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Diskutiere im Thema DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #421
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.955

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Aber damit widersprichst du dir dann selbst, wenn du sagst, dass - wenn man sich selbst nicht eingeschränkt fühlt (auch wenn andere die Einschränkung bemerken), weil man es als normal empfindet - man eben auch nicht eingeschränkt ist. In dem du gleich wieder sagst, man wäre eben doch wieder eingeschränkt, wenn ander dies als Einschränkung empfinden. Und im weiteren Verlauf sicherlich wieder sagen wirst, es ist keine Einschränkung, wenn man sie selbst als normal empfindet und damit leben kann ...

    Damit ist die Sache mit der Einschränkung jetzt als nicht nur schwammig und vom eigenen Empfinden geprägt, sondern jetzt super-schwammig auch noch vom gesamten Umfeld ... und könnte sich locker mal alle paar Minuten, bzw. in kurzer Zeit ändern, wenn man mal mit Kollegen X zusammen ist und dann eben mit Kollege Y, danach gleich die Besprechung beim Chef hat und sich im Anschluss mit Freunden trifft um dann am Abend zur Familie heimzukehren .. Damit wird das Ganze langsam doch zur Farce.

    Oder anders, wenn ich jetzt einen Mann hätte, der darauf besteht, dass ich mit ihm in die Muckibude gehe, wäre ich plötzlich eingeschränkt? Himmel hilf ...

    Irgendwie wird das hier gerade ganz deutlich die Katze mit dem Schwanz ...


    Fliegerlein, deinem letzten Satz kann ich nur zustimmen. Eine Begründung, warum es so ist, das Bemühen etwas daran zu verändern, so weit es möglich ist, aber bitte kein Stigma, sondern bitte Anerkennung für die Bemühungen und den Willen zur Veränderung und vielleicht für die Sachen, die wir (trotzdem) gut können.

  2. #422
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 676

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Na ja. Das Problem ist halt auch :

    Wenn ich studieren will (und das begabungsadäquat auch können dürfte), aber eben nicht die meta-kognitiven Fähigkeiten dafür habe, ist das eine Beeinträchtigung mit Leidensqualität. Für mich jedenfalls.

    Andere Menschen würden halt vielleicht sagen : Soll er halt nicht studieren, sondern gutes Geld bei Mercedes oder sonstwo verdienen.

    Aber : Muss ich dann ausgerechnet Geschichte und andere ausufernde Fächer wählen, die eine geringe Vorstrukturierung und ein extremes Maß an Selbststrukturierung und Selbststeuerung in immer kürzeren Zeiten (Bachelor) erfordern ?

    Es kommt auf das Umfeld und die Personen an, ob ADHS zu Störung wird. Aber man muss und sollte sich eben sein Umfeld auch GÜNSTIG aussuchen.

    Gerade bei ADHS ist es ja so, dass häufig die Noten im Abi schlecht sind und dann viele Fächer wegfallen wegen NC. Dann bleiben Laberfächer übrig, die aber eben gerade nicht gut geeignet sind bzw. sein können.

    Wann ist es denn eine Störung, wann aber quasi persönliches Versagen wie in dem Spiegel-Online-Artikel. Der Student richtet sich ja nach 3 maliger Exmatrikulation gegen die Kollegen im Studium, die es mit Ritalin "geschafft" haben. Der Kerl ist zwar total verpeilt und wahrscheinlich auch ADHSler. Aber das entschuldigt ja nicht, dass er nichts dagegen tut. Er hat KEINEN Leidensdruck , da er sein Scheitern quasi noch erhöht und darüber schreibt (komisch, das geht)

  3. #423
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    creatrice schreibt:
    Genau das ist es ja, Elwirrwarr die Einschränkungen erscheinen dir vllt. sogar schon normal (traurig), aber das was du aufzählst sind doch ganz enorme Einschränkungen. Man kann evt. nicht da wohnen wo man will, man kann nicht die Hobbys ausführen die man will, man kann sogar teils den Arbeitsplatz nicht behalten, den man will. Weil alles genau in die Kerbe der Erkrankung geht. Ich habe auch keine Probleme mit dem Studium, habe ja auch keins gemacht. Sprich ich habe ja auch das verlassen müssen, was genau auf die Problembereiche abzielt. Weil eine Kompensation in so belastetem Umfeld eben einfach nicht möglich ist. Eine Uni wäre in meinem Verständnis der Defizite schon eine äusserst belastete Wohnung/Arbeitsplatz/Hobby.

