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Diskutiere im Thema DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #351
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.956

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    minzi schreibt:
    Und gar kein Schlechtes
    Es ist ja auch so, dass Schwierigkeiten, sich die Schleife zu binden (z.B.) auch ein räumlich-konstruktives
    Problem sein kann. Nicht in Linien bleiben können, kann was mit Konzentration zu tun haben, aber auch
    mit der Unfähigkeit sich auf dem Blatt zu orientieren.
    Perlen nicht auffädeln können, kann auch ein räumlich-konstruktives Problem sein oder/und mangelnde
    Praxie. In vielen feinmotorischen Fertigkeiten spielt Handlungsplanung, motorische Planung mit rein und die Umsetzung
    des Geplanten.
    Danke! Die Zusammenhänge waren mir deutlich so noch gar nicht klar.
    Da musste das jemand erst mal wieder deutlich formulieren.

    minzi schreibt:
    ..., wenn da wirklich eine Störung vorliegt, nutzt das hohe Interesse auch
    nicht mehr ganz so viel. Es kann vielleicht dazu führen, dass man sich noch ein wenig
    mehr bemüht und es deshalb dan hinbekommt.
    Das kenne ich leider auch. Komplexere Motoriksachen stellen mich vor Probleme, die ich bei aller Anstrengung - trotz grossem Eifer und sehr viel Interesse - offenbar nicht überwinden kann. Es ist höchstens ein: "Es sieht (ähnlich) aus wie ...", aber es ist nicht so, wie es sein sollte. - Im Hinblick auf das oben Genannte gibt es u. U. ein neues Bild ... Mist! - Wenn ich das mal so sagen darf ...

  2. #352
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Finden das einige nicht irgendwie anders als bei sich? Wie schafft man in dem "Zustand" ein Studium?
    hallo

    was du beschreibst finde ich nicht sehr anders als bei mir, oder mir bekannten seriös diagnostizierten AD(H)Slern.
    Ich war ebenfalls sehr unordentlich in meinen Schulsachen und habe ständig alles mögliche Vergessen. Ich fiel im Unterricht vom Stuhl. Meine Mutter hat ebenfalls die Handschuhe, wie bei einem Kleinkind mit Bändern an der Jacke befestigt.

    Noch heute esse ich wie ein Schwein. Mein Platz ist immer bekleckert, da isst mein 3 jähriger Engel ordentlicher. Mir fällt ständig etwas hin oder um. Ich schneide mich ständig mit Messern oder Scheren. Ich glaube, ich hatte noch nie in meinem Leben keine Wunden an den Händen. Ich schaffe es nicht auch nur 10 Minuten saubere Finger zu haben. Ich habe und hatte ständig blaue Flecken, weil ich gegen alles laufe.

    Eine Ausbildung zur Laborantin hätte ich nie geschafft. Ich bin mir zu 100 % sicher, dass ich mit mit allem geschnitten, gestochen oder sonst was hätte. Ich verbrenne mir beim Kochen die Finger, weil ich nicht mitbekomme, dass die Gasflamme an ist.

    Ich könnte hier eine unendlich lange Liste mit solchen Begebenheiten aufschreiben. Ich war und bin der schusselige Elefant im Porzelanladen, der viel anfängt nix beendet.


    Ich hätte auch keine Ausbildung zum Handwerker geschafft. Ein naturwissenschaftliches Studium auch nicht.

    Ich habe aber früh gemerkt, dass ich schnell und gut denken kann, dass ich schnell begreife und Zusammenhänge auffasse und das ich einem Eskimo einen Eisschrank verkaufen kann. Ich bin ein guter Rhetoriker und kann Menschen begeistern und motivieren. In diesem Bereichen bin ich gut und genau hier habe ich mein Studium absolviert - das ging gut, mit den schon beschriebenen Hilfen.

  3. #353
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.956

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Darf ich mal fragen, in welchem Alter du dir ungefähr dieser Stärken bewusst warst? Das täte mich wirklich interessieren.

  4. #354
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    so ab meinem 14 - 15 Lebensjahr.

    Da fing ich mich an für Politik zu interessieren - in diesem Zusammenhang habe ich die ersten Erfahrungen in diesen Bereichen gemacht. Mit ca. 28/29 Jahren habe ich einen Politikprof. kennengelernt, der mir Mut gemacht hat mich zu trauen. Ich habe dann eine Nichtschülerreifeprüfung absolviert (das Abi hätte ich ebenfalls nicht geschaft). Diese Prüfung habe ich bestanden. Nicht weil ich so gut auswendig gelernt hatte, da waren andere deutlich besser vorbereitet. Ich habe sie bestanden, weil ich ziemlich schnell gemerkt habe, wer der Leader des Prüfungsteams war und der war mir gut gesonnen (das konnte ich merken).

