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Diskutiere im Thema DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #411
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Hirnjogger schreibt:
    Zahnwurzelbehandlung hilft gegen ADHS?

    Na super.

    Könnten nicht einfach Massagen gegen ADHS helfen?



    Oder Brausebonbons?
    Sorry, das war zwar lustig, aber da dieses Thema ohnehin schon einen breiten Rahmen angenommen hat, sollten wir versuchen, jetzt nicht auch noch in die Witzeschiene zu geraten, das würde dem Thread nicht gerecht werden und auch den Teilnehmern des Threads hier nicht, denen das doch sichtbar sehr zu Herzen geht.
    Wir verwenden Metaphern und Analogien, um Sachverhalte, die ansonsten recht abstrakt sind, zu verdeutlichen und "anfassbar" zu machen.
    Solche Vergleiche hinken immer und sind immer irgendwie unglücklich, aber sie helfen und sie sollten nicht zum Anlass genommen werden, sich darüber lustig zu machen, gerade unter uns, die wir wissen, wie man sich in solchen Situationen fühlt.
    Geändert von Fliegerlein (14.07.2015 um 14:11 Uhr) Grund: Egänzung, Abtrennung eines Teils, der nicht zum Teambeitrag gehörte

  2. #412
    Eti


    fliegFederflieg

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 848

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Fliegerlein schreibt:
    Das finde ich einen sehr schönen und außerordentlich bezeichnenden Satz.

    Wenn auch aus einem Grund, an den wahrscheinlich in dem Moment des Lesens erstmal keiner denkt ...

    "Wenn ich mich an alle Regeln halte geht es mir mit meiner COPD gut"

    Es geht uns mit unserer ADHS ja (u.a.) nicht gut, weil wir genau das nicht können .
    Die Akzeptanz dass das Eigene nie nach "Normregeln" zu lösen ist
    und dieses Wissen kombiniert mit netten ADHS freundlichen Strategien,
    lässt einem nach dem Entdecken deren doch in der Regel mehrheitlich auch gut Leben.

    Das hat durchaus etwas mit "sich an Regeln halten" gemeinsam.
    Wenn auch thematisch angepasst und in etwas eigenwilliger Regelmässigkeit bezüglich der Umsetzung.
    Wenn man sich an die "alle für einem selber, möglichen Regeln" mehrheitlich halten kann, ist doch schon beachtliches erreicht.

    Da finde ich ein Rumreiten auf dem Wort "alle" etwas mhm ja … na ja .. Das beherrschen nämlich auch nicht ADHS ler nicht.

  3. #413
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Eti schreibt:
    Da finde ich ein Rumreiten auf dem Wort "alle" etwas mhm ja … na ja .. Das beherrschen nämlich auch nicht ADHS ler nicht.
    Oh, ich denke das war auch nicht so wortwörtlich gemeint und was mich betrifft, ich hab das auch nur ohne weiteres Hinterfragen und nachdenken als Zitat übernommen.

    Denn so wie Du schon schreibst, das kann auch ein Nicht-ADHS'ler nicht.

    Um auch hier Barkley (und etliche andere Fachleute) zu zitieren:

    "Niemand ist ohne Beeinträchtigungen".

    Uns so ist es eben auch.
    Die Masse macht's .... wie so oft.

    Das macht ja auch einen guten Teil des Akzeptanzproblems einer ADHS bei Außenstehenden aus ... ADHS besteht ja zum großen Teil, fast ausschließlich aus Symptomen, die jeder kennt ... nur kann sich keiner vorstellen, wie das ist sie in diesem Ausmaß zu haben.

  4. #414
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Elwirrwarr schreibt:

    Bei einer COPD ist z. B. ein Umzug notwendig, wenn die Wohngegen sehr Abgas belastet ist. Oder ein Arbeitsplatzwechsel, wenn die körperlichen Anforderungen nicht passen. Es können bestimmte Urlaube und Hobby`s nicht mehr gemacht werden. Das Alles trifft auch auf eine ADHS/ADS zu. Wenn die äußeren Faktoren "gut" für mich sind, dann kann ich gut mit meiner ADHS leben - dies kann per Zufall der Fall sein, oder ich gestallte sie aktiv so.

    Es geht nicht darum, das ich es schaffe z. B. die Regel "ich überweise pünktlich meine Rechung" strikt einzuhalten. Es geht darum zu erkennen, dass ich genau das nicht kann und deshalb z. B. jemanden bitte es für mich zu tun.

    Ich habe den Begriff "Regeln" nicht so eng gemeint, wie du ihn aufgefasst hast.