    Kannst du dir vorstellen, das es nicht nur Ausnahmen sind, die das trotz COPD können? wenn nein, dann ist genau das halt mein Unverständnis. Es ist ja nicht mutwillig oder mit Absicht. Es ist so, wie ich die Definition verstehe und selbst erlebe.
    Und genauso wie sich dann andere von mir ausgeschlossen fühlen, schliesse ich mich selbst ja damit auch (hier) aus. Das mache ich ja nicht weil es so toll ist, den Zorn anderer zu erregen, sondern weil ich mich in meinen Problemen nicht wiedererkannt sehe und auch meine Ängste und Befürchtungen habe.
    doch ich kann mir das vorstellen. ich glaube das es eine Einschränkung ist wenn man studieren möchte, es aber wegen seiner AD(H)S nicht "kann" .

    Ich glaube aber nicht, das es nur Ausnahmen sind, die es trotz AD(H)S können.

    Ich denke aber, daß viele AD(H)Sler, die ein Studium abgeschlossen haben, trotzdem Einschränkungen habe. Sie haben bewußt oder unbewusst Wege gefunden Ihre Einschränkungen zu kompensieren. Bei mir waren das u. A. die Gemeinschaftsarbeiten.

    Ich wusste damals nicht, dass ich ADHSler bin. Ich habe nur gemerkt, das ich anders ticke. Ich habe aber zu der Zeit nicht unter dem andets ticken gelitten, dort wurden Referate und Gemeinschaftsarbeiten aus positiv bewertet.

    Hätte ich etwas studiert, wo i h Uengen von Klausuren hätte schreiben müssen, wäre ich nie ins 2 Semester.gekommen.




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  4. #424
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.955

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Was ich gut kann oder eben nicht gut kann, muss aber jeder Mensch überdenken. Es ist ja eigentlich so, dass jeder Mensch gewisse Einschränkgungen hat und für manche - auch Nicht-AD(H)Sler - sind diese Einschränkungen auch nur mit Mühe und Kraftaufwand zu überwinden oder sie können diese Mauer eben nicht erklimmen. - Manche Sachen muss man auch akzeptieren, ob man nun will oder nicht. Das ist leider so. Manche Sachen lassen sich auch mit Willen, Kraftaufwand und Mühe nicht erreichen. - Und manchmal ist es die Frage, ob man daraus eine Einschränkung macht oder ob man sich einen anderen Weg sucht. - Sicherlich nicht bei allen Sachen, aber bei einigen Sachen geht das durchaus.

    Das Manko, was ich bei AD(H)S allerdings sehe ist, dass die Wahrnehmung sich normalerweise erst in einem Alter angleicht, wo es eigentlich schon zu spät ist - zumindest für die Berufs- oder Studienwahl, wenn man da später nicht noch mal entsprechend diesen Weg wählt.

    Ich war daher überrascht, dass Elwirrwarr ihre Stärken und Schwächen so früh erkannte. Das war bei mir ganz deutlich nicht so, ich hinkte da doch hinter meinen Klassenkameraden hinterher und orientierte mich eher daran, was ich wusste, was ich eindeutig nicht konnte (was eher körperlich geprägt war). Wer von uns da die Ausnahme war ist aber unerheblich, ich freue mich zu sehen, dass es bei Elwirrwarr deutlich anders war und es ihr zu einer Entscheidungsfindung in recht frühem Alter verholfen hat. Mir half das Glück - was zwar keine Variante ist, auf die man sich verlassen sollte, aber einmal Glück zu gehabt haben, fühlt sich auch gut an.


    Nun lasst mich aber auch mal dazwischen ...

