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Diskutiere im Thema DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.731

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Sunpirate schreibt:
    Vielen Dank Herr Rossi. Zu der Behauptung dass ADS nicht existiert, kommt also nun der Zusatz, AD(H)S gibt es zwar, aber nur der sozial und beruflich gescheiterte Teil unserer Gesellschaft ist davon betroffen. So einfach ist das also?
    Und der "sozial und beruflich gescheiterte Teil unserer Gesellschaft" kommt meist auch kaum zu einer ADHS-Diagnose, weil das soziale und berufliche Scheitern durch Depressionen, Alkohol- oder Drogensucht, Straffälligkeit usw. so sehr im Vordergrund steht dass niemand nach ADHS forscht.

    Und: Auf ADHS zu kommen und hartnäckig nach einem kundigen Arzt zu suchen setzt eine gewisse Bildung voraus. Die wiederum ADHS nicht unmöglich, aber durchaus statistisch unwahrscheinlicher macht.

    Diagnostiziert und behandelt wird also weiterhin die Spitze des Eisbergs. Auch hier im Forum sind keineswegs die typischen ADHS-Betroffenen vertreten, sondern der gebildetere Teil.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 731

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ohne Medikation hätte ich wohl nie studieren können, trotz genügender Intelligenz & theoretisch auch Motivation. Das heisst, dass ich perfekt ins Bild passe. Dabei muss man aber auch sagen, dass ich ohne Medikation auch nicht einmal wirklich arbeitstauglich noch sonst was war...

    *edit* @4.Kl.Konzert
    Wurde etwa 4x mit Depressionen etc. diagnostiziert in der Kindheit. ADS hat man erfolgreich mit 20 abgeklärt, als ich auf Wikipedia mal darauf stiess, als Laie sah dass alle Symptome 100% auf mich zutrafen und ich mich folgend an eine AD(H)S Spezialklinik wandte.

  3. #13
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 173

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ja, können sie.
    Nur denke ich, dass sie (wie ich) eher "exotische" akademische Laufbahnen haben. Ich habe in den letzten Jahren viel angefangen, konnte aber auf Grund der Umstände wenig wirklich fertig bringen. Ich habe jetzt den fünften(!) Anlauf einer Doktorarbeit hinter mir, und endlich scheint es zu klappen. Das Thema und die Methode sind recht ungewöhnlich und sind ein Sammelsurium zahlreicher Dinge die mich interessieren und an denen ich gerne rumdenke. Ich könnte niemals eine "normale" Arbeit schreiben. Das ist auch im akademischen Bereich meistens mehr Fleißarbeit und weniger Denkarbeit. Ich brauche etwas zum "Tinkern", zum Basteln, zum Ausprobieren, zum Rumspinnen, zum Philosophieren. In normalen akademischen Feldern geht das kaum. Daher bin ich heilfroh, dass ich jetzt in einer Struktur bin, die ich als kleinen interdisziplinären "Design Think Tank" verstehe, in dem ich genau das machen kann, was mir liegt und was ich möchte. Keine Anträge, keine Organisation, keinen Druck haufenweise Paper zu veröffentlichen. Das war aber alles auch ein ziemlich harter Weg, häufig mit Scheitern und Frust verbunden.
    Tagungen finde ich im Übrigen super. Das ist zwar immer recht anstrengend, aber es hat was von einem Jahrmarkt für mich, auf dem ich mich von Stand zu Stand bewege und alles mitnehme was mich inspiriert. Auch habe ich auf Konferenzen (im Gegensatz zum "normalen" Leben) keinerlei Probleme mit Menschen in Kontakt zu treten. Kein Smalltalk sondern nur fachsimpeln. Da werde ich immer zu einem absoluten Socializer, was im absoluten Kontrast zu alltäglichen Angelegenheiten steht, wo mich das meiste nur langweilt.

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.731

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    @Irre: Lass dich mal nicht verunsichern. Es handelt sich um einen Blogeintrag, d. h. eine Einzelmeinung. Eines sehr verdienstvollen Experten, aber dennoch eine Einzelmeinung.

  5. #15
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 285

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    4.Kl.konzert schreibt:
    @Irre: Lass dich mal nicht verunsichern. Es handelt sich um einen Blogeintrag, d. h. eine Einzelmeinung. Eines sehr verdienstvollen Experten, aber dennoch eine Einzelmeinung.
    Mag sein, aber sowas vermag mich doch aus der Bahn zu werfen und zu verunsichern.....

