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Diskutiere im Thema Sozialphobie ohne(?) Angst? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #21
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 405

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    Rina Oka schreibt:
    Sozialphobiker können Meister der Vermeidung sein - dh. sie verspüren tatsächlich keine Ängste, aber die meiden dabei auch komplett die Situationen, wo die Ängste auftreten...
    Rina Oka schreibt:
    Dabei äußern sich meine Ängste auch nicht unbedingt als Angst, sondern tarnen sich auch mehr als Unlust.
    Rina Oka schreibt:
    Aber es tritt nicht als Angst auf, dass mich ein Nachbar in meinen Gammelklamotten sieht und über mich schlecht denkt oder sich lustig macht, sondern ich fühle mich zu erschöpft, um den Müll herauszubringen...
    (Hervorhebungen durch mich)


    Das macht sehr viel Sinn, so habe ich das (als ebenfalls Betroffener) noch nie gesehen!

    Danke für diese Denkanstöße! Jetzt bin ich nachdenklich...
    Geändert von /dev/random ( 3.11.2015 um 14:20 Uhr)

  2. #22
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 132

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    Ich hatte das Thema mit meiner Psychologin auch.
    Ich wohne in Berlin. Das Streckennetz ist die Hölle. Wenn man als ADHSler keine Reize filtern kann, dreht man durch. Das ging soweit das ich nur noch Auto gefahren bin. Mein kleiner privater Raum wo keiner ist außer mir.

    Das ging natürlich ins Geld.
    Mittlerweile komme ich dank Kopfhörern Muskel Entspannung und Atemtechnik ganz passabel durch die Rush Hour.

    Ich denke, dass gerade ADHSler Probleme mit MenschenAnsammlungen haben. Es sind einfach zu viele Reize.

  3. #23
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    Also: Die Diagnose "Sozialphobie" steht jetzt auch fest. Dank eurer Denkanstöße konnte ich die Zweifel auch so weit zur Seite schieben und die Diagnose akzeptieren. Möglich, dass da auf emotionaler Ebene noch einiges passiert, was vielleicht "sekundär" dazu kommt (Coping Strategien z.B.) und dass es Interaktionen mit anderen Problemen geben kann, aber nun kann ich immerhin den Themenkomplex "Soziales" angehen und hoffentlich neue, bessere Strategien erlernen. Soweit so gut.

    Allerdings hat meine Therapeutin auch gesagt, dass meine Grundschulzeugnisse und mein Fragebogen zu meiner Kindheit nicht genügend Anhaltspunkte geben, um die Diagnose "ADS" zu stellen. Das hatte ich mir ja ohnehin schon gedacht, immerhin war das Leben damals ja auch noch so schön einfach. Meine Mutter war noch nicht wieder arbeiten und ich hatte von morgens bis Abends Struktur. Ich hatte versucht, zu erklären, dass ich durchaus die Möglichkeit einer Maskierung möglicher Symptome sehen würde, aber als ich merkte, dass sie mich so verstand, als würde ich sie umstimmen wollen, mir doch die Diagnose zu geben, habe ich resigniert. Natürlich soll sie mir keine Diagnose aufgrund meiner (schwammigen) Erinnerungen an meine Kindheit und meine lobenden Grundschulzeugnisse geben! Das wäre ja wirklich unverantwortlich! Aber irgendwie hatte ich gehofft, es würde danach weiter gehen...?
    Sie meinte jedenfalls, ich bräuchte ja auch gar nicht eine vollumfängliche Diagnose um eine Verhaltenstherapie zu machen. Die Probleme ließen sich ja auch an sich beschreiben und angehen. Und ok, mir wäre es erst einmal ohnehin recht, wenn die Sozialphobie vorerst im Vordergrund steht, immerhin nützt auch mehr "Fleiß" nicht, wenn ich nicht netzwerken und für mich einstehen kann. Viel meiner Prokrastination mag ja außerdem auch(!) soziophobes Vermeidungsverhalten sein.

    Hat meine Therapeutin da eurer Meinung nach recht? Also, dass selbst wenn eine ADS vorliegen sollte, diese keinen wirklichen Einfluss auf die Therapie hätte? Oder sollte das besser abgeklärt werden, weil ADSler anders "angepackt" werden müssen?

    Ein wenig fühle ich mich ja doch verunsichert. Ich hatte mich in der ADS-Symptomatik so gut wieder erkannt! Ich dachte, ich könnte endlich das Label "faul" hinter mich lassen und anfangen, meine Schwächen zu akzeptieren. Ich meine: Alle Menschen haben Gehirne, die ihnen manches besser und manches weniger ermöglichen und eigentlich sollte man keine Diagnose brauchen, um sich mit seinen Problemen akzeptieren zu können, aber irgendwie ist es dann ja doch schwieriger, dem "Reiß dich einfach mal zusammen!" etwas entgegen zu setzen.

