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Diskutiere im Thema DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #241
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Schnarchnase schreibt:
    Kann mich mal jemand aufklären, was denn das viel gebrauchte EF ist?
    Verzeihung.
    Das ist die Abkürzung für Exekutive Funktionen.
    Ich vergesse gerne, das wengistens einmal auszuschreiben und in Klammern dazuzusetzen




    Elwirrwarr schreibt:
    ich war zwischen 32 und 36
    Bingo passt doch bestens ins Bild oder?




    Miss Taik schreibt:
    @Fliegerlein:
    Du schreibst, dass Auto fahren bei vielen Menschen mit ADHS zu Konzentration und einem inneren Ruhezustand führt.
    Wo habe ich das denn geschrieben?
    Ich hoffe doch nicht, dass ich das geschrieben habe ....
    Wenn, dann nicht mit Absicht.

  2. #242
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Fliegerlein schreibt:
    Das ist übrigens ein Punkt, den wir, glaube ich, noch gar nicht beleuchtet haben:
    Das Alter, in dem man studiert hat.
    Wenn man schon ein etwas "älteres Semester" war, dann hat man ja auch schon höhere EF und das wiederum ermöglicht dann u.U.auch ein Studium.
    Wobei da natürlich dennoch zu berücksichtigen bleibt, dass die Entwicklung der EF nicht einfach nur verzögert ist, sondern sich auch mit Erreichen des Endstandes immer noch in einem beeinträchtigten Zustand befindet und auch bleibt.
    Ja, doch. Ich erwähnte das Alter schon mal. - Ich finde, das ist auch hinsichtlich der Wahrnehmung ein ganz beträchtlicher Grund, warum es klappen kann. Weil eben m. E. die Wahrnehmung die Vorraussetzung für die Möglichkeit der gelungenen Übertragung der EF in die eigene Ausführung oder Abgabe an andere Personen ist.


    Auch ich war erfolgreich in Beruf, weil ich das machen durfte, was ich gut konnte und mich zumeist nicht mit dem aufhalten musste, was mir einfach so gar nicht lag. Ich hatte so ein ziemlich gutes Umfeld und zumeist Kollegen, die das gerne gemacht haben, was ich nicht konnte und wollte. Ich wurde auch immer wieder gefordert, so dass es eigentlich nie langweilig wurde. - Packen wir also auch noch eine Portion Glück mit oben auf.

    So fand ich Schule zumeist anstrengender als mich im Beruf auszutoben. Schulisch wurde mir zumeist Wissen - oft noch in einer recht langweiligen Form - vermittelt, was ich so nicht unbedingt aufnehmen konnte. Wenn ich sehe, wie es heute (zumindest manchmal) zugeht, dann war meine Schulzeit davon meilenweit entfernt.

    Ich hoffe immer noch, dass sich die Wissensvermittlung, die ich an einer privaten Schule gesehen habe (Übrigens auch ein Faktor, den man wirklich nicht unterschätzen sollte!) und der sich mit wenigen Mitteln auch an öffentlichen Schulen zumindest teilweise realisieren liesse, sich auch dort irgendwann durchsetzt. Lernen kann nämlich auch wirklich Spass machen und davon hätten dann nicht nur AD(H)Sler etwas, davon würden alle profitieren - Schüler und Lehrer!


    Ruhe und Autofahren? - Äh nee! Und momentan bin ich mit Medis durch die Wahrnehmungsveränderung doch etwas unsicherer unterwegs. Ich fahre daher momentan wirklich so wenig wie möglich und nur, wenn ich wirklich muss - bis ich mich damit besser arrangiert habe. - Die Prüfungen und das da vor war übrigens ein einziger Krampf. Ich bin meinem Fahrlehrer heute noch dankbar für seine extreme Geduld und Ruhe. Immerhin hat er an mir aber auch wohl recht gut verdient.

  3. #243
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Stell dir vor, ein Mensch mit ADHS empfindet Lernen an sich als spannend, herausfordernd usw. und ersetze "Auto fahren" durch "Wissenserwerb" und "Führerscheinprüfung" durch "Hausarbeiten, Klausuren und Prüfungen".
    Büffeln konnte ich ohne MPH nie, aber ich hatte genügend Interesse, um mir Zusammenhänge zu merken und anhand der Zusammenhänge sogar Fakten (davon allerdings viele nur für kurze Zeit).
    Ich finde das, was dabei herauskommt, nicht so sehr bewundernswert.
    Ungeheuer praktisch, aber nicht geheimnisvoll oder schwer erarbeitet.
    das hätte ich für mich nicht besser beschreiben können.

    Ein Familienmitglied (adhs) hat das mal so beschrieben.

