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Diskutiere im Thema ADHS und die Angst vor der Diagnose/Angst es nicht zu haben?! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    izy


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 8

    ADHS und die Angst vor der Diagnose/Angst es nicht zu haben?!

    Hallo,

    nachdem bei meinem Sohn ADHS diagnostiziert wurde war meiner Mama und mir schnell klar das ich es wohl auch habe. Mein Sohn hat genau das gleiche Verhalten wie ich früher als Kind.

    Nun da ich mich viel mit dem Thema auseinander gesetzt habe kreisen die Gedanken und hören nicht mehr auf.
    Ich hab Angst vor der Diagnose, einerseits Angst ADHS zu haben -ich wollte eig. meine Matura(Abi) nachholen und Studieren, mit der Diagnose hätte ich einen Grund mich schleifen zu lassen, nicht das ich mich nicht auch schleifen lasse ohne

    Was wäre wenn ich kein ADHS habe? Vielleicht bin ich ja doch einfach nur viel Fauler als alle andern Menschen, raste eben viel schneller aus und habe bis auf meine Familie kein Sozialleben weil ich den Menschen unverblümt meine Meinung geige...ich könnte das noch länger fortführen, denke aber ihr wisst was ich meine.

    Diese Ängste fressen mich gerade innerlich auf, mit meinem Freund kann ich nicht darüber sprechen er hört mir zwar zu versteht mich aber nicht so wirklich, mit meiner Mama hab ich darüber gesprochen sie versucht mir zu helfen (Diagnosetermin ausmachen, weil ich es selbst nicht kann usw.)

    Trotzdem alles Dreht sich in meinem Kopf, Diagnose meines großen Sohnes, meine anstehende, mein kleiner Sohn der gerade in die Schule gekommen ist bei dem es auch Anzeichen gibt.

    Wie erging es euch vor der Diagnose?

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 307

    AW: ADHS und die Angst vor der Diagnose/Angst es nicht zu haben?!

    Die Angst haben / hatten viele:
    Angst kein ADHS zu haben

    Als Grund klingt das recht plausibel:
    Degu28 schreibt:
    Ich glaube es liegt an der mangelnden Vergleichsmöglichkeit mit anderen Gehirnen.
    Da ich nur meine Wahrnehmung kenne, kann ich mich mit einem Gesunden oder einem noch schwerer ADHS erkrankten schwer vergleichen.
    Ich hab auch so Tage wo ich denke "na eigentlich is ja alles garnich so wild" und dann wieder den totalen Zusammenbruch.
    Edit: Gedankenstrudel bzw. sich in Gedanken hineinzusteigern... davon kannst nicht nur du ein Lied singen

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 182

    AW: ADHS und die Angst vor der Diagnose/Angst es nicht zu haben?!

    Guten Morgen izy,

    mir ging es fast wie Dir.
    Zwei meiner Söhne bekamen 2013 die Diagnose und ich habe selbst dann ein halbes Jahr gebraucht,
    um zu verstehen, dass es mich auch betreffen kann.
    Mitte dieses Jahres erhielt ich dann die Diagnose ADS. Mit 43 Jahren.

    Es war ein Auf und Ab der Gefühle bis dahin. Zwischenzeitlich glaubte ich, ich müsste am Boden zerstört sein,
    wenn ich es nicht hätte. Was mache ich dann ?....
    Dann gab es wieder Momente, wo ich mir sagte, was solls, du hast jetzt soviele Jahre so geschafft, das wird schon
    weitergehen.
    Ich glaube es ist völlig normal das Dir Zweifel kommen.
    Am Wichtigsten war mir, zu wissen, dass ich nicht faul, träge und dämlich bin.
    Alles hat einen Grund und meine Art zu leben ist das Produkt von gemachten Erfahrungen mit dieser besonderen Gabe.

    Mit der Diagnose habe ich nun die Möglichkeit an mir zu arbeiten, mit den entsprechenden Hilfen.
    Ich lerne mich besser zu verstehen.

    Mache Dich nicht verrückt. Alles wird sich fügen, Du musst nur den ersten Schritt machen.
    Wenn Du Bedenken wegen Deines jüngeren Kindes hast, so mache einfach einen Termin zu Diagnose für ihn.
    Du hast ja schließlich Gründe anzunehmen, das es ihn auch betrifft.
    Was Dich angeht, so lasse Dich nicht von den teilweise enormen Wartezeiten abschrecken.

    Ich hoffe ich konnte Dir etwas Mut machen und wünsche Dir viel Geduld.

    groteske Grüße

  4. #4
    izy


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 8

    AW: ADHS und die Angst vor der Diagnose/Angst es nicht zu haben?!

    Liebe Grotesk

    Vielen Dank für deine aufmunternden Worte, nun 2 Tage nach meinem Post geht es mir wieder ein wenig besser.

  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 33

    AW: ADHS und die Angst vor der Diagnose/Angst es nicht zu haben?!

    Hey,

    mir ging es mehr oder weniger genau so wie dir. Hab mich total verrückt gemacht, könnte es was anderes sein ?
    Hab mich dann hier durch sämtliche Sachen gelesen (Bordlerline etc) und wurde noch unsicherer.

    Nach der Diagnose gingen die Zweifel erstmal weiter "War das jetzt wieder eine Fehldiagnose ? Wie sicher kann ich mir sein?" etc.

    Im Endeffekt habe ich mir ein paar ADS Bücher für Erwachsene gekauft und wollte meiner Familie die wichtigsten Stellen unterstreichen...ich hätte alles kennzeichnen müssen, mir war danach einfach nur noch zum heulen zu Mute.

    Also selbst mit der Diagnose und Medikamenten, hören solche Gedanken (zumindestens bei mir) nicht ganz auf. Da steht eine ganze Menge Arbeit an


    izy schreibt:
    Vielleicht bin ich ja doch einfach nur viel Fauler als alle andern Menschen, raste eben viel schneller aus und habe bis auf meine Familie kein Sozialleben weil ich den Menschen unverblümt meine Meinung geige...
    Und selbst wenn du "nur" fauler wärst, dann wäre das nicht der Untergang. Ich gehöre auch zu der Art, die unglaublich sarkastische/bösartige Sprüche bringen können aber mittlerweile vermisst mein Umfeld das sogar schon ein wenig. Ich mag das total wenn Leute ihre Wut rauslassen können, auf diese "Alles-Runterschlucker-immer-freundlich-grinsen" Menschen werde ich wohl nie klar kommen.

    Ich würde AD(H)S Bücher empfehlen (vielleicht kannst du dich drauf fokussieren weil es dich brennend interessiert) oder lange Spaziergänge machen.

    Ich wünsch dir alles Gute!

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 231

    AW: ADHS und die Angst vor der Diagnose/Angst es nicht zu haben?!

    ob mit oder ohne,

    das leben geht weiter.


    thorsten

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