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Diskutiere im Thema Test bei gleichzeitiger Depression sinnvoll? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 9

    Test bei gleichzeitiger Depression sinnvoll?

    Hallo Forum,

    im Prinzip sagt es die Überschrift schon: Wie sinnvoll ist es denn, zu einem ADHS-Test zu gehen, wenn man depressiv ist? Ich sage es ungern, aber das hätte ich mir natürlich früher überlegen sollen, das Kind ist schon in den Brunnen gefallen, denn ich war schon dort. Das Problem war auch, dass ich, als ich die Überweisung bekam, in halbwegs guter Verfassung war. Es zog sich etliche Zeit hin, bis ich die Termine bekam, d.h. die zwei Tests fielen dann ins nächste Quartal, beim zweiten Termin ging es mir dann schon reichlich bescheiden, und die Besprechung war dann letztlich nochmal ein Quartal später.

    Diagnose war somit (mal wieder) Depression und Persönlichkeitsstörung, wobei ich mich nur wundern kann, wie man zweiteres so spontan feststellen konnte. Jetzt überlege ich, ob ich mich um einen erneuten Test bemühen soll, wobei es bei mir ohnehin fraglich ist, in wie weit bei mir ein ADHS-Test überhaupt sinnvoll ist. Aber das packe ich wohl besser in ein anderes Thema.

    Grüße,
    Munter

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Test bei gleichzeitiger Depression sinnvoll?

    Formell dürfte man keine DIagnose bekommen, wenn man eine aktive Depression hat, manche machen es trotzdem, ich kenne es so, das einem ggf gesagt wird das der Verdacht da ist, die Depression zuerst behandelt wird und dann wird die Diagnose mit einem oder mehreren weiteren Tests/Gesprächen gesichert.

    Ich hatte keine aktive Depression, aber anhand der Scores zur DIagnostik eine "depressive Subsymptomatik", es wurden auch in der DIagnose neben ADHS die rezidivierenden Depressionen berücksichtigt.

    Wenn du bei einer Fachstelle für ADHS warst, würde ich persönlich der DIagnose vertrauen, wenn du das nicht tust, würde ich für einen weiteren Test zumindest die Depression vorerst behandeln.
    Gibt es denn ANhaltspunkte in deiner Kindheit? Hast du Familienangehörige mit ADHS? Die DIagnostik stützt sich ja auf mehrere Anhaltspunkte.

  3. #3
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 459

    AW: Test bei gleichzeitiger Depression sinnvoll?

    Hallo Muntermacher
    ... Zuerst mal würde mich interessieren, ob du bei einer ADHS Ambulanz oder wenigstens bei einem ADHS kompetenten Spezialisten warst, falls diese Diagnosen bei einem allgemeinen Psychiater gestellt wurden, dann rate ich dir gleich dich um eine erneute Diagnostik zu bemühen, dann aber bei einem richtigen Spezialisten für ADHS....Aber auch ADHS Spezialisten können Fehler machen und grade bei gewissen Komorbiditäten wie Depression wird das ganze schwer und vielleicht unübersichtlich, sie können ein ADHS vielleicht etwas maskieren...Ansonsten kann ich meiner Vorschreiberin nur zustimmen. Ob du dich um eine weitere Diagnostic bemühst hängt davon ab wie sehr du dich mit der ADHS symptomatik identifizierst (ich hoffe du weist es gibt auch Hypoaktive ADSler und ob es in der Kindheit/Familie schon Auffälligkeiten gab...Jedoch hat man ohne Medikation als ADHS Betroffener erst oft Schwierigkeiten seine Symptome selbst zu richtig erkennen, weil man nicht weis wie es "normal" ohne ADHS ist, auch grade was Konzentration und Ablenkbarkeit betrifft, finde ich

    Das mit der Persönlichkeitsstörung finde ich auch etwas vorschnell, solche Diagnosen sollten nicht vorschnell gestellt werden, werden sie aber leider oft...ich war auch so ein Opfer
    Viele AD(H)Sler haben Komorbiditäten und Depression ist nunmal leider eine sehr häufige, manchmal kann man eine Depression auf Dauer nur in den Griff kriegen,,, wenn man weis was darunter liegt und das kann ein AD(H)S sein (manchmal ist es einfach ein Grundstein für etwas was darauf aufbaut) Grade ein Hypoaktives ADS wird so wie ich das mitgekriegtt habe oftmal übersehen und falschinterpretiert, eben mit Depression oder Borderline und Co....
    Geändert von Canary (11.08.2015 um 01:19 Uhr)

  4. #4
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Test bei gleichzeitiger Depression sinnvoll?

