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Diskutiere im Thema DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #151


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    @ Miss Taik: Da ich keine Akademikerin bin: Nein


    Aber wir zweifeln an der festgemeißelt wirkenden Aussage Rossis und
    diskutieren darüber, in wie weit er Recht haben könnte und wo seine
    Aussage falsch ist.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    creatrice schreibt:
    Nein! Um Gottes Willen! Von mir aus kann es sogar die selbe Grundbehandlung sein.
    Nur merke ich immer wieder, das ich und einige andere teils nicht nur ausgeprägtere, sondern manchmal auch ganz andere Symptome haben, die zwar in die derzeitige Diagnostik passen, aber von den weniger Betroffenen als ganz andere Störung oder gar wirklich Unwillen oder schlechter Charakter "abgestempelt" werden. Da stimmt für mich einfach etwas nicht.
    Umgekehrt hören sicher die nicht so stark Betroffenen ähnliche Aussagen

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Und resultieren die anderen Symptome nicht auch (vielleicht) aus
    den unterschiedlichen Komorbiditäten?

  2. #152
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Komischerweise sind meine Symptome der Komorbidität denen ähnlicher als die der ADHS.

  3. #153
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.956

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ich glaube nicht, dass dir hier jemand Unwille, einen schlechten Charakter oder sonst etwas vorwirft.


    Um mal ins OT zu gehen.

    Das was du da gelesen hast, war nur ein kleiner Teil von dem, was wir geschrieben haben und somit deutlich aus dem Zusammenhang gerissen. Ich meinte damit aber keinesfalls dich oder sonst wen hier. Wir verarbeiten damit etwas, was aber so aus dem Zusammenhang gerissen vermutlich nicht wirklich ersichtlich ist. Auch wenn der Anstoss dazu auch diese Diskussion hier gegeben hat, ist es nur ein Teil des ganzen, worum unsere Gedanken schon länger kreisen. Das heisst aber nicht, dass wir dir deine Diagnose absprechen oder dich nicht ernst nehmen - eher im Gegenteil. Es tut mir leid, wenn du das falsch verstanden hast und es bei dir so in diesem Teilaspekt falsch angekommen ist, aber in der momentanen Diskussion geht es wirklich nicht um dich und deine Problematik, sondern einzig um Problematiken, die uns beschäftigen - auch wenn von dem Strang doch so einiges im Verborgenen liegt. Das daher deine Problematik dort im Ausdruck keine wirkliche Beachtung findet mag stimmen, aber es ist keinesfalls so gemeint, dass wir damit dich als Person innerhalb der Diagnostik usw. ausschliessen wollen.


    Und um einigermassen wieder ins Toppic zu kommen:
    Vielmehr scheint sich nun auch dadurch zu bestätigen, dass es ein ziemlich breites Spektrum ist, was AD(H)S beinhaltet. Umso mehr muss auch bei der Diagnostik wirklich auf die einzelne Person geschaut werden. M. E. reichen dazu die momentanen Testbögen - zumindest die, die ich kenne - nicht an allen Stellen aus, bzw. sind da sehr interpretierungs-offen, da AD(H)S eben viel umfangreicher ist als "nur" ein paar typische Symptome - AD(H)S ist halt die Summe des Ganzen.

    minzi schreibt:
    Umgekehrt hören sicher die nicht so stark Betroffenen ähnliche Aussagenhttps://adhs-chaoten.net/images/smilies/002.gif
    Wie kommst du nur darauf?

  4. #154
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Also ich als alter Psychiatriehase mit allen möglichen und unmöglichen Diagnosen ( bis auf den psychotischen Formenkreis) weiss halt, wie es ist, wenn man nicht so ganz 100% in eine Diagnose reinpasst. Und ich weiß auch wie schnell man falsche Diagnosen bekommen kann, von daher ist mein persönliches Kriterium die 100% geworden. Als Beispiel Borderline, ich habe es zwar mehr widerlegt als diagnostiziert bekommen, aber ich habe es auch eine Zeit lang mal angenommen. Ich habe brav die DBT gemacht, es hat auch ziemlich viel in der Diagnostik gepasst, Wutausbrüche, Stimmungsschwankungen, selbst der unstete Lebenslauf wurde von einigen als selbstzerstörerisches Verhalten gedeutet, hab ich sogar geglaubt, weil ich ja weiss das ich nicht blöd bin, war eine gute Erklärung warum es trotzdem nicht klappte. Naja, lange Rede kurzer Sinn...... Irgendwie würde es nur so halb besser, trotz Therapie und Medikation. Nun habe ich neben meiner Depression die bei mir auch ganz klassisch ist, eine ganz klassische ADHS. Und siehe da, ich habe nach 8 Jahren Einzelfallhilfe innerhalb 2 Jahren ADHS Behandlung, selbige abgeben können. Vieles klappt zum ersten Mal in meinem Leben überhaupt.

    Damit it will ich nur sagen, das es ganz ganz wichtig ist, wirklich die richtige Diagnose zu haben. Die richtige heißt nicht das man statt der anderen keine hat.

