Seite 9 von 47 Erste ... 4567891011121314 ... Letzte
Zeige Ergebnis 81 bis 90 von 464

Diskutiere im Thema DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #81


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.017

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Jetzt gab es einige neue Beiträge. Habe wohl etwas zu lange gebrauch. Ist mir aber egal

    Möglicherweise ist der Rossibeitrag aber auch einfach nur so zu verstehen, dass er meint, dass wenn man wirklich gut durch die Schule gekommen ist, mit guten Zeugnissen, ohne aufzufallen (noch nicht einmal sich selber), dass man dann eher davon ausgehen kann, dass keine ADHS vorliegt nur weil es im Studium dann nicht mehr so flutscht.
    Außerdem denke ich, dass ein Abitur heutzutage zwar niemandem geschenkt wird, aber dennoch viel zu leicht zu erreichen ist. Dafür spricht der signifikante Anstieg der Abiturienten. Sicher hat es auch etwas damit zu tun, dass inzwischen auch mehr Kinder aus nicht-priviligierten Familien eine höhere Schulbildung anstreben können, aber nicht nur. Heutzutage muss am Besten jedes Kind Abitur haben, egal wie begabt es ist. Wird dann das Kind in die Studienwelt entlassen und es muss alleine lernen, klappt es eben dann doch nicht mehr so gut. Das hat auch nichts mit ADHS zu tun.
    Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass durch das verwässerte Abitur und dem Drang allen ein solches angedeihen zu müssen,
    kommen auch viele ADHS´ler dahin. Was dann wieder gegen Rossis Aussage spricht.

    Und wenn "unter meinen Möglichkeiten bleiben", lediglich bedeutet, dass mein Abschluss statt 1 nur 2 ist, dann kann ich nicht glauben, dass der Leidensdruck so wahnsinnig groß sein wird, dass ich Medikamente brauche.
    Ich denke, es wird immer erst sichtbar an der existenziellen Komponente. Wenn der Kampf zu groß wird. Wenn die Windmühlen unbezwingber sind. Wenn es darum geht im Leben zu versagen, trotz vorhandener Möglichkeiten.

    Auch denke ich dass Intelligenz und Exekutivfunktionen nicht zwangsläufig etwas miteinander zu tun haben. Wahrscheinlich sind sie bei einem Menschen mit leichter ADHS auch leichter zu verbessern, aber Menschen mit schwererer ADHS haben da bestimmt keine großen Chancen, auch wenn sie intelligent sind. In kleinen Bereichen vielleicht, aber im Großen und Ganzen nicht. Was nutzt mir ein Tandem, wenn ich wieder vergessen habe, meinen Tandempartner zu kontaktieren?

    Des weiteren spielen mit Sicherheit auch die äußeren Einflüsse eine große Rolle. Lebe ich in einer Familie,
    die warum auch immer, nicht in der Lage ist, mich entsprechend meinen Bedürfnissen (besonders den speziellen der
    ADHS´ler) dann nutzt auch hier mir meine Intelligenz meistens nichts. Kommt dann noch hinzu, dass auch Erzieher und
    Lehrer mich nur negativ sehen, dann ist das Versagen vorprorammiert. Bekomme ich jedoch die äußere Struktur, kann ich
    mich innerhalb dieses Rahmens vielleicht etwas besser entwickeln. Wie ich aber durch meine Arbeit inzwischen weiß,
    reicht das sehr häufig trotzdem nicht. Rückschläge gibt es, zumindest bei stärker Betroffenen, immer wieder und der
    Kampf beginnt fast immer in der Grundschule, bzw. schon vorher.

    Die Aussage, dass man objektiv Symptome in der Kindheit gehabt haben muss, ist sicherlich richtig, aber meiner Meinung
    nach nur schwer bei einer späten Diagnose nachzuvollziehen. Objektiv ist in diesem Fall eh ein nicht gut anzuwendender Begriff.
    Was und wer ist denn objektiv?. Die Lehrerin, die den kleinen Zappler nicht leiden kann? Die Lehrerin, die die kleine
    Träumerin süß findet? Die Eltern, die ihr Kind für faul halten? Die Eltern, die sagen, dass ihr Kind genauso ist, wie sie
    selber in der Kindheit und wie man sieht, ist aus mir doch auch was geworden? Ich weiß nicht, wie aussagekräftig das
    immer ist. Ich z.B. habe keine Zeugnisse mehr. Die habe ich natürlich im Laufe der Jahre verschlampt. Meine Mutter fand,
    dass ich zu Beginn ehrgeizig gewesen bin, aber dann zunehmend fauler geworden bin. Aus ihrer Sicht sehr objektiv.
    Für 70jährige Eltern sind solche Fragen auch oft nicht so leicht zu beantworten. Nicht nur, weil sie sich da gar nicht mehr
    so genau daran erinnern. Sie müssten möglicherweise erkennen, dass sie ihrem Kind nicht die notwendige Hilfe haben angedeihen lassen und es möglicherweise für die Folgen einer Erkrankung häufig bestraft.
    Außerdem ist das oft eine Generation, für die es "Kopfkrankheiten" nicht gibt. Das ist nur alles eingebildet und ein depressiver Mensch, ist einfach nur zu faul aufzustehen.
    Ich finde schon, dass das eigene Empfinden und die eigene Erinnerung eine wichtige Rolle spielen müssen bei der Diagnostik.

