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Diskutiere im Thema DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #221
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 72

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ich weiß, dass ich es besser lassen sollte mich hier irgendwie einzumischen, aber ich kann's einfach nicht nachdem ich mir den ganzen Thread durchgelesen habe. Diskussionen wie die, die hier geführt wird, sind genau der Grund warum es einen großen Teil an Beiträgen in diesem Forum gibt und warum ein Großteil der Menschheit niemals verstehen wird!

    Mal von Meinungen aus dem "Fach" abgesehen, empfinde ich es als betroffne Akademikerin als einen dermaßen großen Schlag ins Gesicht zu lesen, dass es Betroffene gibt die meinen, dass ich gar kein ADHS haben kann und wohlmöglich nur auf einen leichten Weg aus einer leichten Misere aus bin, das ich mich eigentlich aus diesem Forum einfach nur abmelden möchte. Und da wundern sich noch Leute, dass man es da draußen nicht leicht hat wenn schon aus den eigenen Reihen solche Meinungen kommen.

    Wer sich mal genauer mit Entwicklungspsychologie, Neuropsychologie und kognitiver Psychologie beschäftigt, wird feststellen, dass man zu diesem Thema besser keine Schwarz-Weiß Aussagen machen sollte. Wie schon drauf hingewiesen, kommt ADHS mit einem Spektrum an Symptomen einher, die sich oft verstecken, vermischen, beeinflusst sind. Ebenso ist Schulischer Erfolg vielschichtig, bei dem nicht nur eine kognitive Resource zu Gange kommt, sondern mehrere, die sich sehr wohl beeinflussen und einander 'helfen' können. Deshalb gebe ich zu, dass die Diagnosestellung von ADHS schwierig ist, bei vielen auch beeinflusst wird durch das was man sich angelesen und wohl möglich auch noch eingeredet hat, aber genau an der Stelle ist es falsch bestimmte Personen nur davon auszuschließen, weil sie nach außen hin zu viel erreicht haben. Das ist so als würde man jemanden mit Depression Gehör und Hilfe verwehren, nur weil er an einem Tag einige Male laut gelacht hat... (ja, ich sehe, hier gibt es schon eine Vielzahl von Vergleichen, der kommt nun dazu). Schulische Leistung ist niemals ein Indikator für kognitives Vermögen, darauf ist der Krempel gar nicht ausgelegt. Es ist ein Indikator dafür wie man im System funktioniert. Wenn man von der Seite kommt, dann könnte man auch behaupten: Jeder der in der Normalität existieren kann, kann kein ADHS haben... Wobei sich dann die Frage stellt: Wie definiert man existieren, wie definiert man Normalität. So, dann kommt doch mal vorbei und malt mir hier den strich wo hört das eine auf und wo fängt das andere an. Und wehe jetzt schreit noch jemand, "Aber Ausnahmen bestätigen die Regel."

    Da es hier die meisten in diesem Thread schaffen regelmäßig themenbezogene Beiträge zu schreiben, die mir den Eindruck verschaffen, dass zumindest das mit dem Lesen, zum größten Teil verstehen und darauf antworten mit einer halbwegs plausiblen Logik dahinter ganz gut klappt... viel mehr braucht man ja im Studium eigentlich nicht... frage ich mich ob wir vielleicht alle hier zu strukturiert in unser Herangehensweise sind um ADHS zu haben... Überhaupt, Leute die den ganzen Tag sich im Internet mit sonst was beschäftigen können und Zeit haben in Foren wie diesen zu surfen, aber nicht in der Lage sind regelmäßig einen Beruf auszuüben. Die sollen sich mal nicht so anstellen, schließen können die sich doch mit Sachen beschäftigen, dann kann man auch arbeiten... Weil das ja immer alles das gleiche ist: Was tun ist was tun, erfolg ist immer erfolg... Über einen Kamm scheren ist immer ...

    *Angry Akademiker ADHS Modus aus*

  2. #222
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Bruchpilotin schreibt:

    Mal von Meinungen aus dem "Fach" abgesehen, empfinde ich es als betroffne Akademikerin als einen dermaßen großen Schlag ins Gesicht zu lesen, dass es Betroffene gibt die meinen, dass ich gar kein ADHS haben kann und wohlmöglich nur auf einen leichten Weg aus einer leichten Misere aus bin*

    Habe ich geschrieben das DU kein ADHS hast? Habe ich keine Ausnahmen eingeräumt? Habe ich geschrieben das DU womöglich auf einen leichteren Weg aus bist? Habe ich dir den Schuh angezogen oder ziehst du ihn dir an?