    Diese Prüfiung war wie ein Tanz - einer muß führen und der andere geht mit. Und eine guter Tänzer führt so, dass der andere es nicht merkt.

    Klausuren sind mir ein Grauß - ich habe nur 2 Klausuren geschrieben, ich habe aber Unmengen Referate und Sitzungsbetreuungen gemacht. Das fanden die Proff`s und Dozenten toll, weil die meisten Angst vor Referaten hatten, mir fällt es aber leicht vor Menschen, auch vielen, zu reden. Wenn ich dann auch noch hin und her gehen kann ist es noch besser. Auch das wurde mir positiv ausgelegt, weil die meisten stocksteif da standen.

    Die Hausarbeiten habe ich immer als Gemeinschaftsarbeiten geschrieben, alleine hätte ich das nicht hinbekommen - als Gegenleistung habe ich Mitstudis beim Halten von Referaten unterstützt.

    Ich bin z. B. in Prüfungssituationen nur mittelmäßig fachlich vorbereitet - ich bin aber fokussiert wie ein Raubtier, das Beute machen will. Danach bin ich erschöpft, aber zufrieden.

  5. #355
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Steintor schreibt:
    Nach den 3 Monaten war ich am Ende.
    Erinnert mich an meine großen Prüfungen. Nach dem Abschlussexamen war ich total fertig und brauchte erst mal Zeit mich zu erholen. Nach der letzten Prüfung hatte ich diese längere Auszeit nicht und fühle mich auch nach Monaten noch "irgendwie anders", weniger leistungsfähig.

    Ich kann für ein paar Monate Gas geben, aber wenn ich danach keine Erholungszeit bekomme… aber das gibt es in der Arbeitswelt eben nicht. Sollte ich den Job wechseln, würde ich zusehen, dass ich mindestens zwei Monate Zeit zwischen letztem und ersten Arbeitstag habe.

  6. #356
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Auch viele dieser Dinge schaffe ich. (Ich war noch bei der vorletzten Antwort von Elwirrwarr)
    Hast du denn bei der neurologischen Untersuchung Probleme in der Motorik "bescheinigt" bekommen? Ich habe das Gefühl das ist eben doch anders, zumindest jetzt bei dem Beispiel, bei dir erscheint es mir eher wie ein Problem der Aufmerksamkeit, also das mit dem Feuer z.B., das sind eher selten Probleme, da kann ich ganz gut kompensieren, ich habe irgendwie so "Stocker" oder Arreste in der Motorik. Da versagt trotz Aufmerksamkeit auf die Dinge meist ein Bereich.

    Ich habe alles durch, handwerklich, Medizinisch im Labor, in der Praxis, Naturwissenschaft, Nebenjobs im Verkauf, als Sekretärin, Kunst....
    Die Probleme sind aber immer die selben.... Egal wo, und egal mit wieviel Eifer und Interesse etc ich dabei bin. Immer wird sich beschwert das ich unordentlich bin, das meine Leistung von 100 auf 0 schwankt, das ich Dinge vergesse die ich vorher konnte, das ich nicht hinhöre, das ich falsch verstehe etc.... selbst in der Behindertenwerkstatt wurden genau diese Dinge bemängelt.... Mehr "Kompensation" wie da gibt es doch fast nicht.
    Übrigens hat man immer mein Talent hervorgehoben, meine Bemühungen, meine schnelle Auffassungsgabe ( wenn sie denn mal da war) und meine Intelligenz. Hat mir trotzdem nichts gebracht.
    Und ich habe durch Eltern, Einzelfallhilfe, Therapie, teils sogar Lehrer und Ärzte genug Unterstützung bekommen, trotzdem war für mich immer die Qual der Wahl zwischen Alltag einigermaßen auf die Reihe bekommen, oder Arbeit. Und wenn ich viel kompensiert habe, dann war ich davon so fertig, das ich psychisch oder körperlich versagt habe. Seit der Kindheit. 1:1 durchgängig original immer die selben Probleme in gleicher "qualität".