  2. #82


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.017

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    creatrice schreibt:
    ADHS nicht, aber MCD/POS. Irgendwie müssen diese Kinder ja auch zu einer Diagnose gekommen sein. Und diese Diagnose war nicht so selten/unbekannt. Sie haben es auch damals schon trotz Schlägen und Gutmütigkeit etc nicht geschafft 18 Jahre nicht klinisch aufzufallen. Das meine ich eben. Die, die so sind wie du es beschreibst können eigentlich nur die Ausnahme sein.

    .
    Also ich habe es geschafft 30 Jahre klinisch nicht aufzufallen. Trotzdem ist mein Lebensweg alles andere
    als unauffällig bis dahin gewesen. Man wurde früher eben wegen Schulschwänzerei, Störens im Unterricht,
    vergessenen Hausaufgaben u.s.w. nicht in die Psychiatrie geschickt. Jedenfalls nicht in der Regel.

  3. #83
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 433

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Okay, Mail ist raus
    (ich hoffe das stört nicht, wenn ich ihm blos meinen Forennicknamen nenne ^^.. auch wenn manche es für nicht "seriös" halten...aber ich mag Web 1.0 )

  4. #84
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.925

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Deswegen sage ich ja, da kann unheimlich viel mit reinspielen - aber nicht alles muss. Daher muss man das viel differenzierter sehen, als eine Pauschalaussage zu treffen, die dann noch recht - was ich wirklich hoffe - unglücklich formuliert ist. AD(H)S ist eben nicht pauschal, sondern die Summe vieler kleiner und grösserer Sachen.

  5. #85
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.119

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Wenn ich meine eigene Kindheit ab dem 11 Lebensjahr (davor war es noch unwahrscheinlicher dass meine Auffälligkeit, bzw. Unauffälligkeit
    bemerkt wurde.) als Beispiel nehme, dann hätten die" guten Nonnen " im Heim bemerken müssen dass ich zu still und verträumt war. Was ihnen aufgefallen ist waren die Unordnung in meinem Schrank und dem Schulranzen, so wie meine fürchterliche "Sauklaue" wofür ich regelmäßig bestraft wurde. Von psychologischer Hilfe keine Spur. In der Schule war ich das "typische Heimkind" mit allerdings ungewöhnlich guten Leistungen. Da ich offensichtlich nicht hyperaktiv war bin ich auch nicht wirklich aufgefallen. Später mit 13 oder 14 Jahren hatte ich mich zum schwererziehbaren Jugendlichen "entwickelt" Meine Ausraster wurden daher als "normale Wutausbrüche" interpretiert. Da die meisten anderen Jugendlichen sich gleich verhielten war ich eben nur einer unter vielen. Muss also meine Diagnose deshalb zwangsläufig ein Irrtum sein?

  6. #86
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    @ minzi
    mit objektiv meine ich objektiv vom zu diagnostizierenden Subjekt aus gesehen.

  7. #87
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.115

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Text gelöscht
    Geändert von Rosaceae (28.06.2015 um 17:36 Uhr)

  8. #88
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    So, jetzt habe ich mich tatsächlich bis zu dieser Seite durch den Thread gelesen, statt die eigentlich zu erledigenden Dinge zu machen und muss nun meinen Senf dazu geben.
    Die diskutierte Aussage von Rossi halte ich für seeehr problematisch und bin auch ziemlich überrascht, so etwas von ihm zu lesen. Vielleicht hat er es einfach zu weit heruntergebrochen?

