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Diskutiere im Thema DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #341
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.962

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Die Feinmotorik war auch nur ein rausgegriffenes Beispiel.

  2. #342
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ich fühle mich gerade nicht angegriffen, denn ich habe mein Diplom-Zeugnis und ich haben meine ADHS-Diagnose, schriftlich.

    Auch wenn man mir mal meine ADHS-Diagnose streitig machen wollte und mir statt dessen narzisstische Elemente anheften wollte, so sehe ich in dem, was ich geschrieben habe, nämlich das Infragestellen der gesellschaftlichen Regeln, kein narzisstisches Moment. Gerade der Narzisst kann sich nur dann profilieren, wenn er sich an die Regeln hält.

  3. #343


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    ChaosQueeny schreibt:
    Die Feinmotorik war auch nur ein rausgegriffenes Beispiel.
    Und gar kein Schlechtes
    Es ist ja auch so, dass Schwierigkeiten, sich die Schleife zu binden (z.B.) auch ein räumlich-konstruktives
    Problem sein kann. Nicht in Linien bleiben können, kann was mit Konzentration zu tun haben, aber auch
    mit der Unfähigkeit sich auf dem Blatt zu orientieren.
    Perlen nicht auffädeln können, kann auch ein räumlich-konstruktives Problem sein oder/und mangelnde
    Praxie. In vielen feinmotorischen Fertigkeiten spielt Handlungsplanung, motorische Planung mit rein und die Umsetzung
    des Geplanten.

  4. #344
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    minzi schreibt:
    Und gar kein Schlechtes
    Es ist ja auch so, dass Schwierigkeiten, sich die Schleife zu binden (z.B.) auch ein räumlich-konstruktives
    Problem sein kann. Nicht in Linien bleiben können, kann was mit Konzentration zu tun haben, aber auch
    mit der Unfähigkeit sich auf dem Blatt zu orientieren.
    Perlen nicht auffädeln können, kann auch ein räumlich-konstruktives Problem sein oder/und mangelnde
    Praxie. In vielen feinmotorischen Fertigkeiten spielt Handlungsplanung, motorische Planung mit rein und die Umsetzung
    des Geplanten.


    Ich kann z. B. nicht in einer Linie schreiben - ich schreib überhaupt grauenhaft

    Alle Beispiele, die minzi aufführt stimmen zu 100 %

    aber nur so lange, wie ich es machen muß!

    In dem Moment, in dem ich es machen möchte stimmen sie gar nicht mehr. Da fädele ich z. B. die kleinsten Perlen zu kunstvollen Gebilden.
    Bei mir ist es unendlich wichtig, dass ich es will und das ich ein hohes Interesse daran habe.

  5. #345
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 160

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Zum Thema "Entdecken" von AD(H)S mal was aus meiner Biografie:

    Im Kindesalter bin ich aufgefallen, als Träumer und als Klassenkasper. Allerdings wurde das alles auf die Trennung meiner Eltern und die Depressionen meiner Mutter zurückgeführt.

    Außerdem galt ich natürlich als "Sensibelchen".

    Damit war ein für damalige Maßstäbe "rundes Bild" entstanden, weshalb "dieses Kind" (ich) schwankende schulische Leistungen erbrachte.

    Diagnosen wie "MCD" (= "Minimale Cerebrale Dysfunktion"), oder ADHS brauchte man nicht - zumindest letztere war in der BRD damals (1979-1990er) wohl noch ziemlich unbekannt.

    Jedenfalls war ich lange und mehrfach in Kinder- und Jugend-Psychotherapie und lernte dort natürlich auch Strategien, mit mir selbst und meinen Schwächen umzugehen. Insofern wurde mein ADS quasi unintendiert "mitbehandelt". Auch Antidepressiva wurden mir zeitweise verabreicht.

    Die Psychotherapie hat zweifellos großen Anteil daran, dass ich sowohl die Schule als auch das Studium erfolgreich abschließen konnte.

    Psychisch zusammengebrochen bin ich auch irgendwann mal in der 11. Klasse.

    Meine ADS-Diagnose im Erwachsenenalter ergab in allen Tests und Anamnesen, dass ich ein rundum klassischer, wenn auch leichterer Fall von ADS-Chaot bin.

    Fazit:
    Nur weil AD(H)S im Kindesalter unentdeckt blieb, heißt das nicht zwingend, dass es unbehandelt blieb.
    Geändert von Hirnjogger (10.07.2015 um 19:41 Uhr)

  6. #346
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Steintor schreibt:
    Ich fühle mich gerade nicht angegriffen, denn ich habe mein Diplom-Zeugnis und ich haben meine ADHS-Diagnose, schriftlich.
    Wie gesagt, war auch nicht an Dich oder überhaupt an Jemanden bestimmtes gerichtet, ich habe nur das Stichwort aufgegriffen.

