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Diskutiere im Thema Pornosucht statt ADS? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #41
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.796

    AW: Pornosucht statt ADS?

    clark schreibt:
    Wie es einem ADS'ler helfen kann? Ich vergleiche es mit Ordnung in der Wohnung. Wenn die Küche aussieht wie Sau, versinkt nach und nach alles in Unordnung. Fängt man aber damit an, einen Raum auf Hochglanz zu putzen und zu ordnen, dann stört einen die Unordnung in den anderen Räumen und man ist motivierter, diese zu beseitigen.
    Wenn das funktioniert, gebe ich Dir Brief und Siegel, dass es keine ADHS war.
    Ein ADHS-Betroffener wird auf diesem Weg immer im Chaos landen, ... egal wie ordentlich und glänzend die Wohnung vorher war.
    Das in den Griff zu bekommen, bedeutet die notwendigen Exekutiven Funktionen zu besitzen, die bei einem ADHS'ler jedoch nicht oder nur eingeschränkt vorhanden sind.
    Dazu bedarf es immer Hilfe von Außen, sei es ein Partner oder Coaching, eine ADHS-Behandlung, medikamentös und therapeutisch, eben eines ADHS-Managements.

    Wer meint, dass sich eine ADHS mit einem Anschubs dieser Art in den Griff bekommen lässt, geht leider fehl und hat die Störung nicht verstanden.
    Und wenn es funktioniert, hatte man es nicht mit einer ADHS zu tun.
    (dabei immer berücksichtigend, dass wir von einer Spektrumsstörung reden, was bedeutet, dass es unterschiedliche Schweregrade gibt).

    Ich kann da mal von mir berichten:

    Durch die ADHS und genau dieses Chaos, sowohl innerlich, als auch äußerlich, habe ich eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung entwickelt.

    Ich habe regelrecht versucht, meine ADHS (von der ich damals nichts wusste) zu bezwingen und meine Umgebung ordentlich zu halten.
    Das gelang aber nie.
    Wenn, war es nur von kurzer Dauer.
    Selbst die Zwanghaftigkeit hat mich nicht davor geschützt.

    Im Unterschied zu einer zwanghaften PS ohne darunterliegender ADHS, war bei mir das Chaos dennoch immer vorhanden, gleichzeitig aber auch eine zwanghafte Ordentlichkeit.
    Wer meine Wohnung gesehen hat, erkannte diese Widersprüchlichkeit sofort.
    Weil ich schlicht nicht in der Lage war, noch heute bin, diese Ordnung dauerhaft zu halten, weil mir die dafür erforderlichen EF (Exekutiven Funktionen) fehlen.
    Dennoch weiß ich, wie das geht, darann liegt es also nicht.

    Ich brauche die Hilfe von Außen, um dauerhaft Ordnung halten zu können.
    In meinem Falle hilft mir meine Frau.
    Sie nimmt es mir nicht ab, aber sie hilft mir dabei und unter dieser Hilfe kann ich es.

    Wäre sie aber von einem Tag auf den anderen weg, würde es nicht lange dauern, bis das Chaos, trotz meiner Zwanghaftigkeit, wieder die Oberhand gewinnen würde.

    Die notwendigen planerischen und organisatorischen Fähigkeiten, die dafür erforderlich sind, sind bei einem AHS-Betroffenen weniger/ kaum ausgeprägt, mitunter sogar gar nicht vorhanden.

    Mit Druck kann man für einen Zeitraum etwas erreichen, sowohl der Druck, der von Außen kommt, als auch der, den man sich selbst macht.
    Aber es wird niemals von Dauer sein.
    Das sind Dinge, die eine ADHS kennzeichnet.
    Diese Beständigkeit/ Dauerhaftigkeit wird es nicht geben können.

    Die Frage nach Ordnung ist bei einem ADS-Betroffenen weniger ein Problem der mangelnden Motivation aufzuräumen, sondern vielmehr eines deer mangelnden Fähigkeiten, diese Ordnung, auch wenn sie erstmal hergestellt ist, dauerhaft zu halten.

    An so etwas z.B. kann man sehr schön eine ADHS von anderen Störungen differenzieren...
    Geändert von Fliegerlein (17.06.2015 um 11:54 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  2. #42
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 345

    AW: Pornosucht statt ADS?

    ohh mann was ne disskussion ich habe auch eine Porno sucht mal mehr mal weniger Präsent
    zeitweise schaffe ich ganz Monate ohne aber eine Verbesserung der ads symptome suche ich auch in der Zeit vergebens

    zudem scheint dieser Thread irgendwie nicht Zielführend zu sein XD als info wars ja ganz ok

  3. #43
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 416

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Die Sache ist die, jedes Suchtmittel gibt einem für einen kurzen Moment (oder auch länger, je nach Mittel) einen Kick. Bleibt der Kick aus, kommts zu Entzugserscheinungen. Entzugserscheinungen können vielfältig sein, von einfachem nervös-sein bis hin zur über-monster-panik...