    Ein anderer Fall mit einem Kind war in meinem Umfeld. Der Vater ADHSler war sich sehr sicher sein Kind habe ADHS. Es wurde auch immer verhaltensauffälliger. Bei der Wirklich ausführlichen Diagnostik von mehreren Ärzten kam raus, das das Kind an einer Angststörung leidet und kein ADHS hat. Der Vater war am Boden zerstört, sein Kind würde nun keine adäquate Hilfe erhalten, eine leidvolle Karriere sah er vorraus. Im Rahmen der Therapie des Kindes wurde festgestellt, das der Vater durch sein bestätigendes und liebevoll verständliches Verhalten bei ADHS typischen Dingen das Kind regelrecht animierte diese zu perfektionieren. Die Angststörung legte sich, als dem Jungen nun auch von Vater klar gemacht wurde, das er, auch wenn er nicht so "anders" ist, wie Papa sich und ihn fand, trotzdem von Papa geliebt wird. Nach einem halben Jahr Psychotherapie und Gesprächen mit den Eltern ist der Junge völlig normal und hat keine Symptome, die Therapie kann sogar vorzeitig auf Anraten der Ärzte abgebrochen werden. Nur die Sauklaue, die könnte ihm keiner so richtig austreiben.
    Wäre es nicht schlimm wenn er in falsche Mühlen und lebenslange Stigmata geraten wäre?

    Wichtig ist ist die richtige Diagnose, nicht eine ganz bestimmte zu erhalten. Das will ich doch nur ausdrücken

  5. #155
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Queens ich glaube wir meinen was völlig unterschiedliches

    ich weiss zwar nicht wovon du redest, ich meine aber damit z.B. das einige bei impulsivem Verhalten von ADHSlern gepaart mit Überforderung was sogar fast genau die selben Situationen sind wie bei mir, dann eine NPS vermuteN, Unwille etc..... Ich bin da immer wieder erschüttert, wieso das hier so ist, denn das ist ja genau das, was von denen, die es nicht haben vorgeworfen wird. Was sogar Frau Neuhaus in einem Theaterstück mal als Beispiel gebracht hat. Sowas meine ich.......

  6. #156
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.956

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ah, okay. Dann lag ich diesmal falsch. Freue ich mich sogar drüber.

  7. #157
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 69

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Falls es noch niemand angemerkt haben sollte:
    Wiedermal ein wunderbares Beispiel dafür wie wichtig es ist Kommentare über Statistik wörtlich zu nehmen.
    Hier steht "mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht". Das muss man dann auch so als Aussage verwerten und nicht einfach ein paar Worte herauslassen.

    Wenn man es überschlägt sieht es hier mit den Wahrscheinlichkeiten so aus (wenn man den Zahlen von Wikipedia glauben möchte):
    Sei P(A)=0,04 Die (maximal angenommene) Wahrscheinlichkeit das ein Erwachsener unter dem Störungsprofil ADHS leidet.
    Sei P(B)=0,08 (gerundete) Anzahl der Menschen mit Hochschulabschluss in Deutschland.

    Die Wahrscheinlichkeit das eine Person mit ADHS auch einen Hochschulabschluss hat ist dann, selbst wenn man davon ausgeht das es sich nicht beeinflusst:
    P(A) * P(B) = 0,04 * 0,08 = 0,0032
    Das sind also 0,3% !! Das ist also so schon wenig.

    Interessant wäre P(A|B)= Die Wahrscheinlichkeit das jemand der einen Hochschulabschluss hat auch tatsächlich an ADHS leidet.
    Diese Wahrscheinlichkeit würde noch sehr viel geringer sein, aber gering ist nicht 0. Zumal man noch dazu berechnen könnte wie sehr und ob überhaupt die Intelligenz den Hochschulabschluss und/oder ADHS beeinflusst. Aber dafür gibt es insgesamt zu wenig Material...

  8. #158
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    HumanStapler schreibt:


    Interessant wäre P(A|B)= Die Wahrscheinlichkeit das jemand der einen Hochschulabschluss hat auch tatsächlich an ADHS leidet.
    Diese Wahrscheinlichkeit würde noch sehr viel geringer sein, aber gering ist nicht 0. Zumal man noch dazu berechnen könnte wie sehr und ob überhaupt die Intelligenz den Hochschulabschluss und/oder ADHS beeinflusst. Aber dafür gibt es insgesamt zu wenig Material...
    Naja.... Es gibt schon Material..... Nicht umsonst heißt es ja, das trotz hohem IQ der Betroffene unter seinen Fähigkeiten bleibt. Aber dieser Punkt scheint immer mehr in die Extremecke gedrängt zu werden.

  9. #159
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 160

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Liebe alle,

    heute hatte ich tatsächlich eine kontroverse aber sachliche Diskussion mit Piero Rossi, die zu meiner Überraschung auf Seiten Rossis zu einem vollständigen Einverständnis mit meinen Argumenten zugunsten eines mehrdimensionalen Begriffs von AD(H)S bzw. führte.

    Ich schrieb ich fände es schwierig, konzentrationsgestörten Menschen zu sagen: Ihr habt kein AD(H)S. Dann haben sie eben eine andere Störung, die noch einen eigenen Namen braucht. Außerdem hilft MPH offenbar auch diesen Menschen, ihr chaotisches Leben zu stabilisieren.

    Noch habe ich nicht ganz herausgefunden, inwieweit wir wirklich einer Meinung sind. Lest selbst, wenn Ihr mögt:

    https://adhsspektrum.wordpress.com/2.../#comment-5556

    Allerdings verstehe ich inzwischen auch besser, was Rossi meint, nachdem ich eine Replik von einem Meinard Ryffel und Rossis Antwort darauf gelesen habe:

    https://adhsspektrum.wordpress.com/2...stellungnahme/

    Schlaft gut!
    Hijo

  10. #160
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ich glaube nicht das er einem mehrdimensionalen Begriff von ADHS zustimmt, denn das hast du auch nicht geschrieben, sondern das die konzentrationsgestörten Menschen um die es hier geht eine Erkrankung haben, die auch behandlungsbedürftig ist, aber einen anderen Namen braucht/hat.

    Auf jeden Fall hat er sehr gut und für mich auch nachvollziehbar erklärt wieso er zu der Meinung ( des Anstoßes) kommt.
    Geändert von creatrice ( 1.07.2015 um 00:48 Uhr)

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