  5. #425
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Mal ganz davon abgesehen, das das System in Bezug auf psychische Behinderungen wirklich katastrophal ist, so ist eine Diagnose einer Erkrankung, die als sehr einschränkend im Berufsleben anerkannt ist, auch eine Chance, seinen Fähigkeiten entsprechend trotzdem am Arbeitsleben teilhaben zu können. Geistig behinderte Menschen z.B. fühlen sich durchaus nicht eingeschränkt, wenn sie in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten, ein körperlich behinderter Mensch kann teilhaben, wenn man seinen Arbeitsplatz fachgerecht und ihm gerecht umgestaltet. All das sind aber Dinge, die die Leute meist selbst nicht tun können, sei es aus finanziellen Gründen, oder aus ihren eigenen Fähigkeiten heraus.

    Eine klarere Trennung von den Schweregraden oder Beeinträchtigungen macht es den einen leichter diese speziellen Hilfen zu bekommen, da sie oder ihre ANgehörigen nicht zermürbende Nachweise und Fragen etc erbringen müssten, den anderen erspart es eine "Unterbringung", die nicht ihren Fähigkeiten entspricht, und die damit erst Recht eingeschränkt werden (auch das habe ich erlebt). Das heisst nicht, das andere keine Hilfe bekommen, aber es wird nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen, sondern ihren EInschränkungen angepasst und hilfreich interveniert.

    Und auch zu Hause finde ich, ist es in Bezug auf Intervention wichtig, den Schweregrad zu ermitteln. Es ist etwas anderes, ob jemand schusselig ist, und das zwar nervt, aber irgendwie noch in dem Bezug vertretbar ist, das es andere nicht einschränkt, oder ob ein Kind z.B. so viele Zahnspanegen verbummelt, bis die Kasse sagt die nächste müsse selbst bezahlt werden, regelmäßig Schlösser ausgetauscht werden müssen, weil die Schlüssel weg sind, regelmäßig Schulmappen gekauft werden müssen, weil STullen drin verschimmelt sind so das sie wirklich unbrauchbar ist, oder sie verbummelt wurden etc etc. Das mag für Eltern wie meine finanziell zu stemmen sein, aber viele andere wären da wirklich an die Grenzen des Machbaren gekommen. Wenn es dann nämlich um die Entscheidung Gesundheit und Schulutensilien oder Essen und Miete geht, dann ist das ein ganz anderes Kaliber, was auch anderer Hilfen bedarf.

    Es wäre doch für alle besser, wenn die einen nicht ewig nachweisen müssten, das sie wirklich leiden (indem man festlegt, das es auch Fälle gibt wo es aus welchen Gründen auch immer in der Intensität schwanken kann), und die anderen widerum schnelle unkomplizierte (und damit festgelegte) Hilfe bekommen, die über das Maß der jetzig üblichen hinausgeht, auch ohne das diese sich ewig erklären müssen, oder man wieder versucht die Fehler erst bei der Intelligenz oder dem Elternhaus zu finden. Ich glaube das dies aber mit einer breit gefassten Definition nicht gehen wird, das zumindest dahingehend eine festgelegte Unterteilung oder Umverteilung stattfinden muss.

  6. #426
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Queeny ich glaube du hast mich falsch verstanden. Wenn man selbst keine Einschränkung empfindet, dann hat man auch keine. Wenn es Konsequenzen für einen selbst hat, das andere das so empfiden, dann hat man eine, weil man ja selbst die Konsequenzen spürt und somit eingeschränkt ist. Ich habe nirgends geschrieben, das man eingeschränkt ist, wenn andere es empfinden und man selbst nichts bemerkt.

    Und ja, die EInschränkungen können alle paar Minuten wechseln. Auf gerader STrasse ist ein Rollstuhlfahrer im Fortbewegen an sich nicht eingeschränkt, bei Treppen schon. Das ist keine Farce, und auch nicht schwammig, das ist unter anderem der Grund, warum es Rampen oder Fahrstühle an Treppen gibt, und nicht auf gerade Strasse, weil diese Einschränkung nur dort ist.