    Genau das ist es ja, Elwirrwarr die Einschränkungen erscheinen dir vllt. sogar schon normal (traurig), aber das was du aufzählst sind doch ganz enorme Einschränkungen. Man kann evt. nicht da wohnen wo man will, man kann nicht die Hobbys ausführen die man will, man kann sogar teils den Arbeitsplatz nicht behalten, den man will. Weil alles genau in die Kerbe der Erkrankung geht. Ich habe auch keine Probleme mit dem Studium, habe ja auch keins gemacht. Sprich ich habe ja auch das verlassen müssen, was genau auf die Problembereiche abzielt. Weil eine Kompensation in so belastetem Umfeld eben einfach nicht möglich ist. Eine Uni wäre in meinem Verständnis der Defizite schon eine äusserst belastete Wohnung/Arbeitsplatz/Hobby.

    Kannst du dir vorstellen, das es nicht nur Ausnahmen sind, die das trotz COPD können? wenn nein, dann ist genau das halt mein Unverständnis. Es ist ja nicht mutwillig oder mit Absicht. Es ist so, wie ich die Definition verstehe und selbst erlebe.
    Und genauso wie sich dann andere von mir ausgeschlossen fühlen, schliesse ich mich selbst ja damit auch (hier) aus. Das mache ich ja nicht weil es so toll ist, den Zorn anderer zu erregen, sondern weil ich mich in meinen Problemen nicht wiedererkannt sehe und auch meine Ängste und Befürchtungen habe.

  5. #415
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.932

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    creatrice schreibt:
    ... erscheinen dir vllt. sogar schon normal ...
    Ich glaube, darin besteht einer der Unterschiede.

    Ich darf seit mittlerweile seit nun mehr gut 2 Jahrzehnten meine Arme nicht überbelasten. Sicher ist das eine Einschränkung, aber für mich ist das normal, dass ich versuche darauf aufzupassen und das mittlerweile gewohnheitsmässig nur noch ganz selten mache ... Ich sehe das nicht mehr als Einschränkung, weil ich mich einfach so sehr daran gewöhnt habe.

    Und so ist das vermutlich auch bei vielen AD(H)S-Sachen - man kennt es ja nicht anders, man sieht es höchstens bei anderen, aber für einen selbst ist es normal. Wenn man das akzeptieren kann (einfach auch, weil man muss ...) und ggf. Alternativen gefunden hat, dann fühlt man es "subjektiv" nicht mehr unbedingt als Einschränkung, obwohl es "objektiv" eine Einschränkung ist.

    Aber ich glaube, das erwähnte ich schon mal ...

  6. #416
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Es kommt mir mehr auf den Umfang der Einschränkung an. Eine EInschränkung die trotzdem eine Teilhabe ermöglicht, oder eine freie Entfaltung nach seinen Fähigkeiten und Neigungen ist für mich unterschiedlicher, als eine EInschränkung die es nicht ermöglicht, egal mit welchem Support oder ANstrengungen . Dabei ging es mir nicht um erkennen oder nicht.

    Es ist auch etwas anderes, ob man eine EInschränkung als normal empfindet, oder ob man sie gar nicht wahr nimmt. Ich finde einige EInschränkungen für mich auch mittlerweile "normal", merke aber trotzdem das ich sie habe. Nur das definiert ja eine EInschränkung. Wenn man sich auch selbst eingeschränkt fühlt.

  7. #417
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.124

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Damit bin ich nicht ganz einverstanden. Wenn ich z. B. einen Text langsamer schreibe als alle anderen und das normal für mich ist. Die Anderen das aber als störend empfinden.Bin ich dann eingeschränkt? So wie ich dich verstanden habe eben nicht.
    Gesendet von meinem GT-I9001 mit Tapatalk 2

  8. #418
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Wenn es für dich Konsequenzen hat, das die anderen es einschränkend finden, dann bist du eingeschränkt, ansonsten nicht. Das Wort Einschränkung bezieht sich ja immer auf das Subjekt. Dabei ist es egal was andere für einschränkend halten. Wenn ein Astronaut es einschränkend findet, wenn er aufgrund zu vieler Zahnplomben nicht mehr fliegen darf (weiss nicht ob das noch so stimmt), dann heisst das ja nicht, das alle mit Zahnplomben eingeschränkt sind. Solange sie eben keine Beschwerden aus der Plombe haben, wie Schmerzen beim Kauen etc.

  9. #419
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Sunpirate schreibt:
    Damit bin ich nicht ganz einverstanden. Wenn ich z. B. einen Text langsamer schreibe als alle anderen und das normal für mich ist. Die Anderen das aber als störend empfinden.Bin ich dann eingeschränkt? So wie ich dich verstanden habe eben nicht.
    Genau aus diesem Grund spielt bei der Diagnose, bzw. bei der Schwelle zur Störung immer auch das Umfeld mit.

    Für sich allein ist das Symptom vielleicht nicht störend.
    Aber wenn im Allgemeinen im heutigen Berufsleben erwartet wird, und vor allem auch allgemein erwartet werden kann, dass man Texte schneller schreiben kann, dann ist derjenige, der das nicht so schnell kann, im nachteil, denn möglicherweise bekommt er einen Job deswegen nicht oder wird schlechter bezahlt odr hat aus sonst irgendwelchen Gründen Nachteile daraus, dass er es nicht so kann wie die anderen.

