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Diskutiere im Thema DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #371
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    creatrice schreibt:
    Und da hört ADS bei mir auf. Lt Definition muss schon bei einem vorwiegend unaufmerksamen Subtyp eine größere Aufmerksamkeitsschwäche als bei einem mit H auftreten, (Ausnahmen gibt es bei den H), wer sich nur irgendwie anders vorgekommen ist, hat wohl auch bis auf sehr sehr wenige Ausnahmen kein ADS. Denn es gibt genug, die mit ADS aufgefallen sind, das war nicht durch die typischen Auffälligkeiten für Hyperaktivität, aber es waren die extreme Unaufmerksamkeit, Schusseligkeit, Vergesslichkeit, Unorganisiertheit. Ein bisschen trottelig ist kein ADS. Es gibt genug Menschen, die ein bisschen schusselig und manchmal auch durcheinander sind, aber die haben nicht alle ADHS, geschweige denn irgend eine Erkrankung.
    Irgendwo ist doch auch eine Grenze zur ausgeprägten Eigenschaft ohne Krankheitswert.
    Irgendwie anders vorkommen, und Leid weil man nicht das erfüllen kann was man soll und auch möchte, weil man ständig für Sachen kritisiert wird, die man sich selbst nicht erklären kann etc ist ein Unterschied.

    wir können nun gerne Haarspalterei betreiben.

    Ich habe mit keinem Wort geschrieben, dass die ADSler sich selber nur als "irgendwie anders" wahrgenommen haben. Ich habe geschrieben, dass sie so wahrgenommen wurden. Das klaffen Welten zwischen. Es hat keinen interessiert wie die Kinder sich selber wahrgenommen haben. SIe haben dem Lehrer keinen Stress gemacht und vielen nicht auf, weil sie aus dem Fenster guckten. Da wurde höchstens mal ein Witz drüber gemacht.


    Ein verträumtes, ruhiges Kind wäre nicht aufgefallen. Wir hatten so Kinder, die galten als sehr lieb und etwas schusselig, die Lehrer waren glücklich das es diese Kinder gab.


    Meine Mutter Jahrgang 1929 ist ADSlerin. Sie war so ein Kind, Sie selber hat gelitten wie Hund, es hat nur niemanden interessiert. Irgendwann galt sie als etwas dusselig und vergesslich, aber lieb. Wie es in ihr aussah interessierte niemanden.

    Ich weiß ja nun nicht wie alt du bist. Aber in so Klassen mit 40 - 50 Kindern, ich sellber war mal in einer mit 60 Kindern (waren 2 Jahrgänge) oder wie meine Mutter 1 - 4 Klasse alle in einem Raum, da wurde ein ADSler nicht wahrgenommen und der ADHSler bekam Prügel. Ich selber habe noch welche von meinem Klassenlehrer bekommen.


    Meine Mutter hat erst mit Anfang 70ig sich damit auseinandergesetzt. Klar hatte sie alle möglichen Komorbiditäten, aber nix davon wurde auf eine ADS bezogen.


    web4hlaeth schrieb:
    Andererseits kann es eben sein, dass die ANFORDERUNGEN an die Exekutivfunktionen bzw. des Emotionswissen und der emotionalen Selbstregulation (siehe mein Blogbeitrag h) eben erst im Jugend- und Erwachsenenalter überhand nehmen. Gerade intelligente Menschen entwickeln erstaunliche Kompensationsmöglichkeiten für diese Probleme.
    vielleicht gelang meiner Mutter, meinen Kindern und auch mir die Kompenstion deshalb so gut. Alle haben wir einen IQ zwischen 120 und 140 , seriös getestet bei allen)
    Geändert von Elwirrwarr (11.07.2015 um 14:16 Uhr)

  2. #372
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ich habe "es wäre sich zwar irgendwie anders vorgekommen, aber das wäre es auch schon gewesen" gelesen und dachte du meinst mit "es" er.