    Und ja, wenn du einen Mann hast der möchte das du in die Muckibude gehst und du das auch willst, dann bist du eingeschränkt, wenn du es aber nicht in Erwägung ziehst, bist es auch nicht.

  7. #427
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    web4health schreibt:
    Aber : Muss ich dann ausgerechnet Geschichte und andere ausufernde Fächer wählen, die eine geringe Vorstrukturierung und ein extremes Maß an Selbststrukturierung und Selbststeuerung in immer kürzeren Zeiten (Bachelor) erfordern ?

    Es kommt auf das Umfeld und die Personen an, ob ADHS zu Störung wird. Aber man muss und sollte sich eben sein Umfeld auch GÜNSTIG aussuchen.

    Huiuiui, das heisst, ich habe kein Recht auf freie Berufswahl und bin dann selber schuld, wenn ich etwas wähle was mich interessiert oder meinen Neigungen entspricht?
    DAS ist eine grundlegende im Gesetz verankerte Einschränkung!

    DIe EInschränkungen in ihrer QUalität sind ausschliesslich Umfeldbedingt oder von mir als Person? Da sind wir da, wo wir vor ein paar Jahren waren.....

    Wozu verschreiben sie Medikamente? Schulungen und training zum besserern Detektieren des Umfeldes müsste doch dann genügen.....


    Was wäre denn die optimale Alternative für den STudenten? Gar nicht studieren? Ein Fach was keinen NC hat, aber ihn auch nicht interessiert und dann deswegen scheitern? Mit welchem Umfeld (was realistisch ist) hätte er nicht dieses Problem der Studienwahl?
    Geändert von creatrice (14.07.2015 um 17:41 Uhr)

  8. #428
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 676

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    So habe ich es ja nicht gemeint.

    Ich habe nur ausdrücken wollen, dass es eben nicht reicht nun nur auf eine Diagnose ADHS zu setzen und daraus zu schlussfolgern, dass eine BEHANDLUNG diese Symptome beseitigt.

    Es kommt immer auf die Kontextfaktoren darauf an, ob nun eine Symptomatik ein Leidensdruck bzw. eine Benachteiligung / Behinderung auslöst.

    Ich finde aber schon, dass es in die Berufsberatung / Studienberatung gehört, auf den Lern- und Auffassungsstil einzugehen. Und das es eben dann zu einer Qual werden kann, bestimmte Studiengänge zu wählen.

    Ich coache derzeit eine Studentin mit sehr geringen meta-kognitiven Fähigkeiten und erheblichen Problemen im Emotionswissen = sozialen Fertigkeiten. Da ist es verdammt schwierig, allein die Alltagsprobleme zu bewältigen.

    Ob sie jemals mit dem dann vielleicht erreichten Studienabschluss glücklich wird, ist offen. Jedenfalls war schon die Studienfachwahl nur eine Notlösung (und auch nach Abbruch des Erststudiums). Schon die Schulzeit war eine Qual und sie studiert jetzt ausgerechnet auf Lehramt...

    Natürlich helfe und unterstütze ich sie. Aber ob das "gut" geht ?

    Ich selber würde auch nie ein guter Hochseilartist werden. Obwohl ich als Kind immer davon geträumt habe, mit irgendwelchen Bällen jonglierend auf eine riesige Rampe zu rollen und da der Star zu sein. Blöd, ich habe NULL Koordination und Gleichgewicht. Und ich neige dazu, nicht zu trainieren und sehr unsportlich zu bleiben.

    Muss mir jetzt die Gesellschaft eine Therapie verschaffen, dass ich noch morgen beim Circus Krone in Uelzen auftreten kann (am besten mit Garantie, dass ich auch bezahlt werde !) ????

    Die Erwartungen und die Möglichkeiten müssen halt auch einen gewissen Rahmen einhalten. Bei aller Berufsfreiheit und sozialer und beruflicher Teilhabe.