    Steintor schreibt:
    Gerade der Narzisst kann sich nur dann profilieren, wenn er sich an die Regeln hält.
    Vor Allem. wenn es seine eigenen sind, die er selbst aufgestellt hat .

    Aber es stimmt natürlich schon auch, aber nicht nur, auch Narzissmus ist eine komplexe Störung, aber das passt nicht mehr in diesen Thread und sollte wirklich nur ein Beispiel sein.

  7. #347
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ich kann alles aufgezählte von minzi und konnte das glaube ich auch relativ normal schnell. Dafür gebrauche ich für fast alles zu viel Kraft, ich gebe keinen Klaps auf die Schulter sondern schlage, ich drücke brim Schreiben zu sehr auf, ich knalle mich in den Wippstuhl zum hinsetzen und falle fast hinten über etc etc.... Ich muss mich immer konzentrieren und Feinabstimmen um das nicht zu machen.
    Mir fallen alle Dinge, die mehrere Fähigkeiten gleichzeitig ansprechen schwer. Ich kann kaum Einbeinstand, kann die Hände nicht gleichzeitig in verschiedene Richtungen drehen, mir fällt Treppen laufen schwer, wenn der Untergrund nicht total glatt ist, laufe ich "wie ein Tanzbär" "wie auf Eiern" "hinkst du?" .....
    es fällt dann regelrecht eine Funktion einfach aus.... Will ich die Hände gleichzeitig in verschiedene Richtungen drehen und erhöhe die Geschwindigkeit, bleibt eine einfach stehen, ich will das nicht, aber sie bleibt stehen

    ich merke richtig, das mir da mein Hirn nicht gehorcht, ob ich die Dinge will oder nicht will macht da keinen Unterschied.
    Als Kind würde ich von meiner Mutter in eine Bewegungsgruppe gesteckt, dann in eine die auch Tanz beinhaltete. Beides nichts geholfen. Auf dem Spielplatz hatte ich die selben Probleme, Klettergerüst und womöglich noch dran hängen oder so war der blanke Horror.

    Gleichgewichtssinn etc alles getestet, alles ok. Neurologen schreiben immer was dann nicht ging in der Untersuchung, oder auffällige Feinmotorik, o Ä.

    Als Kind wurde das in den Schuluntersuchungen auch bemängelt, Auch das war ein Mitgründers für die MCD-Diagnose.


    So ist es bei mir. Unterstützung war übrigens da, meine Oma Physiotherapeutenausbilderin, meine Mutter hatte mit mir Orthopäde, Kinderarzt, Neurologe und Freizeitbeschäftigung in die Richtung deswegen alles durch. es half weder das liebevolle bemühte, noch der Druck von Gleichaltrigen, Sportlehrern etc.....

  8. #348
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ich wurde wie Hirnjogger auch auf andere psychiatrische Dinge in der KJP behandelt, sogar trotz MCD vorher, das hat aber meine Mutter nicht geglaubt ( sie dachte das sei ein richtig schlimmer Hirnschaden mit geistigen Einschränkungen, weil der Arzt auch wollte das ich auf eine Sonderschule gehe).

    Besonders aufgefallen ist meine Vergesslichkeit und Unordnung in der Schule. Meine Mutter hat kompensiert was sie konnte, Handschuhe mit Schnur in Jacke festgemacht, meine Schulmappe gepackt, Sportbeutel etc etc.... Sie hat es im guten und im Bösen und im Verzweifelten und Vorwurfsvollen probiert...... Ein Erfolg war dann schon, das die Lehrerin schrieb, das ich mich gebessert habe die Schulsachen mitzunehmen, aber ich möge sie doch bitte auch wieder mit nach Hause nehmen. Für meine Begriffe haben wirklich alle sehr versucht mir zu helfen, aber es hat wirklich dann immer da gehapert, wo ich auch nur eine Sekunde Freilauf hatte. In der Ausbildung zur MTA ging meine Unordnung so weit, das sich kein Lehrpersonal in Mokrobiologie an meinen Labortisch traute, weil sie Angst vor Infektionen hatten. Ich habe auch immer deswegen Riesen Anschiss bekommen. Habe mir auch eine Herzklappenentzündung dort zugezogen, weil ich mir ausversehen ( motorisches Defizit) eine Impföse ins Ohr gerammt habe, die ich vorher vergaß auszubrennen, also steril zu machen.
    Solche Storys mit teils wirklich sehr gefährlichen Dingen kann ich zu Hauf erzählen, ich weiß wirklich nicht, was da hätte anders kompensiert werden können. Trotz schwerwiegender Folgen habe ich es nicht ändern können. Da war nichts mit Zusammenreißen oder Bei Interesse passiert das nicht..... bei Interesse war die Aufmerksamkeit da, aber die anderen Probleme leider auch genauso stark.
    Liegt das wirklich eventuell an nicht konstruktiver Protektion? Finden das einige nicht irgendwie anders als bei sich? Wie schafft man in dem "Zustand" ein Studium?

