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Diskutiere im Thema Wie war das nach eurer Diagnose.... (Verschlimmerung?) im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 67

    Wie war das nach eurer Diagnose.... (Verschlimmerung?)

    Hallo ihr lieben Chaoten,

    ich habe vor einigen Monaten die Diagnose bekommen. Anfänglich ist noch alles so geblieben, wie gehabt. In der Zeit habe ich die Diagnose aber auch irgendwie ignoriert. Seit einigen Wochen setze ich mich nun vermehrt mit ADHS auseinander. Und seit dieser Zeit, fange ich an, richtig am Rad zu drehen. Es ist, als hätte jemand in meinem Hirn den Schalter umgelegt nach dem Motto: FREIFAHRTSCHEIN.

    Es ist fast wieder so, wie in der Teenangerzeit, ich schlage völlig über das Ziel hinaus, komme im Kopf praktisch gar nicht mehr zur Ruhe, quassel wieder wie blöd, falle anderen ins Wort und kriege noch weniger gebacken als sonst. Irgendwie so, als würde mein Unterbewusstsein sagen: Hey, Du hast ADHS, Du musst nicht mehr mit aller Kraft dagegen an gehen, Du kannst schließlich gar nichts dafür. Und das Schlimmste, ich versuche da gegen anzugehen, kriege mich selber aber gar nicht mehr in den Griff. Weil es zur Zeit so schlimm ist, erzähle ich auch einigen Leuten davon. Meist blickt man aber nur in verständnislose Gesichter und ich selber habe das Gefühl, ADHS als Ausrede zu benutzen.

    Wie war das bei euch? Hat sich nach der Diagnose auch erstmal alles verschlimmert?
    Ra(s)tlosen Gruß
    Espresso

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 198

    AW: Wie war das nach eurer Diagnose.... (Verschlimmerung?)

    Hai Espresso
    ich musste das erstmal verdauen. Richtig krass war dann der Tag als mein Schwerbehindertenausweis kam. 50%! Und wie ich dann mit dem Motorrad zum Fussballstadium fuhr, vor der Kasse parkte, meinen Helm abnahm und der Kassiererin meinen Ausweis zeigte: ihr Gesichtsausdruck war unbezahlbar :-). Kann ganz lustig sein mit ADHS kommt auf die innere Einstellung an. Ich hoffe immer noch alles perfekt machen zu können aber ich glaub den Zahn muss ich mir selber ziehen.

    Gruss Rob

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 111

    AW: Wie war das nach eurer Diagnose.... (Verschlimmerung?)

    Ich schätze das ist eine ganz wichtige Phase, wenn man später im Leben die Diagnose "sie waren als Kind schon so, und ja vieles von ihrem erleben ist wirklich nicht Standard " erhält.
    Ich kenne es aus asperger mit Hyperaktivitat Sicht. Die erste Zeit war wirklich sehr autistisch nach Diagnose.
    Mittlerweile habe ich aber einen relativ funktionalen Level gefunden, bestimmte Dinge nicht mehr zu kompensieren bei anderen Aspekten aber genau hinzugucken, ob kompensieren nicht vielleicht zielführender ist.

    Ich habe die Diagnose als erleichternd erlebt. Ich weiß nicht wieviel bei dir vor der Diagnose einer eher angeborenen Sache mit "ist halt unnormal ", "gehört weg" oder gar "ist doch irre " belegt war.
    Du wirst denke ich deinen Weg finden, das was dich immer schon wirklich für dich beeinträchtigt hat entweder zielgerichtet zu bearbeiten oder einfach zu akzeptieren.

    Mein Gedankenrasen seh ich z.B. Nicht mehr als Zeichen beginnendem mentalen zerfalls sondern einfach als Gedankenrasen - sowas haben offensichtlich noch einige andere Menschen in der Form die ich hab. Ist sehr viel angenehmer auch wenn sich am Symptom nichts ändert.

    Gib dir selber Zeit. :-)

  4. #4
    Auf neuen Wegen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 186

    AW: Wie war das nach eurer Diagnose.... (Verschlimmerung?)

    Hallo du/ihr ...
    Das ist ganz schwierig für mich herauszufiltern ... Einerseits erleichternd alles hat seinen Namen und seine Begründung ... Wut warum nicht früher , warum hat es keiner gesehen , war ja schon 55 Jahre alt ( also vor nem Jahr)

    und andererseits , tja irgendwie alles wie immer .... Da sich meine Umwelt Familie , ( noch) Ehemann damit nicht befassen .... Auch am Arbeitsplatz ... Da weiß es nur meine Vorgesetzte und mein kleinteamkollege ( vermute negative Reaktion der Kollegen/ innen ) ...

    ich beschäftige mich mit dem Thema auch gar nicht mehr all zu viel ..( also lese momentan nichts darüber ) Eigentlich nur hier im Forum .... Manchmal finde ich mich hier wieder und manchmal nicht ....
    In letzter Zeit habe ich vermehrt den Eindruck sobald ich äußere Strukturen verliere ( war jetzt krank wegen meines Beines ) recht diffus zu sein .... Also auch zB im kreativen gestalten ... Alles dauert Stunden ... Versuche mich immer zu erinnern , wie das sonst war ... Bin eigentlich mit vielen Dingen recht zackig dabei ..... Aber im kreativen Bereich arbeite ich total ineffektiv ( was das produzieren von Mengen angeht ( kartengestaltung) aber ich brauche Stunden für einzelgestsltung aber nur so macht es Spaß und wenn ich das hinbekomme Das muss herauszunehmen ist es gut , wenn ich aber den Anspruch von zB dem Arbeitsplatz anstrebe ( den ich ziemlich verinnerlicht habe ) , dann fällt es mir schwer meine Leistung positiv zu bewerten ...ich brauche echt mehrere Tage um meinen Rhythmus zu finden , meine Kreativität und dann damit konform zu gehen und Ideen zu entwickeln .... Bin einfach noch nicht so weit Sortier um zu sehen , was ich besser finde ..... Also die letzten 2 Tage habe ich mich sowas von diagnosegetreu gefühlt !!!

