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Diskutiere im Thema Pornosucht statt ADS? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    Pornosucht statt ADS?

    Liebe Forummitglieder,

    ich bin neu hier und möchte auf ein zugegebenermaßen nciht ganz einfaches Thema hinweisen, dass ich in diesem Forum bisher nicht gefunden habe.

    Es betrifft sicher nicht alle, aber wenn ich dadurch nur 1-2 Menschen hier im Forum helfen kann, hat es sich ja schon gelohnt:

    Auch wenn es auf dem ersten Blick abwegig erscheinen mag, kann auch der regelmäßige Pornokonsum und begleitende Masturbation Symptome verursachen, die dem ADS sehr ähnlich sind.

    Die wissenschaftliche Erklärung dazu, welche genauen Effekte der Pornokonsum auf das Gehirn hat, überlasse ich lieber den Experten (bin Medienwissenschaftler, aber kein Neurowissenschaftler), wer im Internet dazu sucht, wird schnell fündig... (mal ein Smiley zur Auflockerung...) Kurz gesagt, werden durch den regelmäßigen Dopaminausstoß während des Orgasmus die Rezeptoren geschwächt und der Dopaminausschuss letztendlich geringer... Denke dadurch wird es auch logisch, warum es Ähnlichkeiten zu ADS haben kann.

    Ich selbst habe zwei unabhängige ADS-Diagnosen als Erwachsener, aber immer etwas daran gezweifelt, um ehrlich zu sein, auch wenn ich die Existenz des Syndroms keinesfalls leugne. Ich leide unter mangelnder Impulskontrolle, habe Schwierigkeiten, Dinge durchzuziehen, Prokrastination, Antriebsschwäche, unbegründete soziale Ängste, schlechtes Kurzzeitgedächtnis, Motivationslosigkeit, Abgestumpftheit, lebe in den Tag hinein... und hätte es gerne anders!...

    Pornografie und Masturbation waren für mich, wie wohl auch für viele andere Menschen, seit meiner Jugend ein fester Bestandteil meines Lebens. Ich fand daran nichts Verwerfliches. Ich bin immer davon ausgegangen, dass es einen gleichwertigen Sexersatz darstellt und zum seelischen Ausgleich beiträgt. Nicht nur die Wissenschaft sondern auch meine neu gewonnene Lebensfreude und Ausgeglichenheit sagen mir momentan deutlich, dass ich mich da wohl getäuscht habe.

    Habe nämlich beschlossen, mein künftiges Leben ohne Pornografie und weitestgehed ohne Masturbation zu verbringen... Zugegebenermaßen ist der Beschluss gerade erst eine Woche her, aber die Grundlagen sind gelegt (Pornoblocker ist an und Passwort hat nur ein guter Kumpel, der es nichtmal rausrückt, wenn ich ernsthafte Justierungen vornehmen will - zum Beispiel geht YouTube seitdem nicht mehr )

    Anfangs hatte ich sogar Entzugserscheinungen in Form von pornografischen Träumen, obwohl ich vorher nicht merkte, wie sehr mich das ganze im Griff hatte... das letzte Mal hatte ich so etwas, als ich mir das Rauchen abgewöhnt hatte... seit zwei Tagen träume ich viel ruhiger und zusammenhängender, meine Träume glichen vorher teilweise einem schnellgeschnittenen zusammenhanglosen Gewirr aus Filmschnipseln.

    In einschlägigen Foren wird oft berichtet, dass sich die oben beschriebenen Symptome durch längere Abstinenz von Pornografie und Masturbation deutlich lindern, bzw. verschwinden. Ich spüre schon Verbesserungen, was Antriebsschwäche, soziale Ängste und Prokrastination angeht...

    Mein Kurzzeitgedächtnis ist noch etwas am schwächeln, aber das wird sich hoffentlich die nächsten Monate ändern... das Gehirn ändert sich ja nicht von heute auf morgen... Außerdem weiß ich auch, dass ich erst am Anfang eines laaangen Wegs stehe und wie bei jedem Entzug noch schwere Phasen auf mich zukommen werden... Aber der Lohn das durchzustehen ist so groß, dass ich mir sicher bin, es zu schaffen!

    Lange Rede, kurzer Sinn... ich habe den starken Verdacht, den wahren Grund für meine Symptome erkannt zu haben... Wenn sich jemand in diesem Text wiedererkennt und ich ihm dadurch helfen konnte, freue ich mich.

    Und auch wenn deine ADS/ADHS-Diagnose zutrifft und du Pornografie schaust... was hast du zu verlieren, wenn du mal zwei Wochen darauf verzichtest und schaust, was passiert? Ich denke, dass es vor allem bei Menschen mit ADS/ADHS wichtig ist, dass sie nicht auch noch einen niedrigen Dopaminspiegel haben...

