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Diskutiere im Thema DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #251
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    minzi schreibt:
    Vielleicht bist aber Du, Creatrice, die ganz große Ausnahme in Bezug
    auf den Schweregrad? Könnte ja auch sein
    Es gibt vielleicht diese Ausschläge nach unten und nach oben und die
    meisten bewegen sich irgendwo dazwischen und haben trotzdem ADHS.
    Dann müssten aber viele Lebensläufe die hier nicht vertreten sind die ganz große Ausnahme sein. Die von denen eben auch Rossi spricht. Hier also auch wieder die selbe Frage nur diesmal in die andere Richtung, sind es dann da auch so viele große Ausnahmen?
    Hoffe man versteht was ich meine.

    also das ja das Gesamtbild nicht grösstenteils aus Extremen in beide Richtungen bestehen kann. Durch die Erweiterung ist es ja so, das ganz ganz viele jetzt reinfallen. Da gibt es also die vielen, die sehr auffällig seit der Kindheit sind, und dann die vielen, bei denen es reicht später subjektive Probleme zu haben.
    Was ist mit den häufig früher anzutreffenden motorischen Defiziten z.B.? Die werden im Gegensatz dazu ja immer mehr in das Abseits gedrängt. Sind das dann so viele Ausnahmen früher gewesen? Immerhin war es ja ein Kriterium was bei sehr vielen in das Gesamtbild passte. Und mit motorischen Auffälligkeiten sind ja nicht rundgegangene Ecken gemeint, sondern wirklich diagnostizierbare, die bei der neurologischen Untersuchung dann auch genannt werden. Mir sind das einfach zu viele, die so sind wie ich, als das ich mich als Ausnahme sehe.
    Geändert von creatrice ( 8.07.2015 um 21:08 Uhr)

  2. #252
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    @ Fliegerlein, ich habe da an gar keinen speziell gedacht, habe auch nicht das gemeint was du beschrieben hast, sondern Menschen, die vorher keine oder kaum benennbare Auffälligkeiten hatten.

  3. #253


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Aber wenn ich Dich richtig verstehe, müssten die Auffälligkeiten auch
    so auffällig gewesen sein, dass man als Kind schon zusammengebrochen wäre
    und eine Psychiatrielaufbahn hätte haben müssen.
    Es hätte dann scheinbar nicht gereicht, dass man immer große Schwierigkeiten
    gehabt hat, zurechtzukommen und nur mit Ach und Krach sich durchgewurschtelt
    hat. Dann wäre selbst ich mit der falschen Diagnose hier, weil ich erst mit 30 in die
    Klinik gegangen bin und nie zusammengebrochen bin. Und das obwohl ich denke,
    dass mein Lebensweg ein Klassiker ist. Inwiefern ist in der weniger öffentlichen
    Vorstellung oder in anderen Bereichen nachzulesen.
    Ich habe phasenweise sogar gute Noten gehabt in einigen Fächern

  4. #254
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.123

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ich fühle mich hier in vielen Belangen als Ausnahme.
    1. Ich habe noch nicht mal mit studieren angefangen, da ich"nur" einen Hauptschulabschluss habe
    2. Ich habe nie in meinem erlernten Beruf gearbeitet
    3. Langanhaltende Beziehungen sind absolut nicht mein Fall
    4.Ich hatte einmal richtig Erfolg im Geschäftsleben, da war ich selbstständig und hab die Firma nach 6 Jahren in den Sand gesetzt.
    5.Ich habe noch keinen Zusammenbruch erlebt. Die 2 mal wo ich eine Psychiatrische Klinik von Innen gesehen habe waren wegen dem Entzug.
    Trotzdem fühle ich mich im Forum daheim

  5. #255
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Nein, es hätte nicht unbedingt in psychiatrieaufenthalten oder Zusammenbrüchen enden müssen, aber es hätte so starke Auffälligkeiten geben müssen, das es eben in Zeugnissen oder bei Ärzten oder oder auffallen hätte müssen.
    Weiss jetzt nicht, wie das bei dir ist. Das fehlt aber bei vielen. Und da empfinde ich es eben nicht gleich.
    Übrigens habe ich auch die Erfahrung gemacht, das der hyperaktive Typus in Sachen Zusammenbruch weniger Probleme hat, in Sachen Unaufmerksamkeit ja sowieso.
    Es geht aber häufig um den unaufmerksamen Subtyp, der deswegen nicht/kaum aufgefallen gewesen sei. Der muss aber lt. Definition schon sehr viele Scores in der Unaufmerksamkeit haben, und wie man dann Jahrelang genau diesen Punkt erfüllen kann, verstehe ich einfach nicht.
    Übrigens lag es bei mir auch nie an den Noten.