    ADSler haben nen Hang zu zusätzlichen Kicks, weils das Hirn so schön ausgeglichen macht und man sich entspannt fühlen kann (zumindest für den Moment). Soweit geh ich mit dem Artikel auch konform...

    ABER... nein, ADS entwickelt sich nicht erst im Erwachsenenalter (ist ja keine Grippe, die mal kommt und geht, wie's ihr passt, oder wie ne PTBS auf eine spezielle Situation zurückzuführen ist), sondern beginnt schon im Kindesalter. Ist im Übrigen eine Voraussetzung für eine Diagnose.

    Dass es jetzt auch vermehrt Diagnosen im Erwachsenenalter gibt, liegt schlicht und ergreifend an der Tatsache, dass der Mensch immer mehr versteht (oder es zumindest behauptet), dass sich ADS eben NICHT auswächst.

    Für mich wird die Seite darum unseriös, weil ADHS wie eine Art Nesselsucht behandelt wird: "Ich griff immer mehr zu Pornos, weshalb ich jetzt ADHS-Symptome habe"...
    ADS ist kein Hautausschlag, den man sich durch übermäßigen Verzehrs eines Genussmittels zuziehen kann. ADHS ist eine eigenständige Diagnose!

    Entzugserscheinungen im Allgemeinen können nur eine Krankheit/Störung/whatever verstärken.

    Wenn ein Arzt "einfache" Suchtsymptome mit einer ADHS verwechselt, würde ich ernsthaft an der Kompetenz zweifeln.
    Das ist genau so fatal, wie wenn ich jemandem Sodbrennen diagnostizier, obwohl es ein Herzinfarkt ist.

    Bsp. zum Verdeutlichen, was ich mein:

    Nur weil jemand sich schneidet, ist er noch lang kein Borderliner...
    Nur weil jemand unaufmerksam und hibbelig ist, hat er noch kein ADHS...


    (Entschuldigung, falls ich was schon geschriebenes wiederhole... bin halt doch irgendwie chaotisch )

  4. #44
    ⭐ohne Sinn⭐

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 504

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Ich hab mir diesen Thread jetzt paar mal durchgelesen. ..
    Ich habe x mal überlegt ob ich was dazu sagen will....

    Das einzige was mir dazu einfällt ist....

    Man kann sich auch einiges madig machen - sorry.
    Nix für ungut... mag gern sein dass mans mit deiner Filmsammlung auch bisschen aus eigener Sicht übertreibt. ..


    Aber mal ganz ehrlich. ... Sex, Liebe, Flirten und Spass im bett ob allein oder zu wieviel auch immer ist meines Erachtens eines der besten Dinge für adhsler und adsler.

    Ich kann nichts schlechtes daran finden, egal in welchem masse. Und wenn man seinen spass daran oder den drang in stufen einordnen will... sorry dafür.. ich find es lächerlich.

    Und wenn man seinen Hang oder seine neigung ab jetzt pauschal rechnen will... ich bekenne mich gern dazu süchtig danach zu sein spass in der richtung zu haben und ich denke das man sich gerade dieses nicht allzu sehr kaputt denken sollte.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Korrektur. .. mans mit seiner Filmsammlung

  5. #45
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Oh Mann, das hier entwickelt sich ja wirklich zur unendlichen Geschichte... ich weiß, ich mach mich langsam lächerlich, aber so kann ich das nicht stehen lassen, sorry...

    shadowseeker schreibt:
    Aber mal ganz ehrlich. ... Sex, Liebe, Flirten und Spass im bett ob allein oder zu wieviel auch immer ist meines Erachtens eines der besten Dinge für adhsler und adsler.
    Ich unterschreibe das hier voll und ganz, wenn du das allein weglässt...