    Was sagt ihr dazu? Hat vielleicht jemand ähniche Erfahrungen gemacht?

  2. #2
    cocolores

    Gast

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Sind schon irgendwo Sommerferien?

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.010

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Hallo clark

    .... meine Gedanken dazu...also keine wissenschaftliche Hintergründe ...

    ...ADS/ADHS hat man entweder oder hat es nicht also die Symptome müssen schon in der KIndheit vorhanden sein ....und dazu passt dann Pornosucht nicht ,oder Pornografie... das Thema spielt in der Kindheit eigentlich keine Rolle...deshalb würde ich das eher ausschließen ...

    ... was eher ins Auge sticht das Du den Thread die Überschrift Pornosucht statt ADS genannt hast...und da ist für mich der Ansatzpunkt bei dem Thema Sucht... Sucht spielt eine Rolle bzw hat Einfluss auf das Gehirn ...

    ...und wie bei jeder Sucht...wenn diese überwunden wird, wieder mehr Lebensfreude reinkommt, anderes wieder mehr Raum bekommen kann ...

    ...meine persönliche Meinung...das das Mass das entscheidende ist ob etwas als wohltuend oder weniger wohltuend dann erlebt wird ... eine Heilpflanze kann in geringer Dosis sehr hilfreich sein und in größerer Dosis zum Tode führen ... so ist die Heilpflanze nicht das Übel sondern die Art und Weise der Anwendung ...

    ... von daher finde ich steht eher das Thema Sucht da an ... und weniger das es um Pornografie geht ...

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.796

    AW: Pornosucht statt ADS?

    clark schreibt:
    Auch wenn es auf dem ersten Blick abwegig erscheinen mag,
    Mal ganz abgesehen von dem bereits genannten Argument, dass eine ADHS bereits in der Kindheit beginnt und welches damit eigentlich schon die These entkräftet:

    Das erscheint auch auf dem zweiten, dritten und vierten Blick abwegig und auf allen Blicken, die darauf dann noch folgen mögen ...

    Allein schon deshalb, weil eine ADHS nicht allein auf dem gestörten Dopaminstoffwechsel im Hirn basiert.
    Dieser ist, wenn überhaupt, nur ein Teil einer ADHS.

    Denn die weitaus schwerwiegenderen Beeinträchtigungen einer ADHS, nämlich die in den Exekutiven Funktionen, werden sich dadurch nicht mal annähernd erklären lassen.

    Weiterhin spricht dagegen, dass Du allein schon hier im Forum etliche ADHS-Betroffene finden wirst, die aus Zeiten stammen, in denen pornographische Inhalte bei weitem nicht so leicht verfügbar waren wie heute, die also diese Quellen gar nicht haben konnten.

    Da die Prävalenz der ADHS aber nachgewiesenermaßen über die letzten 20 Jahre stabil ist (auch darüber hinaus, aber über die letzten 20 Jahre gibt es dies belegende Langzeitstudien), kann das also eher nicht als Ursache in Frage kommen, denn wenn es tatsächlich eine derartige Einflussnahme gäbe, dann müsste sich die Prävalenz geändert haben, was aber nicht der Fall ist.


    Das waren jetzt mal nur aus dem Stehgreif der zweite und dritte Blick sozusagen ... die reichen mir allerdings um diese ganze These als Mumpitz und Unsinn abzutun/ einzustufen.

    EDIT:
    Wenn eine Pornosucht im Zusammenhang mit ADHS steht, dann eher als Folge, aber wohl kaum als Ursache ...

    In meinen Augen:
    Totaler Nonsense
    Geändert von Fliegerlein (15.06.2015 um 14:56 Uhr) Grund: Edit zugefügt

  5. #5
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 7.315

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Hallo clark,

    wünsche dir dass deine "Gesundung" auf Aufgrund von Vermeidung von Pornografie gucken anhält.

    Sexuelles Erleben mit Partner oder auch alleine finde ich sehr wichtig für die Gesundheit,
    natürlich in einem nicht krankmachendem Maß.

    Vielleicht magst du dies mal lesen, viel gibt es vermutlich über das Thema nicht, oder ich habe
    es noch nicht gefunden.

    http://www.ads-muenster.de/index.php/sexualitaet-adhs

    LG Gretchen

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Hallo Leute,

    mir war schon klar, dass ich mir mit dieser Aussage kaum Freunde machen werde und auch Spott auf mich ziehen werde. Und wie ich -denke ich, deutlich geschrieben habe- glaube ich nicht, dass alle ADSler in Wahrheit pornosüchtig sind. Deshalb braucht sich hier auch niemand vorn Kopf gestoßen zu fühlen.

    Dennoch fand ich es sehr wichtig, das Thema hier hereinzuschreiben. Pornografie ist halt extrem weit verbreitet und daher mit Sicherheit auch die unerkannte Pornosucht.

    ADS wird eben leider oft auch falsch diagnostiziert oder vermutet, das ist Fakt, und die Frage die sich mir stellt ist: Kann Pornosucht bei einer unsauberen Diagnose mit ADS verwechselt werden?? Da ich mir die Frage mit ja beantwortet habe und vermute, sogar selbst ein Beispiel dafür zu sein, hab ich mich verpflichtet gefühlt, dieses Thema anzusprechen. Wer diese These leichtfertig als Mumpitz abtut, handelt in meinen Augen nicht im Sinne der Antwortensuchenden, die sich hier zuhauf herumtreiben.

    Liebes Gretchen, danke für den Link! Darin steht, dass Masturbation ADSlern Erleichterung bringen kann und eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielt. Auch hier besteht für mich Verwechslungsgefahr mit der Pornosucht, da ja eine Suchtbefriedigung auch vorübergehend für Erleichterung sorgt, aber letztendlich die Ursache ist (Nochmal deutlich: ich will damit nicht nahelegen, dass die Befragten in Wahrheit ein Suchtproblem hatten!)

    Ich denke, jeder der das liest und ins Grübeln kommt, sollte sich in die Richtung schlau machen. Es gibt einige wissenschaftliche Artikel und Foren dazu, die ich gerne herausgeben würde, aber aufgrund der hiesigen Forenregeln denke ich nicht darf... Wer Interesse hat, kann das mir ja irgendwie deutlich machen, dann helfe ich ihm gerne! Das Schöne ist: Man hat nichts zu verlieren und eine Sucht kann man heilen! Wer es für sich ausschließen kann, muss ja nicht weiter drüber nachdenken.

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.796

    AW: Pornosucht statt ADS?

    clark schreibt:
    mir war schon klar, dass ich mir mit dieser Aussage kaum Freunde machen werde und auch Spott auf mich ziehen werde.
    Mir geht es keineswegs darum, in irgendeiner Weise Spott auszudrücken, genausowenig wie darum, das irgendwie mit Freundschaft oder nicht zu verbinden und ich fühle mich auch icht vor den Kopf gestoßen .

    Meine Reaktion bezieht sich auschließlich auf die Inhalte des Textes, präzise auf die fachlichen Inhalte und die lassen die These an sich schnell entkräften und nicht nur als unlogisch, sondern durchaus als unsinnig erscheinen.

    Ich tue diese These keineswegs leichtfertig als Mumpitz ab; sie ist vielmehr auf der Basis meines Wissens schlicht nicht haltbar und reicht mehr in das Reich der Esoterik als der Wissenschaft.

    Ich ziehe wissenschaftliche Fakten vor und sie sind Basis meines Fachwissens und keinem der mir bekannten wissenschaftlichen Werke, darunter auch Langzeitstudien, welche über einen Zeitraum von über 20 Jahren Betroffene begleitet haben, finden sich Argumente, die eine solche These stützen würden.
    Geändert von Fliegerlein (15.06.2015 um 15:48 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Lieber Fliegerlein,

    ich fürchte, du hast mich immer noch nicht verstanden. Ich will nicht allen in diesem Forum die Augen öffnen und zeigen, dass ihr ADS in Wahrheit eine Sucht ist.

    Ich will nur den Menschen helfen, die es tatsächlich betrifft und wenn es nur einer ist.

    Mit Esoterik hat das leider nichts zu tun... es gibt viele Studien, die auf den negativen Einfluss von Pornografie auf das Gehirn hinweisen... (das Gehirn des Steinzeitmenschen war scheinbar einfach nicht darauf vorbereitet, täglich auf Knopfdruck Sex mit beliebig vielen Frauen zu haben...)

    Da du dich ja, wie ich auch, gerne mit quantitativer Wissenschaft beschäftigst, weißt du, dass eine Studie immr nur die Fragen beantwortet, die sie stellt und Zahlen nie die komplette Wahrheit abbilden.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 731

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Ist das so ein Post in dem es tl;dr darum geht dass Masturbation ungesund sein soll? Haha, sorry, aber lol, das ist wissenschaftlich absolut unhaltbarer Unfug. Du meinst normale Suchtentwicklung. Süchtig kann man von fast allem werden. Mit Pornografie oder Masturbation hat das in erster Linie wenig zu tun.

  10. #10
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 274

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Bei ADHS kann vieles die Symptome verstärken. Ich finde es gut dass Du daran arbeitest deinen Konsum einzuschränken (wie du sagt auf Null). Ganz aufhören müsstest Du ja nicht. Aber wenn es Dich belastet ist es sicherlich hilfreich. Ich befürchte nur, dass Dir die ADHS-Symptome immer wieder begegnen werden, auch wenn der Pornokonsum alles maßlos verstärkt hat.

    Auf die Kindheit bist Du noch nicht eingegangen oder? Da müssten die Symptome ja schon vorgelegen haben.

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