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Diskutiere im Thema DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #391
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.925

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Hihihi, dann wäre also ein behandelter AD(H)Sler, der seine Beeinträchtigungen tatsächlich in den Griff bekommen haben sollte per Definition gar kein AD(H)Sler mehr ...

  2. #392
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    lolist schreibt:


    Und was machen wir, wenn einmal in ferner Zukunft evtl. doch irgendwann ein Biomarker für ADHS existieren sollte? Und wenn es irgendwann mal möglich wäre, ADHS-Vorsorgeuntersuchungen zu machen, noch BEVOR die Beeinträchtigungen kommen, so rein utopisch gedacht.

    Müssen wir dann zwischen ADHS light/ latent (ohne Beeinträchtigung) und ADHS akut (mit Beeinträchtigung) unterscheiden?

    Tschuldigung, ich spinne da so ein wenig rum...
    Auch weil ich hier dauernd diskutiere mit meinem Umfeld ob nun ADHS eine KRANKHEIT ist, die ausschließlich über LEIDEN und BEEINTRÄCHTIGUNG definiert ist und zwar LEBENSLANG oder evtl. der Begriff NEURODIVERGENZ hier weiterhelfen könnte. Als eine Veranlagung/ Disposition/ Störung, die je nach Umfeld mehr oder weniger Beeinträchtigung bedeutet und im Laufe des Lebens je nach Ausprägung und Umfeld und Alter leichter oder stärker oder gar nicht (mehr) kompensiert werden kann.

    Macht das irgendwie Sinn?
    Man sollte dann wohl trotzdem gucken, ob es Beeinträchtigungen gibt, denn wie auch bei einigen anderen erblichen Erkrankungen gibt es vllt. auch sog. "Träger", die phänotypisch nichts haben. Und mit was will man Leute behandeln die dann keinerlei Beeinträchtigungen haben? ( Gesetz dem Fall man unterscheidet nicht)


    Es gibt genetische Dispositionen zu Schizophrenie oder Depressionen, das heißt aber nicht, das die immer ausbrechen. Eine Veranlagung oder Disposition ist etwas anderes als eine Störung. Es kann zu einer Störung beitragen, ist aber nicht automatisch eine.

  3. #393
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Queeny es kommt drauf an..... Wenn er die Behandlung abgeschlossen haben sollte und dann keine Beeinträchtigungen mehr hat, dann ist er keiner mehr. Er ist als gesund "entlassen". Wenn er weiterhin einer dauerhaften Behandlung bedarf, ist er auch weiter krank. Alle Erkrankungen haben in den Diagnosevorschriften die Zustände, die unbehandelt sind, es muss nicht explizit aufgeführt werden, das ein Diabetiker trotz Medikation weiterhin Diabetiker ist.

    ADHS ist nicht die Ursache, sondern das Krankheitsbild, das definiert das S schon. So wie AIDS das Krankheitsbild der HIV-Infektion ist.
    Geändert von creatrice (13.07.2015 um 22:57 Uhr)

  4. #394
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.925

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Dann ist aber die Behauptung AD(H)S ist unheilbar zumindest per Definition erst einmal unrichtig.

  5. #395
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Sofern man nicht zu den Glücklichen gehört, die mit der Adoleszenz irgendetwas durchmachen, was dann keinen Krankheitswert mehr hat, ist es glaube ich dann wirklich eine Frage, als was man ADHS definiert.

  6. #396
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 5

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    creatrice schreibt:
    Man sollte dann wohl trotzdem gucken, ob es Beeinträchtigungen gibt, denn wie auch bei einigen anderen erblichen Erkrankungen gibt es vllt. auch sog. "Träger", die phänotypisch nichts haben. Und mit was will man Leute behandeln die dann keinerlei Beeinträchtigungen haben? ( Gesetz dem Fall man unterscheidet nicht)


    Es gibt genetische Dispositionen zu Schizophrenie oder Depressionen, das heißt aber nicht, das die immer ausbrechen. Eine Veranlagung oder Disposition ist etwas anderes als eine Störung. Es kann zu einer Störung beitragen, ist aber nicht automatisch eine.

    Ja korrekt. Wichtiger Hinweis, creatrice, danke. Aber es geht nicht um den Genotyp, sondern nur um den Phänotyp.

    Und um die Diskussion, ob beim Phänotyp Symptome alleine (oder theoretisch zukünftig vielleicht auch Biomarker/ Hirnscans/ etc...) (OHNE Beeinträchtigung/ Leidensdruck) oder nur Symptome MIT Beeinträchtigung eine ADHS Diagnose zulassen.