    " Etwas zu verstehen ist das Spannenste überhaupt - da vergesse ich alles um mich herum "

    und

    " Ich kann nicht lernen - ich kann nur verstehen"

    besonders den letzten Satz finde ich sehr wichtig.
    lernen im klassischen Sinn kann ich auch nicht - ein "Auswendig-lern-studium" hätte ich vergeigt. Aber um etwas Interessanten zu verstehn darauf kann ich hinarbeiten. Und wenn mir dann jemand ab und an wieder die Richtung zeigt, in der ich weiterdenken und finden soll, dann komme ich sogar ans Ziel.

    Und es ist wirklich nicht schwer erarbeitet - deshalb hatte das auch nie so einen richtigen Wert für mich - es viel mir doch leicht
    Geändert von Elwirrwarr ( 8.07.2015 um 14:14 Uhr)

  4. #244
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 226

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Fliegerlein schreibt:
    Wo habe ich das denn geschrieben?
    Ich hoffe doch nicht, dass ich das geschrieben habe ....
    Wenn, dann nicht mit Absicht.
    OK. Ich habe statt "Begeisterung" ein paar Gründe reingelesen, warum ich gern Auto fahre.
    Geschrieben hast du:
    1. Auto fahren ist etwas, das einen ADHS so dermaßen begeistert, dass er das durchziehen kann.
    Seine Begeisterung dafür bringt ihn in einen Zustand, der fäschlicherweise als "Hyperfokus" bezeichnet wird
    (was besonders in diesem Fall vollkommen falsch ist, es handelt sich vielmehr um den Zustand hoher Begeisterung
    eines AHDS-Betroffenen, welcher es ihm ermöglicht, so zu funktionieren, wie es ein Nichtbetroffener sonst auch kann,
    eben auch Theorie zu büffeln).
    Es ging aber um das, was du in der Klammer über Begeisterung schreibst.

  5. #245
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Miss Taik schreibt:
    @creatrice:

    Keine Ahnung.
    Es klingt wie bei mir während der letzten Depression.
    Wenn es dir dein ganzes Leben schon so geht und du den Grund nicht kennst, finde ich das tragisch.
    Und verstehe besser, was du hier gesagt hast
    Weil es wie eine Depression klingt, geben einige Diagnostiker ja auch keine ADHS Diagnose wenn eine aktive Depression aktuell vorliegt. Das ist wirklich schwer zu unterscheiden.
    Die Depressionen kommen bei mir ja noch phasenweise on the Top, das erklärt vielleicht wieso ich eine Einzelfallhilfe brauchte, denn wenn die Depris dann noch die Kognition lahmlegen.....puuuh......

    Was heisst den Grund nicht kennen...... Für mich erklärt sich vieles durch die "alte Definition" der ADHS, ich kenne genau diese Ausprägung auch bei Familienmitgliedern, von daher ist es mir unbegreiflich, wie man mit ADHS so viele Dinge des normalen Lebens über so lange Zeit tun kann.
    Ich habe die Ausbildung zur Bühnenplastikerin gemacht, also etwas was wirklich super spannend ist, kreativ, wo das Umfeld eh selber meist nicht so regelkonform ist, wo alle wussten was ich habe und Geld bekommen haben, wenn sie mich ausbilden ( Teilhabe am Arbeitsleben).
    Das führte trotzdem dazu, das ich entweder mich selbst verausgabte und dann länger ausfiel, oder das die AG nicht damit klar kamen, das ich Dinge, die man mir mehrmals beigebracht hat, trotzdem vergessen habe, obwohl ich sie ja vorher auch gemacht habe. Von den üblichen ADHS Querelen mal ganz abgesehen.
    Länger als 6 Monate hat es ein AG nie mit mir ausgehalten, trotz finanziellem Anreiz, ich habe sie durch meine unverständlichen Hochs und Tiefs in Sachen EF zur Weißglut, Verzweiflung und Resignation getrieben, meist sogar in der Reihenfolge.

    Und das selbe in der Schule. Entweder überarbeitet und krank, oder durch meine geistige Abwesenheit sogar die Schüler irre gemacht (die sich sogar mal beschwert haben, das es sie wahnsinnig macht, wenn ich in Klausuren einfach nur dasitze).
    Es zieht sich eben von Anfang an gleichbleibend stark durch mein Leben, es gibt immer nur die Entscheidung mich zu übernehmen, oder vieles nicht mitzubekommen.
    Und wenn dann hier gesagt wird, das es auf das Alter ankommt, dann ist es für mich ja noch unverständlicher, denn wenn es leichter mit dem Alter wird ( was ich auch so empfinde), wie kann man dann in der Kindheit durchs Raster fallen? Wieso kommt eben der Zusammenbruch erst im mittleren Alter?

