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Diskutiere im Thema Wechsel der Therapie nach ADS Diagnose? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 46

    Wechsel der Therapie nach ADS Diagnose?

    Hallo,

    vor einem Jahr wurde bei mir ADS diagnostiziert (damals war ich 44). Seither habe ich das vor mir her geschoben. Auch weil meine Therapeutin das nicht zum Thema in der Therapie gemacht hat, sondern es als Randthema sieht und sich mehr auf meine Depressionen und nicht vorhandenen Selbstwert bezieht.

    Ich habe allerdings seit meiner Jugend immerwieder Therapien gemacht und bin irgendwie nicht weiter gekommen. Viele Job- und Beziehungswechsel... Mir ist jetzt aber dank einer systemischen Aufstellung klar geworden, dass ich das ADS als Teil von mir akzeptieren kann und damit umgehen lernen kann. Das ist die Möglichkeit, mich mit der Ursache meiner Probleme auseinander zu setzen... Also will ich das jetzt beginnen.

    Ein Frage, die ich mir dabei stelle ist, ob ich die geeignete Therapie mache. Ich mache integrative Gestalttherapie und die Therapeutin hat sich nicht wirklich mit ADS auseinander gesetzt.

    Mit welcher Therapieform habt Ihr gute Erfahrungen gemacht?
    Soll ich die Therapie fortsetzen und mich selbst mit ADS auseinandersetzen?

    Welche Erfahrungen habt Ihr / Wie würdet Ihr vorgehen?

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Wechsel der Therapie nach ADS Diagnose?

    Leider sind die Vorgaben, was Therapien betrifft, in jedem Land anders. Ich rate dir daher, diesen Thread in das Österreich-Forum verschieben zu lassen.

    In Deutschland gibt es die Verordnung seitens der Krankenkasse (die zu einem Quasi-Gesetz geworden ist, weil vom Gesundheitsministerium anerkannt), dass, wenn die Krankenkasse ein BtM-Medikament bezahlt, eine Verhaltenstherapie gemacht werden sollte.


    Nun kommt meine eigene Meinung, basierend auf persönliche Erfahrungen:
    Diese Verordnung wird wiederum vom Bundesland Rheinland-Pfalz beachtet, während es den Ärzten in Niedersachsen vollkommen egal ist. Ich wohne in Rheinland-Pfalz und bin von meinem Arzt aufgefordert, eine VT zu machen. Diese VT hat keinerlei Nutzen für mich, weil die Therapeutin von ADHS keine Ahnung hat. Wenn ich die Therapie aber beende, bekomme ich keine Medikamente mehr von der Krankenkasse bezahlt.

    Nach wie vor nutznieße ich von meinem ADHS-Coaching, das ich selbst bezahle. Leider wohnt sie jetzt in München. Aber wir treffen uns alle 6 Monate in Hannover. Von diesen Treffen habe ich weitaus mehr als von den Therapien im selben Zeitraum.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 409

    AW: Wechsel der Therapie nach ADS Diagnose?

    @Steintor

    Wie lange darf diese VT bei euch denn dauern?

    Meine aktuelle persönliche Erkenntnis: " Irgendwann ist alles gesagt und man hat sich genug ausgek......"

    Ich: Am Anfang jede Woche.Dann alle 4 Wochen und aktuell jetzt erst in 8 Wochen wieder.Ich hab einfach immer weniger zu erzählen.
    Ich glaube auch,Ritalin Adult hilft mir unheimlich dabei den Durchblick zu behalten und vieles Automatisch richtig einzuordnen.

    Einen ADHS-Coach möchte ich auch gerne ausprobieren! Habe aber ein bischen Angst vor einem "Fehlgriff"

    lg
    Mike

  4. #4
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 459

    AW: Wechsel der Therapie nach ADS Diagnose?

