Zeige Ergebnis 1 bis 7 von 7

Diskutiere im Thema Ich zweifle an der Diagnose! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 3

    Ich zweifle an der Diagnose!

    Hi ihr Chaoten,

    Ich muss mich jetzt wirklich mit Leuten austauschen, die sich auskennen!

    Meine EIGENTLICHE Diagnose ist die Borderline Persönlichkeitsstörung mit posttraumatischer Belastungsstörung.
    Da meine Therapeutin mich nicht medikamentös behandeln darf, suchte ich mir noch eine Psychiaterin. Eigentlich wegen meinen Depressionen und der Angststörung.

    Nach meinem ersten Gespräch mit ihr, fragte sie mich von vornerein, ob ich mir vorstellen könnte ADHS zu haben (Hypo).
    Also ging's los... Sie machte einen Test mit mir. Allerdings kreuzte SIE die Antworten an und legte mir ab und zu auch Antworten in den Mund.
    Nach der Auswertung meinte Sie, ich KÖNNTE ADHS haben aber durch meine Intelligenz komme ich ganz gut durchs Leben. Sie möchte mich trotzdem auf Strattera einstellen. Das würde mir auch in Sachen Impulsivität und Angst helfen. Deshalb lies ich mich auch drauf ein.
    Jetzt nehm ich das seit ein paar Monaten und habe 2 Kg abgenommen (btw bin ich schon untergewichtig), kann nichts mehr essen, erbreche oft, bin aggressiv und, und, und.

    Ehrlich gesagt, zweifle ich stark an ihrer Diagnose. Ich selbst sehe es ja nicht so.
    Habe natürlich dann auch auf Eigenregie einen Test gemacht und habe nicht mal annähend die Punktzahl erreicht. Klar, bei impulsives Verhalten hatte ich alle Punkte. Aber wer sich n bisschen auskennt weiß, dass Borderliner sehr impulsiv sind.
    Oft kann ich mich auch nicht konzentrieren, allerdings zählt dieses Symptom zu fast allen psy. Krankheiten.
    Ich identifiziere mich nicht mit dieser Krankheit. Die meisten Symptome treffen einfach nicht zu!

    Mir geht's echt, sorry, beschissen. Dieses Medikament macht mich fertig. Rede ich mit meiner Psychiaterin drüber, sagt sie, ich solle doch abwarten. Irgendwann wird es schon wirken.
    Sie ist auch noch auf ADS/ADHS spezialisiert und ich habe das Gefühl, dass sie mich darauf behandelt, worauf sie spezialisiert ist.
    Meine eigentliche Diagnose wird außen vor gelassen und sie hat sich total versteift.

    Rede ich mit meinem Freund und/oder Familie darüber, heißt es:
    - Warte doch erst mal ab!

    Ich weiß einfach nicht wohin damit..
    Einfach absetzen geht ja nicht.. Und dafür muss meine Psychiaterin mich ja unterstützen.
    Ich habe auch die Angewohnheit, einfach von dem Arzt weg zu bleiben und mir einen anderen zu suchen (ohne was zu sagen)
    Aber mit diesem blöden Medikament geht das natürlich nicht so einfach.

    Meine Frage...
    -Als ihr eure Diagnose bekommen habt, wart ihr zufrieden und hattet so zu sagen endlich die Antwort auf viele Fragen? (War bei mir zB mit Borderline so)
    - was sollte ich eurer Meinung nach machen, wenn Sie sich so quer stellt.. einfach das Medikament weg lassen geht ja schlecht.

    Danke schon mal..

  2. #2
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Ich zweifle an der Diagnose!

    Hi,

    das,was Du da beschreibst,klingst schon sehr fragwürdig,besonders die Art,wie Dir Antworten in den Mund gelegt und für Dich gegeben wurden.