    Wenn ich ehrlich zu mir bin, hatte ich, nachdem der Zauber des Neuen und Verbotenen verflogen war, niemals wirklich Spaß am Masturbieren auf Pornografie. Wenn ich mit meiner Freundin guten Sex habe (eigentlich fast immer der Fall), oder als Single einen One-Night Stand oder auch nur einen guten Flirt, laufe ich zwei Tage stolz wie Oskar herum, bin ausgeglichen und kann auch mal fünfe gerade sein lassen. Das ist mir noch nie passiert, nachdem ich mir auf ein paar Pixel einen von der Palme gewedelt habe, die mir eine Welt zeigen, die es so nicht gibt. Das macht mich eher träge und unmotiviert.

    Die Welt geht nicht unter, wenn man mal 8 Tage auf Masturbieren und Pornografie verzichtet, das Gegenteil ist der Fall. Man verabschiedet sich nicht früher von den Freunden, weil man noch heim will, um sich noch einen zu *****en, sondern man genießt deren Anwesenheit. Ich würge die Telefonate mit meinen Eltern nicht mehr ab, ich rufe von selbst an und genieße es. Sie fragen schon immer, ob mit mir alles in Ordnung ist... Mir fällt es viel leichter den Kontakt mit meinen alten Freunden aufrechtzuhalten. Ich mag allgemein wieder Menschen... Vorher mochte ich auch Menschen, aber nach kurzer Zeit wollte ich mich lieber wieder zurückziehen. Jetzt würde ich am liebsten die ganze Zeit jemanden um mich herum haben.

    Wenn ihr ADS'lern ruhigen Gewissens empfehlen könnt, täglich 5 gegen Willi zu spielen, meinetwegen. Ich kann es nicht. Und jetzt raus mit euch! Ist schönes Wetter!

  6. #46
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.796

    AW: Pornosucht statt ADS?

    clark schreibt:
    Und jetzt raus mit euch! Ist schönes Wetter!
    Hier nicht, Regen seit Stunden/ Tagen .

    Es geht mir hier auch in erster Linie darum, dass man nicht eine ADHS mit einer Suchterkrankung verwechseln sollte und wenn man das u.a. mit Argumenten, wie jenen auf den genannten Seiten zu erklären versucht, nuja, dann darf man schon damit rechnen, dass man das in einem Fachforum für ADHS nicht einfach so stehen lassen wird .

    Mir geht es darum, dass man Fachbegriffe korrekt verwendet und wenn man ADHS-ähnliche Symptome oder Symptomüberschneidungen hat, kann man nicht von einer ADHS sprechen.


    Ich versuche btw. keineswegs, Dich oder sonstwen zu überzeugen, mir geht es darum, zu helfen.

    Die Angaben auf den Webseiten sind ja nicht in böser Absicht gemacht worden, sie sind falsch, weil die meisten einfach nicht die nötige Kenntnis über ADHS besitzen und mit nicht mehr als dem üblichen (und oberflächlichen) Stammkneipenwissen, sind solche Annahmen und Aussagen ja durchaus schlüssig.

    Aber sie halten einer genauen und fachlichen Betrachtung nicht stand.

    Für mich ist es wichtig, dass jeder, der diesen Thread liest, auch mit den nötigen Argumenten und dem nötigen Hintergrund über deren Herleitung ausgestattet wird.

    Wir könnten das natürlich auch einfach so unkommentiert stehen lassen, aber es gibt ja einen Hintergrund zu diesem Forum:

    Alex schreibt:
    Wir haben es uns hier zum Ziel gesetzt, sowohl eine aktive Aufklärungsarbeit der Bevölkerung und entsprechender Fachleute zu leisten, wie auch allen erwachsenen AD(H)S-Betroffenen eine geschützten und in vielen Faktoren hochwertigen Rahmen für alle aufkommenden Fragen und Lösungsmöglichkeiten und zum Austausch mit anderen Betroffenen, zur gegenseitigen Kontaktaufnahme und zu bieten.
    Klar, ... das hier hat was von einer unendlichen Geschichte (dass ich zwanghaft bin, hatte ich erwäht? ) aber ich finde diesen Thread insofern interessant und wichtig, weil hier dadurch viel über ADHS erläutert und hinterfragt und beschrieben wird.



    Was die Leser dann letztlich für sich daraus mitnehmen, bleibt ihnen ja selbst überlassen, aber zumindest haben sie Auswahl in Informationen und Annahmen
    Geändert von Fliegerlein (17.06.2015 um 18:33 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  7. #47
    cocolores

    Gast

    AW: Pornosucht statt ADS?

    clark schreibt:
    Wenn die Küche aussieht wie Sau, versinkt nach und nach alles in Unordnung. Fängt man aber damit an, einen Raum auf Hochglanz zu putzen und zu ordnen, dann stört einen die Unordnung in den anderen Räumen und man ist motivierter, diese zu beseitigen. (Will jetzt nich sagen, dass es in jedem ADS'ler aussieht wie auf der Müllkippe... aber es gibt Situationen, da empfindet man so)

    Das Erste ist aus nem Science Fiction !