    Danke für die Antworten. Ja, ich denke das war schon eine kompetente Stelle, allerdings gab es gleich ein ganze Reihe an Dingen, die mir etwas sauer aufgestoßen sind, unter anderem was dort geschrieben wurde, die Entstehung der letztlichen Diagnose, fehlende Rückmeldung an meinen Arzt etc.

    Das Problem ist, dass ich seit Jahren fast vollkommen erfolglos wegen Depressionen behandelt werde und ich nach einem anderen Ansatz suche. Kurz gesagt war es die letzten 7-8 Jahre immer so, dass, wenn es mir mal halbwegs gut ging und ich mir wieder einen Arbeitsplatz gesucht habe, ich recht schnell wieder abrutschte. Und diverse Probleme bestehen nun mal permanent und lassen sich daher nicht einfach auf die Depression schieben.

    Soweit ich mich bisher belesen habe, sehe ich durchaus diverse Merkmale bei mir, die in die Richtung ADS gehen und auch schon seit der Schulzeit bestehen. Von meinem derzeitigen Psychiater wird das Thema konsequent ignoriert, die Überweisung hatte ich daher vom Hausarzt bekommen. So wirklich überzeugt bin ich von der Idee allerdings selbst nicht, aber was will man machen.

    Es wäre für mich nun eben interessant gewesen, ob ich den Umstand der Depression als Grund anführen kann, einen weiteren Test anzuleiern.

  5. #5
    Karisa

    Gast

    AW: Test bei gleichzeitiger Depression sinnvoll?

    Hallo Muntermacher,
    warst Du schon mal in einer Klinik?

    Ich denke da gerade an Aufenthalt in einer Reha-Klinik, wo man sich auch mit AD(H)S auskennt. Adressen findest Du hier:

    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...e-deutschland/

    Einen Antrag könntest Du zusammen mit Deinem Hausarzt stellen. Da kann eine Wunschklinik angegeben werden.

    Stationär könnte, anders als ambulant, viel intensiver nach Ursachen geschaut werden.

    Gibt es in Deiner Gegend noch andere Psychiater? Dann könnte ein Wechsel sinnvoll sein.
    Ignoranz finde ich total daneben - schon das kann ja depressiv machen... Das muss sich kein Mensch bieten lassen.

    Ich wünsche Dir gute Besserung
    Karisa

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Test bei gleichzeitiger Depression sinnvoll?

    Hallo!

    Auch ich habe mich testen lassen, trotz Depression. Ich nahm zu der Zeit auch schon ein Antidepressivum. Und die Ärztin, die mich getestet hat, hat das Antidepressivum gegen ein anderes ausgetauscht. Mit Aus- und Einschleichen.. sodaß keine Lücke entstehen konnte.

    Das Medikament das sie mir verordnet hat, wirkt sich auch positiv auf das ADHS aus. Es heißt Venlafaxin. Ich bin momentan so befreit und konzentriert und geordnet... sodaß ich jetzt, nachdem wir einen Anfang mit Medikinet gemacht hatten, erstmal darauf verzichten möchte.

    Falls Du dazu Fragen hast, gerne eine PN schreiben!

    Alles Gute!

  7. #7
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Test bei gleichzeitiger Depression sinnvoll?

    Tja, das ist so eine Sache, die wohl auch gegen ADHS bei mir spricht. Venlafaxin habe ich beinahe zwei Jahre lang genommen, aufgrund der damaligen Ärztin, die beteuerte, das müsse positiv wirken. Zuletzt in hohen Dosen, da die Dopamin-Komponente dann noch dazukommen sollte. Das Zeug hatte alle möglichen Wirkungen, bot aber praktisch keinen Vorteil, weder bei den Depressionen noch bei Konzentration etc. Unter anderem hatte ich das Problem, dass ich damit nicht richtig schlafen konnte und ruhiger wurde ich davon nicht. Bin dann auch mal wieder hochkant aus dem Job geflogen. An ADs habe ich inzwischen so ziemlich alles an Arten durch, vielleicht abgesehen von einer Lithium-Augmentation
    Gegen Depressionen und die Schlafprobleme hilft mir Lichttherapie geringfügig, das reicht aber einfach nicht.

    Naja, schlussendlich werde ich mir überlegen, was ich mit dem Psychiater mache, wahrscheinlich wieder wechseln und versuchen, einen erneuten Test anzuleiern. Davon abgesehen habe ich hier noch einen Reha-Antrag rumliegen, den ich schon einreichen wollte. Sonst fällt mir momentan nicht viel ein.

    ps. Aha, die "Danke"-Funktion hatte ich bislang übersehen. Wie inflationär wird die denn hier genutzt?

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