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Diskutiere im Thema DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #171
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ich finde es schon auffällig, das einige hier extra eine Zweit oder gar Drittmeinung holen, wenn die erste negativ war. Umgekehrt ist es verschwindend gering. Ich habe es auch noch von keiner anderen Erkrankung gehört, das man Angst hat die Diagnose NICHT zu bekommen. Und ja, es gibt auch hier einige, die eine Diagnose um fast jeden Preis anstreben oder angestrebt haben. Ist unbequem, ist aber so.
    Und da frage ich mich halt wieso das bei ADHS so ist. Habe ich jetzt bei psychischen Erkrankungen noch nicht so extrem auf eine gesehen.

  2. #172
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.115

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Auch wenn ich mich wiederholen mag (hauptsächlich,
    wegen nächtlicher Langeweile), aber genau diesen
    Satz durfte ich mir nicht nur einmal anhören.

    Deshalb ist er ja auch so gefährlich, finde ich. Dabei hat
    es die Ärzte auch nicht interessiert, dass es vorher schon
    andere Psychiater bestätigt hatten, weil es einfach in ihren
    Kopf nicht rein ging.

    Ich glaube ich steigere mich da zu sehr rein, in das Thema
    Geändert von Rosaceae ( 2.07.2015 um 02:49 Uhr)

  3. #173
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 45

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Kommt definitiv häufiger vor, speziell bei psychischen oder neurologischen Krankheiten. Leute mit depressionen haben da ganz ähnliche Zweifel vor ihrem ersten Besuch beim Psychologen - und ich kenne das eigentlich aus allen Bereichen wo man die Krankheit "nicht direkt sehen" kann. Den Leidensdruck des Patienten kann man nunmal nicht nach aussen hin beurteilen, da kann ein einzelner Psychiater über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
    Und natürlich kommen leute die eh nicht denken das sie ADHS haben nicht in ein Forum und machen sich die arbeit sich anzumelden und einen langen Text zu schreiben warum sie kein ADHS haben... Die verschwenden da keinen zweiten Gedanken mehr dran.

  4. #174
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 433

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ich glaub da waren doch auch folgende Gründe häufig:

    Einerseits die Tatsache, dass man, wenn man als Diagnose "kein ADHS" hat, dass man dann vielleicht doch nur "dumm und faul" ist, und sich das alles nur einbildet.

    Und andererseits hab ich häufig gelesen, dass die auch mal andere Diagnosen wie Borderline und Bipolar gestellt bekommen und daran dann zweifeln. Und gerade bei Borderline muss man sich dann "eventuell traumatisierenden Erinnerungen der Kindheit stellen, die vielleicht dissoziiert wurden". Ich glaube das kann gruselig werden, vor allem wenn man sich an nix erinnert, aber das Thema dennoch ernst nimmt.


    Weiß nicht, das wären zumindestens nachvollziehbare Gründe die ich hier irgendwo schonmal gelesen hab.

  5. #175
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Nun,das Recht auf eine zweite Meinung hat hierzulande jeder.
    Egal,ob bei physischen oder psychischen Sachen.

    Bei Ersteren wird das Einholen einer Solchen,gerade wenn invasive Maßnahmen geplant sind,sogar empfohlen.

    Auf diesem Hintergrund könnte man evtl.verstehen,wenn Menschen sich wirklich sicher sein wollen-schließlich möchte niemand sich länger als nötig "rumquälen".

    Auch bei Verdacht auf eine unsaubere Diagnostik empfiehlt sich sowas eindeutig.

    Wenn nun allerdings 2 Zentren und 3 ADHS-Spezialisten sagen :"nein,da liegt etwas anderes vor,unter Ausschluss einer ADHS", tja da würd' ich dann auch so langsam...hellhörig werden.

    Mit Falschdiagnosen ist,aus eigener Erfahrung sprechend,niemandem geholfen,egal welche es ist...

    Es könnte auch jene geben,die von den,oft jahrelangen,diagnostischen Irrwegen,die hier häufiger anzutreffen sind,"aufgeschreckt" werden,und dann quasi prophylaktisch ein "Nein" erstmal gar nicht mehr akzeptieren,einfach aus Angst,die gerade dann besonders groß sein könnte,wenn schon Negativerfahrungen in diesem Bereich da sind.

    Und dann gibt es natürlich jene,die gern die ADHS Diagnose haben möchten,weil's dann die berühmt-berüchtigten Medis gibt...wahrscheinlich,weil Narkolepsie nicht 'cool" genug wäre-oder,weil zur Diagnostik da ein direkter Nachweis per EEG gehört(mein ich zumindest so im Kopf zu haben,falsch?bitte korrigieren).

    Oh,da ist ja von "unseren" auch "nur" Methylphenidat zur Behandlung zugelassen...

  6. #176
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 160

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Eine positive AD(H)S-Diagnose entlastet, macht einen dabei aber nicht zu einem gefühlt kompletten Psycho, wie etwa eine "Borderline-" oder eine Bipolar- Diagnose empfunden werden könnte.