    Bzgl. des Diskussionsverlauf denke ich, ist der Knackpunkt nicht DAS, sondern WIE ein Studium/berufliche Laufbahn vollzogen wurden. Das wie beziehe ich auf Probleme dabei. Auch bei denen, die ein Studium und/oder berufliche Laufbahn geschafft haben und erst spät diagnostiziert werden, ist ja zu erkennen, dass das alles eben nicht problemlos vollzogen wurde. Probleme waren da, man hat sich durchgewurschtelt und es dennoch irgendwie hinbekommen. Also offensichtlich spricht auch ein abgeschlossenes Studium oder eine bis zu einem gewissen Punkt erfolgreiche berufliche Laufbahn nicht gegen das Vorhandensein von ADHS. Daher finde ich diese pauschale Aussage von Rossi problematisch, wobei er ja "nur" sagt, dass ADHS dann unwahrscheinlicher ist; er schließt die Möglichkeit also nicht aus.
    Die Frage ist halt, welchen Preis man dafür gezahlt hat oder zahlt, welche Unterstützungen es gab, welche anderen Lebensbereiche zu kurz gekommen sind etc etc etc. Ergo mit Bezug auf Fliegerleins Beitrag das Hinsehen, wie das trotz ADHS möglich war.

    Etwas anderes ist es, wenn jemand plötzlich Probleme im Beruf o.ä bekommt, die zuvor nicht wenigstens im Ansatz vorhanden waren. Also eben nicht das z.B. hier viel gelesene "x und y waren latent immer da, aber man konnte die Dinge dennoch irgendwie wuppen, jetzt aber nicht mehr", sondern nach einem tatsächlich unauffälligem Lebenslauf Dinge plötzlich schwierig werden. Auch bei denen, wo bspw. in Kindertagen Aufmerksamkeitsprobleme von Lehrern oder Eltern angenommen, angemahnt und sonstwie gewertet wurden, nur nicht als hilfebedürftiges Problem, wurde die Unaufmerksamkeit ja dennoch wahrgenommen, aber das Grundproblem nicht erkannt. Wenn jemand in höherem Lebensalter erstmalig solch ADHS-typische Auffälligkeiten zeigt, liegt wohl eher kein ADHS vor, sondern irgend ein anderes Problem, das Schnittmengen mit ADHS-typischen Symptomen hat. Und dies ist bei vielen Störungen der Fall.

    Somit spricht meiner Meinung nach die Tatsache, dass es jemand bis ins Studium geschafft hat, nicht generell gegen das Vorhandensein von ADHS. Wenn man aber die Gesamtheit der ADHS-ler betrachtet und welche Probleme sich in der Regel vorher in der Schulzeit zeigen, so wird es doch tatsächlich unwahrscheinlicher. Dass hier im Forum jene Ausnahmen, die es dennoch geschafft haben, gehäuft zu finden sind, überrascht mich überhaupt nicht! Jene ADHS-ler, deren Leben so aus den Fugen gerät, dass sie aufgrund unerkannter ADHS und dem zugehörigen Rattenschwanz letztlich im Knast landen, werden eher nicht den Weg in dieses Forum finden. Es sei denn, jemand erkennt dort zufällig die Grundproblematik.

    Somit finde ich, ist die Aussage von Rossi einfach zu pauschal und nicht differenziert genug, aber eben auch nicht ganz falsch.

    Hier sind ja auch die Fälle nicht selten, bei denen die ADHS erst im Studium zu ernsthaften Problemen führt. Da hört man dann, dass sie sich in der Schule auch schon nicht wirklich konzentrieren konnten, dies aber nicht zu ernsthaften Folgen führte, weil die Lernleistung immer noch für gute Noten ausreichend war. In der Uni werden dann Kompetenzen gefordert, die in ihrer Gesamthiet nicht allein durch Intellekt und/oder Fleiß zu bewältigen sind und so kommt es erst da zu ernsthaften Folgen des eigentlich immer vorhandenen Problems. Will heißen: wenn 100 Leute erst an der Uni nicht (mehr) klar kommen, ist es unwahrscheinlich, dass ADHS bei allen der Grund dafür ist. Es werden wenige sein, bei denen sich feststellen lässt, dass ADHS-typisches auch vorher da war, in der Schule aber noch nicht zu problematischen Konsequenzen bzgl. der Noten führte (dafür aber in anderen Lebensbereichen), sondern erst bei den komplexeren Anforderungen an der Uni. Die anderen kommen aus anderen Gründen mit den Anforderungen nicht zurecht und sollten daher nicht einer Behandlung mit Ritalin zugeführt werden.

  9. #89
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Also, eigentlich bezieht sich der Artikel doch darauf, wie unglücklich diese Formulierung im DSM V ist. So wirklich inhaltlich, ob möglich oder nicht, sagt Rossi doch eigentlich nichts, oder habe ich das aufgrund meines Aufmerksamkeitsdefizits nicht verstehen können?

    Interessant finde ich tatsächlich die Kommentare, vor allem den von Frau Böhm. Zufälligerweise ist das nämlich die Leiterin der Bielefelder Selbsthilfegruppe von ADHS-Deutschland e.V., die selbst über gewisse berufliche und private Erfahrungen verfügt, die ich aus Datenschutzgründen hier nicht näher erörtern möchte.