  4. #24
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 405

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    Jackdaw schreibt:
    Allerdings hat meine Therapeutin auch gesagt, dass meine Grundschulzeugnisse und mein Fragebogen zu meiner Kindheit nicht genügend Anhaltspunkte geben, um die Diagnose "ADS" zu stellen. Das hatte ich mir ja ohnehin schon gedacht, immerhin war das Leben damals ja auch noch so schön einfach.
    Es gibt das schon oft, dass ADHS-Symptome in der Kindheit noch gut kompensiert werden konnten, da - wie du so schön schreibst - das Leben ja noch "so einfach war" und sich dann erst bei Wegfall der stabilisierende Strukturen (z.B. Auszug von zuhause) massiv zeigen. Aber auch in diesen Fällen wird der Diagnostiker in der Regel den gewissen "roten Faden" auch in der Kindheit finden können. Nur die Schulzeugnisse passen z.B. scheinbar nicht ins Bild (weil vermeintlich "zu gut").

    Es ist nun so, dass die Diagnosekriterien, die in Deutschland zumindest für eine medikamentöse Therapie vorgeschrieben sind, fordern, dass das ADHS schon in der Kindheit und Jugend "verhaltensbestimmend" war.

    Dabei kommt es aber eben nicht zwingend auf den Inhalt der Schulzeugnisse oder das Ergebnis bei einem Fragebogen an. Diese sollten eher Hilfsmittel für den Diagnostiker sein, aber nicht alleine ausschlaggebend. Denn genau solche Fälle (wie in der Kindheit noch gut kompensiertes ADHS) werden von den standardisierten Bögen eben nicht erfasst, sondern können nur durch den Diagnostiker aufgrund Erfahrung im Interview beurteilt werden. Entscheidend ist - wie gesagt - der gewisse "rote Faden" durch das Leben.

    Mit "Diagnostiker" meine ich jetzt eine Fachperson, die schwerpunktmäßig mit der Diagnosestellung bei ADHS befasst ist, also einen großen Erfahrungsschatz aus vielen Fällen hat.


    Jackdaw schreibt:
    Sie meinte jedenfalls, ich bräuchte ja auch gar nicht eine vollumfängliche Diagnose um eine Verhaltenstherapie zu machen. Die Probleme ließen sich ja auch an sich beschreiben und angehen.
    Jackdaw schreibt:
    Hat meine Therapeutin da eurer Meinung nach recht? Also, dass selbst wenn eine ADS vorliegen sollte, diese keinen wirklichen Einfluss auf die Therapie hätte?
    Im Prinzip hat deine Therapeutin da absolut recht.

    Es gibt aktuell noch keinen wissenschaftlichen Konsens, welche Psychotherapie-Konzepte bei ADHS am sinnvollsten sind (außer Coaching-Ansätze vielleicht, was aber keine klassische Psychotherapie ist). Vielmehr wird gute Psychotherapie immer sehr individuell auf die jeweiligen Schwierigkeiten des Betroffenen abstellen.

    Entscheidend ist, dass deine Therapeutin das Thema ADHS auf dem Schirm hat. Dann wird sie an bestimmten Stellen ihre therapeutischen Interventionen automatisch anders wählen (das "anders Anpacken", wie du es nanntest), wenn sie da zumindest verdachtsdiagnostisch jedenfalls eine gewisse Tendenz Richtung ADHS siehst.


    Letztlich darf man aber nicht vergessen dass man die akuten (!) Symptome von ADHS fast identisch auch bei einer Reihe anderer psychischer Störungen findet, was viel Feingefühl in der Diagnostik erfordert. Weswegen diese immer einen "biographischeren" Blickwinkel haben sollte, der sich nicht auf die aktuellen Symptome beschränkt.

    Und auch bei ADHS gibt es natürlich unterschiedlich schwere Ausprägungen. Manch schwache Ausprägungen schrammen vielleicht gerade so "an den Diagnosekriterien vorbei". Dann ist vielleicht aber auch jedenfalls keine medikamentöse Therapie erforderlich.