    Auch hast Du Recht,es gibt viele Überschneidungen zwischen diesen Störungen,weshalb gerade die Kindheit so wichtig ist,bzw.die Frage,ob die Symptome schon vor der Pubertät da waren.

    Hast Du die Option,Dir eine zweite Meinung zu holen? Möglichst zeitnah?
    Einfach absetzen ist ja nun gerade bei Strattera absolut nicht drin,der Zustand,den Du beschreibst,klingt aber nicht so,als sollte er noch viel länger andauern.

    Bei mir persönlich war es eher der umgekehrte Fall. Ich hatte mehrere psychiatrische Diagnosen,sowie Verdachtsdiagnosen,die alle auch wieder ausgeschlossen wurden,sodass am Schluss keiner mehr wusste,was los war.

    Aus der Kindheit gab es den HKS-Verdacht,der mir aber nicht bekannt war,und daher auch nicht einbezogen wurde.

    Von daher war die ADHS-Diagnose tatsächlich ein Befreiungsschlag.

    LG v. Luftkopf

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Ich zweifle an der Diagnose!

    Hallo!

    Also mir kommt das Verhalten dieser Psychiaterin ebenfalls seltsam vor, besonders wenn sie von den unangenehmen Nebenwirkungen weiß und dennoch darauf besteht, dass du es weiterhin "ausprobierst". Ich weiß ja nicht, wie schnell man Strattera absetzen darf (kenne mich damit kein bisschen aus), aber vielleicht kannst du sie darum bitten, zu gegebener Zeit ein anderes für AD(H)S zulässiges Medikament auszuprobieren?

    Ich habe zu Beginn direkt MPH unretardiert bekommen, um zu sehen, ob es überhaupt Einfluss auf mein Gehirn hat. Die positive Wirkung der Medikamente hat mir in meinem Fall bestätigt, dass ich "mehr" hatte als "nur" einen Mix aus verschiedenen Diagnosen (generalisierte Angststörung, soziale Phobie, depressive Episoden, Alkoholmissbrauch), denn mit den Medikamenten sind diese Bereiche entweder gar nicht mehr vorhanden oder wesentlich leichter zu bewältigen als zuvor.
    Daher haben mir Diagnose und Medikation schon die Augen geöffnet, auch wenn ich AD(H)S zuvor nur mit dem stereotypen Bild des wilden, kleinen Jungen verbunden hatte ^^. Ich muss sagen, bei mir passt es vom Gefühl her und ich kann mich mit der Diagnose einigermaßen identifizieren. Ich wäre aber nie selbst drauf gekommen.

    Mein Psychiater war ebenfalls auf AD(H)S (+ Asperger) spezialisiert, ich kam zu ihm wegen Eigenverdacht auf Asperger. Er hat mir weder Antworten in den Mund gelegt noch sonst was eingeredet, sondern ist der Sache Schritt für Schritt nachgegangen. Das Argument mit der Intelligenz hat er auch gebracht, als ich ihn fragte, warum ich denn in der Schule so gewissenhaft war (zumindest bis zur 8. Klasse, danach ging's bergab). Das klang für mich schlüssig, denn ich kann generell ziemlich gut kompensieren.

    Ich muss aber sagen, dass ich - ähnlich wie bei dir - am Anfang doch sehr mit der Diagnose kämpfen musste, da ich bis dahin schwer davon überzeugt war, Aspie zu sein; hat ne Weile gebraucht, bis mir dämmerte, dass ich auf dem Holzweg war. Habe mal gelesen, dass eine Stärke bzw. Schwäche von AD(H)S unter anderem das Reinsteigern in bestimmte Überzeugungen o.ä. ist; bei mir traf das zumindest auf meinen Eigenverdacht auf Asperger zu, denn plötzlich sah ich überall nur noch Symptome und Übereinstimmungen, jede andere mögliche Erklärung fiel weg, im Grunde konnte ich mir gar nicht mehr vorstellen, kein Aspie zu sein; bis dann einer daher kommt, der die Sache neutraler und von außen betrachten kann, sofern er (bzw. sie ^^) die klinische Erfahrung mitbringt.

