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Diskutiere im Thema Sozialphobie ohne(?) Angst? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 405

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    Ich würde an dieser Stelle wieder Walter Beerwerth's Buch "ADS - das kreative Chaos" empfehlen.

    Darin werden interessante Annahmen aufgestellt, welche Funktion Angst (und andere "überschäumende" Gefühle) bei ADHS haben könnten. Ist nochmal ein ganz interessanter, eher unorthodoxer Blickwinkel, hat für mich aber viel Sinn ergeben.

    Gerade bei möglichem ADHS muss man meines Erachtens diese ganzen Themen (Angst, Depression ... also die sogenannten "Komorbiditäten", die aber nach Ansicht des Autors gar keine im engeren Sinne sind, sondern nur andere Gesichter des ADHS) nochmal ganz anders sehen als üblicherweise. Und Beerwerth entwickelt da interessante Thesen.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    Danke für die Empfehlung, werde gleich mal nachsehen ob es das bei uns in der Bib gibt.

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 405

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    Wenn nicht - ist vergleichsweise günstig (9,99€ in D)..


    PS:

    Ich habs doppelt und würde es dir des guten Karmas wegen auch verschenken, wenns die Bib nicht hat.

    Dann einfach PN schreiben..
    Geändert von /dev/random (31.10.2015 um 23:52 Uhr)

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    In der Bib gibt es das Buch nicht, aber gebraucht bei Amazon für 2,90 €.

    Dein Angebot ist urlieb, aber dann musst du ja das Porto nach Österreich zahlen, willst du wirklich so viel gutes Karma

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 405

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    So viel ist das Porto auch wieder nicht .

    Also wie gesagt - Angebot steht, bei Interesse PN.

    Wenns dir ein arg schlechtes Gewissen machen würde könntest du die 3€ fürs Porto bei nächster Gelegenheit in irgendeine Spendenbüchse werfen - damit könnte ich gut leben.
    Geändert von /dev/random ( 1.11.2015 um 02:02 Uhr)

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    Dann sollte ich wohl doch auch mal einen Blick in "das kreative Chaos" werfen...

    @ChaosQueeny und Vanille: Genau, ich kann mich in dem meisten Fällen überwinden und dann ist die Angst wie weggeblasen. Ähnlich fühlt es sich an, wenn eine Befürchtung ganz anderer Art, vor der ich viel Angst hatte, eintrifft und ich mit einem Schlag in dem „Tja, das ist dann jetzt wohl so“-Modus bin: Ich werde mit einem Mal ganz ruhig. Daher halt meine Idee, dass ich keine Angst habe, mich zu blamieren oder etwas in der Art, sondern vor sozialer Überforderung. Wenn die sozial herausfordernde Situation eingetroffen ist, muss ich es halt ertragen. Wenn man es vermeiden kann, muss man es nicht

    Andererseits habe ich die letzte Woche weiter drüber nachgedacht, und... ich bin tatsächlich extrem einfach zu kränken und schnappe Gefühle von Anderen unmittelbar auf. Im Supermarkt versuche ich, nie im Weg zu stehen. Ich bin ja so schon gestresst, würde mich da jemand anpampen, weil ich nicht sofort zur Seite gesprungen bin, wäre meine Laune auf Stunden in den Keller. Alle meine Interaktionen (mit nicht-Vertrauenspersonen) müssen also reibungslos verlaufen, sonst kommt vielleicht eine fremde Stimmung grummeliger Art dazwischen und überschreibt meine. Das kann mich sogar furchtbar wütend machen! Dass das unfair ist, weiß ich selbst und ich fühle mich dann auch schlecht. Besonders schlimm ist es bei Autoritätspersonen. Das Gefühl, von jemanden abhängig zu sein, der oder die unkontrollierbare Launen hat und mir nicht ständig signalisiert, mir wohlgesonnen zu sein, ist schon ein steter Tropfen...aus Säure.

    Vielleicht fühlt es sich so an, wenn eine Sozialphobie besser geworden ist, aber das Verhalten noch nicht ganz mithalten kann, das Vertrauen in die verbesserten sozialen Fähigkeiten noch hinterher hinkt und man allgemein viel höhere Angst-Level kennt und daher moderate Angst als solche nicht erkennt. Vielleicht fühlt es sich aber auch so an, wenn man eine Sozialphobie (weitestgehend) überwunden hat, aber im Kern trotzdem ein schüchterner Mensch ist und man sich daher mit dem erlernten Vermeidungsverhalten einfach sicherer fühlt. Vielleicht ist das aber auch Haarspalterei...

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    Also das hört sich für mich Alles sehr bekannt an.

    Schlechte Laune von anderen, ein blödes Wort, kann mich total fertig machen und hinterlässt bei mir ein ganz ungutes Gefühl.
    Und das teilweise auf echt lange Zeit, manchmal kommt es vor, dass die anderen auch nicht mal wirklich gemerkt haben, dass es einen unguten Zwischenfall gab, ich weiß nicht ob sie das verdrängen oder ob sie es einfach wirklich nicht so empfinden, aber mir kann so was ewig nachhängen...und so ungute Gefühle führen dann auch weider zu Vermeidungssituationen.