    So, wie ich Rossis unglückliche Formulierung verstehe, regt er sich doch eher darüber auf, dass die Probleme im Erwachsenenleben überwiegend realitätsfern beschrieben werden. Es hätte doch auch im DSM V stehen können:
    kann bei längeren Arbeitsvorgängen die Aufmerksamkeit nicht halten, bei Routinearbeiten ist der Betroffene nicht in der Lage, sich darauf zu fokussieren - dann hätten wir diese Diskussion doch gar nicht, oder?

    Auch ich habe ein Abitur im ersten Anlauf geschafft, in dem ich weit unter meinen Möglichkeiten geblieben bin. Im Studium habe ich quasi versagt, denn das Graecum nachzumachen war mir - aus mittlerweile bekannten Gründen - damals nicht möglich. Vorlesungen und Seminare in meinem damaligen Hauptstudienfach habe ich mangels Konzentrationsfähigkeit auf uninteressante - und für mich nicht nachvollziehbare - Dinge - zunächst sporadisch, dann gar nicht mehr besucht, bis zum Studienabbruch in diesem Fach. Leidensdruck hatte ich durchgehend, wurde vom Umfeld als solcher aber nie wahrgenommen, schliesslich waren das ja die ersten Misserfolge, "da muss man mit umgehen lernen - man wächst an seinen Miserfolgen..." - Danke, Herr Simon, für Ihren gestrigen Ausrutscher bei der U21!

    Ich habe zwei Staatsexamina in einem absolut verschulten Studiengang. Denn ein geisteswissenschaftliches Studium in Eigenorganisation hätte - und habe ich - tatsächlich nicht geschafft. Den Leidensdruck, mit dem ich mein Studium abgeschlossen habe, hat niemand bemerkt, obwohl es auch da objektiv zu sehende Anhaltspunkte gab. Der Zusammenbruch kam mit Beginn der Berufstätigkeit - und zwar innerhalb der ersten 6 Monate.

    Ich arbeite immer noch in dem studierten Beruf - oder eigentlich jetzt, 4 Jahre nach der Diagnose mit Behandlung erstmals richtig. Fachliteratur lese ich nur dann, wenn ich sie konkret brauche, ansonsten ist es auch mit Medikation nicht zu ertragen. Fortbildungen mache ich nur, wenn sie mich inhaltlich interessieren und ich aktiv mitarbeiten kann. Reines Absitzen bereitet mir körperliche Schmerzen, weil ich es so unerträglich finde.

    Aber auch als Kassiererin könnte ich bei einer Kassenschulung Probleme mit der Aufmerksamkeit während der Fortbildung haben. Oder Probleme mit der Focussierung bei stumpfem Abspulen von Arbeitsroutinen. Und darum teile ich die Auffassung Rossis, dass die Formulierung misslungen ist.

    Ich war allerdings völlig entsetzt, als ich las, man könne Symptome nicht kompensieren. Denn das hatte ich bisher anders verstanden. Allerdings bei näherer Betrachtung musste ich für mich feststellen: ich habe die Symptome auch nicht kompensiert, sondern deren Auswirkungen, jeweils bis zum Zusammenbruch, um dann wie ein Stehaufmännchen wieder von vorne anzufangen bzw. weiterzumachen.

    Grundsätzlich trifft es mich jedes Mal hart, wenn ich irgendwo lese, mit abgeschlossenem Studium kann ADHS nicht vorliegen. Hier denke ich aber, dass Rossi es in dieser Absolutheit gar nicht meint, sondern sich darüber aufregt, dass ein Diagnosekriterium geschaffen wird, das nur auf einen geringen Anteil der Betroffenen passt. Damit ist tatsächlich fraglich, wessen Interessen da verwirklicht wurden...Zum Glück haben wir den ICD 10 und nicht den amerikanischen DSM...

  10. #90
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Und man sollte eventuell berücksichtigen, dass Rossi Schweizer ist, und da vielleicht manche Dinge auch nicht nach Deutschland zu übertragen sind...

    Übrigens, der "Inhaber" des Blogs, in dem Rossi schreibt, ist hier im Forum Mitglied, da wird mindestens eine Reaktion auf deine Mail kommen wird entweder hier oder persönlich...
    Geändert von Trine (28.06.2015 um 20:09 Uhr)

Seite 9 von 47 Erste ... 4567891011121314 ... Letzte

Ähnliche Themen

  1. ADHS und die Verhandlen können.
    Von Timotheus im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 28.01.2014, 20:43
  2. Wirklich ADHS?
    Von shadowgolf im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 28.12.2012, 10:02
  3. Ziehen Erwachsene mit ADS / ADHS wirklich so oft um
    Von Sandy1972 im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 40
    Letzter Beitrag: 31.03.2011, 15:45

Stichworte

Thema: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum