt anmeldest, kannst du es immer noch überdenken. Und Medikamente musst du auch nur nehmen, wenn du willst.
    Für deine impusiven Ausraster findest du bestimmt andere Methoden. (z. B. tiefe Bauchatmung)

    Ich bin gerade 60 geworden, zum Glück schon immer wenig impulsiv und mit vielen Ressourcen, wie bei einer Untersuchung durch einen
    Psychologen vor 15 Jahren festgestellt wurde. Trotzdem - ich bin sicher - manches wäre in meinem Leben und dem meiner Familienmitglieder
    anders gelaufen - hätte ich schon früher mit der medikamentösen Therapie angefangen.

    Aber selbst wenn du keine Diagnose machen lässt, dadurch, dass man sich mit ADHS befasst, lernt man schon vieles für sich.

    Mein Sohn wurde in den Niederlanden getestet und das dauerte zwar etwas, auch wurden wir als Eltern befragt, aber das wird bei
    dir nicht nötig sein. Bist du in den Niederlanden krankenversichert oder fährst du immer nach Deutschland?

    LG Gretchen

  3. #3
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.779

    AW: Was spricht für oder gegen Diagnose mit 55?

    ich war 2 Mal zur Diagnose und es war kein Problem. Ich hab dann nachträglich meine Mutter gefragt, ob sie etwas anders sehen würde, aber vorher ging das auch ohne Familienanamnese. Klar, bei Kindern ist das sinnvoll, aber ich wollte mit Mitte 40 Auch nicht meine Mutter mit in die Praxis bringen.

    war aber alles kein Problem. Mach einen Termin und du wirst merken, was es dir bringt. Was hast du zu verlieren außer ein bisschen Zeit und Fahrtkosten ?

  4. #4
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.779

    AW: Was spricht für oder gegen Diagnose mit 55?

    Nachtrag: wenn du dennoch Medikamente haben möchstest, dann solltest du wissen, dass die Krankenkassen Medikamente (in Deutschland) nur zahlen, wenn die Symptome schon in der Kindheit vorlagen.
    und bei den Symtomen nicht geizen. M ein Arzt hat vor der Testung
    da ein, zwei Winke mit dem Zaunpfahl bei mir hinterlassen. ich hab dann meine Symptome, an die ich mich eigentlich so richtig erst in der Pubertät erinnern kann einfach ein bisschen jünger geschildert und ein bisschen dramatisiert, denn letztendlich geht es um deine persönlichen Einschätzungen und Erinnerungen bzw Infos von dir.

    ich hab, wie schon beschrieben, 2 Tests in 2 verschiedenen Praxen gemacht und beide waren völlig unterschiedlich

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 405

    AW: Was spricht für oder gegen Diagnose mit 55?

    Was spricht gegen eine Diagnose mit 55?

    Nichts!


    Und dafür?

    Vieles! Endlich Gewissheit zu haben zum Beispiel.


    Die familiäre Anamnese kann sich auch darauf beschränken "welche Auffälligkeiten gibt / gab es in Ihrer Familie, hat / hatte ein Eltern / Geschwisterteil / Kind ähnliche Symptome, Schwierigkeiten?".

    Das ist wie mit der Sichtung von Schulzeugnissen: Das kann manchmal viel hergeben (manchmal aber auch gar nichts!). Wenn es die jetzt aber nicht mehr existieren, sollte das auch keine Katastrophe sein. Manche Diagnostiker fragen gar nicht danach.

    Der Schwerpunkt sollte immer das Interview und die Erfahrung des Diagnostikers sein. Alles andere (Testergebnisse, Fragebögen, Schulzeugnisse, Statements von Eltern etc.) sind allenfalls Hilfen für die Diagnose. Können manchmal sogar fehlleitend sein (z.B. Konzentrationstest). Eine Einschätzung deiner Frau als aktuelle Fremdeinschätzung könnte aber z.B. hilfreich sein. Dafür gibt es Fragebögen, oder sie wird in die Diagnose eingebunden, oder du berichtest einfach nur was sie dir so spiegelt.


    Würdest du die Diagnose denn in D oder NL machen lassen?

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 101

    AW: Was spricht für oder gegen Diagnose mit 55?

    @Gretchen,

    Klar, im Prinzip hast Du recht, mich jagt ansich keiner (ausser ich mich vielleicht selbst).

    Und das Befassen mit ADS lässt einen vieles Vergangene in einem anderen Licht sehen.
    Für mich ist wesentlich, dass ich glaubich mehr Nachsicht mit mir úbe (und natürlich die anderen 'Missstände' aus eigenem Wunsch und Willen heraus versuche zum Teil abzuarbeiten bzw. zu lernen, damit umzugehen, aber eben nicht mit dem Dolch im Rücken, dass alles andere einen zu einem unakzeptablen schlechten Menschen macht)

    Zu Deiner Frage: ob Niederlande oder Deutschland: Ich wohne so im Grenzgebiet und bin zwar in NL Krankenversichert, dass ich alternativ beide Länder in Anspruch nehmen kann.
    (Ein bisschen Europa ham wir denn doch noch . . .)

    Wenn mich nicht alles täuscht sind die NL was ADS (hier ADD) betrifft (aber z.B. auch Autismus uind Asperger) wesentlich weiter in ihren Erkenntnissen.
    Dem entgegen steht, dass ich zwar für den Hausgebrauch Niederlandisch spreche, aber glaube, dass es bei Psychotherapie oder ähnliches sprachlich so ans Eingemachte geht, dass ich vielleicht doch die deutschsprachige Variante bevorzuge. Ich steh aber noch so am Anfang, dass ich mcih erstmal schlau machen muss.

    Dein Sohn weiss aber nicht mehr?! oder Doch. Dann würd ich mich sehr über Infos freuen. . .

    LG
    cleric

  7. #7
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.207

    AW: Was spricht für oder gegen Diagnose mit 55?

    http://www.ggzingeest.nl/ce-themapag...olwassenen.pdf

    Hallo cleric,

    mein Sohn ist 2010 nach Deutschland zurück gekehrt.
    Diagnose hat er in NL bekommen, allerdings hatte er natürlich den Brief vom Kinderarzt noch
    in der Tasche.

    Ich habe mal ein bisschen im WWW geguckt, aber nicht mal den Namen der NL-Selbsthilfegruppe gefunden.
    Damals habe ich, als mein Sohn in NL umgezogen ist, problemlos im Internet einen neuen Arzt gefunden.

    Kannst du diesen Folder lesen?
    Oder wenn du eine Diagnostik in Deutschland anstrebst - hier nach Adressen fragen (Aachen?)

    Du kannst auch angucken, ob in deiner Gegend eine Selbsthilfegruppe für Erwachsene ist bei

    www.adhs-deutschland.de

    Dort gibt es auch eine Telefonberatung, und die Damen (überwiegend) kennen in der Regel auch
    Anlaufstellen für Erwachsene, denn viele sind schon lange Jahre dabei.

    Aber mach dich nicht verrückt!

    Gute Nacht
    Gretchen

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 101

    AW: Was spricht für oder gegen Diagnose mit 55?

    Danke, Gretchen,

    Die pdf kann ich lesen - wenn ich denn bis zum Ende komme :-) ...

    Aber keine Angst , verrückt mache ich mich nicht, ich suche und guck noch in aller Ruhe

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Was spricht für oder gegen Diagnose mit 55?

    Warum soll man sich im Leben rumquälen wenn man doch die Chance hat, dass einem ein Teil der Qualen genommen wird. Nur weil man jetzt mit den Qualen umgehen kann, weil man es halt nicht anders kennt, sollte man trotzdem darauf aus sein, die Lebensqualität zu verbessern. Und die Chancen scheinen ja da zu sein.

  10. #10
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.779

    AW: Was spricht für oder gegen Diagnose mit 55?

    Mir hat es schon viel gebracht, dass das Kind einen (anerkannten) Namen hat.

    und ich hab ich nochmal selbst neu "bestimmt" und vieles über mich gelernt, zumal es für vieles in meinem Leben plötzlich eine Erklärung gab

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