    Es geht übrigens nicht um zu viel erreicht, sondern um ganz bestimmte Dinge. Der Vergleich mit dem Depressiven bezieht sich auf einen Tag, wir reden hier von Jahren......

  3. #223
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Liebe Bruchpilotion

    D A N K E


    du schreibst mir aus der Seele.

    Ja es gibt ADHSler, die schaffen kein Studium

    und

    ja es gibt ADHSler, die schaffen ein Studium


    und wenn Herr Rossi meint, dass das nicht sein kann, dann irrt Herr Rossi sich.



    Und wie du schon geschrieben hast, ein Studium ist nicht so dramatisch wie viele es glauben - ich war echt enttäuscht wie einfach es war.
    In dem Beruf arbeiten finde ich deutlich schwieriger. Ist vielleicht nicht in jedem Studiengang so und auch nicht für jeden - was aber nicht für oder gegen eine ADHS spricht.

  4. #224
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 72

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    creatrice schreibt:
    Habe ich geschrieben das DU kein ADHS hast? Habe ich keine Ausnahmen eingeräumt? Habe ich geschrieben das DU womöglich auf einen leichteren Weg aus bist? Habe ich dir den Schuh angezogen oder ziehst du ihn dir an?
    Ich ziehe Ihn mir zu Demonstrationszwecken einfach an . Nein, genau DU hast nicht geschrieben, dass ich es habe, aber die Argumentation die hier nicht nur von einer Seite in den Raum gestellt wurde impliziert doch so ein Szenario. Meinetwegen hast du sicherlich Ausnahmen eingeräumt, aber das macht die Diskussion hier ja nicht besser, denn was ist denn jetzt? Kann man es als Akademiker haben oder nicht? Wenn du sagst, es gibt Ausnahmen, dann sind wir ja fertig, denn dann kann man es auch als Akademiker unter Umständen haben.

    creatrice schreibt:
    Es geht übrigens nicht um zu viel erreicht, sondern um ganz bestimmte Dinge. Der Vergleich mit dem Depressiven bezieht sich auf einen Tag, wir reden hier von Jahren......
    Kennst du Jim Carrey, den Komiker? Der hat jahrelang unglaublich viel gelacht, der hat damit sogar Unmengen an Asche verdient, änderte auch nichts daran, dass er an starken Depressionen litt...

    Elwirrwarr schreibt:
    Und wie du schon geschrieben hast, ein Studium ist nicht so dramatisch wie viele es glauben - ich war echt enttäuscht wie einfach es war.
    In dem Beruf arbeiten finde ich deutlich schwieriger. Ist vielleicht nicht in jedem Studiengang so und auch nicht für jeden - was aber nicht für oder gegen eine ADHS spricht.
    Hey Elwirrwarr, dafür nicht. Ich finde diese schwarz-weiß Ansicht hier einfach Besorgniserregend. Und wie oben ja schon angedeutet, sobald man Ausnahmen zulassen mag, warum auch immer, ist es doch eh gegessen.

    Und du hast recht was das Studium angeht, ich fand es auch viel einfacher als Schule, weil man viel mehr freiräume hat (kommt aufs Studiuem an) auf die eigene Art zu arbeiten. Ich vermute nur, dass es genügend Leute gibt, die gar nicht wissen wie es ist zu Studieren und wie ne Vorlesung ausschaut oder ein Kongress. Da denken die meisten nur an schweren Stoff auf den man sich konzentrieren muss und den man in sich reinpauken muss. Beim Studieren geht es um das verstehen von Zusammenhängen, wie man zu dem verstehen kommt sei jedem selbst überlassen. Man kann sich wunderbar in Gedanken verlieren und wenn man soziale Probleme hat gibt es oft wege die meiste Zeit mit sich und seinem Kopf alleine zu sein.
    Geändert von Bruchpilotin ( 8.07.2015 um 00:02 Uhr)

  5. #225
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Was jetzt ist, weiß ja eben keiner, diese Diskussion gibt es ja auch unter den Fachleuten. Da gibt es eben auch diese 2 "Lager". Und nur weil ich auf der einen Seite bin, heißt das nicht, das ich jemandem ins Gesicht schlage, auch nicht gefühlt, oder das ich jemanden beleidige oder oder...... Das heißt auch nicht, das ich möchte das man das mit mir macht.
    Ich fühle es anders, das ist aus meinen Augen gesehen. Diese Augen stimmen zufälligerweise mit einer Gruppe von anderen Augen überein.



