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Diskutiere im Thema Späte Diagnose -eine Ausnahme? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 77

    Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    Hi Leutz,
    ich habe meine Diagnose (ADHS -hypoaktiv) erst seit kurzem, bin aber schon 49. Wegen meiner Depressionen und PTBS bin ich schon seit 2010 in Behandlung (mit 2 Klinikaufenthalten), allerdings hat in dem Zeitraum nie jemand von den Fachleuten den Verdacht geäußert, dass ich AD(H)S haben könnte. Im Nachhinein stelle ich fest, dass viele der mir eigenen Absonderlichkeiten sozusagen klassische Symptome von AD(H)S darstellen. Zu meiner Diagnose kam es aber eher "zufällig": Mein Sohn ist seit letztem Sommer diagnostizierter Asperger-Autist; wegen der vielfachen Ähnlichkeiten in der Symptomatik habe ich mich dann auch in der Richtung untersuchen lassen.

    Ich habe im Forum schon ein wenig zu dem Thema gestöbert und festgestellt, dass es schon das ein oder andere Mal angeschnitten wurde. Die geringe Zahl der Beiträge deutet darauf hin, dass ein Fall wie meiner heutzutage eher die Ausnahme ist. Möglicherweise täuscht mich mein Eindruck aber auch, da frage ich doch lieber mal nach:

    Gibt es hier noch (viele) andere "Spätdiagnostizierte"? Wie kam es bei Euch dazu? Wie kommt ihr nach all den Jahren ohne Diagnose (und vor allem, ohne Behandlung) damit zurecht?
    Ich hoffe auf einen regen Austausch!

    Schöne Grüße
    mArkus
    Geändert von mArkus DS (20.06.2015 um 11:36 Uhr) Grund: Rechtschreibkorrektur

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.600

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    Meinst du jetzt nur das ADHS oder ADHS in Kombination mit Asperger als späte Diagnose?

  3. #3
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.125

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    Hi mArkus ich habe meine Diagnose letzten Dezember bekommen, da war ich ganze 55 Jahre jung
    Eine späte Diagnose ist nicht zwangsläufig die Regel, bei der unauffälligen Variante von AD(H)S, aber es ist auch nicht die Ausnahme. Wenn ich von den Diagnostizierten hier im Forum ausgehe hält das Verhältnis in etwa ein Gleichgewicht

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    Wenn man davon ausgeht, das du vor 5 Jahren das erste mal Kontakt mit der Psychiatrie hattest, ist das ja regelrecht noch eine frühe Diagnose.

    Es kommt halt drauf an wie stark das ADHS in der gesamten Lebensgeschichte beeinträchtigt, ob und wie stark Komorbiditäten da sind etc.... ADHS ist ja auch eine recht junge Diagnose selbst bei Kindern, von Erwachsenen mal ganz zu schweigen. Wer als Kind schon extrem auffällig war sodass eine Vorstellung beim KJP notwendig war, hat halt MCD/POS bekommen, wenn das vor ca 1980-90 war. Das heisst aber nicht, das das die ADHS-DIagnose erleichtert hat. Es hat meist lediglich den Zugang zu einem Irrweg durch die Psychiatrie beschleunigt.
    Geändert von creatrice (20.06.2015 um 14:01 Uhr)

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 77

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    showdown schreibt:
    Meinst du jetzt nur das ADHS oder ADHS in Kombination mit Asperger als späte Diagnose?
    Mein Sohn ist diagnostizierter Asperger-Autist. Allerdings finde ich ihn in der Diagnose nicht so recht wieder. Nach meiner Auffassung spricht z.B. sein sehr fein ausgeprägter Sinn für Ironie dagegen (Auch in dieser Hinsicht ist er "ganz der Vater"). Ich lese mich zur Zeit noch sehr intensiv in den Themenbereich ein, vieles ist noch unklar. Es will mir aber zunächst mal so scheinen, dass es neben den Unterschieden auch eine ausgeprägte "Schnittmenge" gibt. Und es heißt auch vermutlich nicht umsonst Autismus-Spektrum-Störung. Wie creatrice schon geschrieben hat: vor 30 Jahren wurde unsereins noch als MCD/POS verbucht, mittlerweile fällt die Diagnose schon weit differenzierter aus... Übrigens tun sich bei mir erst seit der Behandlung mit Medikinet adult Ansätze zur Therapie meiner PTBS auf. Vorher war das in Anbetracht des ganzen Chaos in meinem Kopf ziemlich aussichtslos.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    Ich habe meine Diagnose seit 2 Monaten, und ich bin 42😊
    Mein Partner war die treibende Kraft. Sein Bruder hat ADHS und er hat immer gesagt, ich wäre dem so ähnlich und ich habe bestimmt ADHS. Ich dachte mir das aber schon irgendwie.

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.600

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    Meine Diagnose habe ich vor knapp 6 Jahren bekommen. Vor 5 Jahren nochmal ein zweites Testverfahren
    durchlaufen mit dem gleichen Ergebnis. Seit 4 Jahren nehme ich ein MPH-Präparat

    Was sich seit der Diagnose verändert hat ist, dass ich mich in ganz anderer Weise mit mir selbst auseinander
    gesetzt habe und den Widrigkeiten in meinem Leben. So ist meine Sicht auf mich selbst eine ganz andere
    geworden. Wichtig an dem ist, dass ich mich seitdem annehmen kann, wie ich bin. Mit dem ganzen Krempel
    vorher habe ich mich nur als wertloses Stück Dreck empfunden, das nix auf die Reihe kriegt und andere nur
    belastet. Mein empfinden mir selbst gegenüber hat sich grundlegend geändert, seitdem ich klar habe, was
    Sache ist und seitdem sind auch irgendwelche Ungereimtheiten bei irgendwelchen Psychotherapien, die
    fruchtlos waren, weg.

    Bedeutet, dass ich mit meinen Defiziten, an denen ich nicht viel ändern kann, lebe und umzugehen gelernt
    habe und noch lerne. Doch bin ich nach mehr als 40 Jahren endlich in der Lage meine Stärken trotz allem
    zu sehen.

    Das Medikament spielt dabei für mich letztlich nur eine untergeordnete Rolle und hilft mir eben manches
    an Defiziten besser und schneller handhaben zu können als ohne.


  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    Hallo, meine Diasgnose ist jetzt nicht so richtig spät aber auch nicht früh.

    Habe es mit 28 Diagnostiziert bekommen, und seit dem ich Medikinet nehme ist es deutlich besser geworden.

    Verhaltenstherapie hat bei mir irgendwie nichts/ noch nichts gebracht.

    Und diagnostiziert wurde es weil mich ein berfreundeter Psycholiogiestudent drauf hingewiesen hat.

    Vorher sind alle anti depressiva gescheitert... ich hab immer nur gemerkt, dass ich anders denke und handel als andere, aber nie eine Erklärung gehbat.

    Gruß

  9. #9
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    Hallo, habe mich auch erst mit 42 diagnostizieren lassen, nachdem klar war, das meine Kinder ADHS (hypoaktiv) haben und mir Alles irgendwie bekannt vorkam.
    Habe endlich gelernt mich selbst zu mögen, meine Stärken zu erkennen, und nicht so sehr mit meinen Defiziten zu hadern. Allerdings bin ich mir ganz sicher, ohne MPH wäre es mir nicht gelungen, meine negative Sichtweise aufzugeben (Komplimente konnte ich nie annehmen).
    MPH ist kein Allheilmittel, lässt aber Veränderungen erst mal zu, der Rest ist tägliche harte Arbeit, nach 7 Jahren immer noch...

  10. #10
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 676

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    Hui....

    Hypoaktiver Typus plus PTBS und Sohn mit Asperger.....

    Ehrlich gesagt : Da hätte ich als Diagnostiker mehr als grosse Probleme ADHS zu erkennen. Oder anders ausgedrückt : Ich könnte nich meine Hand dafür ins Feuer legen, ob nun Selbstregulationsprobleme etc nun auf Trauma / Dissoziationen oder wirklich auf eine lebenslange ADHS-Konstitution zurück zu führen sind.

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