    Ich war ganz lange Zeit aber kein schüchterner Mensch oder habs zumindest nicht so empfunden. In Gegenwart von Menschen, bei denen ich mich wohl fühle kann ich nämlich so richtig aufdrehen, habe auch kein Problem dann mal der Clown zu sein oder im Mittelpunkt zu stehen.
    Aber bei Menschen, die ich noch nicht gut kenne, ist das im Moment ganz ganz anders. Da bin ich voll das Mäuschen und geh vielen Kontakten aus Angst aus dem Weg.
    Und das hat im Bezug auf die Uni schon auch was damit zu tun, dass ich Angst habe, zu versagen oder als blöd und unwissend da zu stehen.
    Da ist/war es teilwesie so schlim, dass ich mich nicht hintraue, weil ich Schiss vor Gruppenarbeiten habe.

    Liebe Grüße
    Vanille

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 405

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    Ich hätte immer noch 1x das erwähnte Buch "ADS - Das kreative Chaos" von Walter Beerwerth zu verschenken .

    Vanille, Jackdaw? Interesse?

  9. #19
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    Zum Thema Angst und Sozialphobie - das gilt eigentlich auch für andere Phobien, glaube ich - Sozialphobiker können Meister der Vermeidung sein - dh. sie verspüren tatsächlich keine Ängste, aber die meiden dabei auch komplett die Situationen, wo die Ängste auftreten... also Sozialphobiker hat man halt das Pech, dass man sozialen Situationen nur schwer umgehen kann. Z.B. bei Flugangst kann man relativ leicht die angstauslösende Situation meiden.

    Ich habe auch die Diagnose Sozialphobie. Und es geht mir eigentlich genauso wie Dir - das Problem ist vor allem das davor, dass ich mir dann ausmale, was schief gehen könnte, das ich eine komischen Eindruck machen könnte usw. In der Situation selber lenkt mich das Treffen ab... überhaupt scheint das Problem mehr zu sein, dass ich zuviel Zeit habe, wo ich alleine bin und grübeln kann.. sobald jemand anders mit im Raum ist, verschwinden die ganzen Grübelgedanken sofort... ausser derjenige ist einer der Auslöser zum grüblen.

    Dabei äußern sich meine Ängste auch nicht unbedingt als Angst, sondern tarnen sich auch mehr als Unlust. Also z.B. Müll herausbringen... da habe ich schon den Müllschlucker auf meiner Etage.. und trotzdem ist es mir noch zu anstregend.. denn ich kann nicht einfach so rausgehen wie ich bin, sondern muß erst schauen, ob ich vernünftig angezogen bin.. falls mir ein Nachbar über den weg läuft... und mit meinen geringen Selbstwertgefühl und das Gefühl häßlich zu sein, schraube ich die Anforderungen nach oben, ab wann ich vernünftig angezogen bin.... Und so wird das Müllrausbringen für mich anstrengend... ich muß die Gedanken nieder kämpfen, dass ich nicht vernünftig angezogen bin, was ein Nachbar denken könnte, wenn er mich sieht usw.

    Aber es tritt nicht als Angst auf, dass mich ein Nachbar in meinen Gammelklamotten sieht und über mich schlecht denkt oder sich lustig macht, sondern ich fühle mich zu erschöpft, um den Müll herauszubringen...

    Wenn ich dann aber den Gedanken niederkämpfen konnte, dass es ja überhaupt nicht so schlimm ist, wenn mich ein Nachbar in Gammelklmotten sieht, konnte ich auch ohne Probleme den Müll herausbringen.



    Überhaupt hänge meine Ängste stark von meiner inneren Bewertung einer Situation ab bzw. die Bewertung (und mehr "was ich denke, was der andere über mich") der Teilnehmenden ab.. so können in extrem Fall meine Ängste so stark sein, dass ich überhaupt kein Wort herausbekomme und anderseits können sie wiederum fast komplett verschwunden sein. Z.B. Vortag halten, wenn Professor oder Chef dabei sitzt ganz schlimm, vor Chaoten/Selbsthilfegruppen oder VHS-Umfeld - kein Problem, es macht mir sogar Spaß (genau genommen hängt das Auftreten der Ängste davon ab , wie gut ich mich vorbereitet habe..)

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Sozialphobie ohne(?) Angst?

    Rina Oka schreibt:
    Ich habe auch die Diagnose Sozialphobie. Und es geht mir eigentlich genauso wie Dir - [...]
    Wow, das war erhellend! Danke schön! Ich habe mich vielleicht zu sehr davon verunsichern lassen, dass ja auch meine Therapeutin verwirrt war von meiner Selbstauskunft, kaum oder wenig Angst zu empfinden. Entsprechend hilft die Selbstauskunft einer Betroffenen natürlich gewaltig!

    Gerade auch deine Schilderung des Kampfes um das Müll heraus bringen kam mir doch arg bekannt vor!

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