Seite 4 von 4 Erste 1234
Zeige Ergebnis 31 bis 34 von 34

Diskutiere im Thema ADHS-Diagnose - abstruse Fragen im Fragebogen im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #31
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: ADHS-Diagnose - abstruse Fragen im Fragebogen

    Als westlicher Naturwissenschaftler war ich natürlich gezwungen, empirisch zu arbeiten. Aber je empirischer ich arbeitete, um so mehr kam ich zur Erkenntnis, dass ich mich von der Wahrheit immer weiter entfernter. Am Ende eines jeden Projekts war ich dabei, meine Messergebnisse statistisch abzusichern und solange zu messen, bis die Statistik stimmte. Ich habe nie Statistiken geschönt, sondern Fehler in den Messungen ausgemerzt. Mir war das Ergebnis klar, die empirischen Daten habe ich nachliefern müssen. Irgendwo war da ein grundsätzlicher Fehler. Als ich die Wissenschaft an den Nagel gehängt habe ging es mir besser.

    Gesendet von meinem GT-I9300 mit Tapatalk
    Geändert von Steintor (14.08.2015 um 21:47 Uhr)

  2. #32
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 77

    AW: ADHS-Diagnose - abstruse Fragen im Fragebogen

    Mir wurde nach dem Rorschachtest (auf Nachfrage) erklärt, dass dieser Test "nur angwendet wird um vorhandene Testungsergebnisse komplett zu machen um dadurch mehr über die Persönlichkeitsstruktur herrauszufinden".

    Mir waren viele Klekse zu dunkel...
    Hab mich gefreut, als die Bunten gezeigt wurden.

  3. #33
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 268

    AW: ADHS-Diagnose - abstruse Fragen im Fragebogen

    Steintor schreibt:
    Mir war das Ergebnis klar, die empirischen Daten habe ich nachliefern müssen. Irgendwo war da ein grundsätzlicher Fehler.
    Es klingt jedenfalls nach einem grundsätzlichen Fehler, wenn Wissenschaft bedeuten soll, schon vor der empirischen Überprüfung so überzeugt zu sein, das Ergebnis sicher zu kennen, welches man nur noch vor hat, es wie vermutet auf jeden Fall abzusichern.
    Die Überprüfung von Hypothesen muss ergebnisoffen erfolgen, damit man sich nicht alles so zurechtbiegt, dass es zur Hypothese passt. Der Mensch neigt dazu, nur nach Fakten zu suchen, die eine einmal gefestigte Meinung bekräftigen. Hierbei lässt sich eine erstaunlich krasse Resistenz gegenüber entgegenstehender Erfahrung beobachten. Auch die Menschen, die in der Wissenschaft tätig sind sind hiervon nicht frei, denn auch sie sind Menschen und funktionieren grundsätzlich auf diese Weise.
    Auf dem Weg zum Erkenntisgewinn ist das allerdings nicht sonderlich hilfreich. Hier hilft der Zweifel. Was selbstverständlich richtig erscheint könnte dennoch falsch sein. Wer meint, die Wahrheit zu kennen sollte also eher nach allem möglichen suchen, was diese vermeindliche Erkenntnis erschüttern kann.
    Das ist Wissenschaft.
    Man muss nicht schon Statistiken fälschen, um so zu arbeiten, dass man nur die eigene These stützt. Es passiert durch bisweilen auch unwillkürliche Entscheidungen bei der Datenauswahl. Auch kann man durch die Wahl von Begriffen durchaus das Ergebnis beeinflussen. Wir alle nehmen nicht als objektive Beobachter wahr sondern als wertende Wesen und nehmen dadurch praktisch zwangsläufig schon bei der Beobachtung auch Einfluss auf das zu Beobachtende. Unsere Wertung beeinflusst, wie wir Daten interpretieren.
    Über diese Punkte sich selbst zu reflektieren ist deshalb sehr wichtig.
    Es mit dem Zweifeln zu übertreiben kann aber auch hinderlich sein auf dem Weg zum Erkenntisgewinn. So ist es nicht angebracht oder sinnvoll, Theorien, deren Anwendung ständig sehr gute Ergebnisse liefert und bei der sich keine Widersprüche zeigen weiter zu überprüfen, ohne dass sich hierzu irgendein Anlass böte.
    So gibt es zum Beispiel keinen Anlass, daran noch zu zweifeln, dass es einen von der Menschheit verursachten Klimawandel gibt und dass der mit einer Verstärkung des Treibhauseffekts entsteht. Manche tun es dennoch, was zum Erkenntnisgewinn nicht beiträgt.