    Mein Cousin musste übrigens 4 Jahre auf eine Psychiatrieschule, weil den keine normale Schule mehr wollte, eine andere Cousine war 2 Jahre im Heim weil sie Zuhause durch die Aggressivität/Impulsivität regelrecht gefährlich für die Geschwister wurde.... Beide ADHS mit H. Die ohne H haben bei uns so Geschichten wie ich, teils auch noch schlimmer.
    Mir ist klar, das das die Extreme sind, aber von mir zu manch anderen ist es ja schon eine seeeehr breite Spanne, was ist denn das dann? Die Beschreibungen einer ADHS mit all ihren Beeinträchtigungen in den verschiedenen Lebensstufen passt doch aber ganz objektiv mehr dahin oder? Mir ist ja egal was was ist, aber irgendwie ist beides doch nicht wirklich gleich. Ähnlich ja, aber gleich?

    Also ist es nicht für manche komisch oder frustrierend wenn man Gründe finden muss wieso man nicht so richtig in das Schema reinpasst? Also wenn eine ganze Gruppe von Menschen Erklärungen aufbringen muss, wieso sie teils ganze Lebensabschnitte nicht nach den Kriterien auffällig waren? Seit ihr euch dann selbst der Diagnose wirklich sicher? Bekommt ihr da keine Zweifel? (Kann natürlich sein das sich die genau nicht an der Diskussion beteiligen)

    Ja, die Kriterien werden von einem Gremium immer mehr erweitert, und ja, da passen dann immer mehr rein, aber das man Kriterien ändert um mehr in genau diese Diagnose zu bekommen finde ich wirklich verwunderlich, zumal eben genug auch ohne Erweiterung reinpassen.
    Psychose und schizoid-paranoide PS sehen uU gleich aus, sind aber total unterschiedlich. Es würde keinem von beiden helfen wenn es nur das eine oder das andere geben würde. So empfinde ich das hier auch.
    Geändert von creatrice ( 8.07.2015 um 16:50 Uhr)

  6. #246
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Wenn die Themengebiete in der Schule oder während des Studiums sowie die Bedingungen auf der Arbeitsstelle den eigenen Interessen und/oder Begabungen entsprechen, dann ist es möglich, sich auch ohne Medikamente in diesen Bereichen sehr gut und lange zu konzentrieren und sogar einen starken, sehr langen Hyperfokus mit überdurchschnittlichen Leistungen zu entwickeln - (eigene Erfahrung und Beobachtung).

    Bei den Alltagstätigkeiten und unter ungünstigen Bedingungen können die Aufmerksamkeitsschwankungen dann schnell wieder erkennbar werden. Vermutlich gehören die "zerstreuten Professoren" ebenfalls zur Personengruppe mit einem AD(H)S.

    Vielleicht wurde hier Ähnliches geschrieben. Leider hatte ich keine Zeit alles zu lesen.

  7. #247
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Also bei mir war die Symptomatik zwar stringent,von klein auf, aber eben phasenweise nicht eindeutig zuzuordnen- daher habe ich so spät die Diagnose erhalten bzw. habe ich mich vorher gegen Verdachtsäußerungen gewehrt.

    In der Schule war ich auffällig (auch laut Zeugnissen), aber ich wurde extrem von meiner Mutter gesteuert, die quasi meine EF komplett unter Kontrolle genommen hat.
    Trotz depressiver Phasen und andere Komorbidäten (bin auch nicht mehr zur Schule gegangen phasenweise, Drogen etc.), wurde ich wurde durch äußerlichen Druck immer wieder in eine Richtung gedrängt, so dass es gerade noch irgendwie gutging.

    Wenn die Strukturen sehr eng sind geht es bei mir, aber auch nur in einem Bereich meines Lebens-andere fallen dann wegen Verausgabung durch Kompensationsbemühungen unter den Tisch. Zumindest hat mein Psychiater das so gedeutet anhand meiner Lebensgeschichte. Und die Zusammenbrüche hatte ich immer, durchgehend, Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter.

    Ich wäre nur in meiner Jugend niemals bereit gewesen ein Medikament zu nehmen. Die Bereitschaft hat sich bei mir erst sehr spät eingestellt durch all die Einsichten, dass es ohne Hilfe (und damit meine ich nicht all die Therapien, die nur teilweise was genützt haben) einfach nicht mehr geht; bzw. dann alles entgültig zusammenbricht und all meine Bemühungen umsonst sind.

    Im Job kommen mir die ständig wechselnden Anforderungen entgegen und ich bin zwar auffällig, aber krieg hier irgendwie meistens die Kurve, so dass das irgendwie toleriert wird. Anders ist das im Privatleben.

    Ich beneide Psychiater wirklich nicht um ihren Job- all solche Lebensgeschichten, wie sie hier beschrieben werden, einzuordnen und das Passende zu verordnen. Letztendlich ist es mir persönlich völlig egal ob ADHS hip ist oder ob es das gibt oder nicht oder ich falsch diagnostiziert bin. Ich bin froh, dass MPH mein Leben erträglicher macht und ich seit der Diagnose selbstbewusster mit meinen ganzen Besonderheiten umgehen kann und mir nicht wie in meiner Jugend mit so einem Selbsthass begegne.