    Natürlich ist von außen betrachtet Arbeit z.B. eine ganz andere Art der Qualität und auch Quantität in Sachen Anforderung, aber wir alle wissen, das das ja auch ein Kind allein aufgrund seiner jeweiligen Entwicklungsstufe nicht kann. Die Anforderungen in der Schule etc sind doch auch Anforderungen, die dann in dem Entwicklungsstand genauso hoch sind, wie ein Erwachsener im Studium oder Arbeit. ( versteht man was ich meine?)
    Ich kann mir also immer noch nicht erklären wieso einige das immer gleich haben, dem Entwicklungsstand entsprechend, und andere "erst" eine so einschränkende Qualität nach Jahrzehnten haben. (Einschränkend war es ja auch vorher, aber die Intensität hat doch lt eigenen Aussagen deutlich zugenommen)
    das ist doch ein Unterschied. Denn einige sind ja jetzt fast gleich wie ich z.B., hatten das ganze vorher aber nicht so, das es so extrem war. Das hat doch nichts mit Schwere zu tun. Dann müsste ich doch proportional auch mit nachlassender Kraft etc schlechter werden. Ich merke doch auch, das die Kraft nachlässt, allerdings werden meine Probleme teils sogar minimal besser, auch vor MPH.
    (Ich hoffe irgend jemand versteht meine "Logik")

  7. #357


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Vielleicht liegt es daran, dass man irgendwann völlig ausgepowert ist
    und dann nichts mehr kompensieren kann und auch nicht mehr genug
    Erholung findet, weil die Kraft weg ist. Egal ob es im Burn Out endet oder
    nicht. Und vielleicht ist es dann schwierig wieder zurück zu den alten Kräften
    zu finden oder gar nicht mehr möglich.
    Und vielleicht gibt es aber auch Menschen, die einfach typbedingt oder sonstwasbedingt
    mehr Kraft erst mal haben, gegen die Schwierigkeiten anzukämpfen. Und dann ist es
    irgendwann vorbei. Und dann lässt man nicht 3x am Tag was fallen, sonderen 3x pro Stunde.

  8. #358


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Und nur weil es bei Dir so ist, wie in Deinem letzten Satz beschrieben,
    muss es bei anderen doch nicht genauso sein.
    Ich kann einige Dinge inzwischen auch besser. Auch vor Mph schon, aber
    das hat nichts daran geändert, dass ich durch die dauernden Kämpfe
    irgendwann immer weniger geschafft habe.

  9. #359
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Es sagt ja auch keiner das es so sein muss wie bei mir. Ich sage lediglich das es eben anders ist. Anders als bei all denen die es nicht Jahrelang kompensieren konnten. Aber ich bin auch kein Einzelfall oder Sonderfall wie du es darstellst. Es gibt unbestritten viele, die es relativ gleichbleibend seit der Kindheit haben, und es gibt viele, die die Art der Beeinträchtigung, nämlich das es trotz sonstewas nicht geht, erst später haben (vorher aber auch Beeinträchtigungen). Das ganze so wie es sich langsam herauskristallisiert sogar teils unabhängig von der Qualität und Quantität der Förderung des Umfeldes.

    Für mich schon komisch....

    Das mit dem mehr Kraft am Anfang ist ein gutes Argument, das setzt aber voraus, das man mit irgendwas dagegen ankämpfen kann. Was aber, wenn man trotz Bemühungen in alle Richtungen das eben nicht bekämpfen kann, weil man gar nicht das Werkzeug zum "besser" sein hat? Wenn man eben kämpft und trotzdem nichts ändern kann. Als Vergleich mal der, der durch Reha wenigstens wacklig an Stöcken gehen kann, weil das Rückenmark schwer verletzt ist, und der, der das Rückenmark durchtrennt hat, der kann sich anstrengen wie er will.
    Oder der eine Klempner, der wenigstens eine Drahtzange dabei hat und das Rohr mit viel Mühe so aufbekommt, und der andere, der gar nichts dabei hat.
    Geändert von creatrice (10.07.2015 um 23:03 Uhr)

  10. #360


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ich konnte nicht kompensieren oder nur sehr schwer zwischendurch mal,
    aber nach meiner Therapie ging es erst mal eine ganze Weile besser.
    Bis es dann irgendwann nicht mehr ging und deshalb habe ich dann eine
    Diagnostik angestrebt. Die Therapie fand in den 90gern statt. Da gab es
    noch kein ADHS bei Erwachsenen.
    Ich gebe Dir ja recht damit, dass es nicht sein kann, dass keinerlei
    Schwierigkeiten in der Kindheit bestanden haben können. Aber trotzdem
    müssen die Defizite nicht so krass gewesen sein und dann kommt man
    mit Unterstützung sicher auch besser durch als Du..... und ich übrigens
    auch. Und wie gesagt, nicht alle hatten das "Glück" schon früh bei kompetenten
    Stellen zu landen. Man war faul, dumm, langsam, verrückt u.s.w.

    Wie gesagt, wenn jemand nichts in der Kindheit hatte, dann kann meiner Meinung
    auch kein ADHS vorliegen. Aber wieso glaubst Du, dass jemand mit einer abgeschwächteren
    Form, zwar mit viel Anstrengung und vielleicht ein Quentchen Glück, es geschafft haben soll.
    Du hast sogar mit Deiner ausgeprägten ADHS Abitur geschafft.

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