    Ich dachte du meintest mit mehrmals am Tag lachen wirklich ehrliche ausgelassene länger andauernde Stimmung.

    Und ja, auch in meinem Verständnis gibt es sehr wenige Ausnahmen. Wer diese dann sein würden und wer nicht, kann und habe und will ich nicht beurteilen.

    Mit diesen Reaktionen die hier teils sind ist es wirklich schwer auch mit denen die diese haben in den Dialog zu gehen, sich die ein oder andere Fachmeinung anzuhören, denn sowas wird sich kein Mensch, oder wenige zumindest freiwillig "aufhalsen". Zu Bedenken gebe ich nur, das der Dialog ja eigentlich für alle wichtig wäre, das es vllt auch mal interessant wäre warum genau es andere Meinungen gibt, warum selbst Fachleute die schon lange für ADHSler kämpfen das teils so sehen, warum genau das teils Betroffene so sehen. Naja, zumindest war das MEINE Intention mich an diesem Thema zu beteiligen und so wehement dran zu bleiben, Gegenargumente ( ohne Wertung) zu geben etc... Das Interesse scheint mir mittlerweile einseitig. Von daher würde ich es wirklich nett finden, wenn meine Person auch in Form von Anspielungen da rausgelassen wird. Ich möchte hier nicht mich als Person, sondern meine Meinung vertreten.

  6. #226
    Impulsbombe

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    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.126

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Vielleicht sollte man auch in Betracht ziehen dass wir im Forum hier in Wirklichkeit nur eine Minderheit sind. AD(H)S Betroffene zwar, aber trotzdem denke ich persönlich nicht dass wir tatsächlich einen Querschnitt durch das gesamte Spektrum repräsentieren. Vielleicht finden sich ja hier die von Rossi angesprochenen Ausnahmen an einem Ort zum Austausch zusammen. Nicht dass ich plötzlich seine Meinung teilen würde.
    Ich fühle mich aber auch nicht ausreichend Fachmann um sie total zu verwerfen. Dass ich selber nur einen Hauptschulabschluss habe spielt dabei keine Rolle.

  7. #227
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 72

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    creatrice schreibt:
    Was jetzt ist, weiß ja eben keiner, diese Diskussion gibt es ja auch unter den Fachleuten. Da gibt es eben auch diese 2 "Lager". Und nur weil ich auf der einen Seite bin, heißt das nicht, das ich jemandem ins Gesicht schlage, auch nicht gefühlt, oder das ich jemanden beleidige oder oder...... Das heißt auch nicht, das ich möchte das man das mit mir macht.
    Ich fühle es anders, das ist aus meinen Augen gesehen. Diese Augen stimmen zufälligerweise mit einer Gruppe von anderen Augen überein.

    Ich dachte du meintest mit mehrmals am Tag lachen wirklich ehrliche ausgelassene länger andauernde Stimmung.

    Und ja, auch in meinem Verständnis gibt es sehr wenige Ausnahmen. Wer diese dann sein würden und wer nicht, kann und habe und will ich nicht beurteilen.