    Kann mit mit mir manchmal gar nicht in die Zukunft denken , manchmal will ich einfach nur noch meine Ruhe nur noch mein Plan , nur noch nein Rhythmus und basteln und kreativ sein ....dann habe ich aber Angst depressiv zu werden und noch menschenscheuer und völlig die Strukturen zu verlieren ... außerdem müsste ich dann vermutlich recht bald Grundsicherung beantragen ....

    Also so ein recht schwieriges Thema für mich ... :-( ZaMau

  5. #5
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 545

    AW: Wie war das nach eurer Diagnose.... (Verschlimmerung?)

    Ich habe seid ein paar Tagen die Diagnose und mir geht es gut damit.
    Nun weiß ich wodran alles liegt, wo Therapeuten mit BL oder Depression anstoß nicht weiter kamen. Habe die Chance das sich was mit der "richtigen" Therapie verbessert und wie die Medikamente auf mich wirken muss ich noch abwarten

    Denke auch teilweise, das ist so wegen ADS..Ausrede ist es keine, ich sage es nur zu mir.

    Wie gesagt für mich eine Chance was zu verändern

    Den Schwerbehindertenausweis werde ich noch beantragen, wollte die Diagnose noch abwarten. Wenn ich % bekomme ist es gut, wenn nicht ist es auch ok

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 67

    AW: Wie war das nach eurer Diagnose.... (Verschlimmerung?)

    Ich muss euch jetzt doch mal was fragen, habe jetzt zwei Mal in diesem Thread was von Schwerbehindertenausweis gelesen. Wofür???? Für ADHS???? Auf welcher Grundlage????
    Bin echt verwirrt....

  7. #7
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 545

    AW: Wie war das nach eurer Diagnose.... (Verschlimmerung?)

    @espresso

    Ich bin durch ein anderen Forum (für BL) auf den Ausweis gekommen. Wurde da auch ermuntert das ich das beantragen könnte, wegen der Depressionen usw.
    Wurde über Vorteile aufgeklärt und werde es einfach mal versuchen. Denn Versuch macht klug
    Denn Vorteile wie Kündigungsschutz und anderes ist für mich interessant, wenn ich öfter mal Depressiv krank geschrieben werden sollte...

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 67

    AW: Wie war das nach eurer Diagnose.... (Verschlimmerung?)

    Hallo Nishtaha,

    und wenn bisher 'nur' ADHS diagnostiziert wurde, geht das auch?

    Ich dachte immer, dafür bräuchte man ein körperliches Gebrechen. Auch Herzinfarkt und so. Also alles, wo man körperlich nicht so leistungsfähig ist.

    Danke aber schon mal und schönen Gruß
    Espresso

  9. #9
    Auf neuen Wegen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 186

    AW: Wie war das nach eurer Diagnose.... (Verschlimmerung?)

    Hallo ...

    Schwerbehinderten Ausweis .. Kann jeder ( Mensch) bekommen , der ein körperliches oder seelisches Gebrechen bzw. Beeinträchtigung hat ..
    Meist wird dieser zuerst vorüberging ausgestellt und dann alle 3-5 Jahre verlängert

    mitunter aber auch schon sofort oder nach der ersten Verlängerung dann unbefristet ...

    Dennoch gibt es neue Gesetze , nach denen auch unbefristete Ausweise wieder entzogen werden können , wenn erneut geprüft wird und die Grundlage ( also die Beeinträchtigung) wegfällt ( Bei Genesung) ...

    Den Antrag gibt es evtl. beim Arzt . Sicher aber beim Integrationsamt ... Vorteil .ab 50% Gdb besserer Kündigungsschutz , mehr Erholungsurlaub Steuervorteile und bei manchen öffentlichen Einrichtungen ermäßigten Eintritt .... Er mehr darüber weiß gerne ergänzen .... Habe meinen seit 6 Jahren wurde nach 3 Jahren Befristung , unbefristet verlängert ... Allerdings wegen einer Krebserkrankung und den damit verbundenen seelischen Beeinträchtigungen ( ich habe ihn damals gleich im Krankenhaus bach den Operationen gestellt )

    nur mut ... Mehr als ablehnen geht nicht .. LG ZaMau

  10. #10
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Wie war das nach eurer Diagnose.... (Verschlimmerung?)

    Hallo Espresso,

    körperliche Gebrechen und Geistig.- psychische Gebrechen zählen zu den Erkrankungen welche Anrechnungsfähig sind bei einem Schwerbehindertenausweis.
    Quasi alle Krankheiten welche dich in deiner Leistung, und/oder in der Teilhabe am Leben einschränken/behindern.

    Z.B.: Schwere Depressionen, Sonnenallergie, Frühkindlicherhirnschaden, Lähmungen, körperliche Behinderungen, schwere Angstzustände, Diabetes usw.

    Man stellt einen formlosen Antrag beim Versorgungsamt welches für die eigene Stadt zuständig ist. Daraufhin bekommt man Anträge zugesandt mit der Bitte diese ausgefüllt und mit allen ärztlichen Attesten versehen an diese zurückzusenden. Relativ einfach und ohne größere Mühe zu bewältigen. Mir graust es immer vor Anträgen, Formularen.... Aber dieser Antrag ist echt zu bewältigen.

    Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen...

    LG

    Zornvogel

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