    Das macht ja die Störung aus.

    Man selbst empfindet das Symptom an sich nicht als störend oder einschrändend.
    Im Zusammenspiel mit dem Umfeld ist es das aber.

    Wenn ich hier zu Hause Flüchtigkeitsfehler mache, dann ist das halt so, ich lächle drüber (versuche ich jedenfalls), machs halt nochmal und gut ist's.

    Wenn ich als Maschinenbediener an einer Produktionslinie in einer Fabrik für elektronische Module arbeite und dort auch einen Flüchtigkeitsfehler (trotz mehrfacher Kontrolle und Gegenkontrolle, was schon wieder zur Zeitverzug führt) mache und ein falsches Bauteil auf die Maschine rüste, dann kann es gut sein, dass ich das erst merke, wenn die ersten Geräte durch den Tester kommen und ausfallen und bis dahin habe ich einen Seirenfehler produziert, der u.U. 5-stellige Summen kostet und wenn das immer wieder passiert, ist das irgendwann ein Künsigungsgrund.

    Der Versuch, das zu vermeiden allein kostet schon Unmengen an Zeit und Anstrengung, was wiederum im Vergleich zu allen anderen Kollegen zu einer geringeren Produktivität führt und schon wieder steht man schlechter da, als die anderen.
    (Das ist übrigens kein aus der Luft gegriffenes Beispiel, sondern ein Teil meines Lebenslaufes, meine eigene Geschichte)


    Genau darum geht es, das ist der Punkt, an dem man sagen kann, dass die Symptome zu deutlichen und schwerwiegenden Beeinträchtigungen führen und wenn das sich dann auch noch durch mehrere Lebensbereiche zieht, dann gut Nacht Marie ...

    Der Punkt ist:
    Die anderen können das eben.
    Klar machen die auch mal einen Fehler oder verbocken was und klar ist das auch für die anstrengend, aber im Allgemeinen können die das ohne Probleme, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr.

    Wir landen am Ende immer in der weichen braunen Masse ...


    Nun könnte man natürlich sagen, dass sich dann doch bitte das Umfeld uns anpassen möge, dann hätten wir auch keine Beeinträchtigungen und somit keine Störung.
    Ist auch korrekt.
    Aber das Umfeld hat sich nun mal so entwickelt und das, weil es das einfach konnte.
    Und es konnte es, weil die meisten Menschen (so etwa 95%) das auch hinbekommen.

    Natürlich können wir immer noch darüber philosphieren, ob das alles so gut ist und dass die Gesellschaft krank ist, worin auch ich zustimme, aber das ist nicht der Punkt.
    Die Entwicklung ist so fortgeschritten und wir geraten an Grenzen, die andere schlicht nicht haben.

    Und auch hier möchte ich noch mal hervorheben, dass eine Diagnose einer Störung B Stigmatisierung ist, wir nicht damit als "unzureichend" "gekennzeichnet" werden sollen, sondern man uns damit zubilligt, dass diese Beeinträchtigungen nun mal vorhanden sind, aber niemand etwas dafür kann, weder das Umfeld, noch wir selber.

  10. #420
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 160

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Fliegerlein schreibt:
    Sorry, das war zwar lustig, aber da dieses Thema ohnehin schon einen breiten Rahmen angenommen hat, sollten wir versuchen, jetzt nicht auch noch in die Witzeschiene zu geraten, das würde dem Thread nicht gerecht werden und auch den Teilnehmern des Threads hier nicht, denen das doch sichtbar sehr zu Herzen geht.
    Wir verwenden Metaphern und Analogien, um Sachverhalte, die ansonsten recht abstrakt sind, zu verdeutlichen und "anfassbar" zu machen.
    Solche Vergleiche hinken immer und sind immer irgendwie unglücklich, aber sie helfen und sie sollten nicht zum Anlass genommen werden, sich darüber lustig zu machen, gerade unter uns, die wir wissen, wie man sich in solchen Situationen fühlt.
    Ganz im Gegenteil, aus meiner Sicht jedenfalls. Diese Diskussion braucht Auflockerung oder langsam mal einen Abbruch. Zudem kann ich mir nicht vorstellen, wie mit diesem unpersönlichen Witz jemand emotional berührt werden sollte.

    So wie ich es erlebe ist Humor- und Ironiefreiheit beileibe keine diskursive Tugend, sondern vielmehr Signal dafür, dass eine Sache mehr Gewicht erhält als ihr zusteht.

    Aber jetzt bin ich wieder On-Topic, versprochen.
    Geändert von Hirnjogger (14.07.2015 um 16:32 Uhr)

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