    Dass es IN einem ADHSler aussieht wie auf der Müllkippe, ja ok. Also: Mein Name cocolores und ich bin ein innerlicher Messie.

    Aber das erste, was du da beschreibst, das kenne ich nicht. Wenn ich mit den wichtigsten Sachen rum bin beim Putzen: "mein wichtig" hat was a) damit zu tun, was mir allzu offensichtlich putznotwendig erscheint und b), wovon ich denke, dass es schnell geht. Und es endet fast immer darin, dass das Offensichtlichste hinterher aussieht, als hätte ich nichts gemacht und ich mindestens dreimal so lange brauchte als ich dachte. Und hab ich dann mal die Fenster geputzt, dann kannst du dich darauf verlassen, dass das Letzte, was ich danach zu tun gedenke, ist, dass ich jetzt auch Lust habe, die Fußböden zu wischen, nur weil das jetzt mehr aufffällt, weil es in der Wohnung heller ist als vorher

    Das ist jetzt ausschweifend geantwortet, nur weil ich denke, dass dein Vergleich wieder hinkt. Ich muss auf vieles, was Fliegerlein und Hotaru schreiben, nicht auch noch mit anderen Worten was dranhängen, weil ich davon vieles gleich empfinde.
    Aber bevor ich hier aussteige, weil ich denke, der Thread rotiert um seine Achse, möchte ich trotzdem ganz allgemein sagen: du musst dich keineswegs dafür rechtfertigen, diesen Strang aufgemacht zu haben oder bestimmte Entwicklungen verhindern wollen; was du hier gemacht hast, ist völlig ok und auch deine Intention, aus deiner Überzeugung heraus hier etwas Positives, nicht nur rein Informelles, bewirken zu wollen, finde ich wirklich gut. Also nach dem ersten äh Schock….
    Wenn jetzt jemand vehement in eine andere Position verfällt, ist das doch immer eine Aussage über den anderen und keine über dich und den Strang an sich. Es gibt ganz sicher eine Menge Leute, die sich nie mit so einem Zusammenhang beschäftigt haben und jetzt für sich ihre ganz eigenen Überlegungen anstellen, womit sie sich mal beschäftigen müssten, womit sie sich keinen Gefallen tun oder was sie für Bestätigung aus den Gegenmeinungen ziehen. Dafür, dass das Thema zu denen gehören dürfte, die anständig Welle machen im Kopf, ziehst du das hier konsequent konstruktiv und freundlich durch und egal, was ich über deine Quellen hier denke - dafür hast du meinen Respekt.
    Geändert von cocolores (17.06.2015 um 18:51 Uhr) Grund: 24 fehlende Buchstaben und Wörter ergänzt

  8. #48
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 226

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Dieser Fred ist für mich nur ganz schwer einzuordnen.
    Einerseits finde ich es mutig und hilfreich, wenn jemand das Thema Porno- und Sexsucht aufgreift.
    Und es schadet gar nicht, wieder mal darauf hinzuweisen, dass ADHS und Suchtanfälligkeit sich gut ergänzen.
    Andererseits: deineTheorie, dass deine ADHS-Symptome daher kommen, leuchtet mir nach wie vor nicht ein (keine Bange, ich fange nicht wieder von vorne an - ich warte auf das Ergebnis von ein paar Monaten Abstinenz) und so lange sie mir nicht einleuchtet, liegt die Behauptung für mich auf einem Level mit Impfschaden/Fernsehschaden/Zuckerschaden/Erziehungsschaden und was nicht alles sonst noch hartnäckig behauptet wird und mich zum Augenverdrehen animiert.

    Was ich ziemlich gut einordnen kann:
    1. in meinen Augen machst du dich keinesfalls lächerlich, sondern du als Person machst das ziemlich gut.
    Dafür, dass das Thema zu denen gehören dürfte, die anständig Welle machen im Kopf, ziehst du das hier konsequent konstruktiv und freundlich durch und egal, was ich über deine Quellen hier denke - dafür hast du meinen Respekt.
    Diesem Satz von cocolores schließe ich mich an.
    2. du schreibst irgendwo, dass du dich wieder lieb hast - klingt gut

  9. #49
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Hallo,

    ich hatte auch eine ADS-Verdachtsdiagnose im Erwachsenenalter. Ich hatte schon immer das Gefühl, dass was mit mir nicht stimmt. Ich war ständig extrem müde und unkonzentriert. Es war sogar so schlimm, dass ich in 2 Jobs entlassen wurde. Es hatte mich so geplagt, dass ich irgendwann nach einer Ursache forschte. ADS (ohne H) schien meine Symptome zu beschreiben. Also suchte ich Fachkliniken auf. Ich war ein ruhiges Kind. Ob ich aber ADS habe/hatte oder nicht weiß ich nicht. Wie auch?