    es gab auch damals genug, die so aufgefallen sind, das man da hingucken "musste". 1929 und die Nachkriegsjahre vllt nicht, da gab es wahrlich andere Probleme, aber spätestens 1970 war das der Fall ( in D).
    Deine Aussage das ein ADS
    er bis in die 80 er nicht aufgefallen wäre ist ganz schön doll verallgemeinert und spiegelt null das auch bei Ihnen in Studien entdeckte underachievement seit der Kindheit, und auch nicht die Beeinträchtigungen wieder. Wo die einen so extrem durch ihr Verhalten auffallen, das es teils in Zeugnissen erwähnt wird etc, ist es bei den anderen genauso extrem. Nur da ist es halt die Verträumtheit etc, die aber genauso stark auffällig ist.
    Mich stört diese Verallgemeinerung wirklich, weil das heißen würde, das jeder, der in der Kindheit sehr still und lieb war, und später irgendwann mal Probleme mit der Konzentration hat, ADS hat. So allgemein kann und sollte man das aber wirklich nicht sehen. Ich empfinde es auch nicht als Haarspalterei.

    Also hat ja Indirekt ADHS oder die "Stärke" dann doch was mit IQ zu tun? Oder was will web4health damit sagen? Das die, die Beeinträchtigungen seit der Grundschule oder gar früher haben, zu doof sind? Der Erfolg der Kompensation kommt auf den Intellekt an? Das widerspricht jeglichen Forschungsergebnissen.
    Geändert von creatrice (11.07.2015 um 14:30 Uhr)

  3. #373
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.121

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ich denke dass es in den 50zigern bis späten 70ziger Anfang 80ziger Jahren darauf ankommt wo man aufgewachsen ist. In den Städten bestand vielleicht eher die Chance nicht nur aufzufallen sondern dass auch erkannt wurde mit dem Kind stimmt was nicht. In den Dorfschulen mit großen Klassen war das mMn. doch unwahrscheinlicher.

  4. #374
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Das kann sein, das es da weniger auffiel.

  5. #375
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 160

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    creatrice schreibt:
    Leid weil man nicht das erfüllen kann was man soll und auch möchte, weil man ständig für Sachen kritisiert wird, die man sich selbst nicht erklären kann etc ist ein Unterschied.
    Genau das ist es.

    Dieses beschissene Gefühl seit Kindheit zu kennen ist aus meiner Sicht ein wichtiger Anhaltspunkt, dass es sich um AD(H)S handeln könnte.

    In der DSM-5-Logik kann so ein Indikator aber keine Rolle spielen, weshalb ich DSM auch nicht gut finde.

  6. #376
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Es gab ja schonmal grundlegende Veränderungen in den Diagnosekriterien, vielleicht, und das hoffe ich, gibt es die nochmal, um allen Typen gerecht zu werden.

  7. #377
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.925

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Sunpirate schreibt:
    Ich denke dass es in den 50zigern bis späten 70ziger Anfang 80ziger Jahren darauf ankommt wo man aufgewachsen ist. In den Städten bestand vielleicht eher die Chance nicht nur aufzufallen sondern dass auch erkannt wurde mit dem Kind stimmt was nicht. In den Dorfschulen mit großen Klassen war das mMn. doch unwahrscheinlicher.
    Nicht nur das, sondern auch wo innerhalb der Stadt ist ein Faktor. Gerade in der Zeit bis zu den 80ern war es doch deutlich zu spüren, ob die Schule in einem sozialen Brennpunkt, einem guten bürgerlichen Mittelstand oder gar einem reicheren Viertel stand, denn die Schulen waren eigentlich nur über die Einzugsgebiete zu besuchen.

  8. #378
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 111

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    seite 38, die diskussion läuft immer noch.

    sehr konstruktiv, wie ich finde. und wichtig, denn ich hab bisher zwei große diskussionen dieser art erlebt. die eine ging um die "prinzipielle möglichkeit als autist einen partner zu haben" die andere um die frage, wie man "wenn man schwer betroffen sein will, so spät erst diagnostiziert wurde". (ich kam grad bei der gesellschaftlichen entwuicklung der betrachtung der symptome und die reaktion auf eben diese, auf den gedanken, dass hab ich schon mal gelesen.

