Kai schreibt:
Warum habt ihr den Kampf begonnen? Wolltet ihr Aufklärung, Medikamente oder war es einfach nur der Kopf der nicht nachgeben wollte?
  • Hat sich der Kampf um das ganze gelohnt? Geht es euch heute deutlich besser nach der Diagnose?
  • Was trug dazu bei? War es die Erleichterung oder doch nur die Medikamente?
  • Falls es die Medikamente waren, sind diese überhaupt langfristig eine Lösung? Wie hat sich dieser Aspekt über die Zeit verändert?
Hallo Kai,

ich habe nicht sehr viel Zeit gerade, daher nur kurz:

Ja, das hat sich gelohnt und war eigentlich kein Kampf, denn der Psychiater, den ich durch Erkundigungen herausgefunden hatte, ist sehr gut. Ich bin bei ihm jetzt 12 Jahre.

Ja, ich wollte Aufklärung und Medikamente. Bedenken hatte ich keine gegen die Medikamente, da ich deren positive Wirkung schon eine Zeitlang bei meinem Sohn sah.

Ja, es geht mir erheblich besser, wobei nach so langer Zeit die Erinnerung an die Zeit "vorher" schon etwas verblasst. Die Wirkung im zwischenmenschlichen Bereich ist eigentlich das Wichtigste, das Medikament hat meine Wahrnehmung und damit auch das Verhältnis zu meiner Frau verbessert.

Die Erleichterung ist auch spürbar, ich muss mir nicht mehr so viele Vorwürfe machen für das was im Leben schief gelaufen ist. Das ist aber auch das wofür ich nichtmedikamentöse therapeutische Hilfe in Anspruch nahm, denn es tat auch weh anzusehen dass meine Kindheit und Jugend hätten besser laufen können.

Ja, für mich sind die Medikamente (Methylphenidat in meinem Fall) eine langfristige Lösung. Ich nehme sie schon viele Jahre jeden Tag und hoffe das auch nicht ändern zu müssen. Mir geht es gut damit.