  6. #16
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.127

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Das ist jetzt vielleicht übertrieben, aber die Äußerungen von Herr Rossi erinnern mich doch sehr an die ersten Jahre nachdem Aids bekannt geworden war. Damals konnten auch nur Homosexuelle die Krankheit bekommen.
    Anders gesagt der dsm 5 entkriminalisiert, Herr Rossi diskriminiert

  7. #17
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 274

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Klar können sie das haben, sehe es ja an mir.

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.969

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Gut, ich war jahrelang erfolgreich im Beruf und habe also dann kein AD(H)S? Oder müsste ich erst studieren um das rauszufinden?

    Aber alle mit niedrigerem Abschluss kämen in Frage? Ist ja auch eine nette Form der Aussiebung ... IQ vs AD(H)S?

    Mir zumindest hat der IQ nicht viel gebracht, mein Haushalt will trotzdem nicht so wie ich es gerne hätte ... Dabei wäre die Haushaltsführung inkl. Familie mit Kind doch auch im Management anzusiedeln - fehlt alleine das Studium. - Muss ich wohl doch noch mal zurück auf die Bank ... Wer möchte sich in der Zwischenzeit mit meinem Haushalt rumschlagen?


  9. #19
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Also ich bin einfach nur baff - vor allem, da dies ein Beitrag im Blog von Herrn Winkler ist!

    @creatrice Ich weiß, dass deine Fragen absolut ernst und nicht diskriminierend gemeint sind, deshalb möchte ich dir zu ein paar deine Punkte schreiben:

    . Ich frage mich ehrlich gesagt auch, wie man es mit Aufmerksamkeitsstörungen zu solch aufmerksamkeitsfokussierten Dingen wie Vorlesungen und Tagungen überhaupt geschafft hat mind. 20 Jahre lang, wenn man doch so stark eingeschränkt ist.
    Vorlesungen und Tagungen sind erstens zweierlei.

    Vorlesungen sind leider meistens so gestrickt, dass man eigentlich alles, was der Vortragende vorträgt, eh zuhause nachlesen kann. Wenn man in der Vorlesung sitzt, versucht man idealerweise, die Aufmerksamkeit auf die Stichpunkte zu schicken ... im Heft landen Stichworte und der ganze Sermon muss sowieso zu Hause nochmal nacharbeitet werden.
    Mit haben die Vorlesungen tatsächlich hauptsächlich meine Zeit gestohlen ...

    Tagungen sind eigentlich vor allem für eines da: um sehen und gesehen zu werden ... socializing halt! Die Inhalte der Vorträge landen anschließend in Tagungsbänden und einige Texte gibt es sogar vor den Tagungen als Vorabversion zu lesen. Zum Lernen bräuchte die Tagungen also eigentlich kein Mensch.

    Ein Vorteil war beim Studium vor den Zeiten der Bachelor- und Masterstudiengänge, dass man mit individuellem Tempo lernen konnte. Im Gegensatz zu einer Berufsausbildung ... ich glaube sogar, dass wesentlich mehr ADHSler an einer Berufsausbildung scheitern, eben weil ein Lehrplan und die Prüfungsordnungen so eng gestrickt sind.

    Hm, vielleicht kann man die Frage, wie ADHS und eine höhere Ausbildung konform gehen können, mit anderen Handicaps vergleichen: es gibt auch behinderte Extremsportler, gehörlose Musiker etcetc es kommt vor allem darauf an, wie jemand mit seinen Handicaps umgeht. Es gibt halt nicht den einen einzigen Weg, über den man an einen höheren Schul-/Bildungsabschluss kommt!!
    Und der Abschluss/akademische Titel sagt noch überhaupt gar nix darüber aus, wie jemand mit seinem Leben klarkommt!
    Oder ob das Wissen tatsächlich im Langzeitgedächtnis gespeichert ist!

    das man ja ein protektives Umfeld hatte, das man aufgrund des hohen Intellektes gut kompensieren konnte
    hm, also wenn das Umfeld in diesem Sinne schützend (protektiv) wäre, dann bräuchte man den Intellekt ja nicht zum Kompensieren den Intelekt braucht man eigentlich sogar vielmehr dann, wenn man in einem Störumfeld groß wird ... eben um Gegenstrategien entwickeln zu können.
    Aber auch der Intellekt ist alleine nicht ausreichend - wenn Depression und Traurigkeit dich am Wickel haben, kann der Verstand irgendwann auch nicht mehr viel ausrichten.