    was mich erstaunt, ist die ähnlichkeit der argumente - was aber in anbetracht der art der diagnosestellung ("gucken, was an einschränkugen und besonderheiten vorliegt, qualitativ und quantitativ") zu erwarten ist, denn hüben wie drüben, gibt es da nunmal kein absolutes ausschlusskriterium, was besagen würde: "wenn du zwar alles an symptomen zeigst ABER das und das kannst - kriegste keine diagnose"...es gibt aber dieses "ja, das in der tat eher ungewöhnlich, wenn sie das beherrschen/gemacht haben/können/schaffen" und das schafft natürlich unsicherheit. bleibt dabei nicht aus.

    die kernproblematik wird hier aber oft mit "realen dingen" belegt oder abgesprochen...

    grade in der thematik sind die anderen erklärungen nunmal auch eher "zu dumm" oder "zu faul" - dass das keiner hören will ist klar.
    nichts desto trotz schaffen es auch menschen, einen schulischen abschluss zu erlangen, der nicht im geringsten ihren kognitiven fähigkeiten entspricht.
    ich versuche den letzten satz kurz selber zu erklären:

    woran hier versucht wird ein ausschlusskriterium zu sehen (es wäre wirklich mal toll eines zu haben) ist das falsche messmittel. nach wie vor.
    natürlich sorgen einschränkungen (egal wo her sie kommen und sei es wirklich, dass man einfach als kind keine hefte bekommen hat oder keine bücher oder nicht genug zu essen um konzentriert zu lernen) dafür, dass es schwer wird:
    nichts desto trotz schaffen es einige aus allen diagnosebereichen, durchaus irgendwie am leben teilzuhaben.
    herr rossi sollte sich die brisanz seiner aussage nochmal überdenken und gegebenenfalls umformulieren - dass da ein kern wahr ist, wissen wir alle: "mal eben so abi, und husch in die studentenverbindung, gutes diplom und danach karriere" ist nicht nur für exekutiv eingeschränkte ein träumchen.

    bei den autisten ist es oft ein: "was, du kannst echt arbeiten gehen? mit kollegen?" was relativ einfach durch eine gallionsfigur ausgehebelt werden kann: temple grandin.
    nur: wer würde sich bei der diskussionslage in der gesellschaft wirklich wenn er erfolgreich ist, den stempel geben lassen: ist eigentlich gar nicht dazu in der lage?

    und genau das würde passieren: was? sie haben adhs? wäre vermutlich karriere killer.
    die situation in den arztpraxen sind nunmal nicht die, die "anders damit umgehen"...sondern die die hilfe suchen. das muss man auch im hinterkopf behalten.
    rossi und kollegen gehen doch nicht screened durch die straßen und suchen sich dort ihre fallbeispiele.

  9. #379
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 218

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Boah. ....ey.....
    ich fürchte ich verstehe den Sinn eures Disputs nicht.
    Ein Wissenschaftler vertritt seine These...eine intellektuell auch durchaus basierte und spannende... das ist sein Job.
    Daraus ergibz sich unter betroffenen ADSlern ein intellektuell spannende Diskussion ....
    deshalb verfolge ich eure Auseinandersetzung
    Aber... es ist doch nur eine Auffassung eines Einzelnen.

    Warum sollte jemand auf dieser Grundlage seinen Lebensweg, seine Erfolge und Misserfolge deswegen anders interpretieren?
    Kindheit und Jugend waren für mich die Hölle.
    Therapie und Medikation waren Erlösung und Gnade.
    Es ist doch gar nicht relevant ob man mich aufgrund meiner früheren Symptome als ADSlerin , Depressive oder Autistin eingestuft hätte.
    Wichtig ist doch nur meine Wahrnehmung und meine Wahrheit.
    Und ich funktioniere nun mal im gesellschaftlichem Normbereich nur mit Medikamenten.
    So what?

    Dank an die Erfinder der Pillen und gut ist.☺

    im übrigen fiel es ADSlern früher wirklich leichter in der Schule....
    Drakonische Strafen,Gruppenzwang und ein auf Disziplin und Ordnung ausgerichteter Lehrplan sind zwar furchtbar,geben aber Struktur.
    Wochenplan, Selbstorganisation , Gruppenarbeit sind für ADSler viel anstrengender.

  10. #380
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Falsch gelesen, Antwort ist überflüssig
    Geändert von creatrice (11.07.2015 um 19:56 Uhr)

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