  9. #349
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 160

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    ChaosQueeny schreibt:
    Ich würde mich jedenfalls freuen, noch mehr zu hören, wo letztlich genau die Problematiken beim Studium waren und was ihr dagegen getan habt, wie ihr sie umschifft habt, auch wie ihr euch durchgemogelt habt, was ihr kompensiert habt und wie und welche Art von Struktur euch geholfen hat. Und natürlich ob es letztlich zum Erfolg geführt hat und ob ihr auch einen Beruf daraus gemacht habt. - Vielleicht kann ich mir ja noch ein Scheibchen abschneiden oder bekomme den einen oder anderen guten Denkanstoss.
    Da gibt's so Einiges zu sagen:

    - "Wissen Wollen" und unersättliche Neugier ist ein Grundantrieb von mir. Wer wenig neugierig ist, wird es im Studium ohnehin schwer haben, als AD(H)Sler ohne MPH noch viel schwerer.

    - Tatsächlich habe ich, eher unbewusst, Leseabschnitte meiner geringen Aufmerksamkeitsspanne angepasst.

    - Hausarbeiten? Eine Nacht lang durchschreiben! Ich habe es geschafft, nur zwei oder drei schreiben zu müssen.

    - Themen: Immer die, die mich interessiert und auch emotional angesprochen haben. Mein Studiengang hatte glücklicher Weise nur wenige Pflichtelemente und relativ viel Freiheit.

    - Diplomarbeit: Ging super. Warum: Das Thema hat mich gefesselt. Ich schrieb über eine emotional ziemlich aufgeladene öffentliche Kontroverse und war selbst emotional so angefixt, dass ich mich jeden Morgen beim Aufstehen gefreut habe, weiter daran arbeiten zu können. Begeisterung kompensiert bekanntlich ADS-bedingte Konzentrationsmängel - s.o.

    Letztlich muss ich sagen, dass meine eigene schwierige Kindheit und Jugend meine Studienfachwahl (Erziehungswissenschaft) wesentlich mitbestimmt hat.

  10. #350


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
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    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Elwirrwarr schreibt:
    Ich kann z. B. nicht in einer Linie schreiben - ich schreib überhaupt grauenhaft

    Alle Beispiele, die minzi aufführt stimmen zu 100 %

    aber nur so lange, wie ich es machen muß!

    In dem Moment, in dem ich es machen möchte stimmen sie gar nicht mehr. Da fädele ich z. B. die kleinsten Perlen zu kunstvollen Gebilden.
    Bei mir ist es unendlich wichtig, dass ich es will und das ich ein hohes Interesse daran habe.
    Die Sachen, die ich aufgezählt habe sind nur kleine Beispiele aus der Praxis und
    ich kann Dir sagen, wenn da wirklich eine Störung vorliegt, nutzt das hohe Interesse auch
    nicht mehr ganz so viel. Es kann vielleicht dazu führen, dass man sich noch ein wenig
    mehr bemüht und es deshalb dan hinbekommt. Aber in einem Test, wo man dann z.B. auch
    die Geschwindigkeit der Handlung überprüft, zeigt sich dass es eben nicht altersentsprechend
    ist (bei Kindern).
    Ich wollte eh nicht damit sagen, dass man derlei Störungen haben muss, wenn man ADHS hat.
    Aber es fällt mir schon relativ häufig auf, dass es so ist, jedoch auch hier mehr oder weniger
    stark ausgeprägt.
    Ich kannte mal jemanden, der eine große runde Brettschaukel aufhängen sollte und auch schon
    oft gesehen hatte wie es geht, der sich dann auf die Schaukel, die am Boden lag, gestellt und versucht hat so die
    Seile am Haken zu befestigen. Das hätte er auch mit der größten Motivation nicht anders machen können.

    Creatrice, das mit dem hohen Druck ist auch immer wieder eine interessante Sache. Das kenne
    ich auch bei vielen Kindern. Oft hat das mit einer sehr reduzierten Körperwahrnehmung zu tun,
    oder aber auch eine Form von Stimulation, um sich zu zeigen, wo man ist und den Fokus auf die
    Sache zu bringen, die man gerade zu tun hat. Auch eine Art Skill.

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