    Ich will niemanden auf die Füße treten, aber die Untersuchungen waren ein Witz. Die Klinik war überfordert, es dauerte ewig und die Tests beweisen in meinen Augen nichts. Am Ende war es eine Verdachtsdiagnose, weil vieles dafür oder dagegen sprach. Ich will nur sagen, dass jemand, der ADS nicht hat, sich das auch diagnostizieren lassen könnte.

    ADS ist einfach schwer zu greifen und auch nicht zu beweisen.

    Das Medikinet half bzw. hilft im beruflichen Alltag zu bestehen. Ich bin auch recht erfolgreich. Trotzdem versuche ich es abzusetzen und habe es stark reduziert. Mit der Müdigkeit und Unkonzentriertheit habe ich immernoch zu kämpfen und mache auch mit dem Medikament Flüchtigkeitsfehler, die meine Arbeitsleistung beeinträchtigen.

    Irgendwann bin ich auch auf das Thema Pornosucht gestoßen. Ich habe viel gelesen und es auch versucht, weil ich da ein Problem sah. Ich versuchte mehrfach davon abzulassen, aber das war nicht leicht und ich war schnell wieder dabei.

    Seit einer Woche bin ich wieder "clean". Ich habe mich auch auf den von Clark genannten Seiten informiert und die Symptome (die auch sehr peinlich sind) passen. MIr fällt es wie Schuppen von den Augen! Und der Pornokonsum fing sehr früh an. Damals noch mit Videokassetten. Und mit dem Internet war das gar nicht mehr wegzudenken.

    Ob es was helfen wird, weiß ich nicht. Ich habe auch Angst, dass das diese Seiten einen religiösen Beweggrund haben, auch wenn sie es abstreiten. "Selbstbefriedigung gehört zur Sexualität und kann doch nichts schlechtes sein." So dachte ich auch immer.

    Aber ich habe wirklich Entzugserscheinungen und mir geht es schlecht. Um mich zu motivieren, lese ich Erfahrungsberichte. Und vorhin kam es mir. "Würde das nicht auch meine extreme Müdigkeit und Unkonzentriertheit erklären?"

    Google befragt und ich bin auf diesen Thread gestoßen. Danke Clark, dass du das hier geschrieben hast. Ich hoffe du liest es auch noch. Es ist nun ja ein paar Woche her. Hast du es durchgehalten und wurde es wirklich besser? Ich musste mich hier registrieren und das alles von der Seele schreiben. Tut mir leid wegen dem riesen Text. Das ist ja ein Thema über das man ungern spricht. Und meinem Neurologen werde ich sicher auch nichts davon erzählen.

    Zu den Argumenten hier.... ja ihr habt wohl Recht, wenn ihr sagt, dass Pornosucht nichts mit ADS zu tun hat. Aber wenn man nicht weiß, was mit einem stimmt sucht man eben. Und das googlen von Krankheitssymptomen führt auch oft zu Fehldiagnosen. Deshalb ist der Beitrag hier unheimlich wichtig. Ich wünschte, ich wäre vor Jahren darauf gestoßen. Das hätte mir evtl. viel ersparen können. Ich hoffe zumindest, dass es nun besser wird (mit fast 30 Jahren).

  10. #50
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Hey Zuul,

    habe gerade die Email bekommen, dass der Thread wieder aktiv ist und gleich mal reingeschaut. Hatte Herzklopfen, als ich deinen Beitrag gelesen habe und das Gefühl, dass meine Sturheit doch nicht umsonst war
    Kurze Antwort, da ich gleich auf Hochzeitsvorbereitung muss:
    Ja, ich hab es durchgehalten und ja, es ist es wert. Klar muss man danach weiter an sich arbeiten, sonst ändert sich nicht viel, aber es fällt einem deutlich leichter. Ich versuche die Tage mal ausführlicher zu antworten, wollte dir jetzt nur schnell mit auf den Weg geben: Halt durch und lass dich durch nichts davon abbringen! Ich drück die Daumen!

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