    In der Verhaltenstherapie wiederum sollte es sowieso mehr um das Individuum gehen, das da sitzt, mit seinen aktuellen Nöten und Problemen und Besonderheiten, weniger um Diagnosen (die es natürlich in gewissem Rahmen auch braucht). "Korrekte" Diagnosen aber sind nur in der Medikamententherapie eine absolute Notwendigkeit.
    Geändert von /dev/random ( 4.11.2015 um 12:30 Uhr)

  5. #25
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 101

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    /dev/random schreibt:
    Ich hätte immer noch 1x das erwähnte Buch "ADS - Das kreative Chaos" von Walter Beerwerth zu verschenken .

    Vanille, Jackdaw? Interesse?
    Steht das Buch immer noch bei Dir im Regal (oder wo auch immer ? ;-) )

    Dann würd ich mich gerne bis zu den PN-Funktionen dieses Forums "durchwühlen"
    denn, wenngleich ich mich hier noch nicht beteiligt habe, finde ich das Thema riesig interessant und es betrifft mich ziemlich stark.
    Leider finde ich immer nicht die Ruhe und Geduld, mich durch all die Kommentare durchzulesen, online ist Lesen ja NOCH schwieriger.

    Aber wie dem auch sei. Ich kenne Ängste, die in Richtung Sozialphobie gehen, meide Telefonate,
    uberlege stundenlang an Brief- und Emailformulierungen, wenn"s über Smalltalk und Informationen hinausgeht

    Und das schlimmste ist wohl, dass ich gerade Menschen, die ich kenne ausweiche (wenn da jemand meinen Weg kreuzt in einem Geschäft, bin ich sicherlich hinter dem Nächsten Regal verschwunden) . . .

  6. #26
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    Jackdaw schreibt:
    Interessanter ist, wie ich meine Körperhaltung bewusst steuern kann..
    Das bedeutet für mich, dass das Thema längst nicht durch ist. Du willst bewusst die Kontrolle über deinen Körper in Situationen übernehmen, die eigentlich im Autopilot laufen (ganz flach gesagt). Und damit ist am Ende die Angst (Phobie) immer noch die Dirigentin m.E.

  7. #27
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    Jackdaw schreibt:
    Also: Die Diagnose "Sozialphobie" steht jetzt auch fest
    uuups, erst jetzt gelesen

    Bez der ADHS-Diagnose würde ich eine zweite Meinung einholen.

    Die VT kann dir ggf so oder so gut tun, weil sie eben an den sichtbaren Verhaltensweisen arbeitet, erstmal unabhängig davon, woher sie kommen. Allerdings steuert die ADHS das Verhalten auf eine bestimmte Art und Weise (sehr vereinfacht ausgedrückt), so dass der Therapeut von der Verdachtsdiagnose wissen sollte um sie ggf berücksichtigen zu können.

  8. #28
    DaveR

    Gast

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    Hi!

    ok,ich habs erst ein paar mal lesen müssen. Gehts noch?

    zu:
    "Hat meine Therapeutin da eurer Meinung nach recht? Also, dass selbst wenn eine ADS vorliegen sollte, diese keinen wirklichen Einfluss auf die Therapie hätte? Oder sollte das besser abgeklärt werden, weil ADSler anders "angepackt" werden müssen?"

    Das legt einen Therapeutenwechsel nahe!!!

    Weil: wenn ihre Fragebögen kein eindeutiges Ergebnis liefern könnte sie der Sache auf den Grund gehen und Dir z.B. Dir einen Besuch in ner ADHS Ambulanz nahelegen, dass ist umfangreich und aussagekräftig.
    Oder es kann ihr egal sein,weil sie ihre Kohle sowieso bekommt und der Rest sie nicht kümmert.
    Wenn eineTherapeutin aber zu unfähig oder zu uninteressiert ist BRAUCHST DU SIE NICHT.

    Ich hab das ganze Studium mit heftigen "soziophoben" Problemen gekämpft und danach im Job (nein in den Jobs, es waren bisher 7), es war fürchterlich.
    Fast ein Dutzend Psychologen und Psychiater (die selbsternannten "Fachpersonen" lass ich jetzt mal weg) haben an mir rumdilettiert, jeweils mit deren Standard-Idee als sogenanntes Therapiekonzept, jeweils ohne Erfolg, immer sehr leidvoll (für mich,für die nie - bloß lukrativ)

    Seit einiger Zeit steht die ADHS-Diagnose plus Medikation und siehe da....plötzlich ist alles anders.(Unglaublich,das Ursache-Wirkungsprinzip funktioniert...)

    Bitte..erspar Du Dir das.

