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Diskutiere im Thema DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #61
    MeinerEiner

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.128

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    creatrice schreibt:
    @Erin
    Ich sprach nie von allen Symptomen. Ich weiss das es in den jeweiligen Subtypen nur zu einer bestimmten Ausprägung jeweils nötig ist. Ich sprach von objektiven Auffälligkeiten, die ein erfolgreiches (erfolgreich heisst nicht überhaupt ein Job, sondern eben erfolgreich im Job, ohne Probleme, mit Erfolg) Arbeitsleben oder Studium nicht implizieren.
    mit objektiv auffällig meinte ich nie eine Diagnose von ADHS in der Kindheit. Sondern eben Auffälligkeiten, die objektiv nachweisbar sind. Nur eigene Erzählungen sind für mich nicht objektiv. Ich meinte Dinge wie andere psychiatrische Diagnosen, Zeugnisse, Lebenslauf, Fremdanamnese, andere medizinische Befunde.
    Also heisst für dich Erfolg = ohne Probleme?
    Dann kenne ich allerdings keinen Menschen der erfolgreich im Job ist, egal ob mit oder ohne ADHS.

    Laut Duden ist Erfolg folgendes:
    positives Ergebnis einer Bemühung; Eintreten einer beabsichtigten, erstrebten Wirkung
    Von Problemen steht da nichts.

    Ja und? Um als erwachsener eine ADHS-Diagnose zu bekommen muss man doch die Symptome in der Kindheit nachweisen.
    Berufliches scheitern musste ich übrigens nicht für die Diagnose nachweisen.
    Ganz im Gegenteil meine Psychiaterin meint ADHSler sind klassische Burn Out Kandidaten und es gibt unter den Menschen mit Burn Out viele unerkannte ADHSler.
    Arbeiten und kompensieren bis zum Zusammenbruch ist laut ihr eher typisch.

    Sunpirate es wurde nie jemand bestimmtes angesprochen. Es wurden sowohl von Rossi, als auch von Barkley und auch von mir Ausnahmen eingeräumt. Ob sich jemand dann persönlich angesprochen fühlt ist sein eigenes Ding, und ob er deswegen traurig oder ärgerlich ist, erst recht. Aber ob meine Meinung dann als schwachsinnig etc bezeichnet wird, ist nicht mehr nur das persönliche Ding des Verfassers. Denn schwachsinnig bin ich nicht. Mit 99%iger Sicherheit. Wurde nach über 20 Jahren Psychiatrie nie in Erwägung gezogen.
    Du widersprichst dir selbst.
    Ein nicht unerheblicher Teil des Forums wären demnach Ausnahmen. Das widerspricht aber schon der Definition von Ausnahme.

    Wieso wettert jetzt eigentlich keiner auf Barkley? Der sagt genau das selbe. Auch bei dem sind Ausnahmen eine sehr sehr geringe Anzahl. Nochmal..... es sprich niemand jemandem anders das Leid oder die Symptome ab, es wird lediglich in Frage gestellt ob das dann auch das ist, was derjenige unter ADHS versteht, so wie er die Symptome jeweilig bewertet und gewichtet.
    Nein, Barkley sagt etwas anderes.
    Das hat Fliegerlein schon vorher gut erläutert.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Ich bin aus der Diskussion raus.
    Meinen Sonntag kann ich mir schöner gestalten.

  2. #62
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Erin schreibt:
    Also heisst für dich Erfolg = ohne Probleme?
    Dann kenne ich allerdings keinen Menschen der erfolgreich im Job ist, egal ob mit oder ohne ADHS.
    Ja, Erfolgreich ist für mich ohne schwerwiegende Probleme. Denn eine beabsichtigte, erstrebte Wirkung ist für mich nicht das, was zu einem Burn out, zu Kündigungen, Mobbing etc führt.


    Erin schreibt:
    und? Um als erwachsener eine ADHS-Diagnose zu bekommen muss man doch die Symptome in der Kindheit nachweisen.
    Können aber einige nicht objektiv.

    Erin schreibt:
    scheitern musste ich übrigens nicht für die Diagnose nachweisen.
    Bei mir gehörte ein Lebenslauf, der daraufhin abzielte mit zur Diagnostik und zum Gesamtbild.

    Erin schreibt:
    im Gegenteil meine Psychiaterin meint ADHSler sind klassische Burn Out Kandidaten und es gibt unter den Menschen mit Burn Out viele unerkannte ADHSler.
    Arbeiten und kompensieren bis zum Zusammenbruch ist laut ihr eher typisch.
    Das ist doch ok.


    Erin schreibt:
    widersprichst dir selbst.
    Ein nicht unerheblicher Teil des Forums wären demnach Ausnahmen. Das widerspricht aber schon der Definition von Ausnahme.
    Nein. Ich widerspreche nicht mir selbst. Ich spreche nur niemanden persönlich an. Würde ich mir nie anmaßen, wer da nun die Ausnahme ist, und wer vllt. nicht der Definition entspricht.


    Erin schreibt:
    , Barkley sagt etwas anderes.
    Das hat Fliegerlein schon vorher gut erläutert
    eben.... auch Fliegerei sprach von zu vielen Ausnahmen, wo etwas nicht stimmen kann.

  3. #63
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.125

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Wenn Theorie und Realität nicht übereinstimmen, sollte die Theorie überdacht und angepasst werden. Vor Allem dann wenn bei den sog. Ausnahmen die Medikation und entsprechende Therapie positive Wirkung zeigen.

  4. #64
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Die Medikation ist auch bei Narkolepsie erfolgreich. Haben das dann auch alle? Die Therapie ist ein Potpourri aus verschiedenen erfolgreichen Ansätzen bei anderen Erkrankungen, vor allem DBT, was bei Borderline sehr erfolgreich ist.
    Ich finde Diagnosen aufgrund von Wirkung der Medikamente eher nicht hilfreich. Bei Depressionen gibt es auch gute Erfolge mit Noradrenalin-Dopamininhibitoren. Das sagt ja nun wirklich gar nichts aus.

    Wichtig finde ich auch den Erfolg der jeweiligen Therapie, aber das würde ich nicht an eine bestimmte Diagnose koppeln. Demnach müssten wir ja alles haben, wo wir irgendwie ein bisschen reinpassen, Borderline...... die Therapie hilft uns ja auch. Sollen deswegen diese Kriterien uns auch angepasst werden?

  5. #65
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.125

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Warum nicht wenn auf der anderen Seite nur Hartz IV Empfänger und Psychiatrie Patienten eine richtige ADS Diagnose erhalten können.

  6. #66
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.115

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Genau solche Behauptungen sind gefährlich vor allem, wenn
    a) Leute Sachen verbreiten, die nicht stimmen
    b) 'anerkannte' Persönlichkeiten und Fachmänner

    Den sollte es stimmen, dann ist alles nicht war, was ich gesehen
    und erlebt habe.

    Keiner bestreitet, dass es einfach mit ADHS ist und hätten wir kein
    Leiden, würden wir hier auch nicht schreiben. Dennoch. Ich schließe mich einem Vorredner an,
    nicht alles ist schwarz oder weiß.

    Und manche von uns können verdammt verbissen sein.

  7. #67
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.956

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Fliegerlein schreibt:
    Intelligenz und EF stehen in keiner Verbindung zueinander, zumindest in keiner relevanten.
    ______________________________ ______________________________ ______________________________ _______
    Und genau da liegt der Haken.

    Da sind einfach zu viele Ausnahmen und da kann was nicht stimmen.
    Und genau da wage ich zu widersprechen. Ich denke, dass eine gewisse Intelligenz durchaus im Zusammenhang mit der EF stehen könnte, wenn man denn lösungsorientiert an die Sache rangeht und die Problematik erkennt. (Vorrausgesetzt man hat kein Wissern über AD(H)S - sonst sollte man ja die Zusammenhänge noch deutlicher kennen.) Dann kommt man durchaus viel eher auf die Möglichkeit, sich externe Hilfe zu holen, Strukturen zu schaffen, Tandempartner zu suchen, tritt in kleinen Wettbewerb mit Mitstudenten (Spannungserhöhung) usw. - man bleibt nicht so sehr im "warum" stecken sondern geht - wenn auch mit grossen Aufwand und Energieverlust eher in kleinen Schritten vorwärts.


    Und auch das sehe ich etwas anders. Viel mehr ist auch in die Waagschale zu werfen, wieviel das "gekostet" hat und in wie weit das zumindest Teil-Interessengebiete betrifft und wie gross der Aufwand letztlich ist oder war. Ebenso kommen weitere Faktoren dazu wie z. B. das Umfeld (sowohl daheim wie auch im Studium selbst), das Alter, bereits erlernte Strategien, bisheriger Lebenslauf (je unproblematischer der ist, desto unvorbelasteter geht man sicherlich auch das an), Stabilität, Konstitution, Gesundheit - gerade auch mit Blick auf Begleiterkrankungen, Perfektionismus und Ehrgeiz (was zusammen in einem gewissen Bereich ein enormer Anschub sein kann - so lange er unterhalb eines krankhaften Zuges liegt) und und und ...

    Das deshalb viele höher oder hochqualifizierten nun falsch diagnostiziert sind würde ich deshalb anzweifeln. - Vielmehr müsste man sehr genau schauen, ob sie nicht auch im schulischen Bereich und Studium unter ihren tatsächlichen Möglichkeiten geblieben sind, denn "nur" abgeschlossen, heisst ja erst einmal gar nichts.


    Übrigens kann man auch durchaus erfolgreich im Beruf und trotzdem unter den tatsächlichen Möglichkeiten geblieben sein. - Dies nur mal so am Rande angemerkt.

  8. #68
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Von Hartz sprach ich nicht, Rossi auch nicht. Psychiatriepatienten sind ein Aspekt der Auffälligkeiten. Es gibt auch andere Auffälligkeiten die auf eine psychiatrische Erkrankung schliessen.
    Ich setze lediglich bei einer psychiatrischen Diagnose die seit dem Kind- und Jugendalter bestehen muss, auch psychiatrische Auffälligkeiten seit dem Kindes- und Jugendalter voraus.

    Wenn die EF gestört ist, dann kann ich mir ja eben nicht selbst Struktur schaffen. Das ist ja das Problem. Die Intelligenz ist dabei unberührt. Trotz Intelligenz schafft man eben keine Struktur selbst. Und die Aufmerksamkeit/Konzentration ist eigentlich bei ADHS auch nicht nur bei uninteressanten Dingen eingeschränkt, sondern eben auch bei interessanten. Da vllt. etwas weniger, aber da eben auch. All das ist ja das Dilemma, was dazu führt, das ein Kind nicht mal beim Spielen dranbleiben kann, ein Erwachsener trotz Interesse und Leidenschaft Probleme in der Kommunikation, auf der Arbeit etc hat. All das sind Fragen einer leitliniengerechten Diagnostik. Die Spanne des Hyperfokus dauert nicht Jahre, sondern höchstens ein paar Tage oder Wochen. Und dann auch mit Pausen.

    Und noch mal.... es wird von niemandem angezweifelt was jmd erlebt oder durchlebt hat, es wird nur in Frage gestellt, ob das dann auch ADHS oder eben etwas anderes ist.
    Vielleicht haben die, die heute in die Kriterien so wie sie z.B. von Barkley oder Rossi gemeint sind, auch nicht das, was man heute und vllt. auch später als ADHS bezeichnet, sondern etwas anders. Es geht doch nicht um die Buchstaben, sondern um den Umgang mit der Symptomatik. Wo sie anfängt und wo sie aufhört. Wo sie eben einheitlich ist. Und für manche sind diese Extreme eben nicht einheitlich um für eine Diagnose zu stehen. Da aber die Kriterien nun mal derzeit eher für die extremeren Varianten stehen, und die Forschung sich hauptsächlich bisher auch auf solche Typen bezog spricht man halt da von ADHS.
    Geändert von creatrice (28.06.2015 um 15:26 Uhr)

  9. #69
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.125

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Diese Auffälligkeiten waren doch vorhanden, aber sie wurden nicht als solche erkannt.
    Bei mir wurde erst mit 11 Jahren eine sehr starke Kurzsichtigkeit festgestellt. Hatte ich die deshalb vorher nicht auch schon?

  10. #70
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.956

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    creatrice schreibt:
    Wenn die EF gestört ist, dann kann ich mir ja eben nicht selbst Struktur schaffen.
    Doch, genau das kann man eben durch externe Hilfe. Lernpartner oder -kreise, Familie, Freunde, selbst ein Mentor usw. ... In dem man z. B. feste Zeiten vereinbart, diese Leute animiert bestimmte Tätigkeiten / wiederkehrende Sachen zu bestimmten Zeitpunkten zu machen, schafft man sich auch auch selbst Strukturen, aber eben durch externe Hilfe. Der Ausgangspart ist man dabei aber selbst. - Man könnte nur nicht unbedingt selbstgesetzte Zeiten usw. für sich selbst zumindest dauerhaft einhalten - das ginge maximal nur kurzfristig als Aspekt des Neuen.


    Und eben das halte ich für nicht ausreichend - nur extreme(re) Varianten zu diagnostizieren und zu behandeln. Das genau ist wieder das Kind, was eben erst in den Brunnen fallen muss, damit man es mühsam rausholt. Das genau macht unser Gesundheitssystem zu einer Flickschusterei und verteuert die Angelegenheit dann enorm. Abgesehen davon, dass der Wirtschaft damit enormes Kapital verloren geht.
    Geändert von ChaosQueeny (28.06.2015 um 15:31 Uhr)

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