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Diskutiere im Thema Wann muss eine Diagnose erneuert werden? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 197

    Wann muss eine Diagnose erneuert werden?

    Nachdem meine letzten Versuche einen Arzt zu finden, der mir "mal eben" die Diagnose macht, gescheitert sind würde mich mal interessieren ob ich nicht eh bereits berechtigt bin Metylphenidat verschrieben zu bekommen.

    Was ich definitiv noch habe ist eine Diagnose aus der Kindheit. Ich war mit Anfang 20 auch mal bei der Münchner Spezialisten Frau Dr. Krause, die heute eine der anerkanntesten Expertinnen auf dem Gebiet ist. Darüber fehlen mir jedoch Unterlagen.

    Irgendwie finde ich es ziemlich kacke, dass ich mich jetzt "hinten anstellen" soll, ein Jahr warten und wie ein Kleinkind jeden Monat Bescheid geben soll, dass ich nach wie vor interessiert bin. Der Drops ist ja eigentlich gelutscht und mein ADHS ist bekannt.

    Deshalb die Frage - muss die Diagnose wirklich erneuert werden oder habe ich irgendwelche Möglichkeiten diesen Vorgang zu überspringen?

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Wann muss eine Diagnose erneuert werden?

    Linus78 schreibt:
    muss die Diagnose wirklich erneuert werden oder habe ich irgendwelche Möglichkeiten diesen Vorgang zu überspringen?
    Müssen? Im Gesetz steht:


    BtMg § 13 (1) schreibt:
    Die in Anlage III bezeichneten Betäubungsmittel dürfen nur von Ärzten [...] und nur dann verschrieben oder im Rahmen einer ärztlichen [...] Behandlung [...] überlassen werden, wenn ihre Anwendung am oder im menschlichen oder tierischen Körper begründet ist. Die Anwendung ist insbesondere dann nicht begründet, wenn der beabsichtigte Zweck auf andere Weise erreicht werden kann.
    Quelle: BtMG - Einzelnorm

    Der Arzt, der dir das Rezept ausstellt, muss es im Rahmen seiner Therapie begründen können. Ich weiß nun nicht, wie alt du bist. Ich nehme an, dass du 39 Jahre alt bist. Falls du früher Medikamente bekommen hast und dann nicht mehr, dann hast du den beabsichtigten Zweck der Therapie auf eine andere Weise erreicht.

    Egal, wie du es drehst, du solltest die Frau Dr, K. aufsuchen. Sie ist diejenige, die dich im Erwachsenenalter diagnostiziert hat. Vielleicht stellt sie einem Kollegen einen Arztbrief aus. Die Unterlagen werden sicherlich noch vorhanden sein. Ansonsten kommst du um eine erneute Diagnostik nicht herum.

  3. #3
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 459

    AW: Wann muss eine Diagnose erneuert werden?

    ....Das was Steintor schreibt will ich keinesfalls bestreiten....Jedoch mal so gesagt...Man weis doch heute, das sich ein ADHS nicht auswächst. Wieso sollte sich an der Diagnose da etwas geändert haben. Ich verstehe nicht warum eine 2. Diagnostik im Erwachsennenalter verlangt wird?!?!? (kann das mal jemand erklären?).....Manche als Kinder diagnostizerte kommen vieleicht dank Therapie die fühzeitg begonnen wurde im Erwachsenenalter ohne größere Probleme klar, wenn es gut läuft...Aber bei Linus schient dies ja nicht der Fall zu sein. Außerdem verschreiben ein Haufen nicht ADHS kundiger Ärzte neuerdings Mph an Patienten mit Verdachtsdiagnosen (was ich bestimmt nicht gut heißen will!!!), wieso sollte es dann einem in der Kindheit diagnostizerten so schwer gemacht werden. Ich würde mich da noch an einen ansässigen Arzt/Psychiater wenden. Es kann doch echt nicht angehen, das erwachsene ADHSler immer so im Stich gelassen werdem mit ihren Problemen. Anders als viele meinen, finde ich definitiv schon, das der Leidensdruck der von einem ADHS ausgeht eine schnellere und bessere Behandlung benötigt, als das was man hier meistens in Deutschland vorfindet
    Geändert von Canary ( 3.07.2015 um 00:35 Uhr)

  4. #4
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Wann muss eine Diagnose erneuert werden?

    Canary schreibt:
    Man weis doch heute, das sich ein ADHS nicht auswächst.
    Das war Ironie.

    Canary schreibt:
    Ich verstehe nicht warum eine 2. Diagnostik im Erwachsennenalter verlangt wird?!?!?
    Die ADHS könnte sich vielleicht doch auswachsen.

    Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL):Anlage III Nummer 44 – Stimulantien schreibt:
    Der Einsatz von Stimulantien ist im Verlauf besonders zu dokumentieren,
    insbesondere die Dauertherapie über 12 Monate sowie die Beurteilung der behandlungsfreien Zeitabschnitte, die mindestens einmal jährlich erfolgen sollten.“
    https://www.g-ba.de/institution/pres...teilungen/482/

    Der g-ba und somit auch das Bundesgesundheitsministerium verlangen eine jährliche Neubewertung der Diagnose. Das wird in der Regel durch ein neues Interview erfolgen. So hat es mein Arzt praktiziert.

    Bundesärztekammer schreibt:
    die Diagnose einer ADHS [...] im Erwachsenenalter [ist] eine "klinische Diagnose" [...], die nur aufgrund des Interviews mit dem Patienten und des darin erhobenen aktuellen psychopathologischen Befundes, der anamnestisch eruierbaren Symptome im Kindesalter und des Verlaufes gestellt werden kann
    Quelle: 7. ADHS im Erwachsenenalter

    Die Bundesärztekammer verlangt eine neue Diagnostik.

  5. #5
    Huiuiui

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 1.761

    AW: Wann muss eine Diagnose erneuert werden?

    Es muss dann eine neue ADHS-Diagnose gestellt werden, wenn man aus irgend einem Grund einen Nachweis dafür braucht und die alten Unterlagen nicht mehr vorhanden sind. Gründe können z. B. sein, dass man sich nach einer Pause nun wieder Mph verschreiben lassen möchte, eine Therapie anfangen möchte oder den Arzt wechselt.
    Ich würde mich auch mal bei Frau Dr. K. in München erkundigen, ob sie deine Unterlagen noch hat. Medizinische Unterlagen müssen mindestens 10 Jahre aufbewahrt werden. Manche Ärzte bewahren sie aber auch länger auf.

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