    Wie wäre denn dann eine Diagnose als Kind möglich wenn man alles kompensiert?
    Na ja, im Kindesalter werden vor allem die Persönlichkeitsstrukturen entwickelt die helfen, dass man später die individuell notwendigen Kompensationsstrategien entwickeln kann.
    Ist Kompensieren noch Krankheit?
    Die Fähigkeit zu kompensieren ist erst mal absolut unabhängig davon, ob man eine Krankheit hat.

    Das heißt erst mal nur, dass man in der Lage ist, bestimmte Störquellen zu umgehen, um an ein gewünschtes Ziel zu gelangen.

    Wenn ich zum Beispiel - um bei dem Vorlesungsbeispiel zu bleiben - durch Geräuschquellen wie Plappern, Papierrascheln und Kugelschreibergeknippse nicht in der Lage bin, einer Vorlesung zu folgen, dann kompensiere ich den Verlust der Vorlesungsteilnahme durch die Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen: ich gehe zum Dozenten und bitte ihn beispielsweise um die Aushändigung des Vorlesungsskriptes, um die Inhalte zu Hause nacharbeiten zu können.

    Ein Beispiel, das nix mit einer Krankheit zu tun hat: wenn es draußen kalt ist und ich meine Jacke verloren habe, dann muss ich den äußeren Wärmeschutz durch viel Bewegung ausgleichen ... damit kompensiere ich die zu kalte Umgebung ...


    Denn wer z.B. seinen Antrieb und seine Hoffnungslosigkeit etc kompensieren kann, hat auch keine Depression, der hat eine Verstimmung, aber für eine Erkrankung mit Kriterien für Symptome "reicht" es eben nicht. Die Krankheit ist ja eben das man es nicht kompensieren kann. Das es so einschränkend ist, das Kompensation eben nicht mehr geht, oder wenn dann nur kurzzeitig.
    hm, "kompensieren" heißt ja nicht, Symptome-zum-Verschwinden-zu-bringen, sondern sie vielleicht umgehen zu können.
    ADHS und Depression würde ich dabei nicht in einen Topf werfen.

    Wenn ich frühzeitig Kompensationsstragien für meinen individuellen ADHS-Symptome entwickel, dann kommt es vielleicht gar nicht erst zu einer ausgewachsenen Depression.

    Je nach Schweregrad kann es natürlich sein, dass einzelne Symptome nicht mehr zu kompensieren sind. Aber: kompensiert wird zielgerichtet ... wenn eine bestimmte Anforderung nicht gegeben ist, besteht ja auch keine Notwendigkeit zur Kompensation.
    Und Kompensation entsteht ja nicht alleine durch die Entwicklung oder Nutzung anderer Fähigkeiten - oftmals sind dafür äußere Werkzeuge notwendig (Brailleschrift, Rollstühle ...). Oder eben die Entwicklung von bestimmten Strategien.
    Nach 20 oder 30 oder 40 Jahren erst mit der Kompensation zu versagen halte ich für sehr sehr unwahrscheinlich,
    hm, Kompensierung ist ja nicht alleine eine Frage von An-oder-Aus ... und nur, weil man es tatsächlich zu einem akademischen Abschluss geschafft hat, bedeutet es ja noch lange nicht, dass man den Studienabschluss auch beruflich nutzen kann.

    Und wo fängt "versagen" an?? Versagt wird doch immer im Vergleich, mit einer bestimmten Messlatte - mit einer Messlatte, die ANDERE definiert haben.

    Ach so, alles natürlich ohne Medikation/Behandlung gemeint.
    hm, aber im engeren Sinn sind doch Medikation und Behandlung auch nix anderes als Strategien der Kompensierung. Die Behandlung ermöglicht mir, Symptome zu kompensieren, das heißt, Ersatzfähigkeiten oder -fertigkeiten zu entwickeln, um auch mit einer durchlöcherten Aufmerksamkeit ein gewünschtes Ziel erreichen zu können.
    Bin ich dann nicht mehr krank, wenn ich durch Medikation und Behandlung die Auswirkungen der Krankheitssymptome umgehen kann?

  10. #20
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Liliana schreibt:
    Naja eines ist für mich klar: Man kann man mit AD(H)S studieren.

    Aber ich wäre da auch etwas vorsichtig zu sagen, dass wenn man erst während des Studiums oder gar danach ernsthafte Konzentrationsprobleme kriegt, deswegen AD(H)S hat. Wenn man auf einmal merkt, dass mit der Konzentration nichts mehr läuft, und man ja eigentl. schon immer etwas schusselig war oder ähnliches, heißt das noch lange nicht, dass man AD(H)S hat. Mangelnde Konzentration kann an sooo vielem liegen. Und manche Menschen sind von Natur aus etwas schusselig, vergesslich ect. ohne dass gleich ein ernsthaftes "Defizit" vorliegt.