    Das wurde in der DSM V bereits gelockert, was Piero Rossi ja kritisiert. Im DSM IV ging es um "klinisch bedeutsame Beeinträchtigungen", als Voraussetzung für eine ADHS Diagnose. Im DSM V reicht es aus, "dass sich die Symptome störend auf die Qualität des sozialen, schulischen oder beruflichen Funktionsniveaus auswirken oder dieses reduzieren.”

    So hatte ich die Diskussion verstanden.

  7. #397
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    ChaosQueeny schreibt:
    Dann ist aber die Behauptung AD(H)S ist unheilbar zumindest per Definition erst einmal unrichtig.
    Nein, sie ist nach wie vor korrekt.

    Wenn sich eine Krankheit heilen lässt, sie also durch eine Behandlung soweit gelindert, dass sie sich nicht mehr störend auswirkt oder sie gar vollkommen geheilt werden kann, nehmen wir einfach mal einen Knochenbruch, dann ist man vorher gesund gewesen, während des Krankheitsverlaufes per Definition nicht und nach Heilung des Bruches ist man wieder gesund.
    Die Diagnose war korrekt während die Symptome der Erkrankung zu Beeinträchtigungenn geführt haben, z.B. Bettlägrigkeit oder Krankschreibung etc.
    Nach Ausheilung der Erkrankung ist die Diagnose nicht mehr gerechtfertigt, denn es sind keine Kriterien mehr dfür gegeben.
    Schauen wir uns aber jetzt mal eine behandelte ADHS an.
    Was passiert denn, wenn wir, zumindest bei den meisten ADHS-Betroffenen, die Behandlung abbrechen?

    Sie einfach wieder so im Alltag "laufen lassen", wie üblicherweise jeden Nichtbetroffenen.

    Viele werden wieder genauso aus dem Ruder laufen, wie vorher.

    Was auch immer sie gelernt haben (wir erinnern uns: ADHS ist keine Störung des Wissens, sie ist eine Störung, vorhandenes Wissen anzuwenden), sie werden wieder Probleme bekommen.

    Das ist natürlich sehr stark pauschalisiert und vieles können wir natürlich schon aus den Behandlungen mitnehmen.


    Tatsächlich aber kann man schauen, ob nach einer Behandlung noch die nötigen Diagnosekriterien vorhanden sind und wenn nicht, wird die Diagnose auch nicht mehr gestellt werden können.

    Bei Persönlichkeitsstörunen ist das ähnlich.
    Einige gelten allgemein als unheilbar ... linderbar wohl, aber nicht heilbar.
    Dennoch gibt es Fälle, in denen sich die Symptome und die damit verbundenen Beeinträchtigungen so weit lindern ließen, dass eine Diagnose nicht mehr gerechtfertigt ist.

    Nur weil eine ADHS gut behandelt ist, und dazu zählt auch das gesamte Umfeld, durch welches sie im Zaum gehalten werden kann, ist die Diagnose auch gerechtfertigt.

    Besonders dann, wenn z.B. eben diese (Schutz-) Maßnahmen gerade aufgrund des Wissens um die ADHS überhaupt vorhanden sind.

    Daher meine Rückfrage an summerset.

    Wenn mir Dinge abgenommen werden oder ich gewisse "Privilegien" habe, weil ich damit im Rahmen des mir möglichen funktionieren (z.B. Arbeiten) kann, dann ist das Teil der Behandlung der ADHS und würde dieser Teil plötzlich wegbrechen, wären die Probleme sofort wieder da.

    Wenn ich eine Schmerztablette nehme, weil ich eine Zahnwurzelentzündung habe und die gut wirkt, habe ich momentan keine Beeinträchtigungen, aber die Störung, nämlich die Wurzelentzündung, ist dann noch da .
    In dem Moment, in dem diese Form der Behandlung aufhört, sind die Beschwerden wieder da.

    Wenn die Wurzel dagegen mit z.B. einer Wurzelbehandlung behandelt wird, dann ist die Erkrankung dauerhaft geheilt.
    Das dürfte aber wohl auf die wenigsten ADHS'ler zutreffen, wie ich befürchte...

  8. #398
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    was willst du denn mit Biomarkern oder Hirnscans erfassen? Wenn wir beim Neurotransmittermodell bleiben, würde das heißen, das man nur das sieht, was man auch phänotypisch sieht...... minimale oder schwerwiegende Probleme Die Fehlleistung aufgrund der Neurotransmitter steigt ja mit deren Nichtangebot adäquat an.
    So würde es wohl auch sein, wenn es an physischen Anomalien liegt, oder anderen Dingen, die nichts mit Genetik zu tun haben.
    Geändert von creatrice (13.07.2015 um 23:30 Uhr)

  9. #399
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.925

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Fliegerlein schreibt:
    Nein, sie ist nach wie vor korrekt.