    Sunpirat das ist für mich aber auch ein typischer Lebenslauf. Es gibt objektive Auffälligkeiten in den Kernbereichen.
    Ich meine Menschen, die nach meinetwegen 40 Jahren sagen sie hatten schon immer Probleme in den und den Bereichen, die aber weder im beruflichen und schulischen Bereich belegbare Auffälligkeiten haben, noch im sozialen oder medizinischen. Und wenn dann erst nach Jahrzehnten. ( was auch bei einem Studium der Fall ist). Das würden dann mind. 23 Jahre sein. Wie Rossi auch irgendwo schrieb gibt es die Anpassungsstörung, die häufig dann der Fall ist, wenn sich etwas grundlegend im Leben ändert, z.B. der Weg von der strukturierten schulischen Laufbahn ins Arbeitsleben etc.
    Auch das wird von niemandem in Betracht gezogen. Das aber erklärt auch z.B. wieso es plötzlich so gravierend ist.
    Geändert von creatrice ( 8.07.2015 um 21:28 Uhr)

  6. #256
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ich hab auch ewig gebraucht für mein Studium, auch Abitur zwei Jahre später gemacht als üblich. Keine Ahnung, ob das üblich ist. Studium fand ich total ätzend mit diesem beschissenen Prüfungsdruck, ätzenden Geldmangel, nebenbei noch arbeiten zu müssen...

    Nee, war froh, als ich dann "richtig" arbeiten konnte und bereue, dass ich so ewig für das Studium gebraucht habe, anstatt das durchzuziehen. Wäre ich viel früher im Job gelandet, der mir wesentlich leichter fällt als das Studium. Noch drei Wochen mehr Urlaub im Jahr und das wäre echt super.

    ---

    Ob jemand mit ADHS erfolgreich im Job ist oder nicht, dürfte eben davon abhängen wie stark das ADHS ausgeprägt ist, wie viel Unterstützung man vom Umfeld hat, was für Anforderungen der Job an einen stellt und eben auch davon, wie die Persönlichkeit aussieht. Die ADHS-Persönlichkeit gibt's halt nicht.

    Wir hatten für kurze Zeit mal eine Mitarbeiterin mit ADHS in der Abteilung, die eben mit den Anforderungen ihres Jobs nicht klar kam. Wir hatten aber auch schon Mitarbeiter, die aus anderen Gründen den Job nicht geschafft haben (konnten nicht so richtig auf Menschen zugehen, ist aber sehr wichtig in dem Beruf). Die waren eben nicht geeignet. Ich denke allerdings schon, dass diese Personen in anderen Berufen durchaus erfolgreich sein können. Es muss halt passen.

    ADHS ist eben eine Schwäche in unserer Gesellschaft, mit der man umgehen muss, so wie "total schüchtern sein und nicht auf andere zugehen und mit ihnen reden können". Seitdem ich (zumindest so einigermaßen) akzeptiert habe, was mir eigentlich wichtig ist (und nicht, was mir wichtig sein sollte in den Augen anderer Leute), geht's mir besser.

  7. #257


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Creatrice, aber wer wäre denn hier wie Du?
    Fliegerlein....... und wer noch? Wieviel % sind denn schon
    als Kind zusammengebrochen?

    Wie meinst Du das, dass der unaufmerksame Subtyp jahrelang diesen
    Punkt hätte erfüllen müssen und was daran verstehst Du nicht?
    Meinst Du, dass das nicht geht, dass man immer unaufmerksam sein kann?

    Die weniger auffälligen Träumerles fallen eben doch leichter
    durch das Raster, weil sie ja oft nicht stören. Sie passen eben
    nicht gut auf, sind etwas schwer von Begriff vielleicht und kommen
    nicht so oft in Situationen, wo sie durch ihre durchaus vorhandene
    Impulsivität auffallen könnten. Das passiert dann eher zu Hause.
    Glücklich sind sie vielleicht auch nicht, aber sie werden oft nicht
    so massiv angegangen, wie die Hyperaktiven, die nur nerven.
    Auch ist man ja nicht zwangsläufig als Kind ultraaggressiv und macht
    sich so unbeliebt und wird deshalb an den Psychiater weitergereicht.