    Mit diesen Reaktionen die hier teils sind ist es wirklich schwer auch mit denen die diese haben in den Dialog zu gehen, sich die ein oder andere Fachmeinung anzuhören, denn sowas wird sich kein Mensch, oder wenige zumindest freiwillig "aufhalsen". Zu Bedenken gebe ich nur, das der Dialog ja eigentlich für alle wichtig wäre, das es vllt auch mal interessant wäre warum genau es andere Meinungen gibt, warum selbst Fachleute die schon lange für ADHSler kämpfen das teils so sehen, warum genau das teils Betroffene so sehen. Naja, zumindest war das MEINE Intention mich an diesem Thema zu beteiligen und so wehement dran zu bleiben, Gegenargumente ( ohne Wertung) zu geben etc... Das Interesse scheint mir mittlerweile einseitig. Von daher würde ich es wirklich nett finden, wenn meine Person auch in Form von Anspielungen da rausgelassen wird. Ich möchte hier nicht mich als Person, sondern meine Meinung vertreten.
    Hmmm, ich weiß an dieser Stelle nicht genau wie ich das diplomatisch am besten erklären kann. Ich weiß, dass du nicht die Intention hast mit deiner Meinung jemand aktiv ins Gesicht zu schlagen. Und auch nicht passiv. Es ist eben deine Meinung, weil du das so siehst. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich es klasse finde, dass du zu deiner Meinung so stehst. So soll das sein. Jedoch ist es als betroffener in solchen Situationen schwer nicht von bestimmten Meinungen unbeeindruckt zu bleiben. Wenn jemand in den Raum stellt, dass er zustimmt, dass es unwahrscheinlich ist das Akademiker ADHS haben und wohlmöglich auch noch Vorteile aus der bereitwillig betriebenen Diagnostik erhalten, dann liest sich das aus meiner Position nicht gerade schön, gerade wenn es von jemanden kommt, der für die Vielfalt unter den ADHSlern Verständnis haben sollte. Es tut mir leid, wenn du das Gefühl hattest ich würde dich durch meine plakativen Darstellungen irgendwo als Person mit einbeziehen. Das war nicht meine Intention. Ich wollte eigentlich nur hervorheben, wie schwierig ich die Diskussion finde und vielleicht für meinen Teil denke, dass wir einfach noch nicht genug wissen um sie zu führen. Desweiteren halte ich einfach nichts von Diskussionslagern, das klingt halt immer so absolut (Ja, ich hocke gerne auf'm Zaun), daher vll auch der Kommentar mit dem Schlag ins Gesicht.

  8. #228
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Elwirrwarr schreibt:

    Ja es gibt ADHSler, die schaffen kein Studium

    und

    ja es gibt ADHSler, die schaffen ein Studium


    und wenn Herr Rossi meint, dass das nicht sein kann, dann irrt Herr Rossi sich.
    Was ich hier immer wieder lese ist, wie Rossis Aussage fehlinterpretiert wird.
    Er sagt nicht, dass das nicht sein kann, sagt aber klar, dass es eine große Ausnahme, aber eben nicht unmöglich ist.
    Und das sagt auch ein guter Teil der Fachwelt, ob es uns nun gefällt oder nicht.

    Damit wird aber hier niemandem die Diagnose abgesprochen.

    Wie ich schon schrieb, finde ich die Reaktionen auf Rossi's Aussage sehr faszinierend, habe aber bewusst nicht geschrieben, aus welchen Gründen die Betroffenen sich angegriffen oder vor den Kopf gestoßen oder ins Gesicht geschlagen fühlen.
    Ich dachte und hoffte, dass das von anderen Stellen kommt und das ist auch genauso passiert.
    Die Gründe sind nur allzu verständlich und sie erklären auch die hohe Emotionalität, die damit verbunden ist.

    Bruchpilotin schreibt:
    Wer sich mal genauer mit Entwicklungspsychologie, Neuropsychologie und kognitiver Psychologie beschäftigt, wird feststellen, dass man zu diesem Thema besser keine Schwarz-Weiß Aussagen machen sollte. Wie schon drauf hingewiesen, kommt ADHS mit einem Spektrum an Symptomen einher, die sich oft verstecken, vermischen, beeinflusst sind. Ebenso ist Schulischer Erfolg vielschichtig, bei dem nicht nur eine kognitive Resource zu Gange kommt, sondern mehrere, die sich sehr wohl beeinflussen und einander 'helfen' können.
    Nuja ... ich z.B. hab mich recht intensiv damit beschäftigt, aber so oder so, Spektrum hin oder her, wir kommen nicht umhin, dass auch eine Spektrumsstörungs irgendwo beginnen muss und dieser Beginn ist durchaus definiert, nämlich dahingehend, dass deutliche Beeinträchtigungen in mehreren wichtigen Lebensbereichen vorhanden sein müssen, die eine Diagnose rechtfertigen.
    Und in der Regel, findet man bei ADHS-Betroffenen kaum Akademiker, eben weil die Beeinträchtigungen, nicht nur in den EF, ihnen ein solches nicht ermöglichen.
    Ich bin angeblich hochintelligent, war motiviert, wollte es wirklich, scheiterte aber an alldem, was man an EF zu erwarten hatte.

    Dennoch bedeutet das nicht, dass ich es nicht hätte schaffen können, wenn z.B. das Umfeld ein anders gewesen wäre.