    Der Nicht-Artist

  9. #429
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Kurz ergänzend zu Martins Antwort:
    creatrice schreibt:
    Huiuiui, das heisst, ich habe kein Recht auf freie Berufswahl und bin dann selber schuld, wenn ich etwas wähle was mich interessiert oder meinen Neigungen entspricht?
    DAS ist eine grundlegende im Gesetz verankerte Einschränkung!
    Aber manches geht eben nicht, gesetzlich verankert oder nicht.

    Ich habe einen Farbsehfehler und kann damit weder Berufspilot, noch Fluglotse werden (ob ich unsicher bin, ob das allein aufgrund meiner Dispisition die wirklich gute Wahl gewesen wäre, aber das sei dahingestellt, aber ich hatte die Möglichkeit, da offensichtlich ein gewisses Talent dazu bestand, wie mir mein Sprechfunklehrer in der Pilotenausbildung sagte, aber aufgrund des Farbfehlers ging es eben nicht.
    Dennoch hab ich ja ein Recht auf freie Berufswahl, aber na klar innerhalb meiner Möglichkeiten, die muss ich nun mal akzeptieren und da gibt es auch nichs, womit da möglich werden könnte (hab wirklich alles versucht), ich kann das nicht erzwingen.

  10. #430
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    web4health schreibt:
    Ich selber würde auch nie ein guter Hochseilartist werden. Obwohl ich als Kind immer davon geträumt habe, mit irgendwelchen Bällen jonglierend auf eine riesige Rampe zu rollen und da der Star zu sein. Blöd, ich habe NULL Koordination und Gleichgewicht. Und ich neige dazu, nicht zu trainieren und sehr unsportlich zu bleiben.

    Muss mir jetzt die Gesellschaft eine Therapie verschaffen, dass ich noch morgen beim Circus Krone in Uelzen auftreten kann (am besten mit Garantie, dass ich auch bezahlt werde !) ????

    Die Erwartungen und die Möglichkeiten müssen halt auch einen gewissen Rahmen einhalten. Bei aller Berufsfreiheit und sozialer und beruflicher Teilhabe.

    Der Nicht-Artist

    Nein, natürlich muss das die Gesellschaft nicht. Wenn man aber aufgrund einer bestimmten Erkrankung generell von einem bestimmten Bildungsabschluss ausgeschlossen ist, (was ich beim STudium so sehe, auch wenn es von vllt 200 Studiengängen 3 oder 4 gibt, die man schaffen könnte), dann sollte die Gesellschaft schon etwas tun, oder eben eine med. Betreuung, gerade wenn man mithilfe dieser Betreuung aufgrund seiner geistigen Fähigkeiten diesen Abschluss schaffen könnte. Und erst recht, wenn man wenigstens überhaupt einen Abschluss schaffen könnte, der auf dem 1. Arbeitsmarkt ist. Natürlich geht das nicht, wenn es an bestimmten geistigen Fähigkeiten hapert, wenn aber aufgrund eines Nachteilsausgleiches und einer speziellen Förderung und Behandlung dies möglich ist, dann hat derjenige, so finde ich, auch das recht seine Zukunft so zu gestalten.

    Und ganz ehrlich...... auch bei mir war es von vornherein klar, das ich nach meiner AUsbildung nie in dem Beruf arbeiten werde, selbst das AA hat diese Ausbildung verweigert, weil es unnütz sei. Es ist aber nicht unnütz als junger Mensch einen ABschluss zu machen, weil auch das Selbstbewusstsein dadurch Aufwind bekommt, den keine Therapie oder Medikation leisten kann. Soziale und berufliche Teilhabe ist in ihrem Erfolg nicht nur an das Ergebnis gekoppelt. (was sie bestimmt bei der STudentin irgendwann auch feststellen werden) Denn auch selbst wenn es ein Misserfolg auf ganzer Linie ist, der vorhersehbar ist, so ist es für einen jungen Menschen oft unwahrscheinlich wichtig selbst die Erfahrung zu machen, das man wirklich alles versucht hat, und man sich nie selbst Vorwürfe machen muss, wieso man vllt irgendwann doch nicht am 1. Arbeitsmarkt teilhaben kann. Es kommt also irgendwie doch schon auch ein bisschen darauf an wer seinen grossen AUftritt in Uelzen haben will.

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