    Versteh mich aber nicht falsch, ich möchte dir damit auf keinen Fall unterstellen, du hättest dich in etwas reingesteigert und siehst nun nur noch Borderline-Symptome, du wirst schon deine Gründe haben. Ich wollte nur ganz unabhängig davon anmerken, dass man seiner eigenen Einschätzung und irgendwelchen Internet-Tests (nach denen wär ich nämlich Aspie, Borderline, hochbegabt, hypersensibel und schizoid zugleich ^^) manchmal nicht so trauen kann. Das trifft auch auf diverse Psychiater zu Gibt es in deiner Nähe eine ADHS-Ambulanz? Soweit ich weiß bekommt man dort im Vergleich zur Autismus-Ambulanz "relativ" schnell einen Termin und die machen professionelle und intensivere Tests, deren Ergebnis du eventuell ernster nehmen könntest als das deiner jetzigen Psychiaterin.

    Liebe Grüße,
    Leo (die eigentlich momentan an einer Hausarbeit arbeiten sollte)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Ich zweifle an der Diagnose!

    Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt!


    Zur Zweitmeinung:
    In dem Bordi - Forum meinte mal jemand zu mir, ich könne zur Psychiatrische Institutsambulanz gehen. Doch die wiesen mich ab, da ich ja schon in Behandlung bin.
    Morgen habe ich (endlich!) wieder ein Termin bei meiner Therapeutin. Sie hat ja auch mit meiner Psychiaterin gesprochen und ich möchte von ihr dann auch mal eine klare Einschätzung haben.

    und @leomarie, ich weiß was du meinst.. .
    Meine Schwester ist zB der festen Überzeugung, dass sie Schizophren ist..^^
    uuund ich dachte, oder war wie du überzeugt Bipolar zu sein. Vielleicht sucht man auch selbst einfach Antorten auf die inneren Fragen.

    Aber das mit BPS kam auch nicht von mir aus, sondern tatsächlich von einem Arzt und als ich mich informierte, erkannte ich mich eben wieder.
    Und die Symptome von Borderline habe ich so zu sagen "schon immer". Die frühsten Erinnerung an Emotionen und Denkweisen sind so mit 8 Jahren.
    Wobei ich irgendwelche AD(H)S Symptome NICHT in meiner Kindheit hatte.

    Das mit der ADHS - Ambulanz ist keine schlechte Idee.. Ich melde mich da mal an..


    Danke noch mal!

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Ich zweifle an der Diagnose!

    So.. Ich habe erst mal ein Beratungsgespräch in der Charité. Zwar erst in 1 1/2 Monaten.. Aber das bin ich ja schon gewohnt

    Meine Thera meinte, ich soll das Medi absetzen.
    Ich bin auf jeden Fall entspannter, was das Thema betrifft.. Da ich irgendwie das Gefühl habe, dass es voran geht (Charité)

    Nur kurz zur Info

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Ich zweifle an der Diagnose!

    Die sind toll da, da bist du gut aufgehoben

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Ich zweifle an der Diagnose!

    Super, viel Erfolg - und halte uns auf dem Laufenden

Ähnliche Themen

  1. diagnose in der frühen kindheit - als erwachsener neue diagnose?
    Von acidrain22 im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 20.05.2015, 00:14
  2. Zweite Diagnose stellen oder reicht die Diagnose aus der Kindheit?
    Von Chaoskiwi im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 25.03.2015, 15:33
  3. Gute Diagnose?-schlechte Diagnose?
    Von Manfredo im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 3.03.2013, 14:30
  4. Diagnose als Kind – neue Diagnose als Erwachsener?
    Von patricks im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 17.07.2012, 11:16

Stichworte

Thema: Ich zweifle an der Diagnose! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum