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Diskutiere im Thema DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #91
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 433

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ich hatte ihm die Mail an die E-Mail-Adresse von seiner eigenen Homepage geschickt und Antwort bekommen, dass er sich den Thread durchliest. Einfach abwarten

    (Und anscheinend hat er hier auch einen Account)

  2. #92
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ui das ist ja echt nett...... danke auch für deine Mühen






    ich hab schon geschmult, ich glaube er ist schon da
    Geändert von creatrice (28.06.2015 um 21:01 Uhr)

  3. #93
    pau


    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Moin allerseits,
    ich habe jetzt nicht die vollen 10 Seiten des Threads durchgelesen, aber ich würde gerne mal mit meiner Lebensgeschichte in Kurzform hier reinplatzen und euch fragen, was ihr denkt: Ist AD(H)S bei mir wahrscheinlich, oder bin ich einfach nur ein derbe unorganisierter Mensch?

    Ich habe erfolgreich Jura studiert, habe sogar ein "Prädikatsexamen" (im ersten Examen) und schreibe derzeit an meiner Doktorarbeit. Prädikatsexamen heißt, mehr als 9 von 18 Punkten. Das jur. Bewertungssystem ist - euphemistisch formuliert - ziemlich eigenartig. Jedenfalls gehört man damit - je nach Bundesland - zu den oberen 15 % des Jahrganges. Das Referendariat kommt nach dem Lehrstuhl-Job, den ich im Moment ausübe. Momentan saufe ich damit aber dermaßen ab, dass ich nicht mehr weiß, wo vorne und hinten ist. Aber der Reihe nach:
    Ich leide schon seit der Schulzeit unter extremster Aufschieberitis. Die Male, in denen ich in der Schule meine Hausaufgaben gemacht habe, kann ich vermutlich an einer Hand abzählen. Wenn, dann waren das extrem euphorische Tage, an denen ich regelrecht darin versunken bin und alles so penibel und ordentlich gemacht habe, dass es unter allen anderen herausragte. Ansonsten habe ich Hausaufgaben nur abgeschrieben. Mein Motto war immer: Unter Druck entstehen Diamanten. Ich habe jedes Jahr meine blauen Briefe abgefangen. Dann wusste ich, wo ich gefährdet bin und in diesen Fächern musste ich mich dann etwas anstrengen, um durchzukommen, aber das hat fast immer geklappt. Im neunten Schuljahr musste ich in Mathe eine Nachprüfung schreiben und bin nur deshalb versetzt worden, weil ich sie knapp bestanden habe. Fürs Abi habe ich etwa zwei Tage gelernt. Mein Abi ist so schlecht, dass niemand meine Note weiß. Nicht meine Freundin, nicht meine Eltern. Niemand außer ich (und die Uni, da musste ich das Zeugnis ja zwangsläufig einreichen). Auch bei den Jobs, für die ich mich während und nach dem Studium beworben habe, habe ich mein Zeugnis nicht mit eingereicht.

    Im Studium wurde dann (zunächst) alles anders. Jura hat mich immer interessiert. Ich war immer der "Gerechtigkeitsmensch". Für Rechte anderer konnte ich immer gut einstehen. Für meine eigenen weniger. Das ist auch heute noch so... Die Klausuren waren immer super, gelernt habe ich aber so gut wie nie, weil ich mich nicht konzentrieren konnte. Es hat immer mit meinem gesunden Menschenverstand geklappt. Die Fächer, für die man wirklich auswendig lernen musste (Rechtsgeschichte, Strafrecht), waren auch eher schlecht. In Fächern, in denen systematisches Wissen vonnöten war, glänzte ich. Ich promoviere derzeit auch im Öffentlichen Recht (grundlagenbezogen). Für mein erstes jur. Staatsexamen habe ich knapp drei Wochen gelernt, mehr nicht. Im Repetitorium, was knapp 85 % aller Jurastudenten besuchen, war ich nicht. Hausarbeiten habe ich während des Studiums immer in den zwei Tagen und Nächten vor Abgabe geschrieben, sie waren aber so gut wie immer "zweistellig". Ich arbeite seit Mitte des Studiums in einer Anwaltskanzlei, in der ich schon ziemlich bald nicht nur Hilfstätigkeiten übernommen habe, sondern immer verantwortungsvollere Aufgaben: erst außergerichtliche Korrespondenz, dann die ganze gerichtliche Palette - Klagen und sonstige Schriftsätze in allen Rechtsgebieten. Auch wenn ich auf der Arbeit bin, läuft es immer nach dem selben Schema ab: ich komme an, fahre meinen PC hoch, daddele zwei, drei Stunden herum und fange dann erst so langsam an, meine Arbeit zu erledigen. Am Ende komme ich vor lauter Arbeit kaum noch zur Ruhe, erledige aber alles zufriedenstellend. Mein Chef gibt mir auch hier und da das Lob der Richter weiter, wenn sie die Schriftsätze super fanden.

    Auch an der Uni geht das jetzt munter so weiter. An dem Lehrstuhl, an dem ich arbeite, erledige ich meine Arbeiten immer um "fünf vor zwölf". Für meine Lehrveranstaltungen bereite ich mich in den letzten 10 Minuten bevor es losgeht vor und Klausurkorrekturen erledige ich meistens in den zwei Tagen (und abermals: Nächsten) vor Abgabe. Aber niemand hat bis jetzt gemeckert, meine Arbeiten waren - was Jura angeht - immer tadellos. Mit dieser Taktik bin ich bisher gut durchgekommen.

    Jetzt zu meinem Problem: Mein Chef an der Uni ist leider jemand, der keinen Druck macht. Vor eineinhalb Jahren habe ich angefangen, an der Uni zu arbeiten und "offiziell" auch, an meiner Doktorarbeit zu schreiben. Bis jetzt habe ich ein 18-seitiges Word-Dokument mit etwas Brainstorming (also alles ziemlich unsortiert) und sonst nichts. Ich weiß, dass Ende November mein Vertrag ausläuft und da im Dezember mein Ref anfängt, muss ich bis dahin faktisch auch mit meiner Diss fertig werden. Ich habe mittlerweile realisiert, dass das kaum zu schaffen ist. Das, was von einer guten wissenschaftlichen Arbeit verlangt wird, kann ich kaum in diesen paar Monaten leisten. Ich habe - mal wieder - alles bis zum letzten Moment aufgeschoben und saufe jetzt ab. Ich schaffe es nicht, mich zu konzentrieren. Ich lese Bücher und nach zwei Zeilen habe ich schon wieder vergessen, was ich gerade gelesen habe. Ich bin von allem und jedem abgelenkt und fühle mich gerade wieder wie in meiner Schulzeit. Die Angst, nicht fertig zu werden, wird langsam aber sicher zur Panik und das führt wiederum dazu, dass ich mich immer trauriger und wütender zugleich fühle. Ich bin in den letzten Wochen so sehr antriebslos, körperlich und geistig. Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Meine Familie und Freunde wissen nichts davon. Sie denken, ich komme gut voran und hätte schon über 150 Seiten geschrieben. Ich kann ja auch schlecht behaupten, dass ich die letzten eineinhalb Jahre nur gefaulenzt habe.

    Vor einer Weile habe ich beschlossen, mir Hilfe zu suchen. Ich habe, da meine depressiven Verstimmungen immer schlimmer wurden, einen Termin bei einer Psychotherapeutin gemacht. Sie hat im Erstgespräch letzte Woche geäußert, dass ich momentan stark depressiv bin. Aufgrund eines Abrisses meiner Kindheits- und Jugendgeschichte äußerte sie aber auch den Verdacht, dass ich AD(H)S haben könnte. Typische Symptome von AD(H)S liegen ebenso vor (permanente Tagträumereien schon seit der Kindheit, Impulsivität, passive Agressivität, Wut bei persönlicher Kritik, extreme[!!!] Vergesslichkeit - ich gehe so gut wie nie aus dem Haus ohne zurück kommen zu müssen, weil ich was vergessen habe, schlechtes Zuhören [Vergesslichkeit in dem Bereich], ständig neue Aufgaben anfangen, aber nie abschließen, ständig wechselnde Interessen, Stimmungsschwankungen, und und und...). Die Therapeutin formulierte es aber wie ein Ei-oder-Henne-Problem: Habe ich AD(H)S und bin deswegen depressiv, oder habe ich eine Depression und zeige daher AD(H)S-typische Symptome?

    Was meint ihr? Das war jetzt - wie gesagt - nur ein kurzer Abriss. Ich bin aber vor kurzem auf die Idee gekommen, dass AD(H)S dahinter stecken könnte, denn das würde für mich vieles erklären. Haltet ihr das für plausibel? Wie gesagt war ich als Schüler permanent schlecht und immer auf der Kippe, im Studium ging das aber trotz permanenter Unorganisiertheit erschreckend gut, was mit meinem enormen Interesse für Jura zusammenhängt. Auch da war ich aber in den klassischen "Auswendiglern"-Fächern immer schlecht, in den Übrigen aber ziemlich gut. Geht es anderen ähnlich wie mir? Oder bin ich wirklich "nur" ein unorganisierter Aufschieber, dem jetzt (Doktorarbeit) schlicht die Decke über dem Kopf zusammenbricht?
    Ich würde mich sehr über eure Meinungen freuen!

    Viele Grüße
    P.

  4. #94
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 433

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Uffz... ich würde sagen, dass es sein kann und dass es nicht sein kann. Eine Diagnose kann man im Forum ja schlecht stellen.

    Ich muss zugeben, ich habe keine Ahnung was man für Skills in Jura braucht. Aber wenn man das alles improvisieren kann ohne zu lernen kommt vielleicht noch Hochbegabung dazu (?)
    Aber ohne konkrete Tests könnte ich jetzt nix sagen. Also nicht mehr als die Psychotherapeutin gesagt hat.
    (Aber dein Text klingt schon wie eine Checkliste für ADHS)


    (Falls das kein Test ist, das Thema des Threads herauszufordern )

    Ich dachte bisher, dass man bei Jura viel auswendig lernen muss und dazu staubtrockene Gesetzestexte lesen, bei denen es fatal wäre die nur grob zu überfliegen.
    Aber ich hab mich auch nicht wirklich darüber informiert

  5. #95
    pau


    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    tasseKaffee schreibt:
    Ich dachte bisher, dass man bei Jura viel auswendig lernen muss und dazu staubtrockene Gesetzestexte lesen, bei denen es fatal wäre die nur grob zu überfliegen.
    Aber ich hab mich auch nicht wirklich darüber informiert
    Das ist ja eine bekannte Fehlvorstellung, dass Juristen wandelnde Gesetzes- (und Entscheidungs-)sammlungen sind. Aber das ist eigentlich nicht so. Klar, man weiß irgendwann durch die Routine, wo was steht, aber nichts weiter als das lernt man im Jurastudium. Wenn eine Rechtsfrage kommt, kann ich "pi mal Daumen" sagen, was dabei rauskommen könnte und weiß dann, wo ich im Zweifel nachschauen muss, ob es dazu schon Entscheidungen gibt.

    Ist es vielleicht klug, parallel einen Termin bei einem Psychiater/Neurologen zu machen oder lieber erst mal abwarten, was in der Psychotherapie passiert? Ich weiß ja nicht, ob man sich parallel in Behandlung begibt oder ob das eine dem anderen nachfolgt und wenn ja - wo man zuerst hingeht?!

  6. #96
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 433

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Ich weiß ja nicht was die Therapeutin mit dir vereinbart hat bzw. nach welchen Methoden sie arbeitet. Ich hab selbst mich selbst noch nicht ernsthaft mit Diagnosestellungen beschäftigt.

    Ich würd sie einfach fragen, ob sie befugt ist Diagnosen zu stellen, oder ob sie dich weiterverweisen kann.
    Diagnostellen heißt ja auch, dass versucht wird abzuklären was allgemein vorliegt. Vielleicht hält sie die Depression für das aktuell "akkutere Problem" und wird erst in die Richtung etwas versuchen und später abklären, ob auch ADHS oder irgendwas anderes vorliegt.

    Aber ich bin auch nur Laie, habe keine psychologische Ausbildung und auch keine Therapie hinter mir.

    Was ich nur weiß: egal welches Problem jetzt wirklich vorliegt, das wird vermutlich Wochen oder Monate dauern um auf einen grünen Zweig zu kommen.
    (Also so Sachen wie Ersttermine, Diagnosestellungen, warten auf Theapieplätze usw. Ich weiß nicht was es da alles für Möglichkeiten gibt was die Akkuthilfe angeht.)
    Geändert von tasseKaffee (28.06.2015 um 21:39 Uhr)