  8. #258
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Minzi ich werde bestimmt keine Namen nennen, aber ich weiß das es einige gibt, teilweise wurde hier auch geliked. Die % in diesem Forum sind eher gering, ja das weiß ich auch. Zumindest, wie gesagt bei denen, die sich hier viel beteiligen, in diesem Thread erst Recht.
    Die Kinder sind ja früher auch zu ihren Diagnosen gekommen ( MCD, POS, ADHS), also können es ja gar nicht so wenige sein, die zumindest klinisch auffallen. Das sind doch nicht alles Extreme.


    Ich meinte das es meist nicht geht, das man zumindest so aufmerksam ist, das man relativ normal schulische und vor allem ein Studium durchziehen kann. Das also der Punkt der Aufmerksamkeit erfüllt ist, zumindest zufriedenstellend.

    Das es Kinder und Erwachsene mit den von dir beschriebenen Problemen gibt bezweifle ich ja nicht, nur das es zu o.g. die gleiche Ursache sein muss. Ob das so ist weiss ich auch nicht, für mich sind aber zwischen beiden zu viele Unterschiede um als total gleich zu gelten. Vllt noch wie beim Autismus, da ist ja auch ein gravierender Unterschied ob man z.B. den Kanner hat, oder Asperger. Aber der Unterschied wird halt auch explizit benannt, und es wird in beiden separat geforscht, was vllt für die Optimierung der Behandlung und Hilfen zuträglich ist.

  9. #259
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    @ minzi

    Also wenn wir jetzt mal bei beiden bleiben. Schon allein in der Kindheit: - früher hätte man die Kinder in eine Sonderschule gesteckt, das klingt hart, aber wenn ich ganz ehrlich bin, hätte mir das bestimmt so einiges Leid in Sachen Zusammenbrüche erspart, ich wäre heute vllt gesünder, ich habe zwar Abitur, aber der Preis war schon sehr sehr hoch ( mal abgesehen davon das eine ganz andere Förderung besser wäre, die gibt es aber nun mal nicht)
    - im anderen Fall wäre diese Maßnahme ja mehr als Perlen vor die Säue, denn derjenige kann ja sogar auf die Schule aufbauen und evt studieren und adäquat dem Geist arbeiten
    - würde es nun Maßnahmen auf die Mehrheit der Leute wie mich geben, wäre der andere zu Unrecht unterfordert
    - würde es Maßnahmen für die Mehrheit der anderen geben, wäre ich trotzdem überfordert
    Es ist also mehr als ungünstig nur das alte zu lassen und nichts adäquates neues zu definieren, es ist aber genauso ungünstig viele neue leichtere oder andere Fälle mit rein zu nehmen, da sich das Spektrum der Bedürfnisse dann auch signifikant verschiebt

    Das waren jetzt nur Beispiele für einen Punkt. Verstehst du das das eine genausowenig aus meiner, wie das andere aus anderer Sicht geht? Beide Seiten sind nicht wenig, aber einer würde signifikant Nachteile haben, wenn, wie es ja nun mal ist, allgemeine Behandlungsbedürfnisse ermittelt werden und standardisiert werden
    Geändert von creatrice ( 8.07.2015 um 22:47 Uhr)

  10. #260


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Dies ist ein Forum für Erwachsene und hier tummeln sich viele, die Ü40 sind.
    Und nicht ganz so Viele vermute ich, die Ü50 sind, aber doch Einige.
    Jedenfalls gab es bei mir früher noch nicht so häufig Gänge zu Kinder- und Jugendpsychiatern.
    Man war eben dumm, faul und characterschwach und das war es. Ich habe kein Zeugnis mehr,
    aber ich hatte ein Heft und meine, dass da gar nicht so viel eingetragen war, wie es heute der
    Fall ist. Wahrscheinlich stand ein Satz bei Bemerkungen, wie z.B. : ist manchmal abgelenkt oder so.
    Keine Ahnung. Jedenfalls sind wir nicht so leicht zu irgendeiner Diagnose gekommen. Man kam
    erst gar nicht auf die Idee, dass wir krank sein könnten oder eine Störung hätten. Da hätte man tatsächlich
    zusammenbrechen müssen. Ich bin stattdessen in meine inneren Welten geflüchtet.

    Vielleicht ging es Fliegerlein als Kind besonders schlecht, weil noch eine andere, zusätzliche Diagnose
    vorliegen könnte. Und dies könnte bei Dir ja auch so sein. Und dann hat man es noch schwerer als schwer.

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