    Such Dir jemanden,der / die erstmal abklärt,was los ist und dann behandelt. Zum Test in die ADH-Ambulanz kann Dich auch Dein Hausarzt schicken,wenn es Dir wichtig ist. Danach bist Du auf jeden Fall schlauer. (Wenn definitiv kein ADHS kann man besser verstehen was es sonst sein könnte und wenn Dein ADHS Verdacht sich bestätigt möchtest Du vielleicht ja auch Medis in Betracht ziehen.)

    Aber ich hab noch ne Frage an Dich. Hattest Du bisher den Eindruck,dass Deine Therapeutin kompetent+strukturiert ist und den Durchblick hat,oder kommt es Dir so vor,als wäre sie generell mit Deinem Anliegen überfordert?
    Geändert von DaveR (23.11.2015 um 14:08 Uhr)

  9. #29
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    Ui, da sind ja doch noch Meinungen dazu gekommen. Danke euch!

    Das mit der ADHS-Abklärung hat sich nun noch weiter verkompliziert. Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion, vermutlich eine Hashi (das wird sich nach der Hormon-Einstellung zeigen) und bis die nicht kompensiert ist, hat sich das Thema eh vorerst gehabt. Wegen der großen Überschneidungen mit ADHS bin ich natürlich selbst gespannt, ob sich meine Konzentrationslosigkeit/Ordnungsmangel/Unstrukturiertheit und Unmotiviertheit legen wird, wenn ich die richtige Dosis Thyroxin einnehme. Falls nicht, werde ich aber auf jeden Fall zu einer ADHS-Ambulanz gehen, einfach, weil ich es wissen will und damit ich bessere Chancen habe, diese Probleme anzugehen, bevor sie mich in meinem Job nachhaltig behindern.

    DaveR schreibt:
    Aber ich hab noch ne Frage an Dich. Hattest Du bisher den Eindruck,dass Deine Therapeutin kompetent+strukturiert ist und den Durchblick hat,oder kommt es Dir so vor,als wäre sie generell mit Deinem Anliegen überfordert?
    Es ist ja mein erster Kontakt mit einer Therapie, daher fällt es mir nicht leicht, dies einzuschätzen. Bisher kommt sie mir im Allgemeinen kompetent und vor allen Dingen offen vor, aber sicherlich auch noch nicht so ganz erfahren. Ich schätze daran, dass sie sich daher Mühe gibt und mir ihre Sicht entsprechend auch nicht dominant aufzwingt. Aber ich weiß definitiv nicht, wie sie damit umgehen würde, wenn ihre Therapie-Ansätze bei mir nicht fruchten sollten und wie individuell sie auf mich eingehen wird. Ich fürchte, das werde ich auch einfach heraus finden müssen.

  10. #30
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.968

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    Rina Oka:

    Wenn deine Gammelklamotten nur halbwegs so aussehen wie meine, dann wäre es aber normal, mit diesen nicht vor die Tür zu gehen und sich erst einmal umzuziehen. Ich habe allerdings keine Ahnung, woher die ganzen Löcher kommen.


    /dev/random schreibt:
    Und auch bei ADHS gibt es natürlich unterschiedlich schwere Ausprägungen. Manch schwache Ausprägungen schrammen vielleicht gerade so "an den Diagnosekriterien vorbei". Dann ist vielleicht aber auch jedenfalls keine medikamentöse Therapie erforderlich.
    Vielleicht aber auch jedenfalls?

    Das kann aber auch anders sein. Es kommt immer darauf an, wo die Ausprägung am stärksten ist, die dann den Leidensdruck bewirkt. In manchen Bereichen scheint es deutlich von Vorteil zu sein auch dann eine medikamentöse Therapie zu starten.


    Jackdaw:

    Das es anschliessen, wie ein "Überredung" klingt, habe ich auch mit gemacht. Dabei ist es viel eher so, dass einem bei der Erklärung dazu noch einiges einfällt, was man dann doch gerade rücken möchte. Ich habe es dann allerdings auch aufgegeben. Du bist damit also nicht ganz so alleine. Es hilft zwar nicht, aber vielleicht tröstet es etwas.

    Eine Zweitmeinung ist jedoch immer noch möglich. Vielleicht ist es aber - wenn es erst einmal so geht - nicht die schlechteste Idee, erst einmal die Therapie zu starten und zu sehen, ob und ggf. was sich da überlappt um dann unbelasteter in die nächste Testung zu gehen? Bis dahin könntest du dich auch weiterhin mit deinem ganz persönlichem AD(H)S auseinandersetzen und sehen, wo noch genauer die Probleme bei dir sind und bei der nächsten Testung viel differenzierter und genauer Antworten. Frei nach: Wissen ist Macht. - Das ist aber nur so eine Idee.

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