  4. #34
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 433

    AW: ADHS-Diagnose - abstruse Fragen im Fragebogen

    pau schreibt:
    - Die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland heißt Angela Merkel
    - Die Hauptstadt von Italien heißt Ungarn
    - In der Zahlreinreihe 111, 222, 333, folgt als nächstes 456 und
    - Die Regierung hat in Verkehrsampeln heimlich Kameras installert, um mich zu beobachten.
    Die Lösung lautet: "42" oder "don't feed the trolls"

    Oder ernsthaft: Ich hätt mich da auch veräppelt gefühl. Hätte das dann aber auch wieder wegrationalisiert indem ich mir vorgestellt hätte, dass die Fragen dazu dienen eine akute Schizophrenie auszuschließen. Denn ich glaube fast, in einer akuten Phase würden so einige da dennoch mit "ja" antworten, oder irgendeine ernstgemeinte Antwort geben.
    Stichwort Mustererkennung:
    *Italien/Ungarn --> Länder, naja....
    *die Zahlen folgen ja irgendwie schon aufeinander, auch wenn die gesamtfrage Käse ist.
    *Bei Wahnstörungen glaubt man das mit Kameras vermutlich (Chemtrails usw)


    Auch wenn mir die These deutlich plausibler erscheint, dass die Simulaten ausfiltern wollen.


    @rohrschachtest: Ich glaube, die kann man weniger "analysieren" indem man ne Checkliste hat. Vielleicht eher dass da sowas wie Angst zwischen den Zeilen steht oder so.
    Es geht ja um das assoziative Denken. Wo der eine einen Elefanten sieht, sieht der andere vielleicht einen Menschen. Es kommt aber nicht auf das Symbol selbst an, sondern auf den Ausdruck des "Elefanten" oder "Menschen". Vielleicht hat das auch etwas mit Priming zu tun.
    Wenn das ein furchteinflößender Elefant ist, den man sieht, und man ist innerlich ängstlich "geprimed", sieht man eher den.
    Wenn das ein "fröhlich tanzender harmloser Mensch" ist, den man sieht, und man ist innerlich gerade eher fröhlich/ausgeglichen sieht man eher den. Oder man sieht den Elefanten und lacht sich darüber kaputt, dass der so furchteinflößend aussieht.

    Oder man switcht zwischen verschiedenen Deutungsweisen hin und her, was auf Fähigkeiten wie flüssiges Assoziieren hinweisen könnte, oder auf Dinge wie Perspektivwechsel usw.

    Also denke ich, der Test selbst ist vermutlich okay, man sollte nur wissen wie man mit den Ergebnissen umgeht und wo die Grenzen des Tests sind.
    Eigentlich ist ein Rohrschachtest auch nur ein Kreativitätstest.

    Wurde ja schon gesagt: Ein multiple-choice Fragebogen taugt alleine zur Diagnose ja auch nix, da man den genau so manipulieren kann.
    Ich würd zum beispiel bei den wenigsten Fragebögen "stimmt voll und ganz zu/nicht zu" ankreuzen, weil ich grundsätzlich alles abwääge. Wer dagegen aus dem Bauch heraus antwortet, neigt schneller zu polarisierenden Antworten, die er nach kurzem nachdenken so nicht mehr geben würde.
    Dann hängt es noch davon ab, ob man gerade optimistisch oder pessimistisch ist. In optimistischen Phasen würde ich eher die Dinge ankreuzen, die meinem Selbstbild schmeicheln (ganz gleich was sie in der Diagnose bedeuten würden). In pessimistischen Phasen fokusier ich eher meine Fehler.

    Deswegen werden ja neben Selbsteinschätzungen noch Fremdeinschätzungen verwendet.

Seite 4 von 4 Erste 1234

Ähnliche Themen

  1. ADHS-Fragebogen/Diagnose selber zahlen?
    Von Brrrzz im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 62
    Letzter Beitrag: 13.02.2014, 14:37
  2. Diagnose gestellt bekommen - Fragen über Fragen
    Von Sailor24 im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 3.07.2012, 21:56
  3. Fragen zu Diagnoseverfahren_ist Fragebogen ueblich?
    Von Melone im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 12.04.2012, 18:04
  4. Fragebögen ADHS-DC W. Retz & M. Rösler
    Von Shadowrose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 26.05.2011, 23:21
  5. Diagnose: Fragebögen etc
    Von Gustav im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 27
    Letzter Beitrag: 1.11.2010, 12:18

Stichworte

Thema: ADHS-Diagnose - abstruse Fragen im Fragebogen im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum