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Diskutiere im Thema DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #431
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.933

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    web4health schreibt:
    Die Erwartungen und die Möglichkeiten müssen halt auch einen gewissen Rahmen einhalten. Bei aller Berufsfreiheit und sozialer und beruflicher Teilhabe.

    Der Nicht-Artist
    Und ich dachte, der jetzige Beruf wäre auch eine Art Drahtseilakt, so kann man sich irren.


    Wiederhole ich mich, wenn ich sage, dass jeder Mensch sich nach Schwächen und Stärken orientieren sollte? Ich glaube, das ist doch massgeblich ausschlaggebend für das Gelingen, wenn sich das auch noch mit dem eigenen Interesse paart.

  2. #432
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ja, das sollte man. Mit bestimmten Einschränkungen, wenn man durch Massnahmen (Medikamente, andere Hilfen z.B. rollstuhlgeeigneter Arbeitsplatz, Arbeitsassistenz etc.) die Schwächen ausgleichen kann und dann genauso produktiv wie ein Gesunder sein kann.

  3. #433
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    creatrice schreibt:
    Huiuiui, das heisst, ich habe kein Recht auf freie Berufswahl und bin dann selber schuld, wenn ich etwas wähle was mich interessiert oder meinen Neigungen entspricht?
    DAS ist eine grundlegende im Gesetz verankerte Einschränkung!

    DIe EInschränkungen in ihrer QUalität sind ausschliesslich Umfeldbedingt oder von mir als Person? Da sind wir da, wo wir vor ein paar Jahren waren.....
    ich zum Beispiel habe ein Laberfach mit Nummerus studiert - durch die konsequenten Gemeinschaftsarbeiten hatte ich aber auch die Strukturierungshilfe, die ich zwingend brauche.

  4. #434
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Fliegerlein schreibt:
    Dazu muss ich rückfragen:
    Warum wird Dir auf deinem Posten viel Kram abgenommen, mit dem Du Probleme hast?
    Es gehört einfach nicht zu meinem Aufgabenbereich.

  5. #435
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 160

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    web4health schreibt:
    Aber : Muss ich dann ausgerechnet Geschichte und andere ausufernde Fächer wählen, die eine geringe Vorstrukturierung und ein extremes Maß an Selbststrukturierung und Selbststeuerung in immer kürzeren Zeiten (Bachelor) erfordern ?

    Es kommt auf das Umfeld und die Personen an, ob ADHS zu Störung wird. Aber man muss und sollte sich eben sein Umfeld auch GÜNSTIG aussuchen.

    Gerade bei ADHS ist es ja so, dass häufig die Noten im Abi schlecht sind und dann viele Fächer wegfallen wegen NC. Dann bleiben Laberfächer übrig, die aber eben gerade nicht gut geeignet sind bzw. sein können.

    Wann ist es denn eine Störung, wann aber quasi persönliches Versagen wie in dem Spiegel-Online-Artikel. Der Student richtet sich ja nach 3 maliger Exmatrikulation gegen die Kollegen im Studium, die es mit Ritalin "geschafft" haben. Der Kerl ist zwar total verpeilt und wahrscheinlich auch ADHSler. Aber das entschuldigt ja nicht, dass er nichts dagegen tut. Er hat KEINEN Leidensdruck , da er sein Scheitern quasi noch erhöht und darüber schreibt (komisch, das geht)
    Viel entscheidender als die Struktur ist das Interesse fürs Fach, egal ob Mathe, Geschichte oder sonstwas. Jede und jeder mit AD(H)S wird in einem gut strukturierten, aber für ihn nur mittelmäßig spannendem Fach scheitern (soweit er auf Medikamente verzichtet), weil seine Aufmerksamkeitspanne mit der affektiven Bindung, sprich: mit der Begeisterung für die Themen und Fragestellungen eines Faches sehr eng zusammenhängt.

    Herr Rossi hat mir ausdrücklich zugestimmt, als ich argumentiert habe, dass bei uns AD(H)Sler/innen die affektive Bindung an ein Thema oder ein Themenfeld sehr relevant für die Ausdauer ist, mit der wir geistig daran arbeiten können.

    Und deshalb unterstreiche ich noch einmal: Die Universität kann sogar ein Refugium sein für Menschen mit AD(H)S.

    Was ein Laberfach sein soll, weiß ich nicht, aber ich habe eines studiert, nehme ich an. Geschafft habe ich es, weil ich begeistert davon war und immer noch bin.
    Geändert von Hirnjogger (14.07.2015 um 22:24 Uhr) Grund: Feinschliff

  6. #436
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.933

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    creatrice schreibt:
    Ja, das sollte man. Mit bestimmten Einschränkungen, wenn man durch Massnahmen (Medikamente, andere Hilfen z.B. rollstuhlgeeigneter Arbeitsplatz, Arbeitsassistenz etc.) die Schwächen ausgleichen kann und dann genauso produktiv wie ein Gesunder sein kann.
    Ich finde es nicht so wesentlich, ob am Ende eine Produktivität "wie ein Gesunder" dabei rauskommt - für manche Menschen ist das eben nicht leistbar. Viel wesentlicher finde ich, dass man sich damit möglichst auch selbst wohlfühlt, das vom Umfeld so akzeptiert und anerkannt wird - und noch besser ist, wenn man auch davon leben kann.

  7. #437
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Auch Gesunde unterscheiden sich in ihrer Produktivität.

    Und ich glaube nach dem was ich hier zuletzt geschrieben habe, musst du mir das nicht extra erklären.

  8. #438
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Hirnjogger schreibt:
    Geschafft habe ich es, weil ich begeistert davon war und immer noch bin.
    Hmm, ... ich war und bin begeistert von Psychologie, sehr sogar, und ich habe versucht es zu studieren, bin aber gescheitert.
    Zum Einen, weil man eben nicht nur ein Fach studiert, sondern entweder 2 Hauptfächer oder ein Hauptfach und zwei Nebenfächer (es sei denn, es gibt da auch andere Studiengänge).
    Dennoch bin ich gescheitert und würde auch nach wie vor scheitern, ob mit oder ohne Behandlung.

    Trotz aller Begeisterung war da einfach zu viel, das ich nicht bewältigen konnte.
    Und zwar, weil ich es eben nicht konnte und nicht, weil ich es nicht wollte, es ging einfach nicht.

    Und selbst in dem Hauptfach Psychologie, das mich wirklich sehr begeistert, waren immer wieder Unterbereiche/ Themenbereiche, an denen mein Interesse nicht so groß war und wieder hätte ich auch da verloren.

    Und wer meine Beiträge hier im Forum liest, wird feststellen, dass ich mich aus vielen Bereichen raushalte, weil ich dazu nichts beitragen kann.
    Ich habe zwar Psychologie studiert, aber auf meine Art, ohne Abschluss und mit Gasthörerstatus, weil ich mich so auf die Dinge beschränken konnte, mit denen ich zurecht kam.
    Dort habe ich auch Hausarbeiten und Facharbeiten abgegeben etc., aber es ist kein abgeschlossenes Studium, das wäre mir nie möglich, trotz aller Begeisterung.

    Einiges fliegt mir regelrecht zu, anderes bekomme ich ums Verrecken nicht in den Kopf, egal wie sehr ich mich anstrenge ...

    Allein die Begeisterung reicht nicht aus, um als von einer ADHS Betroffener ein Studium durchziehen zu können.

    Da müssen schon noch mehrere Faktoren vorhanden sein, die das ermöglichen (und die es auch gewiss gibt,)

    Nachtrag:
    Dazu kommt auch, dass an einer Uni auch viele Menschen sind, .. allein das hätte mich fertig gemacht ... ich komme nicht gut klar mit vielen Menschen um mich herum.
    Wobei ich das immerhin dadurch gering halten konnte, indem ich an einer Fernuni studiert habe, was aber wiederum problematisch für Menschen mit Struktur- und Oragnisationsproblemen ist ....
    Geändert von Fliegerlein (15.07.2015 um 00:00 Uhr) Grund: Nachtrag zugefügt

  9. #439
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ich fand das Studium war echt ne Qual und kann nicht verstehen, was andere da so toll dran fanden (na ja, wäre vielleicht für mich auch schöner gewesen, wenn ich Eltern gehabt hätte, die mir das mal eben finanzieren und ohne ADHS) - ich war froh, als es endlich vorbei war.

    Danach habe ich auch eine lange Auszeit gebraucht. Ich fühlte mich erst nach ungefähr einem halben Jahr in der Lage, mich um einen Job zu bewerben, weil ich einfach nur alle war. Und ich würde nix lieber tun, als jetzt drei Monate mal einfach nichts zu machen und nach meinem eigenen Rhythmus leben zu können.

  10. #440
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    web4health schreibt:
    Es kommt auf das Umfeld und die Personen an, ob ADHS zu Störung wird. Aber man muss und sollte sich eben sein Umfeld auch GÜNSTIG aussuchen.
    Genau dieser Meinung bin ich auch. Ein Studienabschluss - zu meiner Zeit war es das Diplom - sollte nicht das höchste Glück versinnbildlichen. Glück kann man auch mit anderen Lebensauszeíchnungen erlangen. Doch wer sagt das dem Menschen mit ADHS? Die Eltern wollen ein normales Kind, das fleissig ist und ein gutes Abitur absolviert. Deswegen bekommt das Kind Medikamente oder Prügel. Es wird peu à peu in eine Schablone gepresst, aus der es nicht mehr allein raus kommt, und sollte es doch raus kommen, fällt es tief.

    Daher sollte der Appell nicht an die StudentInnen oder SchülerInnen gegen, gefälligst das Studium zu lassen und eine Lehre zu beginnen, sondern vielmehr an die Eltern, dem Kind eine andere Wertestruktur bei zu bringen.

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