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Diskutiere im Thema Wie seid ihr zu einer Diagnose gekommen? (Erwachsene) im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #41
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Wie seid ihr zu einer Diagnose gekommen? (Erwachsene)

    Hallo zusammen,
    Ich danke euch allen von herzen für eure antworten!!! Für eure offenheit und für euren rat.
    Im moment bin ich aus verschiedenen gründen zu dem schluss gekommen, dass ich keine medikamente möchte bzw brauche und eine diagnose für mich eher wenig sinn hat.
    Aber alles, wovon ihr geschrieben habt, möchte ich wegen meiner kinder im kopf behalten. Falls es bei ihnen mal irgendwie klärungsbedarf gibt, weiß ich jetzt besser, auf was ich zu ihrem wohl achten sollte.
    Habt nochmals ganz ganz lieben dank!!
    Samarita

  2. #42
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 21
    Forum-Beiträge: 24

    AW: Wie seid ihr zu einer Diagnose gekommen? (Erwachsene)

    klippklar schreibt:
    Wegen den vielen Unstimmigkeiten in meinem Leben. Gut, Langsamkeit, Lethargie, Unorganisiertheit und Verträumtheit können normale Charaktereigenschaften sein. Aber dass ich als eigentlich Hochbegabter in der Schule stets versagt habe (und gemobbt wurde), nach der Schule ebenso und ich all diese Fehlschläge immer auf meine Kappe genommen habe, hat mich irgendwann zum Nachdenken bewegt. Im Grunde war ich schon immer ein schwarzes Schaf und fühlte mich nicht normal.
    Das kenne ich nur zu gut!

    Die Langsamkeit und das Verträumt/Abwesend sein und genau deshalb in der Schule gemobbt zu werden.😕
    Das ist schon etwas Schlimmes.

  3. #43
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 96

    AW: Wie seid ihr zu einer Diagnose gekommen? (Erwachsene)

    ¿psicópata? schreibt:
    Das kenne ich nur zu gut!

    Die Langsamkeit und das Verträumt/Abwesend sein und genau deshalb in der Schule gemobbt zu werden.
    Das ist schon etwas Schlimmes.

    ...in der schulzeit war ich "der schwarze mann" für diejenigen die gemobbt haben!

  4. #44
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 21
    Forum-Beiträge: 24

    AW: Wie seid ihr zu einer Diagnose gekommen? (Erwachsene)

    Stitch schreibt:
    ...in der schulzeit war ich "der schwarze mann" für diejenigen die gemobbt haben!
    ADHSler sind nicht so wie Normalos. Wir dürfen niemals vergessen dass wir nichts dafür können!
    Ich denke Normalos könnten uns niemals verstehen weil sie das alles auch nie durchgemacht haben.
    Ich zum Beispiel lebe in meiner eigenen Welt die viel Kreativer ist.
    Wenn man von anderen ausgelacht wird weil man nicht "normal" ist weil verdreht denkt, sollte darüber nachgedacht werden das es soetwas wie "normal" garnicht gibt!

  5. #45
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 96

    AW: Wie seid ihr zu einer Diagnose gekommen? (Erwachsene)

    ¿psicópata? schreibt:
    ADHSler sind nicht so wie Normalos. Wir dürfen niemals vergessen dass wir nichts dafür können!
    Ich denke Normalos könnten uns niemals verstehen weil sie das alles auch nie durchgemacht haben.
    Ich zum Beispiel lebe in meiner eigenen Welt die viel Kreativer ist.
    Wenn man von anderen ausgelacht wird weil man nicht "normal" ist weil verdreht denkt, sollte darüber nachgedacht werden das es soetwas wie "normal" garnicht gibt!

    ...."der schwarze mann" ist eine art "sensenmann" .....bekomme ich mit das jemand gemobbt wird oder ähnliches könnte es sein das ich sehr impulsiv reagiere!

  6. #46
    DaveR

    Gast

    AW: Wie seid ihr zu einer Diagnose gekommen? (Erwachsene)

    Andersrum wird auch ein Schuh draus, die Normalos (wobei -so normal sind die dann auch meistens nicht) können für ihr normal-sein ja auch nichts.
    Damit nerven sie zwar oft, trotzdem sind doch einige davon recht liebenswert in ihrer seltsamen normalen Art.

    Aber anstrengend is schon....