    Es ist aber eben auch absurd, deswegen automatisch den Stempel AD(H)S zu vergeben. Vielleicht hat diese Person ja nie gelernt, ohne "Leitplanken" von außen zu leben und ist auf einmal überfordert selbstständig "die Spur zu halten". Und dann macht es eben einen Unterschied, ob jene Person das dann irgendwann in den Griff kriegt und weiter leben kann, als hätte es das Problem nie gegeben, oder ob er es alleine nicht schafft UND auch mit Hilfe seine Schwierigkeiten hat, weil es bei AD(H)S ja nicht einfach nur mit Lernen zu tun hat und man das dann nachholen kann und alles ist in Butter, sondern es immer in irgendeiner Weise ein Problem bleiben wird. AD(H)S hat einfach so vielseitige Auswirkungen und unterschiedliche Erscheinungsformen, dass man da ganz genau hinschauen muss und ich mit solchen "einfachen Gleichungen" vorsichtig wäre.

    Zurück zum Studium: Hätte ich in der Schulzeit nicht noch so viele andere Schwierigkeiten bekommen (z.B. Prüfungsangst), hätte ich - wenn eben auch mit Schwierigkeiten - es vermutlich auch mit gutem Durchschnitt bis zum Studium geschafft, ohne dass ich zwischendurch Medikamente genommen hätte und überhaupt eine Diagnose erhalten hätte. Ich bin Mitten im Studium und bin erst jetzt dabei mir wieder Hilfe zu holen, weil ich zwar irgendwie durchkomme und sicher durchkommen werde, aber darunter leide (wenn man mal davon absieht, dass man mit einem 4er Zeugnis trotz eines akademischen Abschlusses nicht sehr weit kommt). Während den Vorlesungen, in den Pausen und daheim.
    Und das ist meiner Meinung nach der springende Punkt: Es gibt genug AD(H)Sler, die studieren, die sogar ohne Medis studieren und die überhaupt erst während des Studiums ernsthafte Probleme bekommen. Weil davor die Rahmenbedingungen anderes/besser für sie waren und weil sie mit ihrer Intelligenz/Begabung irgendwie alles soweit kompensieren konnten, dass sie mit viel Kraftaufwand durch die Schulzeit kamen.
    Ich glaube aber eben auch, dass man schon während der ganzen Schulzeit Symptome für AD(H)S gehabt haben muss und nicht einfach mit lauter 1er das Abi schafft und dann erst irgendwann im Studium merkt "huch, auf einmal tu ich mich ganz schön schwer mit der Konzentration".
    So gesehen finde ich diesen Satz totaler Mist. Natürlich kann man Vorlesungen besuchen. Aber eben mit Schwierigkeiten und genau das wurde ja in dem Absatz, den er kommentiert, geschrieben. Für mich geht dieser Kritikpunkt in Richtung: Man kann nicht intelligent genug sein, um trotz AD(H)S zu studieren. Oder aber: AD(H)S ist an sich so schwerwiegend, dass man kein Studium beginnen kann.
    Bei Ersterem unterschätzt er das menschliche Leistungsvermögen (wobei ich durchaus selber immer wieder mich darüber aufrege, wie dumm der Mensch an sich ist, Akademiker hin oder her xD), bei Zweiterem geht es in Richtung: (Nur als Beispiel!) Bei AD(H)S liegt ein Mangel von mind. so und so vielen Neurotransmittern vor, mit diesem Mangel kann der Mensch die entsprechenden Leistungen nicht vollbringen...ja, wer will denn sowas bitte beweisen?



    Für manche kann es das durchaus sein - aber ich glaube auch, dass darauf viel zu viel wert gelegt wird

    Fazit: Man sollte bei hohen Leistungen durchaus genau hinschauen, warum man erst so spät an seine Grenzen kommt und inwieweit sich AD(H)S-Symptome davor schon äußerten, auch wenn man sie als solche nicht wahrgenommen hat - aber das sollte man eh bei jeder Diagnose. Ich finde es schon schwierig, wenn man erst als Akademiker diagnostiziert wird, aber ich sehe auch keinen Grund, warum AD(H)Sler nicht auch Akademiker sein sollten.
    Ich bezog mich innerhalb des Gedankenspiels,aus dem Kontext evtl.nicht einfach ersichtlich,sorry,natürlich auf eine vorhandene ADHS.

    Muss noch rausfinden,wie man mit Smartphone teilzitiert.

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