    Wenn sich eine Krankheit heilen lässt, sie also durch eine Behandlung soweit gelindert, dass sie sich nicht mehr störend auswirkt oder sie gar vollkommen geheilt werden kann, nehmen wir einfach mal einen Knochenbruch, dann ist man vorher gesund gewesen, während des Krankheitsverlaufes per Definition nicht und nach Heilung des Bruches ist man wieder gesund.
    Die Diagnose war korrekt während die Symptome der Erkrankung zu Beeinträchtigungenn geführt haben, z.B. Bettlägrigkeit oder Krankschreibung etc.
    Nach Ausheilung der Erkrankung ist die Diagnose nicht mehr gerechtfertigt, denn es sind keine Kriterien mehr dfür gegeben.
    Schauen wir uns aber jetzt mal eine behandelte ADHS an.
    Was passiert denn, wenn wir, zumindest bei den meisten ADHS-Betroffenen, die Behandlung abbrechen?

    Sie einfach wieder so im Alltag "laufen lassen", wie üblicherweise jeden Nichtbetroffenen.

    Viele werden wieder genauso aus dem Ruder laufen, wie vorher.

    Was auch immer sie gelernt haben (wir erinnern uns: ADHS ist keine Störung des Wissens, sie ist eine Störung, vorhandenes Wissen anzuwenden), sie werden wieder Probleme bekommen.

    Das ist natürlich sehr stark pauschalisiert und vieles können wir natürlich schon aus den Behandlungen mitnehmen.


    Tatsächlich aber kann man schauen, ob nach einer Behandlung noch die nötigen Diagnosekriterien vorhanden sind und wenn nicht, wird die Diagnose auch nicht mehr gestellt werden können.

    Bei Persönlichkeitsstörunen ist das ähnlich.
    Einige gelten allgemein als unheilbar ... linderbar wohl, aber nicht heilbar.
    Dennoch gibt es Fälle, in denen sich die Symptome und die damit verbundenen Beeinträchtigungen so weit lindern ließen, dass eine Diagnose nicht mehr gerechtfertigt ist.

    Nur weil eine ADHS gut behandelt ist, und dazu zählt auch das gesamte Umfeld, durch welches sie im Zaum gehalten werden kann, ist die Diagnose auch gerechtfertigt.

    Besonders dann, wenn z.B. eben diese (Schutz-) Maßnahmen gerade aufgrund des Wissens um die ADHS überhaupt vorhanden sind.

    Daher meine Rückfrage an summerset.

    Wenn mir Dinge abgenommen werden oder ich gewisse "Privilegien" habe, weil ich damit im Rahmen des mir möglichen funktionieren (z.B. Arbeiten) kann, dann ist das Teil der Behandlung der ADHS und würde dieser Teil plötzlich wegbrechen, wären die Probleme sofort wieder da.

    Wenn ich eine Schmerztablette nehme, weil ich eine Zahnwurzelentzündung habe und die gut wirkt, habe ich momentan keine Beeinträchtigungen, aber die Störung, nämlich die Wurzelentzündung, ist dann noch da .
    In dem Moment, in dem diese Form der Behandlung aufhört, sind die Beschwerden wieder da.

    Wenn die Wurzel dagegen mit z.B. einer Wurzelbehandlung behandelt wird, dann ist die Erkrankung dauerhaft geheilt.
    Das dürfte aber wohl auf die wenigsten ADHS'ler zutreffen, wie ich befürchte...
    Das ist es ja eben, was mich u. a. an diesem "Beeinträchtigungsteil" stört. Man muss nicht absolut akut von Beeinträchtigungen befallen sein, aber sie können - bei Veränderung der Situation (die u. U. eben jederzeit möglich ist) - eben jederzeit und auch dann plötzlich im Raum stehen. Sie sind wohl immer "schwebend" im Hintergrund und momentan geht es vielleicht nur gut, weil die Rahmenbedingungen stimmen oder sonst irgendetwas das Problem aktuell "aus dem Weg" räumt. - Dies sollte auch schon mehr bei der Diagnostik und später bei der Behandlung berücksichtigt werden.

    Ich denke, du verstehst, was ich meine, oder?

  10. #400
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Man muss immer berücksichtigen, dass eine Diagnose keine "Brandmarkung" oder ähnliches ist, sondern es geht darum, dass man den Betroffenen zubilligt, dass sie Probleme haben, für die weder sie etwas können, noch das Umfeld.
    Aber man kann niemanden "präventiv" diagnostizieren, bzw. nicht so ohne weiteres.

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