  7. #47
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Wie seid ihr zu einer Diagnose gekommen? (Erwachsene)

    G'Morgen ihr,
    als Kind war ich eher gemütlich, konnte stundenlang alleine malen, im Wald herumstromern (obwohl meine Mutter- alleinerziehend- es mir wegen allerlei Bösewichten verboten hatte), hatte ausser einer Ferienfreundschaft (unsere Omas wohnten im selben Dorf) keine Freunde, ich dachte immer mein Aussenseitertum läge an den Anderen, im nachhinein muß ich aber zugeben, dass mir schlicht die sozialen Fertigkeiten fehlten und das Interesse an meinen Mitschülern, mich normal zu unterhalten, ich hatte schreckliche Komplexe und weinte immer schnell, wenn ich mich angegriffen dachte, wurde auch öfters mal gehänselt....kam dauernd zu spät und in der Abizeitung wurde ich beschrieben als "die Frau mit den besten Ausreden fürs Zuspätkommen", dass ich mein Abi schaffte, obwohl ich erst ca 2 Wochen vorher mit dem richtigen Lernen anfing spricht doch für eine gewisse Intelligenz,

    Zuhause bekam ich keinerlei Förderung oder Interesse an meiner Berufswahl, und so traute ich mir nicht zu Biologie zu studieren, weil ich wusste, dass ich daheim nicht packen würde diszipliniert zu lernen. Ich machte 2 jahre Praktikantin im Pflegebereich...als Jugendliche freundete ich mich mit einer schrulligen, total lieben Bekannten meiner Mutter an, die war 70J ca und Messie und wir lagen total auf ähnlicher Wellenlänge...meine Ausbildung- nicht mein Traumberuf, aber irgendwas musste ich ja lernen-schaffte ich durch viel Wohlwollen meines Schulleiters, ich raffte es nicht meine Stundenzettel ausfüllen zu lassen, kam regelmnäßig zu spät, immer total gehetzt und schaffte es kaum, mich auf den verschiedenen Krankenhausstationen in die Teams einzugliedern, war oft davor aufzugeben, wusste aber keine Alternative, eine oder 2 Abmahnungen handelte ich mir auch ein...Bei den Vorbereitungen zur praktischen Prüfung war ich wie weggebeamt und konnte nichtmal mehr richtig schreiben, so dass die Stationsleitung zum Schulleiter rannte und mir unterstellte, ich stehe unter Drogen...meine Mitmenschen nahm ich wie durch einen Nebel wahr und manchmal half es mir, gefasst zu bleiben, indem ich sie mir als Ausserirdische vorstellte

    Bei Muttern war ich mittlerweile ausgezogen und ca 100km fern von "zuhause" was mir richtig gut tat trotz all dem Chaos, das mein Leben begleitete, ich zog jedes Jahr um- meist weil mir eine andere Wohnung besser gefiel oder ich kündigte, weil meine alte Vermieterin die Wohnung besichtigen wollte...mit Ordnung halten und Aufräumen hatte ich schon immer meine Probleme...jobbte noch an der Tankstelle und lernte für die Schule (Gott sei Dank habe ich eine relativ gute Auffassungsgabe) und war dann so überlastet, dass ich mich zu nichts mehr aufraffen konnte, ging auf Anraten einer Schulfreundin zum Psychologen, aber nur ein paar mal...muß abkürzen...nach der Ausbildung wechselte ich alle 3mon den Arbeitsplatz (3mal), bis ich über eine liebe Freundin an meinen jetzigen Arbeitsplatz kam...

    Dass ich dort nicht schon in der Probezeit flog, ist ein Wunder! Ich bewarb mich damals schon "bevorzugt für den Nachtdienst" weil mir das soziale Miteinander so schwer fällt, mich da einzufügen...Unpünktlichkeit , Kritikunfähigkeit, Ausflippen, Ungeduld, Heulanfälle, Diskutierwut...damals war nur Tagdienst zu haben...ich reduzierte meine Stunden und fing ein Studium an (Sozialarbeit...), ich wusste, ich muß diszipliniert und täglich lernen, doch engagierte mich lieber im Tierschutz und vermasselte es dann nach 1,5 Jahren, weil ich es nicht raffte, mir ein Buch auszuleihen, dass ich für die Zulassung zum Vordiplom hätte zusammenfassen müssen...

    Ich zog immer noch ca jedes jahr um und war mittlerweile in eine andere Stadt gezogen...das schlauchte

    Vor dem Studium bin ich in eine Selbsthilfegruppe gegangen und nach einer Weile brachte mich eine Teilnehmerin auf die idee, ich könnte ADHS haben. Ich ging in die Bücherei und leihte mir eine ganze Tüte Bücher zu dem Thema aus. Daran erinnert wurde ich ein paar Wochen später, als die Mahnungen der Bücherei kam, da fand ich die Bücher nicht- ich hatte sie am Ausleihtag wohl in der S- Bahn vergessen...Also Bücher finanziert und wieder ausgeliehen und beim Lesen von "Zwanghaft zerstreut" an einer Tour geweint, es war wie eine Offenbarung... später diagnostizierte mir ein Psychiater, der auf ADS spezialisiert ist, "ohne Zweifel", dass ichs habe...