    Aber wie auch immer, auch ich gehe mit dem Artikel von Rossi nicht konform, jedenfalls nicht komplett, wie auch mit anderen Ansichten von ihm, aber egal, er hat nicht unrecht in diesem Punkt, auch wenn es uns nicht gefallen mag.

    Und wir dürfen eines nicht vergessen:
    Schulischer Erfolg ist auch nur EIN Bereich des Lebens, der betroffen sein muss.

    Die Anforderung an eine Diagnose besagen nunmal, dass es mehrere wichtige Lebensbereiche sein müssen, die beeinträchtigt sind.
    Und wenn das zutrifft, braucht man sich auch keine Gedanken zu machen, dass die Diagnose nicht zutreffen könnte.

    Hier in diesem Forum wird niemand jemand anderes Diagnose anzweifeln.

    Aber gerade wir hier unter uns sollten dazu in der Lage sein, uns auch offen und kritisch mit solchen Aussagen auseinander zu setzen, ohne uns angegriffen fühlen zu müssen, denn ganz besonders wir alle hier wissen, gegen was wir schon unser Leben lang ankämpfen mussten.

    Wir suchen doch alle nach Antworten und wir sollten doch das größte Interesse daran haben, sie zu finden.

    Und auch wenn Bruchpilotin schreibt:
    Bruchpilotin schreibt:
    Und wehe jetzt schreit noch jemand, "Aber Ausnahmen bestätigen die Regel."
    Das hat überhaupt nichts damit zu tun.
    Dennoch bleibt festzuhalten, dass solche Aussagen allgemeingültig sind.
    Dabei ist aber klar festzuhalten, dass etwas, das im Allgemeinen gilt, klar bedeutet, dass es im Speziellen, eben auf den Einzelfall bezogen, anders sein kann.

    Wir können die Fakten nicht einfach wegdiskutieren, nur weil sie uns missfallen.

    Was ich aber wirklich nicht verstehe ist, dass wir uns eher angegriffen fühlen und in eine Verteidigungshaltung gehen, statt zu überlegen, ob es stimmen könnte, bzw. welche Fakten für einen selbst dafür oder dagegen sprechen und ob am Ende nicht wirklich doch die Suche noch nicht zu Ende ist, ...

    Aber dann würde ich doch hellhörig werden und wissen wollen, was dann mein Problem ist, denn wir hier unter uns wissen, dass es eben NICHT Faulheit oder Dummheit ist.
    Ich würde dann wissen wollen, was es ansonsten sein könnte ....
    Und wenn bei allem Vergleich und Hinterfragen am Ende dabei rauskommt, dass es so oder so, auch mit abgeschlossenem Studium nur ADHS sein kann, dann geht man doch gestärkt aus der Sache heraus, eben weil man wieder ein Stück sicherer ist.

    Hier geht es doch nicht um Angriffe oder die uns allen ewig bekannten Vorwürfe von Faulheit und Dummheit, sondern darum, dass wir Antworten finden.

    Wichtig ist doch, dass wir Probleme haben, diese Probleme echt und real sind und dass wir die Gründe dafür finden und uns am Ende geholfen werden kann.

    Meine Meinung ... und wahrscheinlich (hoffentlich) mein Schluswort in diesem Thread, in erster Linie aus Zeitgründen und weil ich viel mehr würde schreiben können.

  9. #229
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Den Zusammenhang zwischen Akademikern und den möglichen Gründen für die Atraktivität einer Diagnostik habe ich aber gar nicht gestellt. Und so war es auch nicht gemeint. Es waren unterschiedlichste eventuelle und teils von meiner Thera und Personal von meinem Arzt genannte Gründe, egal von welcher Bildungsschicht.

    Leider wird immer nur ein Angriff gelesen, nie das es eine Akzeptanz und auch Verständnis für vorhandene Probleme gibt, auch die Schwere. Es wird halt von einigen "nur" wahrgenommen, das es irgendwie andere Probleme sind. Nicht weniger oder leichtere oder oder....

    Ich selbst habe ja auch schon geschrieben, das es mir sogar lieber wäre man würde die MCD wieder auskramen, denn ich fühle mich da noch passender und genauer beschrieben, als in dem weiten Feld der ADHS.