  7. #97
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Trine schreibt:
    Also, eigentlich bezieht sich der Artikel doch darauf, wie unglücklich diese Formulierung im DSM V ist. So wirklich inhaltlich, ob möglich oder nicht, sagt Rossi doch eigentlich nichts, oder habe ich das aufgrund meines Aufmerksamkeitsdefizits nicht verstehen können?
    ...
    So, wie ich Rossis unglückliche Formulierung verstehe, regt er sich doch eher darüber auf, dass die Probleme im Erwachsenenleben überwiegend realitätsfern beschrieben werden. Es hätte doch auch im DSM V stehen können:
    kann bei längeren Arbeitsvorgängen die Aufmerksamkeit nicht halten, bei Routinearbeiten ist der Betroffene nicht in der Lage, sich darauf zu fokussieren - dann hätten wir diese Diskussion doch gar nicht, oder?
    ...
    Aber auch als Kassiererin könnte ich bei einer Kassenschulung Probleme mit der Aufmerksamkeit während der Fortbildung haben. Oder Probleme mit der Focussierung bei stumpfem Abspulen von Arbeitsroutinen. Und darum teile ich die Auffassung Rossis, dass die Formulierung misslungen ist.
    ...
    Grundsätzlich trifft es mich jedes Mal hart, wenn ich irgendwo lese, mit abgeschlossenem Studium kann ADHS nicht vorliegen. Hier denke ich aber, dass Rossi es in dieser Absolutheit gar nicht meint, sondern sich darüber aufregt, dass ein Diagnosekriterium geschaffen wird, das nur auf einen geringen Anteil der Betroffenen passt. Damit ist tatsächlich fraglich, wessen Interessen da verwirklicht wurden...Zum Glück haben wir den ICD 10 und nicht den amerikanischen DSM...
    Das sind verschiedene Sichten. Wenn es um die Frage geht, ob diese Formulierung ausreichend ist, bin ich dabei. Sie ist zu kurz gegriffen und es ist interessant, dass von Vorlesungen und Tagungen die Rede ist und nicht von Routinearbeiten bzw. diese nicht zusätzlich Erwähnung finden.
    Das ergibt aber eine komplett andere Diskussion, nämlich, wie du sagst, um die Frage, ob die Formulierung der breiten Masse von ADHS-lern gerecht wird bzw. diese auch abdeckt werden.
    Rossi hält diese Ergänzung aber für
    ...bezüglich ADHS vollkommen sinnlos. Wer es schulisch soweit bringen konnte, dass er Vorlesungen und Tagungen besuchen kann, leidet mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht an einer ADHS.
    Dieser Satz impliziert mehr, als dass die Formulierung der Mehrheit der ADHS-ler nicht gerecht wird. Und man kann ihn so auffassen, dass das Erreichen einer Hochschulzuassung eine ADHS nahezu ausschließt. Ich denke, dies war Stein des Anstoßes und Auslöser für diesen interessanten Thread.

    Schön, dass er angeschrieben wurde. Würde mich freuen, wenn er hier noch etwas dazu sagt.

  8. #98
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Nö, wenn man das System verstanden hat, muss man da nichts auswendig lernen, dann klappt das mit dem Mut zur Lücke bei den reinen Lernfächern. Man muss nur im Rest gut genug sein. Bei ner Diss klappt das dann nicht mehr. Ist sonnenklar.

    @pau: Sieh zu, dass du schnellst möglich ne saubere Diagnostik bekommst, da kann man schon sehen, was zuerst da war, die Depression und dann die ADHSähnlichen Symptome oder die ADHS und die Depression dann als Komorbidität. Die Diss kannst du auch noch in ein paar Jahren fertig machen, aber für das Referendariat solltest du schon fit sein und eventuell die notwendige Medikation nutzen bzw. zur Verfügung haben, egal ob Depression oder ADHS oder Hochbegabung oder alles drei die Diagnose ist.

    Ohne Diagnostik wirst du es nicht wissen. Deine Therapeutin wird wissen, wer es bei Euch in der Gegend zuverlässig und korrekt macht.

  9. #99
    Fühlt sich hier wohl

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    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 433

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    Trine schreibt:
    Nö, wenn man das System verstanden hat, muss man da nichts auswendig lernen, dann klappt das mit dem Mut zur Lücke bei den reinen Lernfächern. Man muss nur im Rest gut genug sein. Bei ner Diss klappt das dann nicht mehr. Ist sonnenklar.
    Ich hab mal versucht eine 3-Stündige Elektrotechnikklausur nach dem Schema zu schreiben. Das waren 40 Multiple-Choice-Aufgaben. Nur mit dem Unterschied, dass falsche Antworten Punkteabzug geben. Ich brauch nicht zu erwähnen dass das vorne und hinten nicht klappt wenn man die Antworten nicht weiß.

    Aber vielleicht lässt sich das auch nicht übertragen, weil die Ansprüche in jedem Fach andere sind.

  10. #100
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: DSM-5 Können Akademiker wirklich ADHS haben?

    @mel: Natürlich ist dieser Satz der Anlass für diese Diskussion. Aber ich denke, in der Regel haben Hochschulabsolventen in der Schweiz tatsächlich kein unbehandeltes und undiognostiziertes ADHS. Das Schulsystem ist da einfach anders. Bei uns in NRW führen deutlich mehr Wege mit alternativen Lernformen zum Abitur als zum Beispiel in Baden-Würtemberg. Hätte ich jemals so Schule mit Frontalunterricht erlebt, wie es mein Neffe jetzt in BW hat, wäre ich vermutlich schon in der Grundschule zur absolutenSchulverweigerin geworden. Bei (ausschliesslich) Frontalunterricht hätte ich niemals einen Schulabschluss machen können, da bin ich mir absolut sicher.

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    @tassekaffee: das kann man nicht vergleichen. Strafrecht muss man auswendig lernen, den Rest kann man sich mit Interesse und Logik erschliessen. Es ist ein bischen "Laberfach". Multiple choice gibbet nich.

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