    Wie ist das kennt sich jemand aus,ich habe selbst keinen PC und gehe nur (ist erlaubt) auf der Arbeit ins Internet, kann mein Arbeitgeber verfolgen was ich schreibe? Ich melde mich nach Beendigung brav aus dem Forum ab!

    Achja, mein geliebter Arbeitgeber hat mich ja aus verständlichen Gründen nach Vermasselung meines Studiums nicht mehr gewollt, ich arbeitete nur noch 10h/Woche, ich hielt die Ablehnung aus-anders Thema- (sogar der Betriebsrat riet mir, mir eine neue Stelle zu suchen...) und lebte bescheiden--und stellt euch vor, es wurde dann was im Nachtdienst frei, wie ein Wunder, oh Gott bin ich dankbar!

    lieben Gruß, Alex
    Geändert von Dusseltier ( 8.10.2015 um 05:31 Uhr) Grund: Ausmerzung einiger Rechtschreibfehler

  8. #48
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: Wie seid ihr zu einer Diagnose gekommen? (Erwachsene)

    Hallo Alex,

    bin gespannt drauf, mehr von dir zu lesen!

    Und vielleicht besorgst du dir mal Internet zu Hause.

    Liebe Grüße
    Gretchen

  9. #49
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Wie seid ihr zu einer Diagnose gekommen? (Erwachsene)

    Hallo,
    oje mein Beitrag von gestern ist voller Rechtschreibfehler, weil ich unter Zeitdruck geschrieben habe. Nach meiner Diagnose habe ich mich bisl reingesteigert und dann im Laufe der Zeit beschlossen, dass ich nicht krank bin, sondern dass die ADHS-Symptome teil meiner Persönlichkeit sind und mich dann wieder für andere Themen interressiert/Lebensereignisse gehabt, die mich forderten...im Moment beschäftige ich mich wieder mit meinem "Anderssein", weil der Versuch mich anzupassen macht mich depressiv und leblos...wie möchte ich mein Leben verbringen, innerhalb meiner Grenzen...naja mit dem Internet zuhause, ich schreib einfach nichts schlechtes oder gar nix über meine Arbeitsstelle...

    bin auch gespannt mehr hier zu lesen

    lieben Gruß, Alex

  10. #50
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Wie seid ihr zu einer Diagnose gekommen? (Erwachsene)

    Ich hatte einen Aha-Moment, als ich gerade (wieder mal in letzter Minute) für eine Prüfung in Entwicklungspsychologie lernte, der Dozent hatte zwei der Slides Kindern mit ADHS gewidmet und die Symptome aufgelistet. Auf dem zweiten Slide stand dieser kleine Satz "bei 40 - 60% der Kinder bleibt das ADHS bis ins Erwachsenenalter bestehen". Die Symptome beschrieben mich und mir wurde plötzlich klar, dass dies die Erklärung für mein recht verpfuschtes Leben sein muss, nicht all die anderen Etiketten, die mir aufgeklebt wurden und doch nie richtig passten. Da ich angeblich überdurchschnittlich intelligent bin (das wurde oftmals getestet und hat nur dazu geführt, dass die "Diagnose" zu faul als bestätigt galt) und bis vor ein paar Jahren ein photographisches Gedächtnis hatte, konnte ich offenbar in vielen Bereichen kompensieren, so sehr, dass eigentlich nur die "emotionalen und sozialen Defizite" beachtet wurden.

    Es dauerte 6 Wochen, bis ich einen Termin bekam, die Prüfung habe ich versaut und musste ein ganzes Jahr wiederholen (wie übrigens auch das Jahr davor), aber ich hatte endlich eine Erklärung für wie ich bin - ich war Ende 20. Und vorallem, dass es nicht normal ist, sich so zu fühlen/so zu handeln, was mir wiederum half, das Unverständnis anderer Menschen besser einzuordnen. Die haben nicht mit MIR ein Problem, sondern mit meinem Verhalten, welches nunmal nicht immer sozialverträglich ist. Die Medikamente halfen anfänglich sehr, aber es ist eben doch nicht die Komplettlösung, da muss man vieles Umlernen, dazu hatte ich nie die Zeit oder das Geld. Jetzt gibt es einen Weg, ADHS Coaching über eine Ergotherapeutin zu erhalten, ich müsste jetzt nur einen Termin machen. Hoffentlich hilft es mir, ich gehe bald bankrott vor lauter Mahnungsgebühren für Rechnungen, die monatelang ungeöffnet und unbezahlt in Stapeln liegen...

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