  8. #248


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Vielleicht bist aber Du, Creatrice, die ganz große Ausnahme in Bezug
    auf den Schweregrad? Könnte ja auch sein
    Es gibt vielleicht diese Ausschläge nach unten und nach oben und die
    meisten bewegen sich irgendwo dazwischen und haben trotzdem ADHS.

  9. #249
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    creatrice schreibt:
    Und wenn dann hier gesagt wird, das es auf das Alter ankommt, dann ist es für mich ja noch unverständlicher, denn wenn es leichter mit dem Alter wird ( was ich auch so empfinde), wie kann man dann in der Kindheit durchs Raster fallen? Wieso kommt eben der Zusammenbruch erst im mittleren Alter?
    Ich bin mir grad nicht sicher, ob das an mich gerichtet ist oder zumindest auch an mich, denn ich habe ja den Einwand gebracht, dass man mit höherem Alter ein Studium leichter bewältigen kann und auch ich meine Ausbildung dank meines höheren Alters beenden konnte.

    Das soll aber auf keinen Fall missverstanden werden.

    Worauf ich mit dem Punkt hinaus wollte ist, dass man Aufgaben und Herausforderungen erst dann bewältigen kann, wenn man das entsprechende Exekutive Alter erreicht hat, man also z.B. eine Ausbildung, die für 16-Jährige ausgearbeitet ist, mit Mitte Zwanzig machen muss, um sie überhaupt zu schaffen.

    Ich kann Deine Schilderungen aus der Schule und Geschichte sehr gut nachvollziehen und bestätigen.
    Das erste Mal war ich mit ca. 10 Jahren (ich war in der 5.Klasse Realschule" wegen eines Zusammenbruches in einer Klinik, Auslöser dafür war ein dissoziativer Stupor wenn ich mich recht erinnere.

    Danach ging es dann zwar wieder, wenngleich auch nur über die Hauptschule, welche mich aber fachlich unterfordert hatte, aber es ging.


    Ich denke, man kann sich vielleicht mit Müh und Not "irgendwie durchschleppen".
    Bei vielen ADHS-Betroffenen findet man häufige Jobwechsel, das hat nicht nur mit ihrer mangelnden Fähigkeit zur Beständigkeit zu tun, bei vielen dürfte das auch eine Art "Flucht nach Vorn" sein, wenn nichts mehr geht oder das Kartenhaus, die Fassade, wie immer man das nennen mag, zusammenzubrechen droht, dann geht man und sucht was Neues.

    Mit der Zeit kostet das mehr und mehr Kraft und Energie, der Akku wird sowieso schon nicht richtig geladen und über kurz oder lang folgt der Zusammenbruch.
    Spätestens, wenn einem das zunehmende Alter die Kraft nimmt, denn man wird immer weniger belastbarer und weniger streßresistent, dann klappt nichts mehr.

    Das ist natürlich auch kein Muss, dass es so kommt, aber es ist einer dieser typischen Wege von ADHS'lern, besonders, wenn sie unerkannt oder unbehandelt blieben.
    Keine Ahnung, wie es geworden wäre, wenn man damals, also vor 40 Jahren, schon mehr über ADHS gewusst hätte und mich da schon erkannt und korrekt behandelt hätte.
    Heute fühle ich mich um diese Jahre betrogen, irgendwie jedenfalls.

    Aber die Beeinträchtigungen ziehen sich wie ein roter Faden durch mein Leben und am Ende ging gar nichts mehr und an ein Studium war gar nicht zu denken.

    Ich hoffe, dass ich hier mit dem Beitrag über das Alter nicht für ein Missverständnis gesorgt habe und wenn, entschuldigt mir das bitte.

  10. #250
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 306

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Was das Alter betrifft (bin jetzt Ende 40 und studiert habe ich mit Anfang 20) denke ich auch manchmal, jetzt würde ich manches besser hinbekommen, weil inzwischen einige Strategien gefestigt sind, man vielleicht auch andere Prioritäten hat, und generell mehr Erfahrung.
    Ich fände es jetzt einfach nicht mehr so toll, ganze Nächte im Studentenclub durchzumachen und was man sonst noch so in dem Alter macht (auch ohne ADHS)

    Was mich betrifft - Studium abgeschlossen heißt noch lange nicht, beruflich erfolgreich, dazu hat es dann nicht mehr gereicht.
    Nach außen hin habe ich allerdings keine Probleme (Mein Mann verdient das Geld für uns beide und meine halbwüchsigen Kinder finden unseren chaotischen Haushalt cool)
    also habe ich womöglich keine Störung und meine Diagnose stimmt vielleicht gar nicht?

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