    Plötzlich hat man eine - scheinbar! - ziemlich umfassende Erklärung für all die gescheiterten Projekte, für das dauernde Chaos, für seine Unfähigkeit, Prioritäten zu setzen usw.

    [Aber: Selbst wir 'echten' Betroffenen sollten uns dafür hüten, AD(H)s als Blanko-Scheck für alles und jedes Misslungene im Leben zu nutzen. Der Scheck ist nicht gedeckt.]

    Jedenfalls: Diese Entlastung macht AD(H)S ein Stück weit "attraktiv", meines Erachtens.

    Dennoch scheint mir die DSM- Systematik als Diagnose-Kriterienkatalog nicht ausreichend zu sein.

    Bei von der Symptomatik umfassend betroffenen Akademikern mögen die Auswirkungen weniger schwer sein; dennoch sind es die gleichen Symptome.

    Ich finde es wenig überzeugend, für etwas gleiches, nur weniger Ausgeprägtes einen neuen Namen finden zu wollen.

  7. #177
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Auf dem weltweiten ADHS Kongress hat man das auch diskutiert. Dabei ging es darum, das eben die einen sagen es sei bei einigen weniger ausgeprägt, andere vertreten die Meinung das sich die ADHS-Symptomatik erst im Erwachsenenalter ausbildet, sprich wenn es vorher keine so extremen Auswirkungen gab, war es vorher auch keine ADHS. Bei denen war dann die Frage ob es eine reine adulte Form gibt, oder ob ADHS nur so vorhanden ist, wie es derzeit im DSM steht. Es gab wohl auch die Auffassung, das die Probleme bei beiden Extremen doch zu verschieden sind, um es als eine Erkrankung mit verschiednen Ausprägungen zu sehen.
    Man sieht, selbst die Experten beschäftigt dieses Thema, weil auch sie merken, das es da Klärungsbedarf gibt.

  8. #178
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 32

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ich muss zugeben, ich war mir während der Diagnostik nicht sicher, ob ich nun möchte, dass die Diagnose positiv oder negativ ausfällt. Es ist schön, eine Begründung für all die Fehlschläge zu haben, aber ADHS bedeutet doch auch: Nein, es ist keine Phase, die Probleme bleiben ein Leben lang. Die Reaktion meiner Familie auf das positive Ergebnis war übrigens auch "Aber du hast doch studiert!"

    Was dabei nicht gesehen wird, ist der Aufwand und die Kraft, die das Studium gekostet haben. Eben weil mein in Vorlesungen ständig nicht zuhörte, sich frisch Gelerntes einfach nicht merken konnte und nach nur einer Seite Text schon mit den Gedanken ganz woanders war. Natürlich kann man trotzdem in kleinen Schritten vorankommen, aber es ist eben anstrengend. Und wenn man es nicht wirklich will, dann gibt man eben irgendwann auf. Ich hatte während des Studiums nie das Gefühl, intellektuell überfordert zu sein, sehr wohl aber organisatorisch: Nicht der Inhalt eines Textes war schwer, sondern das Lesen selbst. Ich finde nicht, dass ADHS ein Studium unmöglich macht, allerdings habe ich die doppelte Zeit gebraucht und fühlte mich danach erstmal kraftlos.

    Wenn man am Ende seine Urkunde bekommt, steht dieser ganze Aufwand dort aber nicht drauf, sondern bloß eine Note, die sagt: Du gehörst zur "Elite". Und wer sich das Prädikat "Elite" erarbeitet hat, der kann ja wohl schlecht behaupten, er hätte Arbeitsprobleme. Ich glaube, diese Einstellung schwingt da in etwa mit.

  9. #179
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    ja, das ist es, was da mitschwingt. Eigentlich hast du es sehr gut ausgedrückt. Man hat Aufmerksamkeitsprobleme, Organisationsprobleme etc und schafft es einen Abschluss zu schaffen, den auch die gesunde "Elite" nicht auf der linken Arschbacke macht. Immerhin sind gerade im Studium diese Anforderungen an die Exekutivfunktionen sehr hoch.
    Ich finde es ist ein bisschen als wenn man jemandem der handwerklich nicht so geschickt ist und Probleme hat die Meisterprüfung z.B. als Uhrmacher zu machen , eine motorische Fehlfunktion bescheinigt.
    Geändert von creatrice ( 2.07.2015 um 18:20 Uhr)

  10. #180
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 218

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    ADS ist Teil meines Lebens. Ohne Medikation könnte ich meinen hochwualifizierten Job nicht machen. Zumindest nicht lange. 😊
    Ohne Medikation kein Abi, kein Studium. ...
    Aber jetzt heißt es ich kann gar nicht betroffen sein?
    Zwei Therapien, jahrzehntelanges Scheitern , ein Gehirn fsd nur mit Tabletten


    Gesendet von meinem SM-A300FU mit Tapatalk

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