    Es ist halt für die einen gut, wenn die Kriterien erweitert werden, für die anderen fällt aber damit eine Diagnose weg, wo sie genau reingepasst haben, die genau auf sie zugeschnitten war. Sprich für mich z.B. Wird ein Gesamtkonzept in Teile zerhackt, die nur noch bei wenigen Ausnahmen als Zusatz auftreten können. Ob das das selbe ist bezweifle ich eben, da es ganz bestimmte Dinge in bestimmter Ausprägung schon lange als Konstante mit wenig Variablen gibt.

    Das Frontalhirnsyndrom z.B. Hat ja auch viele Gemeinsamkeiten mit ADHS, aber eben teils noch mehr Zusätze und teils auch schwerer. Würde man diese Diagnose jetzt so erweitern wie es in den letzten Jahren mit ADHS geschehen ist, würden wir wohl alle auch diese Diagnose haben.
    Umso mehr man also von rigiden Kriterien abweicht, umso geringer ist aber auch die Chance eine einheitliche Masse für Forschung etc zu finden. Würden viele Dinge einzeln in Diagnosen verpackt, so wären Gemeinsamkeiten auf sämtlichen Ebenen bestimmt auch eher zu finden. Sowohl für die einen, als auch für die anderen.


    Fliegerlein war schneller und verständlicher, selbst für mich
    Geändert von creatrice ( 8.07.2015 um 01:01 Uhr)

  10. #230
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Was ich aber wirklich nicht verstehe ist, dass wir uns eher angegriffen fühlen und in eine Verteidigungshaltung gehen, statt zu überlegen, ob es stimmen könnte, bzw. welche Fakten für einen selbst dafür oder dagegen sprechen und ob am Ende nicht wirklich doch die Suche noch nicht zu Ende ist, ...

    Aber dann würde ich doch hellhörig werden und wissen wollen, was dann mein Problem ist, denn wir hier unter uns wissen, dass es eben NICHTFaulheit oder Dummheit ist.
    Ich würde dann wissen wollen, was es ansonsten sein könnte ....
    Und wenn bei allem Vergleich und Hinterfragen am Ende dabei rauskommt, dass es so oder so, auch mit abgeschlossenem Studium nur ADHS sein kann, dann geht man doch gestärkt aus der Sache heraus, eben weil man wieder ein Stück sicherer ist.

    Wichtig ist doch, dass wir Probleme haben, diese Probleme echt und real sind und dass wir die Gründe dafür finden und uns am Ende geholfen werden kann.

    Ich habe nun aber gar keinen Grund meine ADHS Diagnose zu hinterfragen. Ich habe eine ADHS und ein abgeschlossenes Studium. Beides weiß ich und beides ist sicher. Wieso gehe ich dann gestärkt aus einer Sache heraus - wieso ein Stück sicherer. Warum in aller Welt soll ich an diesen Tatsachen zweifeln - meine Diagnose hinterfragen, nur weil ich etwas gemacht habe, was eine Ausnahme sein soll?

    Dafür habe ich mich inzwischen lange genug mit meiner ADHS auseinander gesetzt um unnötigen Gedanken ein Ende setzen zu können - da hilft mir auch MPH.

    Hier geht es doch nicht um Angriffe oder die uns allen ewig bekannten Vorwürfe von Faulheit und Dummheit, sondern darum, dass wir Antworten finden.
    Nein, darum geht es nicht. Die, die kein Studium haben sind nicht dumm oder faul.

    Aber zu sagen, dass eine ADHS es sehr unwahrscheinlich macht ein Studium zu beenden, ist nicht besser. Last uns doch gucken, warum, wenige es schaffen - was sie für andere Bedingungen hatten und ob hier nicht ein Ansatzpunkt ist, der allen ADHSlern helfen kann ihre Ziele zu erreichen.

    So herum wäre es für mich eine konstruktive Diskussion.

    Nicht das Infragestellen der ADHS-.Diagnose bei Akademikern - sondern gucken, was ihnen das ermöglicht hat.

    Es gibt so ein schönes Buch an dem Herr Rossi auch mitgearbeitet hat zum Thema Ressourcen orientiert arbeiten - laßt uns doch darüber disskutieren über welche Ressourcen die "Ausnahmen" verfügen und wie diese für alle nutzbar gemacht werden können.
    Geändert von Elwirrwarr ( 8.07.2015 um 08:31 Uhr) Grund: Tippfehler

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