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Diskutiere im Thema Späte Diagnose -eine Ausnahme? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    Meine Diagnose war vor 4 Jahren, da war ich 46.

    Dazu gekommen bin ich über einen Burnout, in dessen Rahmen weitere Komorbiditäten festgestellt wurden, also letztlich nicht über die ADHS-Symptomatik selbst (obwohl sie offensichtlich war), sondern über die Komorbiditäten, wie bei Spätdiagnostizierten nicht unüblich.

    Bis dahin ging es mal so, mal so ... irgendwie hab ich mich halt durchgekämpft, aber immer anscheinend mit mehr Energie, als es "normal" wäre und immer habe ich die Kurve wieder mit Jobwechseln, Umzügen etc. "gerade noch so" gerkiegt, aber irgendwann kam der Punkt, an dem es einfach nicht mehr ging, keine Ausweichmöglichkeit mehr vorhanden war und die Beeinträchtigungen nicht mehr aus der Welt zu schaffen oder zu ignorieren oder zu kompensieren wären, egal ob funktional oder dysfunktionial.

    Im Grunde genommen habe ich es nur immer wieder so gerade eben geschafft, der Mauer, auf die ich zurenne, auszuweichen.
    Aber irgendwann ist man nicht mehr schnell, geschickt, wenig oder was auch immer genug, und dann ist man an der Stelle angekommen, an der der Aufprall nicht mehr zu vermeiden ist.

    Das Ergebnis war der Burnout und im Zuge der darauf nun folgenden Therapie kam das ADHS-Bild zu Tage.


    Bei PTBS und Asperger im Vorfeld (auch wenn der Asperger-Aspekt über den Sohn hinzukam), wäre ich aber auch ein wenig unsicher, ...
    Beide Störungen lassen sich leicht mit ADHS verwechseln.
    Wobei eine Traumafolgestörung aber auch leicht im Schlepptau einer ADHS hängen kann, da ADHS-Betroffene ja durchaus gerade dafür anfällig sind, ...
    Aber wenn bis dahin im Vorfeld ADHS noch kein Thema war, würde mich das gewiss neugierig machen.

    Aber was die Eingangsfrage betrifft:
    Da gibt es schon einige, die jahrelang unentdeckt geblieben sind.
    Wenn man einfach nur "Glück" (ist ja nicht wirklich Glück, denn es wird ja immer schlimmer) oder das richtige Umfeld hatte, kann das funktionieren, aber irgendwann ist da dann diese Wand auf dem Weg und die Bremsen sind irgendwie im Bobbes ...

  2. #12
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.124

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    Bei mir ist auch eine im Vorfeld erkannte PTBS mit im Körbchen, trotzdem bin ich mir sicher dass die Diagnose richtig ist.

  3. #13
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    Also ich habe meine Diagnose erst vor kurzem bekommen, also mit 21. Das ist zwar nicht so spät wie bei euch, aber wenn man überlegt, dass ich mit 2-3 Jahren das erste mal getestet wurde und dann seit ich 17 bin in Behandlung bin und das quasi nur rausgefunden wurde, weil ichs angesprochen habe, find ich das schon reichlich spät. Hätte man das früher rausgefunden, wäre in meinem Leben sicherlich einiges anders gelaufen.

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 115

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    Ich habe meine Diagnose erst vor wenigen Tagen bekommen, mit 35. Bis dahin dachte ich eigentlich immer nur, dass ich überdurchschnittlich seltsam, faul und doof bin. Das bin ich jetzt zwar immer noch, aber immerhin gibts da jetzt einen Namen für!

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 19

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    Ich habe meine Diagnose mit 22 bekommen. Aber auch nur weil ich bereits seit ich 16 war bei x Psychologen, Psychiater und Ärzte war, meine Symptome erzählt habe, alle Depressionen gesagt haben und meine Antwort war immer, ja das trifft zu, aber ... . Aber ich immer wusste, da ist noch was. Ich wusste nur nicht was das ist.

    Dann bin ich selbst auf die Diagnose gekommen durch googeln und bin zu einem Spezialisten gegangen, der mir das dann bestätigt hat. Und es hat gepasst.

    Die Diagnose hat so viel erklärt. Warum ich so bin wie ich bin. Warum ich so anders und komisch bin. Es war so eine Erleichterung, endlich zu wissen was mit mir los ist !

    Mein Hausarzt ist immer noch gegen die Diagnose. Wahrscheinlich, weil es einfach überdiagnostiziert ist. Wenn Eltern mit der Erziehung ihres Kindes nicht klar kommen oder überfordert sind, ist es ADHS. Sprich, sie können nichts dafür. Sie sind keine schlechten Eltern, sondern das Kind ist so schlimm. Es geht gar nicht zu erziehen. Und so wälzen sie die Schuld auf die Kinder ab.

    Noch weniger kommt mein Hausarzt damit klar, dass ich erwachsen bin und ADS habe. Das geht so gar nicht in seinen Kopf.

  6. #16
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.124

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    Boooah Natalia du schießt da ganz schön scharf. Also mal langsam, so viele Diagnosen bei Kindern gibt es auch wieder nicht, dass man von überdiagnostiziert reden könnte.Und dann schiebst du vielen Eltern zu Unrecht die A....karte zu, mit deiner Behauptung dass sie einfach "nur" überfordert wären. Die meisten Eltern machen sich das Leben mit Sicherheit nicht so"einfach" wenn es um ihre Kinder geht.

  7. #17
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.858

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    Viele Eltern machen es sich tatsächlich nicht einfach. Mit großer Freude habe ich regelmäßig ein Gespräch mit einer guten Bekannten, deren Sohn ADHS hat und die sich sehr um das Kind bemüht hat.

    Ich den gängigen Foren, die ADHS vornehmlich bei Kindern zum Leitthema haben, lese ich indes sehr viel Schlimmes.

    Oder ich las, denn ich habe viele Gruppen verlassen, weil ich diese aggressiven Kommentare der Mütter (!) nicht mehr ertragen habe. Oft ha e ich mich dabei an meine eigene Kindheit erinnert.

    Gesendet von meinem GT-I9300 mit Tapatalk

  8. #18
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    @Natalie und Sunpirate,
    Ich denke Natalie meint da vor allem ihren Hausarzt, der ADHS nicht so sehen möchte, wie wir es sehen.

    Zum Glück gibt es viele Kinder- und Jugendärzte und -Psychiater, die sich sehr gut mit ADHS auskennen.

    Allerdings ist der Satz:
    Und so wälzen sie die Schuld auf die Kinder ab.
    etwas seltsam.

    Die "Schuldfrage" wird beim Bundestverwaltungsgericht verhandelt und nicht
    in der Familie.

  9. #19
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.124

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    Wenn ich Natalia falsch verstanden haben sollte umso besser. Das gilt leider nicht für moralische Schuld und die bekommen die Kinder vielmehr zu spüren.

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 19

    AW: Späte Diagnose -eine Ausnahme?

    Sorry. Hab mich da wohl missverständlich ausgedrückt.

    Ich habe den Eindruck, dass mein Hausarzt denkt, dass es ADHS nicht gibt und es nur ein Hirngespinst ist und eine willkommene Ausrede für überforderte Eltern, damit niemand sagen kann, dass sie als Eltern "versagt" haben.

    Dazu muss ich noch sagen, dass ich auch Bekannte habe, die Kinder mit ADHS haben. Wenn ich mitbekommen, dass sie ihre Kinder schlagen und ihnen immer wieder sagen, wie dumm, faul und nutzlos sie sind bin ich echt auf 180. Wenn ich dann sage, das ich es nicht in Ordnung finde, ein Kind so zu fertig zu machen und vor allem ein Kind zu schlagen, kommt als erstes, "Du hast ja keine Ahnung, du hast ja schließlich keine Kinder, da kannst du nicht mitreden" und als zweites "Weist du, mein Kind hat ADHS, da kommt man nur mit schlagen weiter, anders begreift sie es halt nicht". Im Sinne von "ich bin keine schlechte Mutter, weil ich mein Kind schlage, ich habe keine Schuld, sondern mein Kind ist so schlimm und ist selbst Schuld, dass ich sie schlage".

    Und ja, ich habe keine Kinder und kann da an und für sich nicht mitreden, aber meine persönliche Meinung ist, dass man versuchen sollte Kinder positiv zu erziehen und es ihnen erklären (begreiflich machen), wenn etwas nicht in Ordnung ist und nicht mit Schreien, Machtspielen, Demütigung oder Gewalt.

    Ich bin auch überzeugt, dass es sehr viele Eltern gibt, die Kinder mit ADHS haben und sich wundervoll um sie kümmern. Sie ermutigen und ihnen Wege zeigen damit umzugehen um ihr Leben zu meistern. Die stolz auf ihr Kind sind und ADHS nicht als Problem, sondern als Herausforderung sehen. Nur kenne ich persönlich leider nur negativ Beispiele.
    Geändert von Natalia (27.06.2015 um 13:59 Uhr)

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