    ...Ich habe auch jahrelang eine Art Verhaltenstherapie gemacht und muss sagen hat nix gebracht, im Gegenteil.....ich würde das nie wieder tun. Ich persönlich finde es ist ein schlechtes Zeichen, wenn deine Therapeutin das ADS so außer Acht lässt, das ist meiner Meinung nach so, als ob man nur die Symptome behandelt und nicht die Ursache...Klar, man kann eine so eine Therapie selbst bei einem ADSler nicht immer schlecht sehen, grade für die Komorbiditäten kann es auch sinnvoll sein, jedoch finde ich sollte der Therapeut doch bestenfalls etwas Ahnung vom ADS (und wissen wie ein ADS Hirn funktioniert) haben, weil ich finde es macht einen Unterschied, ob zum Beispiel einer Depression oder einer Angststörung ein ADS zu Grunde liegt oder nicht. In meiner Therapie vor der ADHS Therapie wurde immer alles auf Erziehung und Erfahrung geschoben und dann wird versucht das mit Ratschlägen zu ändern, die vergessen dabei ode rwissen nicht, das beim ADS auch viel einfach von Anfang an in den Genen liegt und eben nicht durch irgendetwas später entstanden ist, manchmal wird etwas vom Therapeut verlangt was der ADSler aber aufgrund seines Störungsbildes gar nicht kann....... (bei mir hieß es dann immer "Sie wollen sich nich thelfen lassen!"....sogar als ich weinte und bettelte mir andere Medikamente zu verschreiben, weil mir die Neuroleptika nicht gut taten, im Gegenteil (fährt ein unterstimuliertes ADHS Hirn ja noch weiter runter.....
    Geändert von Canary (12.08.2015 um 23:18 Uhr)

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Wechsel der Therapie nach ADS Diagnose?

    Ich habe eine kognitive VT gemacht, habe jetzt meinen letzten Termin und bin absolut zufrieden. Meine Thera kennt sich mit ADHS aus.
    Aber selbst wenn nicht, kann man davon profitieren, da es keine spezielle Therapie für ADHS gibt. Im Bereich einer kognitiven VT werden z.B. Teile aus der DBT ( eigentlich für Borderliner) genutzt. Ansonsten wird Problemorientiert ( auf aktuelle) gearbeitet.
    Dabei ging es selten darum das ich etwas aus meiner Vergangenheit erzähle oder mich "auskotze", es ging um konkrete Tips und Strategien meinen Alltag und meine sozialen Kompetenzen zu verbessern.
    Allerdings habe ich auch die Probleme von mir aus benannt und gesagt woran ich arbeiten möchte. Wenn etwas nicht geklappt hat habe ich Rückmeldung gegeben und auch gesagt was genau nicht geklappt hat, und ich habe immer signalisiert das ich trotzdem das Problem weiter bearbeiten möchte, auch wenn es Rück- und Fehlschläge gab.

    Nach genau diesem Prinzip habe ich auch vor meiner Diagnose von etlichen VT profitieren können und immer etwas für die Zukunft mitnehmen können.

    Einzig mit Gesprächstherapie oder Analytischen Ansätzen kann ich nichts anfangen und auch nichts draus ziehen.

  6. #6
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Wechsel der Therapie nach ADS Diagnose?

    Hallo,

    habe mich jetzt zu einer Entscheidung durchgerungen und habe schon am Montag einen Termin bei einer auf AD(H)S spezialiserten Verhaltens-Therapeutin in Wien. Bin schon sehr gespannt uns habe ein gutes Gefühl, endlich in die richtige Richtung zu gehen und meine Probleme / Themen bei ihrer Wurzel anzuschauen und damit umgehen zu lernen...

    Werde berichten...

    Liebe Grüße
    Openminded

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Wechsel der Therapie nach ADS Diagnose?

    Hallo!

    Ich habe auch 3 mal den Therapeuten gewechselt, weil ich mich unverstanden fühlte, oder man mir das Gefühl gab, daß das ADHS nicht als Problem ernst genommen wird.
    In meine derzeitige Therapie bin ich mit einer anderen Einstellung gegangen. Ich erwähne mit keinem Wort das ADHS, sondern nur die Probleme und Sorgen, die Ich dadurch eben habe. Und damit fahre ich sehr gut!
    Mein Therapeut ist super verständnisvoll und ich kann mit ihm über alles reden. Ich weiß aber nicht ob das genauso wäre, wenn ich anfangs gesagt hätte "Ich habe ADHS"...

    Es wird öffentlich viel zu wenig über ADHS informiert und aufgeklärt. Das müsste sich wirklich mal ändern. Denn viele Leute sind noch der Meinung, ADHS ist gleichzusetzen mit psychischer Auffälligkeit durch falsche oder mangelnde Erziehung usw...

    Man kann mit AD(H)S aus jeder Therapieform Positives mitnehmen. Und ob es Dich persönlich weiterbringt oder nicht, das überlass am besten Deinem Bauchgefühl. Denn das können wir ADSler doch ganz gut!

    Alles Gute!

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